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Assia Djebar

    30. Juni 1936 – 6. Februar 2015

    Assia Djebar war eine algerische Autorin, deren Werk sich tiefgründig mit weiblichen Erfahrungen und der algerischen Geschichte auseinandersetzt. Ihre literarische Karriere begann in den 1950er Jahren, und mit ihren Romanen, Kurzgeschichten und Essays erforschte sie Themen wie Kolonialismus, Exil und Identität. Djebar schrieb auf Französisch, und ihr Schreiben zeichnet sich durch poetische Sprache und einen starken Sinn für sozialen Kommentar aus. Mit ihrer Literatur wollte sie den Marginalisierten eine Stimme geben und die komplexe Vergangenheit ihres Landes vermitteln.

    Assia Djebar
    Das verlorene Wort
    Weisses Algerien
    Oran - Algerische Nacht
    Fantasia
    Frau ohne Begräbnis
    Nächte in Straßburg
    • Frühling 1989. Thelja fährt nach Straßburg, um neun Nächte mit François zu verbringen. Neun Liebesnächte voll sinnlicher Trunkenheit, aber auch geteilter Erinnerungen. In den frühen Morgenstunden flaniert sie durch die Gassen und an den Ufern entlang, wo der Nebel sich langsam lichtet. Stets ist das Straßburger Münster im Zentrum ihrer Gedanken, ihrer Spaziergänge, während sie in die Geschichte dieser Stadt und ihrer Menschen eintaucht. Unter der Oberfläche erkennt sie beklemmende Schatten der Vergangenheit. Sogar in den lustvollen Stunden der Leidenschaft können sie aufbrechen wie schlecht verheilte Wunden.

      Nächte in Straßburg
      4,0
    • Frau ohne Begräbnis

      • 218 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die »Frau ohne Begräbnis«, das ist Zoulikha, die einst Wand an Wand mit Assia Djebars Familie wohnte. In aller Stille knüpfte sie unter den Frauen der Stadt ein Netz des Widerstands gegen die französische Herrschaft, floh 1957 in die Berge, wurde von der Kolonialarmee gefasst und verschwand spurlos. Diese außergewöhnliche, freimütige, lebenslustige und gebildete Frau ist in ihrer sprühenden Lebenskraft gegenwärtig geblieben bei allen, die um sie waren. Ihre beiden Töchter, Madame Lionne, die Wahrsagerin, Nachbarinnen und Weggefährten lassen sie mit ihren Stimmen wieder aufleben, gewinnen dadurch selbst neue Kraft und treten aus dem Schatten. Und die Erzählerin selbst - sie findet endlich den Mut, sich dieser Gestalt zu nähern und den Raum ihrer Kindheit wieder zu entdecken.

      Frau ohne Begräbnis
      3,5
    • »Von Stimmen und Gesängen eingeleitet oder unterbrochen, stellt sich der Roman Assia Djebars wie eine Partitur in fünf Sätzen dar. Die Kindheit einer Frau verschmilzt mit dem Bericht des ersten Algerischen Krieges (1830-1871), verbindet sich dann mit den der jüngsten Vergangenheit entrissenen Erinnerungen von Landfrauen und Witwen, die mit Scham und Demut vom Befreiungskrieg erzählen. ›Diese Frauen‹, so Assia Djebar, ›machen keine Literatur aus ihrem Leben; je mehr sie während des Krieges erlitten haben, um so verhaltener sprechen sie. Ich habe ihrem ungeschminkten Bericht zugehört und wollte das neunzehnte Jahrhundert für sie übersetzen, meine Stimme mit der ihren vermischen.‹ Dies wird uns erzählt in großartiger Sprache, durch eine große Schriftstellerin.« Tahar Ben Jelloun

      Fantasia
      3,8
    • Oran - Algerische Nacht

      • 314 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Bruchstücke des Lebens, die die Frauen beim Kommen und Gehen, als Reisende, als Passagiere weitergeben und erzählen, in einer Zwischenstation, einer Unterkunft, wenn sie Atem holen, sich erinnern können. Es sind Etappen, doch nicht einer Flucht, sondern der Bewegungsfreiheit. Gespräche, die unter Algerierinnen von hier und von drüben ausgetauscht werden. Mit einem Schlag werden Stücke des Lebens beleuchtet und stürzen in sich zusammen. Bilder von Verfolgungsjagd, Flucht und Tod. Auch von Hoffnung in dieser langen Nacht. Episoden reihen sich ein wie graue oder schwarze Perlen. Die Worte sind der Tropfen Licht, den man im tintenschwarzen Entsetzen noch empfangen kann.

      Oran - Algerische Nacht
      3,8
    • Weisses Algerien

      • 273 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Unter den Toten Algeriens hat auch Assia Djebar nahe Freunde zu beklagen. Verstörend intensiv und gleichzeitig klarsichtig erweckt sie sie mit ihren Erinnerungen wieder zum Leben. Diese Evokation gilt nicht nur den Opfern der letzten Monate - sie beschwört ein genau beobachtetes Bild der neueren Geschichte Algeriens, an der sie selbst engagiert teilhat. Eine bestürzende Kontinuität der Gewalt seit Jahrzehnten wird sichtbar, aus der sich die Gegenwart erklärt. Weißes Algerien ist kein Pamphlet, sondern eine Kette von Lebensbildern und Szenen. Heiterkeit ist verwoben mit Trauer. Über seinen Anlass hinaus verweist dieses Buch in Dimensionen extremer existentieller Erfahrung.

      Weisses Algerien
      2,0
    • Nach zwanzig Jahren in Frankreich kehrt Berkane nach Algerien zurück. In einem Haus am Meer, später reisend, fotografierend, will er wieder Fuß fassen. Die Straßen und Plätze seiner Erinnerungen sind fremd und bedrohlich geworden, tastend versucht er, sich der spannungsvollen, turbulenten Realität zu nähern. Erst die drei Nächte mit Nadjia holen ihn in die Gegenwart zurück. In diesem erotischen Taumel ohne Zurückhaltung erwacht die Sprache der Kindheit wieder in ihm. Doch dann verschwindet Berkane. Seinen Freunden eröffnet sich erst jetzt, aus seinen Aufzeichnungen, das Drama seiner Rückkehr.

      Das verlorene Wort
      3,5
    • Fern von Medina

      Roman

      • 395 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Im Jahr 632, in Medina, mit dem Tod des Propheten Mohammed, beginnt dieses Buch. Siebzehn Frauengestalten aus den ersten Jahrzehnten des Islam erweckt Assia Djebar zum Leben. Fatima, die geliebte Tochter des Propheten, die es wagt, ganz Medina herauszufordern und auf ihren Teil der Erbschaft zu pochen - undenkbar bislang für eine Frau; Aischa, die Gattin Mohammeds, die mehr und mehr zur Übermittlerin von Gottes Wort wird und zur Hüterin der Erinnerung; die jemenitische Königin, die einen falschen Propheten ausschaltet; Selma, die Beduinenfürstin, die ihr Heer gegen den Islam führt; Sadja, die Dichterin, die davon träumt, selbst Prophetin zu werden. Die Spuren all dieser Frauen hat Assia Djebar in den klassischen Chroniken der islamischen Tradition gesucht und gefunden, oft nur durch ein Wort, eine Zeile, einen Satz angedeutet. Sie gibt ihnen wieder Gestalt und Stimme, erzählt ebenso poetisch wie realistisch von ihrer Macht, ihren Kämpfen, ihrer Liebe und ihren Abenteuern.

      Fern von Medina
      3,8
    • Isma und Hajila: zwei Frauen des gleichen Mannes. Hajila, schweigend, fügsam, passiv, entschliesst sich zur heimlichen Flucht. Sie nimmt den Schleier vom Gesicht und geht 'nackt' hinaus auf die Strassen, in die Parks, unter die Menschen. Eine Befreiung in Angst und Schrecken. Das Drama ist unaufhaltsam.

      Die Schattenkönigin
      3,3
    • »An einem milden Frühlingstag des Jahres 1957 nahm eine junge Algerierin - sie war noch keine einundzwanzig - in Paris ein Taxi zu Julliard, dem bekannten Verlag, der gerade ihren ersten Roman ›Durst‹ angenommen hatte. Der Vertrag, den sie unterzeichnen sollte, war im Grunde wertlos, weil sie noch nicht volljährig war. Sie machte sich Sorgen, wie ihre Familie wohl auf ein Buch reagieren würde, in dem von Erotik die Rede war und das sie zu einer Zeit geschrieben hatte, als sie eigentlich für ihr Examen hätte lernen müssen. Sie beschloss impulsiv, ihre Haare abzuschneiden, ihr Geburtsdatum zu verändern und ein Pseudonym zu verwenden.« Aus dem Nachwort von Clarisse Zimra

      Die Zweifelnden
      3,4
    • Assia Djebar: Die größte Gegenwartsautorin aus Algerien hat mit 'Nirgendwo im Haus meines Vaters' ihr persönlichstes Buch geschrieben. Fatima liebt ihren Vater abgöttisch. Er befolgt streng die arabischen Bräuche und hat Sorge, dass die Röcke seiner Tochter zu kurz geraten. Die Mutter ist eine selbstbewusste Frau von europäischer Eleganz. Zwei Welten, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Dazwischen bahnt sich das kleine Mädchen seinen eigenen Weg zur jungen Frau, der manchmal schmerzhaft ist und dann wieder voller Glück. 'Nirgendwo im Haus meines Vaters' ist Assia Djebars persönlichstes Buch. Mal mit kühler Prägnanz, mal in poetischen Bildern erzählt sie ihre eigene Geschichte, die zugleich die Algeriens ist.

      Nirgendwo im Haus meines Vaters
      3,2
    • Die Frauen von Algier

      • 187 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Nach dem Besuch in einem Harem malt Delacroix 1832 sein Meisterwerk Frauen von Algier in ihrem Gemach, das einen Blick in eine verbotene Welt wirft. 1955, zu Beginn des Algerienkriegs, malt Picasso die Frauen von Algier auf seine Weise: als »Feuerträgerinnen« des Widerstands. Assia Djebar greift das Thema wieder auf und fixiert Bilder im Alltag von Frauen, die in einer Ära des Umbruchs an den starren Traditionen zu zweifeln beginnen. »Sie bricht alle Tabus und überschreitet die Grenzen, wenn sie die Erinnerung und den verborgenen Körper der Frau ans Licht bringt«, schrieb die algerische Presse nach dem Erscheinen dieses Buches.

      Die Frauen von Algier
      3,5
    • Weit ist mein Gefängnis

      Roman

      • 380 Seiten
      • 14 Lesestunden

      In der intimen Atmosphäre eines Dampfbads, unter den liebenswürdigen, aber auch neidischen Blicken der Frauen, hört ein junges Mädchen das Wort »Feind«. Denn sobald sich das Gespräch um den Ehemann dreht, ist von »ihm« die Rede, »er« ist verantwortlich für Verzweiflung und entgangenes Glück.

      Weit ist mein Gefängnis
      3,4
    • Die Frauen erzählen in ihren Lebensbrüchen von Reisen und Erinnerungen an Zwischenstationen. Diese Etappen symbolisieren Bewegungsfreiheit und enthalten Gespräche unter Algerierinnen. Die Episoden beleuchten Lebensstücke, zeigen Verfolgung und Hoffnung und reihen sich wie Perlen aneinander, während Worte Licht im Dunkel spenden.

      Oran - Algerische Nacht. Roman
    • Die Ungeduldigen

      • 220 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Assia Djebar zählt zu den bedeutendsten Gegenwartsschriftstellerinnen des Maghreb. In diesem Roman schildert sie am Beispiel Dalilas, einer arabischen Studentin aus bürgerlichem Haus, den Ausbruch islamischer Frauen aus der traditionellen Gesellschaft. Dalila drängt es mit aller Macht ins Leben. Sie lehnt sich gegen Familie und Tradition auf. Auch in ihrer Beziehung zu Selim, ihrer ersten Liebe, kämpft sie für ihr Recht auf Selbstbestimmung.Sabine Kebir nutzt das Porträt der algerischen Autorin, die den diesjährigen Friedenspreis verliehen bekommen hat, um ihren Roman aus dem Jahre 1958, der jetzt auf Deutsch erschienen ist, vorzustellen. Während heute Romane von islamischen Frauen verbreiteter sind, meint die Rezensentin, hat die Autorin mit ihrem Jugendwerk möglicherweise das Genre begründet. Nicht nur in der Atmosphäre der Geschichte fühlt sich die Rezensentin an Camus erinnert. Die Nähe zum französischen Schriftsteller sei auch durch die Konflikte gegeben, die sich durch den "Wahrheitsegoismus" der Protagonistin entwickelten und die den eigentlichen "Spannungsbogen" des Romans ausmachten. Die Geschichte der "erotischen Selbstfindung" einer jungen Frau habe allerdings auch eine politische Dimension, denn die Autorin baue immer wieder Passagen ein, die das Recht der kolonisierten Algerier auf "Emanzipation" einklagen.

      Die Ungeduldigen
    • Ramadan

      Fasten mit allen Sinnen

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Rare Book

      Ramadan
    • Die Ungeduldigen

      Roman

      • 236 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Belletristik : Algerien/Algier ; Frau - Islam.

      Die Ungeduldigen
    • What happens when catastrophe becomes an everyday occurrence? Each of the seven stories in Assia Djebar’s The Tongue’s Blood Does Not Run Dry reaches into the void where normal and impossible realities coexist. All the stories were written in 1995 and 1996—a time when, by official accounts, some two hundred thousand Algerians were killed in Islamist assassinations and government army reprisals. Each story grew from a real conversation on the streets of Paris between the author and fellow Algerians about what was happening in their native land. Contemporary events are joined on the page by classical themes in Arab literature, whether in the form of Berber texts sung by the women of the Mzab or the tales from The Book of One Thousand and One Nights. The Tongue’s Blood Does Not Run Dry beautifully explores the conflicting realities of the role of women in the Arab world. With renowned and unparalleled skill, Assia Djebar gives voice to her longing for a world she has put behind her.

      The Tongue's Blood Does Not Run Dry
      3,8
    • Algerian White

      • 244 Seiten
      • 9 Lesestunden

      In Algerian White, Assia Djebar weaves a tapestry of the epic and bloody ongoing struggle in her country between Islamic fundamentalism and the post-colonial civil society. Many Algerian writers and intellectuals have died tragically and violently since the 1956 struggle for independence. They include three beloved friends of Djebar: Mahfoud Boucebi, a psychiatrist; M'Hamed Boukhobza, a sociologist; and Abdelkader Alloula, a dramatist; as well as Albert Camus. In Algerian White, Djebar finds a way to meld the personal and the political by describing in intimate detail the final days and hours of these and other Algerian men and women, many of whom were murdered merely because they were teachers, or writers, or students. Yet, for Djebar, they cannot be silenced. They continue to tell stories, smile, and endure through her defiant pen. Both fiction and memoir, Algerian White describes with unerring accuracy the lives and deaths of those whose contributions were cut short, and then probes even deeper into the meaning of friendship through imagined conversations and ghostly visitations.

      Algerian White
      3,8
    • Après 20 ans d'exil en France, un Algérien revient chez lui et se retrouve déchiré entre son éducation française et la réalité quotidienne algérienne. Cette dualité enrichit son expérience et soulève des questions sur l'identité et l'appartenance.

      Disparition de La Langue Francaise (La)
      4,3
    • Sombra sultana

      • 215 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Barcelona. 22 cm. 215 p. Encuadernación en tapa dura de editorial con sobrecubierta ilustrada. Djebar, Assia 1936-2015. Traducción de Inmaculada Jiménez Morell ; prólogo de Clara Janés. Traducción de: Ombre sultane .. Este libro es de segunda mano y tiene o puede tener marcas y señales de su anterior propietario. ISBN: 8422699060

      Sombra sultana
      3,5
    • Nous glissons du passé lointain au passé proche, de la troisième personne, à la première ; extraordinaire évocation du père, instituteur de français, de la mère, des cousines, des femmes cloîtrées vives et dont le cri et l'amour nous poursuivent. Assia Djebar, sans conteste la plus grande romancière du Maghreb, nous donne ici son œuvre la plus aboutie.

      L' Amour, la fantasia. Fantasia, französische Ausgabe
      2,0
    • Les nuits de Strasbourg

      Roman

      • 405 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Thelja, een dertigjarige Algerijnse vrouw, heeft haar man en zoontje in Algerije achtergelaten om te gaan studeren in Parijs. Ze ontmoet er de vijftigjarige Fran?s en begint met hem een relatie. Op uitnodiging van Thelja's joodse vriendin Eve-Hawa vertrekt het paar naar Straatsburg, de hoofdstad van de Elzas, op de grens van Frankrijk en Duitsland. Ze beleven er negen liefdesnachten in negen verschillende hotelkamers. In de liefdesgeschiedenis van Thelja en Fran?s, en die van Eve-Hawa en haar Duitse vriend Hans, komen tevens de `grote geschiedenissen' van de twintigste eeuw samen.

      Les nuits de Strasbourg