Mit seinem neuen Werk präsentiert Thomas Piketty eine umfassende Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit und ihrer Ursachen. Er bietet eine unnachsichtige Kritik der gegenwärtigen Politik und entwirft ein neues, gerechteres ökonomisches System. Piketty argumentiert, dass der Kapitalismus kein Naturgesetz ist, sondern von Menschen geschaffen wurde. Die Funktionsweise von Märkten, Profiten und Kapital hängt von unseren Entscheidungen ab. In seiner Analyse untersucht er die Entwicklungen des letzten Jahrtausends, die zu Sklaverei, Kolonialismus, Kommunismus und Hyperkapitalismus führten und das Leben von Milliarden Menschen prägten. Diese weltgeschichtliche Betrachtung reicht über Europa und den Westen hinaus und beleuchtet die globalen Ungleichheitsregime mit ihren unterschiedlichen Ursachen und Folgen. Piketty nutzt diese eindrucksvolle Analyse, um die gegenwärtige Krise zu erläutern. Er betont, dass ein Verständnis der ökonomischen und politischen Ursachen der Ungleichheit der Schlüssel ist, um notwendige Schritte für eine gerechtere Zukunft zu benennen und zu ergreifen. Dieses Werk ist ein bedeutender Beitrag zur Diskussion über soziale Gerechtigkeit und bietet wertvolle Einsichten, um die heutige Welt zu verstehen und zu verändern.
Thomas Piketty Bücher
Thomas Piketty ist ein französischer Ökonom, der sich auf Vermögens- und Einkommensungleichheit spezialisiert hat. Seine Arbeit verfolgt einen historischen und statistischen Ansatz und nutzt Steuerunterlagen, um die Vermögensakkumulation der wirtschaftlichen Elite zu untersuchen. Piketty analysiert anhand umfassender Daten über zweieinhalb Jahrhunderte, wie die Kapitalrendite die Vermögenskonzentration beeinflusst und ob dieser Trend sich selbst korrigiert. Er schlägt eine globale Vermögenssteuer als Umverteilungsmaßnahme zur Bekämpfung wachsender Ungleichheiten vor.







Das Kapital im 21. Jahrhundert
- 816 Seiten
- 29 Lesestunden
„Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ist ein außergewöhnliches Werk, das unser Verständnis von Ökonomie revolutioniert und uns mit ernüchternden Lektionen konfrontiert. Es beleuchtet die Akkumulation und Distribution von Kapital sowie die dynamischen Faktoren, die entscheidend dafür sind. Die langfristige Evolution von Ungleichheit, die Konzentration von Wohlstand und die Chancen für ökonomisches Wachstum sind zentrale Themen, zu denen es bislang kaum befriedigende Antworten gab, da geeignete Daten und klare Theorien fehlten. Thomas Piketty analysiert Daten aus 20 Ländern, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, um wesentliche ökonomische und soziale Muster offenzulegen. Seine Ergebnisse werden die Debatte über Wohlstand und Ungleichheit neu gestalten und die Agenda für zukünftige Diskussionen setzen. Piketty argumentiert, dass modernes ökonomisches Wachstum und Wissensverbreitung uns vor der apokalyptischen Ungleichheit bewahrt haben, die Karl Marx prophezeite. Dennoch haben wir die Strukturen von Kapital und Ungleichheit nicht in dem Maße verändert, wie es die optimistischen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg vermuten ließen. Der Haupttreiber der Ungleichheit – dass Kapitalgewinne höher sind als Wachstumsraten – könnte extreme Ungleichheit hervorrufen, die den sozialen Frieden und die demokratischen Werte gefährdet. Politisches Handeln hat in der Vergangenheit ökonomische Ungleichheiten korrigiert, so Piketty, und kann di
"THOMAS PIKETTY LEGT DEN FINGER IN DIE WUNDE EINER DEFORMIERTEN MARKTWIRTSCHAFT." HANS-JÜRGEN JAKOBS, HANDELSBLATT Mit seinen voluminösen Bestsellern "Das Kapital im 21. Jahrhundert" und "Kapital und Ideologie" hat Thomas Piketty eine internationale Debatte über die Ursachen sozialer Ungleichheit in Gang gebracht. Sein neues Buch ist eine bewusst komprimierte Weltgeschichte der sozialen Konflikte und Konstellationen und zugleich eine Lektion in globaler Gerechtigkeit: das eine Ökonomie-Buch, das wirklich jeder gelesen haben sollte. Thomas Piketty hat mit seinen Büchern die soziale Ungleichheit wieder zurück ins Zentrum der politischen Debatten gebracht. Er sieht und benennt den Fortschritt in der Geschichte, und er zeigt uns, mit welchen Mitteln er erzielt wurde. Aber zugleich verwandelt er die historischen Einsichten in einen Aufruf an uns alle, den Kampf für mehr Gerechtigkeit energisch fortzusetzen, auf stabileren historischen Fundamenten und mit einem geschärften Verständnis für die Machtstrukturen der Gegenwart. Denn auf dem langen Weg zu einer gerechteren Welt stellt sich für jede Generation die Frage, ob sie ein neues Kapitel der Gleichheit aufschlägt – oder eines der Ungleichheit. Ein ökonomischer Crashkurs – von Thomas Piketty Die Quintessenz aus "Kapital im 21. Jahrhundert" und "Kapital und Ideologie"
Wirklich große Ökonomen beschränken sich nicht auf wissenschaftliche Grundlagenwerke, sondern suchen auch die öffentliche Debatte. Thomas Piketty ist hierfür das beste Beispiel. Der Autor des wohl bedeutendsten Werkes der politischen Ökonomie der letzten Jahrzehnte ist ein kritischer Beobachter seiner Zeit. Der vorliegende Band versammelt seine auf die Finanz- und Eurokrise bezogenen Interventionen der letzten Jahre und führt dabei zugleich in die großen Themen seines internationalen Bestsellers Das Kapital im 21. Jahrhundert ein. Kann die Europäische Union der zentrale Gegenspieler eines außer Kontrolle geratenen Finanzkapitalismus werden oder kapituliert sie vor der Macht der Märkte? Wie lässt sich die Eurozone nachhaltig stabilisieren, nachdem die Zentralbank das Schlimmste vorerst abgewendet hat? Die Spekulation gegen einzelne Eurostaaten, so zeigt Thomas Piketty, kann letztlich nur durch die Einführung von Eurobonds und eine Stärkung der europäischen Institutionen verhindert werden. Andernfalls wird der Euro scheitern.
Der Sozialismus der Zukunft
Interventionen
Im Herbst 1989 erlebt der 18-jährige Thomas Piketty den Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen und sieht, wie alle Alternativen zum Kapitalismus scheitern. Doch drei Jahrzehnte später, nach einer Finanzkrise, stellt sich die Frage, ob der Kapitalismus Antworten auf den Klimawandel und die wachsende soziale Ungleichheit bieten kann. Es wird Zeit, über Alternativen nachzudenken. Bei einem Besuch in ehemals sozialistischen Ländern in den 1990er Jahren prägen sich Piketty leere Regale und triste Straßen ein, was seine Überzeugung stärkt, dass der Sozialismus keine Zukunft hat. Doch auch der Kapitalismus hat sich als unzureichend erwiesen. Piketty fordert, den gegenwärtigen Hyperkapitalismus zu überwinden und über eine neue Form des Sozialismus nachzudenken – einen, der partizipativ, demokratisch, ökologisch und feministisch ist. Der vorliegende Band enthält Pikettys bedeutendste Kolumnen aus „Le Monde“ zwischen September 2016 und Juli 2020, ergänzt durch ein unveröffentlichtes Vorwort sowie Grafiken und Tabellen. Diese Texte zeigen, wie der Sozialismus der Zukunft aussehen könnte und welche Alternativen zum kapitalistischen System für uns alle von Bedeutung sind. Piketty, als Star-Ökonom, präsentiert seine politischen Interventionen und gewinnt damit eine große Fangemeinde.
Ökonomie der Ungleichheit
Eine Einführung
Thomas Piketty, Autor des Weltbestsellers "Das Kapital im 21. Jahrhundert" gibt hier eine Einführung in die wirtschaftlichen Zusammenhänge hinter dem Phänomen der ungleichen Einkommensverteilung. Kurz und prägnant erklärt er, wie Ungleichheit entsteht, wie Ökonomen sie messen, in welchem Missverhältnis Arbeitseinkommen und Kapitalerträge zueinander stehen und welche Möglichkeiten die Politik hat, diese Lücke zu schließen.
Der französische Starökonom Thomas Piketty spricht über Ungleichheit, frühere Seuchen und Krisen und denkt darüber nach, wie man Güter und Vermögen so verteilen kann, dass die Demokratie nicht vom Kapitalismus zerstört wird. Die Probleme nach Corona sind die Probleme vor Corona, nur schlimmer. Das hat die Pandemie schonungslos gezeigt. Ob Ungleichheit und Klimawandel, Wirtschaft und Arbeit, Geschlechterverhältnisse, Gesellschaft, Demokratie und Staat – Corona beschleunigt alte Missstände und Widersprüche. Was sind die Folgen? Wie kommen wir da wieder raus? Und was können wir besser machen? Ein Band aus unserer Corona-Interviewreihe, in der acht prominente Köpfe aus Wissenschaft, Politik und Kultur Antworten geben.
Natur, Kultur und Ungleichheit
Eine historische und vergleichende Betrachtung
Soziale Ungleichheit variiert stark je nach Gesellschaft und Epoche. Um sie zu verstehen, sind Geschichte und Kultur entscheidend, da Ungleichheit eng mit sozioökonomischen, politischen, zivilisatorischen und religiösen Entwicklungen verknüpft ist. Kultur im weitesten Sinne hilft, die Vielfalt, das Ausmaß und die Struktur der sozialen Ungleichheit zu erklären, die wir täglich erleben. Der Autor präsentiert eine prägnante Synthese seiner Arbeit und behandelt Themen wie Bildung, Erbschaft, Steuern und die Klimakrise. Dies führt zu wichtigen Fragen in der aktuellen Debatte: Existiert natürliche Ungleichheit? Die Vorstellung, dass bestimmte Gesellschaften wie Schweden immer egalitär und andere wie Indien ewig inegalitär sind, ist irreführend. Soziale und politische Strukturen können sich rasch ändern, oft schneller als es die zeitgenössischen Beobachter, insbesondere die herrschenden Gruppen, wahrnehmen. Diese Gruppen tendieren dazu, Ungleichheit zu naturalisieren und als dauerhaft darzustellen, während sie vor Veränderungen warnen, die ihre vermeintliche Harmonie gefährden könnten. Die Realität ist jedoch dynamisch und wird ständig durch Machtverhältnisse, institutionelle Kompromisse und unvollendete Kursänderungen neu gestaltet. Der Umgang mit historischen Daten bleibt dabei besonders eindrucksvoll.
Für ein anderes Europa
Vertrag zur Demokratisierung der Eurozone
Wie lässt sich die populistische Welle eindämmen, die unsere Demokratien zu destabilisieren droht? Wie lässt sich ein Auseinanderfallen der Europäischen Union verhindern? Thomas Piketty und seine Mitstreiter plädieren für die Demokratisierung der Eurozone, damit Europa wieder zu dem wird, was es sein sollte: ein Projekt, das den Wohlstand der Vielen mehrt und nicht den der Wenigen. Seit der Eurokrise ist Europa im Griff der Austeritätspolitik. Doch wer hat darüber entschieden? Während die EU ein europäisches Parlament kennt, bestimmen in der Eurozone allein die Regierungen, in der Regel sogar, ohne die nationalen Parlamente ernsthaft zu fragen. Heraus kommt eine Politik, die einseitig die breite Masse belastet und das große Kapital schützt. Dieses Buch entwirft und begründet einen Vertrag, mit dem eine parlamentarische Vertretung der Eurozone geschaffen würde, um die Bürger einzubinden, den Interessen der Mehrheit Gehör zu verschaffen und das Auseinanderdriften Europas zu stoppen – für ein anderes, ein optimistisches Europa.


