Martin Heidegger Bücher
Martin Heidegger war ein deutscher Philosoph, dessen Werk oft mit Phänomenologie und Existenzialismus in Verbindung gebracht wird, obwohl seine Gedanken nur mit äußerster Vorsicht diesen Strömungen zugeordnet werden sollten. Seine Ideen haben die Entwicklung der zeitgenössischen europäischen Philosophie maßgeblich beeinflusst und ihre Wirkung reicht weit über deren traditionelle Grenzen hinaus. Seine Reichweite zeigt sich in Bereichen wie der Architekturtheorie, der Literaturkritik, der Theologie, der Psychotherapie und den Kognitionswissenschaften, was von der Breite und Tiefe seiner philosophischen Beiträge zeugt.







Die "Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)" gelten als Heideggers zweites Hauptwerk nach "Sein und Zeit". Sie bieten eine neue Perspektive auf die Seinsfrage, indem sie das Wesen des Seins im Kontext des ereigneten Entwurfs untersuchen. Diese Arbeit markiert den Übergang von der Metaphysik zur Wahrheit des Seins und vollzieht die "Kehre" im Denken.
Bauen Wohnen Denken
Vorträge und Aufsätze
Heideggers Erörterungen haben in ihrer Vielfalt der Philosophie des 20. Jahrhunderts ungeahnte Perspektiven eröffnet, nachhaltig ist besonders sein Einfluss auf die Theologie.
Heideggers Auseinandersetzung mit Kant zählt zu den bedeutendsten philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts. Der Band enthält zahlreiche Randbemerkungen aus Heideggers Handexemplar sowie einen Anhang mit seinen Aufzeichnungen und Texten, die seine philosophische Auseinandersetzung mit Ernst Cassirer und dem Marburger Neukantianismus dokumentieren. Dazu gehört der Bericht über die Davoser Disputation zwischen Heidegger und Cassirer im Frühjahr 1929 sowie der Aufsatz zur Geschichte des philosophischen Lehrstuhls seit 1866, in dem Heidegger die Entwicklung des Marburger Neukantianismus von Hermann Cohen über Paul Natorp bis zu Ernst Cassirer und Nicolai Hartmann prägnant darstellt. In seiner Analyse von Kants „Kritik der reinen Vernunft“ widerspricht Heidegger der neukantianischen Lesart, die das Werk als Erkenntnistheorie und Theorie der Erfahrung interpretiert. Stattdessen sieht er es als Grundlegung der Metaphysik, deren Wiederholung in seiner Fundamentalontologie als Metaphysik des Daseins in „Sein und Zeit“ zu finden ist. Diese Kantauslegung wird als „geschichtlich“ unrichtig, aber als geschichtlich relevant betrachtet, da sie die Grundlage für zukünftiges Denken bereitet, indem sie eine ursprüngliche Fassung des transzendentalen Entwurfs herausstellt.
Zur Sache des Denkens
- 91 Seiten
- 4 Lesestunden
Der Band, erschienen zum 80. Geburtstag von Martin Heidegger (1889--1976), vereinigt vier Stücke: den 1962 im Rahmen des Freiburger Studium Generale gehaltenen Vortrag "Zeit und Sein", das Protokoll eines Seminars zu diesem Vortrag, die deutsche Erstveröffentlichung des Vortrags "Das Ende der Philosophie und die Aufgabe des Denkens" aus dem Jahr 1964 sowie den Beitrag "Mein Weg in die Phänomenologie", 1963 zuerst als Privatdruck erschienen in der Festgabe für den Verleger Hermann Niemeyer zum 80. Geburtstag.
Soubor přednášek významného německého myslitele, představitele filozofie existence, se zaměřuje na vymezení podstaty filozofie.
Gesamtausgabe. 4 Abteilungen / 1. Abt: Veröffentlichte Schriften / Holzwege (1935-1946)
- 382 Seiten
- 14 Lesestunden
Die Sammlung von sechs Abhandlungen von Heidegger, erstmals 1949/50 veröffentlicht, behandelt zentrale Themen wie die Wesen der Kunst, die Grundlegung des neuzeitlichen Weltbildes, Hegels Erfahrung, Nietzsche und Rilke sowie Anaximander. Sie beleuchtet Fragen des seinsgeschichtlichen Denkens und enthält Randbemerkungen aus Heideggers Handexemplaren.
Parmenides
- 264 Seiten
- 10 Lesestunden
In dieser Vorlesung wird der seinsgeschichtliche Wandel der Unverborgenheit zusammen mit dem Wandel ihrer Gegenüberstellung, der Verborgenheit (Lethe), betrachtet. Der letzte Mythos von Lethe wird anhand der Politeia der Polis (Platon) thematisiert. Der menschliche Gang im Pol der Anwesenheit des Seienden führt zur Frage nach der Anwesung des Seienden nach dem Tod im Bereich der entziehenden Verbergung und zur Frage nach dem griechisch verstandenen Götterwesen. Zentral ist der „Blick“ (thea), der Blick der Götter sowie das Erscheinen des Ungeheuren im Geheuren im Blick des Menschen. Die Vorlesung schließt mit einer Weisung des übersetzenden Wortes Aletheia, das das Offene und Freie der Lichtung des Seins thematisiert, und der Reise des Denkers zum Haus der Göttin (thea).
In dieser Marburger Vorlesung aus dem Wintersemester 1924/25 untersucht Heidegger Platons Spätdialog „Sophistes“ im Kontext von Aristoteles. Der einleitende Teil widmet sich den dianoethischen Tugenden im VI. Buch der „Nikomachischen Ethik“, wo Heidegger eine aufsteigende Stufenfolge des Entbergens erkennt und den Primat der „Physis“ aus dieser Überlegenheit ableitet. So offenbart er die Einheit von Sein und Wahrheit als Horizont des aristotelisch-griechischen Philosophierens und legt den „Boden“ dar, aus dem Platons Seinsforschung im „Sophistes“ hervorgeht. Im Hauptteil der Vorlesung zeigt Heidegger in einer fortlaufenden Interpretation, dass Platons Ontologie aus dem Entbergen entstanden ist. Die Vorlesung belegt, dass Heidegger die Frage nach dem „Sinn von Sein“ und der Un-verborgenheit des Seins in Auseinandersetzung mit der philosophischen Tradition entwickelt hat.
Die Grundprobleme der Phänomenologie
- 474 Seiten
- 17 Lesestunden
In der Vorlesung des Sommersemesters 1927 unter dem Titel "Die Grundprobleme der Phänomenologie" nimmt Martin Heidegger eine "Neue Ausarbeitung des 3. Abschnitts des I. Teiles von 'Sein und Zeit'" in Angriff. Der "Gesamtbestand der Grundprobleme der Phänomenologie in ihrer Systematik und Begründung" besteht in der "Diskussion der Grundfrage nach dem Sinn von Sein überhaupt und der aus ihr entspringenden Probleme". Die so gekennzeichnete Thematik von "Zeit und Sein" wird auf dem "Umweg" einer phänomenologischen Erörterung von vier geschichtlichen Thesen über das Sein behandelt. Die phänomenologisch-kritische Diskussion dieser Thesen führt zu der Einsicht, dass allem zuvor die Grundfrage nach dem Sinn von Sein überhaupt beantwortet sein muss, um die aus den vier geschichtlichen Thesen herausgeschälten vier Grundprobleme in zureichender Weise systematisch ausarbeiten zu können. Wer "Sein und Zeit" als einen Weg zur Ausarbeitung der Seinsfrage überhaupt als dem Ziel studiert, bleibt auf "Die Grundprobleme der Phänomenologie" verwiesen.
Wie konnte sich einer der größten Denker des 20. Jahrhunderts im Nationalsozialismus engagieren, wie nah oder fern steht er zum Antisemitismus? Darüber gab es in den letzten beiden Jahren heftige öffentliche Auseinandersetzungen. Dieses Buch dokumentiert den entstandenen Widerstreit: Führende Heidegger-Forscher und andere Protagonisten des Diskurses stellen kurz und prägnant ihre Sicht zu Heideggers politischen Verirrungen dar. Außerdem werden aus der Korrespondenz zwischen Martin und Fritz Heidegger diejenigen Briefe veröffentlicht, in denen sich die Brüder in den 30er und 40er Jahren über gesellschaftliche und politische Themen austauschen.
Nietzsche: Seminare 1937 und 1944. 1. Nietzsches metaphysische Grundstellung (Sein und Schein) 2. Sk
1. Nietzsches metaphysische Grundstellung (Sein und Schein). 2. Skizzen zu Grundbegriffe des Denkens. Übungen Sommersemester 1937 und 1944
- 324 Seiten
- 12 Lesestunden
Im Seminar von 1937 untersucht Heidegger die Transformation der Frage nach dem Sein im abendländischen Denken, insbesondere bei Nietzsche, hin zur Problematik des Willens zur Macht. Diese Entwicklung wird als Zeichen der Seinsvergessenheit im Nihilismus interpretiert, der sich in der ewigen Wiederkehr des Gleichen manifestiert. Heidegger argumentiert, dass diese Wiederkehr den philosophischen Diskurs an sein Ende führt und die Notwendigkeit eines neuen Anfangs aufzeigt. Der Zusammenhang mit späteren Arbeiten, insbesondere den "Beiträgen zur Philosophie", wird ebenfalls thematisiert, wobei der Fokus auf Nietzsches Wertedenken liegt.
Der Spruch des Anaximander / Gesamtausgabe 78
- 351 Seiten
- 13 Lesestunden
In diesem Band wird Heideggers Manuskript "Der Spruch des Anaximander" veröffentlicht, das als Vorlesung aus 1942 konzipiert wurde. Es eröffnet eine Reihe von Vorlesungen über die griechischen Denker und zielt darauf ab, verborgene Möglichkeiten des abendländischen Denkens zu erschließen, besonders im Kontext der metaphysischen Krise.
Von 1931 bis in die frühen siebziger Jahre dokumentiert Heidegger in seinen "Schwarzen Heften" Gedanken und philosophische Experimente. Die 'Anmerkungen I-V' (1942-1948) bieten Einblicke in seine schmerzhafte Neuorientierung und thematisieren den intellektuellen Niedergang Deutschlands sowie seine gescheiterten universitätspolitischen Ambitionen.
Der Band 11 der Gesamtausgabe vereinigt in seinem ersten Teil drei gedankentiefe Vortragstexte aus der Mitte und der zweiten Halfte der funfziger Jahre: Was ist das - die Philosophie? (1955), der die Frage nach dem kunftigen Wesen der Philosophie in die Notwendigkeit einer Erorterung des Verhaltnisses von Denken und Dichten einmunden lasst; Der Satz der Identitat (1957), in dem die Identitat aus dem Ereignis als dem Zusammengehoren von Sein und Mensch gedacht wird; Die onto-theo-logische Verfassung der Metaphysik (1957), deren Wesensherkunft aus der Differenz als dem Austrag von entbergender Uberkommnis und sich bergender Ankunft bestimmt wird. Der zweite und der dritte Text wurden von Heidegger unter dem Buchtitel Identitat und Differenz veroffentlicht, den er auch als Titel fur den Sammelband 11 der Gesamtausgabe festgelegt hat. Der zweite Teil enthalt die Erstveroffentlichung (1962) des vierten Vortrags Die Kehre aus den Bremer Vortragen von 1949 sowie die Erstveroffentlichung (1958) des ersten Vortrags der Freiburger Vortragsreihe von 1957 Grundsatze des Denkens, deren Mitte der Vortrag Der Satz der Identitat ist. Die fur die Veroffentlichung in Briefform verfassten Texte fur Pater W.J. Richardson (1962) zur Kehre und fur den Japaner Takehiko Kojima (1963) zum Wesen der neuzeitlichen Technik gelangen im dritten Teil zum Wiederabdruck.
Martin Heideggers Vier Hefte I und II, entstanden zwischen 1947 und 1950, erscheinen als der sechste Band der Schwarzen Hefte. Heidegger hat ihnen eine so grosse Bedeutung beigemessen, dass er sie sogar als den vielverlangten 'II. Teil von Sein und Zeit' (GA 98, 61) bezeichnet. Bereits in den Anmerkungen - anderen Schwarzen Heften, die parallel zu den Vier Heften verfasst wurden - weist Heidegger immer wieder auf sie hin. Der Band 99 der Gesamtausgabe enthalt zwei Hefte, die allerdings keineswegs die eigentlichen Vier Hefte darstellen. Vielmehr wird in diesen beiden Heften das Projekt der Vier Hefte ausfuhrlich thematisiert. Zudem ist in ihnen von einem Manuskript der Vier Hefte die Rede. Mit der durchaus fur Heidegger ungewohnlichen Betonung der Vier erhalt Heideggers Gedanke des Gevierts einen neuen, unerwarteten Kontext.
Die "Winke I und II" als der Band 101 der Gesamtausgabe gehören zu Heideggers sogenannten Schwarzen Heften. Ende der Fünfzigerjahre entstanden, setzen sie das Projekt eines sich immer mehr in sich selbst verdichtenden Denkens fort. Seine wichtigste Suche gilt einer Sprache, die dem seit Jahrzehnten verfolgten und oft variierten Gedanken des "Ereignisses" zu entsprechen vermag. Wiederholt werden diese Versuche von Spuren aus dem Leben des Philosophen bereichert und die vermeintliche Grenze von Leben und Denken überschritten. Die beiden Hefte bezeugen so die enorme Kraft eines Denkens, das sich nirgendwo auf einmal erreichten Erkenntnissen ausruht. So wird die Radikalität eines Philosophierens deutlicher, das das Motto der Gesamtausgabe "Wege, nicht Werke" uneingeschränkt verwirklicht.
Der Band 102 der Gesamtausgabe ist der letzte der Schwarzen Hefte, deren erstes Heidegger 1931 angefertigt hat. Die vier letzten Hefte, die den bemerkenswerten Titel Vorlaufiges tragen, sind - was Datierungen in den Heften betrifft - ungefahr zwischen 1963 und 1970 entstanden, wobei man davon ausgehen kann, dass die letzten Aufzeichnungen noch weiter in die Siebzigerjahre hineinreichen. Ihr Ton hat sich beruhigt und vereinfacht. Gibt es im ersten Heft noch verletzte Bemerkungen zu Gunter Grass und Theodor W. Adorno, verschwindet im Verlauf der Uberlegungen alle personliche Polemik. Dafur taucht uberraschend eine Beschaftigung mit der Kybernetik, der Industriegesellschaft und sogar dem Computer auf. Die in schwer lesbarer Handschrift verfasste vorletzte Aufzeichnung der Hefte bestimmt das Denken als ein unhorbares Gesprach mit den entflohenen Gottern.
Aristotelova Metafyzika IX, 1-3
- 214 Seiten
- 8 Lesestunden
Im Wintersemester 1966/67 fand an der Universität Freiburg i. Br. auf Anregung von Eugen Fink ein von Martin Heidegger und Eugen Fink gemeinsam veranstaltetes Heraklit-Seminar statt. Das Heraklit-Seminar ist die letzte Lehrveranstaltung, die Martin Heidegger an der Universität Freiburg abgehalten hat. In 13 Sitzungen erörterten Heidegger und Fink Fragen vorsokratischer Philosophie an Hand des Textes von Heraklit in Rede und Antwort. Dieser Band gibt den genauen Wortlaut wieder und ist ein lehrreiches Exercitium zum Nachdenken über die Anfänge der griechischen Philosophie.
Aus der Erfahrung des Denkens
- 27 Seiten
- 1 Lesestunde
Der Band enthält die Schriften: - Identität und Differenz - Gelassenheit - Hebel - der Hausfreund - Aus der Erfahrung des Denkens - Was ist das - die Philosophie?
Gesamtausgabe. 4 Abteilungen / Überlegungen II-VI
- 536 Seiten
- 19 Lesestunden
Von 1931 bis in die frühen siebziger Jahre dokumentiert Heidegger in den "Schwarzen Heften" seine Gedanken und philosophischen Experimente. Besonders im Band 94 wird seine Auseinandersetzung mit der Rektorenzeit in Freiburg und seine kritischen Bedenken gegenüber den Nationalsozialisten deutlich. Diese Hefte bieten einen einzigartigen Einblick in sein Denken.
Gesamtausgabe Abt. 1 Veröffentlichte Schriften Bd. 9. Wegmarken
- 487 Seiten
- 18 Lesestunden
Die "Wegmarken" bieten einen umfassenden Einblick in Martin Heideggers Denken von 1919 bis 1961. Die Sammlung enthält wichtige Randbemerkungen aus seinen Handexemplaren und bereichert zentrale Texte wie "Was ist Metaphysik?", "Vom Wesen des Grundes" und "Brief über den Humanismus".
Gesamtausgabe Abt. 1 Veröffentlichte Schriften Bd. 13. Aus der Erfahrung des Denkens
- 254 Seiten
- 9 Lesestunden
Sein und Zeit
- 458 Seiten
- 17 Lesestunden
„Selten hat in den neueren Jahrhunderten ein philosophischer Erstling so durchgeschlagen und einen so unverrückbaren Platz unter den “großen„ Büchern errungen wie Heideggers “Sein und Zeit„, das Buch eines Dreißigers.“ [Hans Georg Gadamer in DIE ZEIT Nr. 47 vom 19.11.1982]
Gesamtausgabe - 65: Beiträge zur Philosophie
Vom Ereignis - III. Abteilung: Unveröffentlichte Abhandlungen
- 521 Seiten
- 19 Lesestunden
"[Heidegger's] greatest work... essential for all collections." --Choice ..". students of Heidegger will surely find this book indispensable." --Library Journal Contributions to Philosophy (From Enowning), written in 1936-38 and first published in 1989 as Beitrage zur Philosophie (Vom Ereignis), is Heidegger's most ground-breaking work after the publication of Being and Time in 1927. If Being and Time is perceived as undermining modern metaphysics, Contributions undertakes to reshape the very project of thinking.
Briefe, 1925 bis 1975
- 435 Seiten
- 16 Lesestunden
Vom Wesen der Wahrheit. O pravdě a bytí
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Kniha je paralelním vydáním německého originálu textu Martina Heideggera a českého překladu, který pořídil Jiří Němec. Překlad byl pro nynější třetí vydání důkladně redakčně prověřen a revidován. Historie tohoto prvního českého knižního překladu z díla německého filosofa Martina Heideggera (26. září 1889 – 26. května 1976) je vylíčena v komentáři. Překlad vyšel – s názvem O pravdě a Bytí – dosud dvakrát, roku 1971 v nakladatelství Vyšehrad (přičemž většina nákladu byla hned po vydání dána do stoupy) a roku 1993 v koedici nakladatelství Mladá fronta a Vyšehrad. V komentáři je také poprvé uveřejněn původní doslov Jiřího Němce k vydání chystanému v nakladatelství Mladá fronta na přelomu šedesátých a sedmdesátých let, v němž mj. napsal: „Chceme-li se tedy v Heideggerově duchovní krajině orientovat, vyjděme z četby některého jeho díla v originále. Zachycené stopy nás pak už samy povedou k dílům dalším ... A snad se právě pro první setkání s Heideggerovou myšlenkou hodí spisek Vom Wesen der Wahrheit zcela mimořádně. Tato přednáška tvoří totiž v Heideggerově díle jakýsi otočný bod, ,osu turniketu‘, odkud jdou spojnice právě tak k jeho ranějším, jako k jeho pozdějším pracím.“
Studie se zabývá otázkou pravdy v dějinách ve vztahu k lidské existenci a k Bytí vůbec.
Logik als die Frage nach dem Wesen der Sprache
Freiburger Vorlesung Sommersemester 1934 auf der Grundlage des Originalmanuskripts
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Das lange verschollene Manuskript von Heideggers Vorlesung Logik als die Frage nach dem Wesen der Sprache, bereits 1998 auf Grundlage einer Nachschrift als Band 38 der Gesamtausgabe veröffentlicht, erscheint hier neu als Band 38A. In der Vorlesung arbeitet Heidegger an einer "Erschütterung der Logik", aus der ein gewandeltes Verhältnis zur Sprache entspringen soll. Diese Verwandlung der Logik soll zugleich die Selbstauffassung des Menschen verändern. Die mit Descartes anbrechende Neuzeit soll durch eine "Umwälzung" einem neuen Zeitalter weichen. Die Vorlesung reagiert auf die nationalsozialistische Machtergreifung im Jahr 1933, um ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sie nicht "zum eifrigen Mittun" auffordern will. Sie bietet ein Beispiel dafür, wie unnachahmlich Heidegger seine Hörer in seine Revolution des Denkens
Die im Wintersemester 1929/30 an der Freiburger Universität gehaltene Vorlesung ist in zweierlei Hinsicht bedeutend. Sie bietet eine umfassende Analyse der in der Freiburger Antrittsvorlesung „Was ist Metaphysik?“ nur angedeuteten Langeweile und eine detaillierte Wesensbestimmung des Organismus und des Lebens – Themen, die in „Sein und Zeit“ nur erwähnt werden. Die Vorlesung beginnt mit einer Erörterung des Begriffs der Metaphysik und kommt zu dem Schluss, dass die drei metaphysischen Fragen nach Welt, Endlichkeit und Vereinzelung aus einer Grundstimmung heraus gestellt werden müssen. Der erste Teil hat die Aufgabe, die tiefe Langeweile als Grundstimmung des Philosophierens zu wecken, wobei drei Grundformen der Langeweile aufgezeigt werden. Im zweiten Teil werden die drei metaphysischen Fragen weiter ausgearbeitet. Die Frage nach der Welt erfolgt durch den Vergleich dreier Thesen: ‚der Stein ist weltlos‘, ‚das Tier ist weltarm‘, ‚der Mensch ist weltbildend‘, beginnend mit der mittleren These. Die Untersuchung der Weltarmut des Tieres führt zur Wesensbestimmung der Tierheit, des Organismus und des Lebens. Der Übergang zur These ‚der Mensch ist weltbildend‘ beinhaltet eine Wesensanalyse der Welt und der Weltbildung des Menschen. Diese Vorlesung gilt als eine der bedeutendsten von Heidegger und fast als ein zweites Hauptwerk.
Die Schrift bringt den Text einer Vorlesung, die im Wintersemester 1935/36 unter dem Titel »Grundfragen der Metaphysik« an der Universität Freiburg/Br. gehalten wurde. Sie ist zu einem wesentlichen Teil Auslegung der Lehre Kants vom 'System aller Grundsätze des reinen Verstandes' in der »Kritik der reinen Vernunft« und führt fort, was in der Abhandlung »Kant und das Problem der Metaphysik« (1929) begonnen wurde.
Für die hier vorgelegte sechste Auflage der Einzelausgabe der „Erläuterungen zu Hölderlins Dichtung“ wurde die Textgestalt des Bandes 4 (1981) der Gesamtausgabe zugrundegelegt, so daß von jetzt ab der Text der Einzelausgabe wort- und seitengleich mit dem Band 4 ist. Mit der Textangleichung ist die sechste Auflage gegenüber der fünften (1981) erweitert durch einen Anhang, durch die Randbemerkungen aus Heideggers Handexemplaren sowie durch einen Brief Heideggers an Detlev Lüders aus dem Jahre 1953. Die „Erläuterungen zu Hölderlins Dichtung“ stammen aus der Zeit von 1936 bis 1968. Im Vorwort zur zweiten Auflage der Einzelausgabe schreibt Heidegger: „Die Erläuterungen gehören in das Gespräch eines Denkens mit einem Dichten, dessen geschichtliche Einzigkeit niemals literarhistorisch bewiesen, in die jedoch durch das denkende Gespräch gewiesen werden kann.“ Dieses denkende Gespräch mit der Dichtung Hölderlins setzte Anfang der dreißiger Jahre mit dem Beginn von Heideggers seinsgeschichtlichem Denken ein, auf dessen Ausarbeitungsweg Hölderlin zum unablässigen Begleiter wurde. Die „Erläuterungen zu Hölderlins Dichtung“ finden ihre Ergänzung in den inzwischen erschienenen drei großen Hölderlin-Vorlesungen aus dem Wintersemester 1934/35, dem Wintersemester 1941/42 und dem Sommersemester 1942.
Die 1949/50 erstmals veröffentlichte Sammlung von sechs Abhandlungen aus dem Zeitraum von 1936 bis 1946 vereinigt so Entscheidendes wie Heideggers Frage nach dem Wesen der Kunst („Der Ursprung des Kunstwerkes“, 1935/36), den Aufweis der Grundlegung des neuzeitlichen Weltbildes durch die Metaphysik („Die Zeit des Weltbildes“, 1938), eine Auslegung von Hegels spekulativem Begriff der Erfahrung in der Phänomenologie des Geistes („Hegels Begriff der Erfahrung“, 1942/43), die Zusammenfassung seiner großen Nietzsche-Interpretationen („Nietzsches Wort Gott ist tot“, 1943), sein Gespräch mit der Dichtung Rilkes („Wozu Dichter“, 1946) und seine Deutung des Vorsokratikers Anaximander („Der Spruch des Anaximander“, 1946). In den in diesem Band versammelten sechs Abhandlungen werden von Heidegger einzelne Fragen aus dem Gefüge des seinsgeschichtlichen Denkens, dessen erste Durchgestaltung in den „Beiträgen zur Philosophie (Vom Ereignis)“ (1936-38) als Band 65 der Gesamtausgabe vorliegt, herausgehoben und entfaltet. Die Einzelausgabe der „Holzwege“ gibt seit der siebten Auflage den vollständigen Text der Gesamtausgabe einschließlich der Marginalien Heideggers wieder. Der Band ist somit wort- und seitengleich mit Band 5 der Gesamtausgabe.
Der Band enthält den Text der 1959 erschienenen Einzelausgabe "Unterwegs zur Sprache," die mittlerweile in siebter Auflage (1982) vorliegt. Gemäß Heideggers Anweisungen wurden einige kleine Textverbesserungen aus seinen Handexemplaren übernommen, die im Nachwort des Herausgebers verzeichnet sind. Die Randbemerkungen Heideggers aus der ersten Auflage sind als Fußnoten abgedruckt. Die Texte, mit Ausnahme eines 1953/54 niedergeschriebenen Gesprächs, sind Vorträge, die Heidegger zwischen 1950 und 1959 hielt. Sie reflektieren das Wesen der Sprache, das im Hören auf das Sprechen erfahrbar wird, und betrachten die Beziehung zwischen Welt und Ding sowie die Zwiefalt von Anwesen und Anwesendem. In den ersten beiden Texten führt Heidegger ein Gespräch mit der Dichtung Georg Trakls und behandelt in den vierten und fünften Texten die Spätlyrik Stefan Georges. Zudem gibt er einen kurzen, aufschlussreichen Hinweis auf die Dichtung Gottfried Benns. Das Nachdenken über das Wesen der Sprache erwächst aus der Einsicht in die Wesensnähe von besinnlichem Denken und Dichten. Die Vorträge suchen eine denkende Erfahrung mit der Sprache im Kontext der dichterischen Erfahrung Georges und führen zu einer tiefgehenden Wesensbestimmung dieser Nachbarschaft. Der Band ist nur für Subskribenten der Heidegger Gesamtausgabe erhältlich. Der angegebene Preis gilt für die Subskription der I. Abteilung der Gesamtausgabe. Für weitere Informationen zu den Subskript
Die Abhandlung „Vom Wesen des Grundes“ (1929) bedenkt die „ontologische Differenz“ als „das Nicht zwischen Seiendem und Sein“. Wenn das „Wesen des Grundes“ aus der „Differenz“ erfahren wird, dann weil dieses Wesen in der Endlichkeit der Freiheit des Daseins selbst gründet. Das Dasein ist, so Heidegger, „als freies Seinkönnen unter das Seiende geworfen“. Das Dasein muss sich im weltentwerfenden Entwurf auf seine Möglichkeiten hin selbst übersteigen. Es ist diese menschliche Transzendenz, die das Begründen ermöglicht, und diese ist wiederum als „Freiheit zum Grunde“ zu verstehen.
»Die Zusammengehörigkeit von Identität und Differenz wird in der vorliegenden Veröffentlichung als das zu Denkende gezeigt. Inwiefern die Differenz dem Wesen der Identität entstammt, soll der Leser selbst finden, indem er auf den Einklang hört, der zwischen Ereignis und Austrag waltet. Beweisen läßt sich in diesem Bereich nichts, aber weisen manches.« Todtnauberg, am 9. September 1957
Vorwort-"Das Buch ist, solange es ungelesen vorliegt, eine Zusammenstellung von Vorträge und Aufsätzen. Für den Leser könnte es zu einer Sammlung werden, die sich um die Vereinzelung der Stücke nicht mehr zu kümmern braucht. Der Leser sähe sich auf einen Weg gebracht, den ein Autor vorausgegangen ist, der im Glücksfall als auctor ein augere, ein Gedeihenlassen auslöst. Im vorliegenden Falle gilt es, sich wie vordem zu mühen, daß dem von altersher zu-Denkenden, aber noch Ungedachten, durch uablaässige Versuche ein Bereich bereitet werde, aus dessen Spielraum her das Ungedachte ein Denken beansprucht..." ~(Todtnauberg, im August 1954)
Die Schrift bringt den unveränderten Text der beiden einstündigen Vorlesungen, die unter dem selben Titel im Wintersemester 1951-52 und im Sommersemester 1952 an der Universität Freiburg/Br. gehalten wurden.
Konec filosofie a úkol myšlení
- 63 Seiten
- 3 Lesestunden
Der Satz vom Grund
- 211 Seiten
- 8 Lesestunden
Die Abhandlung Vom Wesen des Grundes (1929) bedenkt die ontologische Differenz als das Nicht zwischen Seiendem und Sein. Wenn das Wesen des Grundes aus der Differenz erfahren wird, dann weil dieses Wesen in der Endlichkeit der Freiheit des Daseins selbst grundet. Das Dasein ist, so Heidegger, als freies Seinkonnen unter das Seiende geworfen. Das Dasein muss sich im weltentwerfenden Entwurf auf seine Moglichkeiten hin selbst ubersteigen. Es ist diese menschliche Transzendenz, die das Begrunden ermoglicht, und diese ist wiederum als Freiheit zum Grunde zu verstehen.
"... diese "Einführung in die Metaphysik" [ist] echte Einführung in Heidegger ... keines der Werke Heideggers [ist] so lebendig zu lesen und so unmittelbar aufzufassen ..." Universitas 4 (1954) "Unter dem Titel dieser Vorlesung aus dem Jahre 1935 verbirgt sich in Wirklichkeit eine große Auseinandersetzung mit den Grundlagen unserer planetarischen Situation." Süddeutsche Zeitung vom 7./8.11.1953
Ontologie
- 116 Seiten
- 5 Lesestunden
Heideggers frühe Freiburger und die ersten Marburger Vorlesungen haben eine besondere Bedeutung, weil sie Einblick gewähren in seinen Denkweg in dem Jahrzehnt zwischen seiner Habilitation (1916) und dem Erscheinen von „Sein und Zeit“ (1926). In diesen Jahren hat er so gut wie nichts publiziert, aber allein auf Grund seiner Lehrtätigkeit verbreitete sich der legendäre Ruf dieses geheimnisvollen Freiburger Privatdozenten an den anderen Universitäten. Magisch angezogen saßen in seinen (meist nur einstündigen) Vorlesungen und Übungen als junge Studenten die Philosophieprofessoren der nächsten Jahrzehnte und erlebten fasziniert die ersten Schritte in eine neue Richtung des Denkens mit, die dann in Heideggers Hauptwerk „Sein und Zeit“ ihre fragmentarisch gebliebene Ausformung fand. Es war eben die „Hermeneutik der Faktizität“, d. i. die Selbstauslegung des Subjekts als Da-Sein, In-der-Welt-Sein, Sorge, die das Thema der vorliegenden Vorlesung (Sommersemester 1923) ist. So weit auch später die Denkwege derer auseinandergingen, die sich hier als „Schüler“ zusammenfanden, so hat doch wohl keiner die Prägung durch diese Schule je wieder ganz abgestreift.
Was ist das, die Philosophie?
- 30 Seiten
- 2 Lesestunden
To find more information about Rowman and Littlefield titles, please visit www.rowmanlittlefield.com .
Die Metapher des Weges zieht sich durch Heideggers Gesamtwerk. „Wege, nicht Werke“ stellte Heidegger als Motto über die Gesamtausgabe seiner Schriften; zwei bedeutende Bände mit Aufsätzen des Philosophen tragen die Titel „Wegmarken“ und „Holzwege“. Die wenigen Seiten von „Der Feldweg“ eröffnen so den Zugang zu Heideggers Werk und geben den Grundton seiner Philosophie eindrucksvoll an: „Wenn die Rätsel einander drängten und kein Ausweg sich bot, half der Feldweg.“
Gesamtausgabe
- 307 Seiten
- 11 Lesestunden
Die beiden Abhandlungen dieses Bandes zeigen, wie Martin Heidegger zwischen 1938 und 1942 Hegels Begriffe „Negativität“ und „Erfahrung“ im Kontext seiner Metaphysik neu interpretiert. Heidegger fordert einen Standpunkt, der der Hegelschen Philosophie gewachsen ist und ein Prinzip bietet, das Hegels System in Natur, Kunst, Recht, Staat und Religion gerecht wird. Dieser Standpunkt kann jedoch nicht über Hegel hinausgehen, da es keinen höheren als den des Selbstbewusstseins des Geistes gibt. Der „Standpunkt der Auseinandersetzung“ liegt in der Hegelschen Philosophie, jedoch als ihr wesensmäßig unzugänglicher Grund verborgen. Die zweite Abhandlung untersucht die „Einleitung“ in Hegels „Phänomenologie des Geistes“ und deren besondere Stellung im Hegelschen System. Heidegger fragt, warum Hegel den ursprünglichen Titel „Wissenschaft und Erfahrung des Bewußtseins“ nach der Vollendung des Werkes strich, obwohl die „Einleitung“ eine geniale Hinführung zu diesem Titel darstellt. Mit der „Encyklopädie“ kehrt Hegel in die Metaphysik zurück, während die „Phänomenologie des Geistes“ den „ausgezeichneten Augenblick“ in der Geschichte des Seins zeigt, in dem die „Abgründigkeit der Erfahrung“ sichtbar wird. Im vollendeten System wird diese jedoch nicht mehr beachtet. Im Vergleich zu den „Holzwegen“ ist der Gang durch die „Einleitung“ hier geraffter und die Sprache anders, was eine didaktische Meisterleistung darstellt.
Martin Heidegger ; Herausgegeben Von Günther Neumann ; Mit Einem Essay Von Hans-georg Gadamer. Previously Published In Volume 6 Of Dilthey-jahrbuch. Includes Bibliographical References.
Der Ursprung des Kunstwerkes
Mit der "Einführung" von Hans-Georg Gadamer und der ersten Fassung des Textes (1935)
Heideggers berühmte Abhandlung „Der Ursprung des Kunstwerkes“ (1936), einer der zentralen Texte der modernen philosophischen Ästhetik, erscheint hier als Einzelausgabe, ergänzt durch die erste Fassung „Vom Ursprung des Kunstwerks“ (1935). Im 247. Abschnitt der „Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis)“ (HGA 65) teilt Heidegger mit: „Aus diesem Bereich entnommen und deshalb hierher gehörig die gesonderte Frage nach dem Ursprung des Kunstwerkes.“ Erst seit Erscheinen der „Beiträge“ aus dem Nachlass (1989) ist der in der Kunstwerk-Abhandlung noch wissentlich „verschwiegene Quellbereich“ zugänglich geworden, aus dem die Gedankengänge der Kunstwerk-Abhandlung erst zureichend nachvollzogen und gedeutet werden können. Sie enthält Heideggers Aufriss des aus dem Ereignis gedachten Wesensbaus der Kunst. Nicht nur von Philosophen, sondern auch von Kunsthistorikern und Künstlern wird „Der Ursprung des Kunstwerkes“ als ein Klassiker für die Besinnung auf das Wesen der Kunst geschätzt. Die Einführung von Hans-Georg Gadamer stellt die Abhandlung in ihren historischen Kontext und bestimmt ihren systematischen Ort im Werk Martin Heideggers.
Diese als sogenannter "Natorp-Bericht" bekannt gewordene Ausarbeitung Heideggers entstand im Zusammenhang mit der Wiederbesetzung zweier philosophischer Extraordinariate in Marburg und Göttingen im Jahre 1922. Dem Text kommt eine besondere Bedeutung für Heideggers Denkweg zu. Wie kaum zuvor gelingt es Heidegger hier, sein noch suchendes Denken auf die wesentlichen und prinzipiellen Probleme hin zu konzentrieren und methodisch zu schärfen. Mit der "Anzeige der hermeneutischen Situation" entwirft Heidegger einen programmatischen Leitfaden für sein weiteres Philosophieren auf dem Weg hin zu seinem Werk "Sein und Zeit", als dessen "Keimzelle" (Günter Figal) dieser frühe Text daher zu Recht gelten kann. (amazon.de)
Gelassenheit
- 71 Seiten
- 3 Lesestunden
1955 hielt Martin Heidegger in Meßkirch die Festrede »Gelassenheit«, die zu einem Schlüsseltext für sein Spätwerk wurde. An die Bürger gerichtet, stellte Heidegger zentrale Fragen: Wie steht der Mensch zur Welt? Welches Verhältnis besteht zwischen Natur und Technik im Atomzeitalter? Ist eine Haltung des »gleichzeitigen Ja und Nein« zur Technik möglich? Wie kann besinnliches Denken gegenüber dem vorherrschenden rechnenden Denken gefördert werden? Und wie können wir Gelassenheit gegenüber den Herausforderungen der damaligen und heutigen Zeit gewinnen? Diese Rede verdeutlicht die bleibende Relevanz von Heideggers Denken, indem sie bereits 1955 die Gefahren und Chancen der Atomenergie sowie die Folgen gentechnischer Eingriffe in das menschliche Erbgut thematisiert. Anlässlich des 125. Geburtstags Heideggers wird der Text der Rede zusammen mit Auszügen der Handschrift veröffentlicht. Zwei Beiträge von Alfred Denker und Holger Zaborowski beleuchten die Grundgedanken der Rede und deren Bedeutung im Gesamtwerk Heideggers.
Was ist Metaphysik?
- 56 Seiten
- 2 Lesestunden
"Was ist Metaphysik?" ist der Titel der öffentlichen Antrittsvorlesung Martin Heidegger an der Universität Freiburg i.Br. am 24. Juli 1929. Der Vortrag stellt einen wichtigen Übergang zwischen der fundamentalontologisch-existenzialen Konzeption von „Sein und Zeit“ und dem seinsgeschichtlichen Denken in Heideggers Spätwerk dar. In diesem Vortrag bestimmt Heidegger das "Nichts" als die Grundfrage der Philosophie, die den Menschen in seiner Existenz als immer schon in der Metaphysik stehendes Wesen eigentlich angeht: "Das menschliche Dasein kann sich nur zu Seiendem verhalten, wenn es sich in das Nichts hinaushält". Erst wenn die Frage nach dem Nichts als dem Grund des Daseins eigens gefragt wird, kann der Mensch den "Einsprung" in das Dasein vollziehen. Die 16. Auflage ist wort- und Seitengleich mit dem Abdruck des Textes in der 3. Auflage der "Wegmarken" als Band 9 der Gesamtausgabe sowie mit der Einzelausgabe der "Wegmarken" in der Reihe "Klostermann RoteReihe". Sie enthält neben dem Text der Antrittsvorlesung die Einleitung zur 5. Auflage 1949 sowie das Nachwort der 4. Auflage 1943.
Die Broschüre enthält den überarbeiteten und an einigen Stellen erweiterten Text eines Briefes, der im Herbst 1946 an Jean Beaufret geschrieben wurde. Die erste Veröffentlichung fand 1947 zusammen mit „Platons Lehre von der Wahrheit“ im Francke Verlag statt. Der Text erschien erstmals 1949 als selbstständige Schrift im Verlag Vittorio Klostermann. Die 10. Auflage ist identisch mit dem Abdruck in der 3. durchgesehenen Auflage der „Wegmarken“ und der 2. durchgesehenen Auflage der „Wegmarken“ als Band 9 der Gesamtausgabe. Er enthält auch die Randbemerkungen Heideggers aus seinen Handexemplaren. Der Mensch wird als mehr als nur das vernünftige Lebewesen betrachtet; dieses „mehr“ ist ursprünglicher und damit wesentlicher. Das Rätselhafte zeigt sich in der Geworfenheit des Menschen, der als ek-sistierender Gegenwurf des Seins mehr ist als das animal rationale, da er weniger im Verhältnis zu einem Menschen ist, der sich aus Subjektivität begreift. Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden, sondern der Hirt des Seins. In diesem „weniger“ gewinnt der Mensch, indem er in die Wahrheit des Seins gelangt und die wesenhafte Armut des Hirten annimmt, dessen Würde im Ruf des Seins liegt. Der Mensch ist in seinem seinsgeschichtlichen Wesen das Seiende, dessen Sein als Ek-sistenz in der Nähe des Seins wohnt.
Hegel's concept of experience
- 155 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Technik und die Kehre
- 47 Seiten
- 2 Lesestunden
Martin Heidegger fragt in diesen beiden Vorträgen, was die Technik eigentlich ist. Sie ist nicht nur Instrument, sondern auch geschichtliche Bedeutung. Sie wurde zum Geschick der Moderne. Können wir unsere Einstellung gegenüber der Technik verändern, ohne sie zu verteufeln oder zu überhöhen?
Briefwechsel 1922-1976 und andere Dokumente
- 532 Seiten
- 19 Lesestunden
Zur Sache des Denkens (1962-1964)
- 156 Seiten
- 6 Lesestunden
Der Band 14 der Gesamtausgabe widmet sich zentralen Aspekten von Martin Heideggers Denken, insbesondere den Themen Zeit und Sein. Er enthält bedeutende Vorträge und Texte aus den Jahren 1962 bis 1968, die eine tiefere Auseinandersetzung mit der Seinsfrage bieten. Besonders hervorzuheben sind die Vorträge "Zeit und Sein" und "Das Ende der Philosophie und die Aufgabe des Denkens", die die Entwicklung von Heideggers Philosophie reflektieren und das Verhältnis zwischen Lichtung, Raum und Zeit thematisieren. Ergänzende Materialien und Randbemerkungen bereichern die Diskussion und bieten Einblicke in Heideggers Denkweise.
Vom Wesen der Wahrheit
Zu Platons Höhlengleichnis und Theätet (Wintersemester 1931/32). Freiburger Vorlesung Wintersemester 1931/32. Hrsg. v. Hermann Mörchen
- 338 Seiten
- 12 Lesestunden
Die Untersuchung der "Wahrheit" als Unverborgenheit führt zu einer tiefen Auseinandersetzung mit Platons Philosophie, insbesondere seinem Höhlengleichnis, das das Wesen der menschlichen Existenz thematisiert. Heidegger zeigt auf, dass die griechische Auffassung von Wahrheit als Anwesenheit und die Idee des Guten entscheidend für das Verständnis des Seins sind. Die Diskussion über Wissen im "Theätet" beleuchtet die Problematik der Unwahrheit und deren Verengung in der philosophischen Tradition. Zudem wird die Bedeutung der Wahrnehmung und die seelische Bestrebung nach Sein hervorgehoben, die für die Zukunft ausgerichtet ist.
Die Veröffentlichung von 24 bislang unveröffentlichten Manuskripten aus den Jahren 1935 bis 1955 bietet tiefere Einblicke in Martin Heideggers philosophische Überlegungen. Die Texte erweitern seine Hauptschriften und zeigen seine intensiven Auseinandersetzungen mit der Entstehung der Metaphysik sowie dem Wesen der neuzeitlichen Wissenschaft, wobei auch politische Einflüsse erkennbar sind. Besonders aufschlussreich sind die späten Manuskripte, die sich mit der Technik befassen und überraschenderweise Essays zur 'Technischen Existenz' einbeziehen, was neue Perspektiven auf Heideggers Denken eröffnet.
Zur Sache des Denkens (1962-1964)
Gesamtausgabe 1. Abteilung: Veröffentl. Schriften 1910-1976, Bd. 14
- 156 Seiten
- 6 Lesestunden
Der Band 14 der Gesamtausgabe bietet eine umfassende Sammlung von Martin Heideggers Schriften, die sowohl frühe als auch späte Texte umfasst. Im ersten Teil sind vier bedeutende Vorträge und ein Protokoll zu einem Seminar versammelt, die zentrale Themen wie Zeit und Sein behandeln. Der zweite Teil ergänzt diese Sammlung mit sieben weiteren Texten, die Heideggers philosophische Entwicklung zwischen 1927 und 1968 dokumentieren. Besonders hervorzuheben sind die späten Vorträge, die das Ende der traditionellen Philosophie und die Neuausrichtung des Denkens thematisieren, wobei die Lichtung als zentrales Konzept im Fokus steht.
Nietzsche I und II
- 1154 Seiten
- 41 Lesestunden
In dieser Neuauflage wird Heideggers Auseinandersetzung mit Nietzsche thematisiert, wobei der Fokus auf der Frage nach dem Sein liegt. Otto Pöggeler betont, dass Heidegger auf psychologische und moralische Aspekte sowie Kulturkritik verzichten muss. Die Ausgabe enthält handschriftliche Randbemerkungen und Querverweise aus Heideggers Exemplar von 1961.
Zollikoner Seminare / Gesamtausgabe 4. Abteilung: Hinweise und Aufzei, Bd.89
- 880 Seiten
- 31 Lesestunden
Zwischen 1959 und 1969 entwickelte Martin Heidegger in Zollikon die "Daseinsanalyse" in Seminaren mit Psychiatern. Er prüfte seine Überlegungen zum "Dasein" und diskutierte Themen wie Zeit, Raum und Leiblichkeit sowie die Auswirkungen der Kybernetik auf die Psychologie. Band 89 der Gesamtausgabe bietet umfassendes Material aus Heideggers Nachlass.
2. Abt: Vorlesungen / Grundbegriffe (Sommersemester 1941)
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
In "Grundbegriffe" untersucht Heidegger die fundamentalen Begriffe, die das Wesen des Menschen und dessen Beziehung zum Grund des Seins prägen. Er thematisiert den Unterschied zwischen Sein und Seiendem und kritisiert das Vergessen des Seins in der metaphysischen Tradition. Leitworte verdeutlichen die Unfassbarkeit des Seins.
Gesamtausgabe. 4 Abteilungen / Vorträge 01
- 568 Seiten
- 20 Lesestunden
Der erste Teilband der Martin Heidegger Gesamtausgabe (GA 80.1) mit dem Titel »Vorträge« umfasst 10 unveröffentlichte und 3 zuvor außerhalb der Gesamtausgabe erschienene Texte aus den Jahren 1915 bis 1932. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wahrheit, behandelt in 8 der 18 Texte, einschließlich wichtiger Vorträge wie »Vom Wesen der Wahrheit« und einer Vorarbeit zu Platons »Höhlengleichnis«.
Nietzsche I und II, 2 Bde.
- 1048 Seiten
- 37 Lesestunden
In dieser Analyse von Heideggers Auseinandersetzung mit Nietzsche wird das Metaphysik-Problem als zentral für das abendländische Denken dargestellt. Pöggeler betont, dass Heidegger auf bisherige Interpretationen verzichtet, um sich auf die Frage nach dem Sein zu konzentrieren. Die Bände enthalten handschriftliche Anmerkungen und sind wissenschaftlich aktuell.
Von 1931 bis zu den frühen siebziger Jahren dokumentiert Heidegger in seinen "Schwarzen Heften" philosophische Gedanken und Auseinandersetzungen mit der Zeit. Diese Denktagebücher zeigen seine wachsende Distanz zum Nationalsozialismus und eine kritische Haltung gegenüber Ideologien, während sie problematisch das Judentum thematisieren.
Seminare
Kant-Leibniz-Schiller (Teil 2: Sommersemester 1936 bis Sommersemester1942)
- 950 Seiten
- 34 Lesestunden
Der Band behandelt zentrale Fragen zu "Kunst" und "Ästhetik" und knüpft an Heideggers frühere Arbeiten an. Er beginnt mit einer umfassenden Interpretation von Kants "Kritik der ästhetischen Urteilskraft" und vertieft das Thema in einem Seminar über Schillers "Briefe zur ästhetischen Erziehung". Abschließend werden Kants spätere Darlegungen betrachtet.
Gesamtausgabe 71. Das Ereignis
- 347 Seiten
- 13 Lesestunden
Band 71 der Gesamtausgabe enthält die sechste Abhandlung "Das Ereignis", gegliedert in elf Kapitel. Der Text thematisiert das Wesen des Ereignisses und seine Bedeutung im Kontext der seinsgeschichtlichen Abhandlungen. Leser werden angeregt, den Zusammenhang mit den vorhergehenden Werken zu reflektieren.
Ergänzungen und Denksplitter
- 774 Seiten
- 28 Lesestunden
Hinter dem schlichten Titel verbergen sich unveröffentlichte Stücke Heideggers, die zentrale Themen vertiefen und teils überraschen. Die handschriftlichen Aufzeichnungen aus den 1930er Jahren befassen sich mit Aristoteles, Logik, Wahrheit und Metapolitik. Zudem dokumentieren sie Gespräche mit bedeutenden Denkern und umfassen Gedanken zu verschiedenen Themen über vier Jahrzehnte.
Vigiliae und Notturno / Gesamtausgabe 4. Abt. Hinweise und Aufzeichnung, 100
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
"Vigiliae und Notturno" ist der siebte Band der Gesamtausgabe von Heideggers "Schwarzen Heften". Er umfasst Werkstattaufzeichnungen aus den Jahren 1952 bis 1957, die sich mit wichtigen Ereignissen und der Selbstreflexion des Denkens befassen. Der Stil spiegelt die "Gelassenheit" seines späten Denkens wider.
Zu eigenen Veröffentlichungen / Gesamtausgabe 4. Abteilung: Hinweise und Aufzei, 82
- 593 Seiten
- 21 Lesestunden
Der Band 82 der Gesamtausgabe "Zu eigenen Veröffentlichungen" bietet einen tiefen Einblick in Heideggers Werkstatt. Er versammelt Aufzeichnungen zu "Sein und Zeit" sowie anderen wichtigen Schriften und zeigt, wie Heidegger durch selbstkritische Auseinandersetzung neue Denkansätze entwickelt hat.
Die Abhandlungen "Die Geschichte des Seyns" und "Koinón. Aus der Geschichte des Seyns" thematisieren die Wahrheit des Seyns als Ereignis und verstehen Geschichte aus der Perspektive der Zukunft. Sie analysieren die metaphysische Neuzeit und deren geschichtliche Phänomene, insbesondere im Kontext des 1939 begonnenen Krieges.
Diese Edition präsentiert den Text der Freiburger Vorlesung von 1936/37, in der Nietzsches metaphysische Grundstellung untersucht wird. Sie thematisiert den Willen zur Macht, die ewige Wiederkehr und die Umkehrung der Werte. Der zweite Teil behandelt Nietzsches physiologische Ästhetik und deren Verbindung zur Wahrheitsfrage. Unveröffentlichte Texte ergänzen die Analyse.
Anmerkungen VI-IX / Gesamtausgabe 4. Abteilung: Hinweise und Aufzei, 98
- 422 Seiten
- 15 Lesestunden
Die »Anmerkungen VI-IX« setzen die Veröffentlichung von Heideggers Schwarzen Heften fort und thematisieren zwischen 1948 und 1951 sowohl politische als auch gesellschaftliche Phänomene der Nachkriegszeit. Zunehmend wird ein Denken des Seyns entwickelt, das über die Philosophie hinausgeht. Wichtige Themen wie das »Gestell« werden entfaltet.


































