Dieser Literaturnobelpreisträger ist bekannt für seinen halluzinatorischen Realismus, der volkstümliche Erzählungen, Geschichte und Gegenwart auf meisterhafte Weise verschmilzt. Sein Werk wird oft mit Kafka oder Heller verglichen und zeichnet sich durch eine einzigartige Fähigkeit aus, epische Themen mit intimen menschlichen Erfahrungen zu verweben. Die Prosa des Autors ist reich und vielschichtig und bietet den Lesern durch fesselnde Erzählungen ein tiefes Eintauchen in die chinesische Kultur und Geschichte.
"This English-language debut from the award-winning Chinese author contains nine short stories in her trademark wit and style based around everyday people facing the challenges of loneliness, emotional and physical displacement and longing."--
Lectures and Speeches by the Nobel Laureate from China
314 Seiten
11 Lesestunden
Mo Yan, a Nobel Laureate, is celebrated for his unique storytelling that blends folk tales, historical elements, and contemporary issues through a lens of hallucinatory realism. His notable works, translated into English by Professor Howard Goldblatt, include titles like The Garlic Ballads and Red Sorghum. His writing often reflects deep cultural insights and explores complex themes, making him a significant figure in modern literature.
In the fictional Chinese city of Yong'an, an amateur cryptozoologist is commissioned to uncover the stories of its fabled beasts. These creatures live alongside humans in near-inconspicuousness--save their greenish skin, serrated earlobes, and strange birthmarks. Aided by her elusive former professor and his enigmatic assistant, our narrator sets off to document each beast, and is slowly drawn deeper into a mystery that threatens her very sense of self.
Das bisher persönlichste Buch des chinesischen Nobelpreisträgers. Mo Yan erzählt von seiner Jugend, den Hindernissen auf seinem beruflichen Weg und vom Leben unter dem kommunistischen Regime. Als Junge ist Mo Yan von der Schule geflogen und auch seinen Traum, LKW-Fahrer zu werden, konnte er nicht realisieren. Also geht er zur Armee, beginnt irgendwann zu schreiben und bekommt schließlich die Möglichkeit zu studieren. Während er ein international angesehener Schriftsteller wird, macht sein Klassenkamerad als Geschäftsmann ein Vermögen. Dessen große Liebe aber geht an den gesellschaftlichen Verhältnissen zugrunde.
Né dans une famille de paysans, Mo Yan a dit un jour qu’une enfance malheureuse est une source d’inspiration infinie. C’est à travers les yeux d’un enfant qu’il décrit le monde dans les seize nouvelles de ce recueil. Tour à tour cruels, tendres, fantastiques ou érotiques, ces récits relatent la vie rude et douloureuse, parfois gouailleuse, mais toujours intense du petit peuple de Gaomi dans la Chine maoïste des années 1950 et 1960.
Mêlant souvenirs et imagination débordante, ces deux nouvelles que relient l’attachement de Mo Yan à l’enfance, à sa province natale et au monde animal, décrivent une Chine rurale où la débrouillardise permet d’affronter la dure réalité. Mo Yan lui-même s’y dévoile comme jamais, en adolescent turbulent et bavard aux prises avec la souffrance du veau, la misère, et la ruse infinie des hommes, ou en observateur de dix ans, candide et curieux, de la course de fond organisée par l’école. À chaque tour de piste, c’est la surprise, le suspense grandit tandis que l’enfant dresse un tableau truculent de la vie de son canton dans les années soixante. Mo Yan laisse exploser avec délices la malice et l’énergie de l’enfance, la bonhommie, le courage et l’humour vache du monde paysan soumis aux lois absurdes de l’époque maoïste.
Literaturnobelpreisträger Mo Yan zeigt sich mit seinem neuen großen Roman auf der Höhe seiner Kunst: Gugu ist die begabteste Hebamme in Gaomi. Seit Jahrzehnten bringt sie dort alle Kinder zur Welt. Mit Beginn der Geburtenkontrolle verantwortet die parteitreue Gugu auch Abtreibungen und Zwangssterilisierungen. Für ihre Karriere macht sie sich zum willigen Werkzeug der Partei. Erst im Alter bereut sie ihre Taten, die viele Menschen das Leben kosteten. In farbenprächtigen, autobiografisch grundierten und oft auch komischen Szenen erzählt Mo Yan von den Schicksalen der Frauen und Kinder in seiner ländlichen Heimat und von den dramatischen Folgen der Ein-Kind-Politik für die Menschen in China.
[In this novel by the 2012 Nobel Laureate in Literature], "a benign old monk listens to a prospective novice's tale of depravity, violence, and carnivorous excess while a nice little family drama--in which nearly everyone dies--unfurls ... As his dual narratives merge and feather into one another, each informing and illuminating the other, Mo Yan probes the character and lifestyle of modern China"--Dust jacket flap.
Cina 1900: Provinz Shandong. Sun Bing ist ein zufälliger Rebell, der sich an der Spitze eines Bauernaufstands neben den Boxern, der chinesischen Geheimgesellschaft, die gegen die ausländischen imperialistischen Mächte kämpft, wiederfindet. Doch Sun Bing ist nicht nur ein Bauer im Krieg gegen eine größere Macht, für die er grausam bestraft wird. Er ist auch ein Künstler, ein Mann, der vom Gesang lebt und für den Gesang lebt. Gegenüber steht Zhao Jia, der alte Henker, ein großer Experte für Folter, der sich am Ende seiner Karriere befindet. Wie Sun Bing hat auch Zhao Jia mit dem Gesang eine uralte Technik. Die beiden Meister treten mit ihrer jeweiligen Kunst gegeneinander an und versuchen unter extremen Bedingungen, das Meisterwerk ihres Lebens und ihres Todes zu vollenden.
In der Hölle, wo die Klassenfeinde schmoren, hadert der Großgrundbesitzer Ximen Nao mit seinem grausamen Tod. Der Höllenfürst Yama hat ein Einsehen und erlaubt ihm, in sein früheres Haus zurückzukehren. Doch welch ein Missgeschick, er wird als Esel wiedergeboren. Klug und willig dient er nun seinen früheren Untertanen. Doch auch dem Esel ist kein glückliches Leben beschieden, wieder und wieder wird er neu geboren – als kraftstrotzender Stier, als fruchtbarer Zuchteber, als oberschlauer Affe. So durchlebt er heroische und grausame Zeiten inmitten des Dorfes, dessen Herr er einst war. Mo Yans zutiefst menschlicher Roman ist ein funkelnder Bilderbogen, sprühend vor Komik und berührend durch Anteilnahme.
L'usine a fait faillite, maître Ding est licencié. À seulement un mois de la retraite, c'est tout un monde qui s'effondre. Mais il retrouve soudain sa joie de vivre grâce à une idée géniale. Oui, mais cette idée... ne serait-elle pas un peu criminelle ? Dans ce court roman empreint de tendresse et d'humour, Mo Yan exerce une fois de plus son regard décapant sur la société chinoise contemporaine.
Jintong, his mother, and his eight sisters struggle to survive through the major crises of twentieth century China, which include civil war, invasion by the Japanese, the cultural revolution, and communist rule in the new China.
In China brodelt die Gerüchteküche: In einer entlegenen Provinz sollen dekadente Parteikader, skrupellose Parvenüs, die nach der Wirtschaftswende zu Reichtum gekommen sind, kleine Kinder nach allen Regeln der Kochkunst zubereiten lassen. Sonderermittler Ding Gou’er wird nach Jiuguo, in die sogenannte »Schnapsstadt«, entsandt, um der Fama dieser »Fleischkinder« auf den Grund zu gehen. Doch kaum hat Ding den Fall aufgegriffen, sieht er sich konfrontiert mit einer wahnhaften Welt, die von Aberglaube und Korruption, von Anmaßung und Gier beherrscht wird. Die Schnapsstadt ist eine virtuose Groteske, eine politische Allegorie, die das neue China der toten Ideale und seine gesellschaftliche Wirklichkeit kühn gegen den Strich bürstet.
Seit Jahrhunderten ist der Knoblauchanbau die Lebensgrundlage der chinesischen Bauern im nordöstlichen Gaomi. Aber nun, im Jahr 1987, verfaulen die Knollen auf den Feldern, weil die Behörden sich weigern, den Knoblauch wie üblich abzunehmen: Es gibt einfach zu viel in diesem Jahr. Statt des würzig-herben Dufts legt sich erstickender Modergeruch über die Dörfer. Die Misswirtschaft der korrupten Behörden bedroht die Existenz der Menschen, und in ihrer unbändigen Wut und Verzweiflung zetteln die Bauern einen blutigen Aufstand gegen die verhassten Bürokraten an – mit dramatischen Folgen.
\"Ein Buch über die Liebe wie über die Verzweiflung, über den ewigen Wechsel zwischen Frieden und Krieg, Hoffnung und Verlust.\"Alexander Schmitz, Welt am Sonntag Die endlosen Felder sind der Glanz und der Reichtum des chinesischen Dorfes Gaomi. In mächtigen roten Wellen erstrecken sie sich bis zum Horizont. Rot sind auch die Vorhänge der Sänfte, in der die schöne Dai Fenglian zu ihrem zukünftigen Ehemann Shan getragen wird. Aber als der Sänftenträger Yu Zhan'ao und Dai Fenglian sich sehen, entbrennen sie in Liebe zueinander. Als opulente Familiensaga zeichnet der Roman das Schicksal eines Dorfes vor dem Hintergrund des chinesisch-japanischen Krieges nach. Vierzig Jahre später erinnert sich der Enkel an den süßen Duft des frisch gebrannten Schnapses und an die vielen Geschichten und losen Scherze. Die Geister seiner Vorfahren fordern ihn auf, die Tradition des Dorfes und seiner Familie fortzuführen, Vergangenheit und Gegenwart zu versöhnen. Mo Yan beschreibt atmosphärisch dicht eine Familie am Übergang vom traditionellen zum modernen China. Die Verfilmung des Romans von Zhang Yimou wurde 1988 mit dem Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele ausgezeichnet und für den Oscar nominiert. (Amazon)