Ein Dorf an der kolumbianischen Karibikküste feiert ein rauschendes Hochzeitsfest, doch noch in der Hochzeitsnacht wird die Braut ins Elternhaus zurückgeschickt; sie war nicht mehr unberührt. Der mutmaßliche “Täter” muß sterben.
Gregory Rabassa Reihenfolge der Bücher
Gregory Rabassa war ein legendärer Literaturübersetzer, der die spanisch- und portugiesischsprachige Literatur der englischsprachigen Welt zugänglich machte. Seine meisterhaften Übersetzungen erfassten den Geist und Stil monumentaler Werke und machten diese literarischen Schätze einem globalen Publikum zugänglich. Rabassa war mehr als ein Übermittler von Worten; er war ein Kulturdiplomat, der Sprachbarrieren aufhob und die internationale Literaturszene bereicherte. Seine Arbeit schwingt bis heute nach und inspiriert Leser und Übersetzer gleichermaßen.




- 2003
- 1996
Der Herbst des Patriachen ist eine gewaltige Erzählung über den Diktator eines lateinamerikanischen Landes; Márquez beschreibt auf 266 Seiten dessen Auf- und Unterstieg und illustriert wie sich der Diktator zum Volke eigentlich verhält bzw. in was für eine dauerhafte Verfasstheit er geworfen ist. Márquez schreibt auch in diesem Roman wieder ungewöhnlich, beständig wechselt er die Perspektive des Erzählers, das letzte Kapitel schließlich ist ein gewaltiges Konvolut an Nebensätzen, so dass die letzten 50 Seiten aus lediglich einem (!) Satz bestehen.
- 1991
Als Meister des magischen Realismus erweist sich Gabriel García Márquez in dieser Sammlung seiner besten Erzählungen, die nach den erfolgreichen Ausgaben der Erzählungen von Heinrich Böll und Joseph Roth nun ebenfalls in einer schön gestalteten und preiswerten Ausgabe vorliegen werden. Die Erzählungen dieses Bandes sind thematisch und stilistisch miteinander verwoben. Immer wieder tauchen in unterschiedlichen Situationen die Menschen seines Kosmos auf, ob nun als Hauptpersonen oder als Randfiguren. Die ersten, jugendlich-schwermütigen Texte sind in einer phantastischen Wirklichkeit angesiedelt, deuten aber schon auf den Macondo-Mythos von Hundert Jahre Einsamkeit hin. Auf Mitglieder der Familie Buendía trifft der Leser dann in den Erzählungen, die im Umfeld dieses Jahrhundertromans entstanden sind. In den nach Hundert Jahre Einsamkeit geschriebenen Erzählungen führt García Márquez neue phantastische Figuren ein – den gefallenen Engel mit dem Aussehen eines gerupften Huhns, Blacamán, den Wunderverkäufer, die fast die ganze Welt beherrschende jungfräuliche Große Mama oder Eréndiras böse Großmutter mit dem grünen Blut. Die Erzählungen dieses Bandes entstanden zwischen 1947 und 1972.
- 1973
Gabriel García Márquez, 1928 in Aracataca/Kolumbien geboren, schrieb mit dem Roman Hundert Jahre Einsamkeit , der ihm Weltgeltung verschaffte, das große Epos Lateinamerikas. Es wird erzählt vom Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, und sofort gerät der Leser in den Bann einer mitreißenden Erzählung, die ihm am Beispiel des imaginären Dorfes Macondo die geschichtliche Wirklichkeit und die Tragödie Lateinamerikas enthüllt. »Weniger die geschichtsphilosophischen Hintergründe haben den Werken García Márquez' seine Leser gewonnen als ihre geradezu verschwenderische Fülle von Bildern und Wundern... Es ist eine farbigere, wunderbarere, tiefere Wirklichkeit. ›Magischer Realismus‹ wurde der Stil genannt: Ein Schriftsteller, der sich im Leben die kindliche Naivität abgescheuert hat, erfindet die Welt so glühend neu, wie sie sonst allenfalls Kinder erleben.« -- Dieter E. Zimmer in Die Zeit