Mit faszinierender Intensität erzählt dieser Roman von dem Überlebenskampf einer Bande von Straßenkindern in Bahia, von ihrer Suche nach Zuflucht und Nähe. Ein außergewöhnliches, fesselndes Buch des großen, 2001 verstorbenen brasilianischen Schriftstellers, der seine Stimme zeitlebens den sozial Benachteiligten seiner Heimat geliehen hat. Heute aktueller denn je, ist es ein Plädoyer für Menschlichkeit und Solidarität.
Gregory Rabassa Bücher
Gregory Rabassa war ein legendärer Literaturübersetzer, der die spanisch- und portugiesischsprachige Literatur der englischsprachigen Welt zugänglich machte. Seine meisterhaften Übersetzungen erfassten den Geist und Stil monumentaler Werke und machten diese literarischen Schätze einem globalen Publikum zugänglich. Rabassa war mehr als ein Übermittler von Worten; er war ein Kulturdiplomat, der Sprachbarrieren aufhob und die internationale Literaturszene bereicherte. Seine Arbeit schwingt bis heute nach und inspiriert Leser und Übersetzer gleichermaßen.





Honderd Jaar Eenzaamheid
- 428 Seiten
- 15 Lesestunden
Gabriel García Márquez' bedeutendster Roman und einer der schönsten der Weltliteratur: Bildhaft und anekdotenreich erzählt García Márquez die hundertjährige Familiengeschichte der Buendias - eine Geschichte von Siegen und Niederlagen, hochmütigem Stolz und blinder Zerstörungswut, unbändiger Vitalität und ihrem endgültigem Untergang. Die ganze Tragödie Lateinamerikas spiegelt sich in der phantastischen Welt von Macondo.
Dieser Band versammelt alle Erzählungen von Gabriel García Márquez, die bisher in Buchform erschienen sind. Die Texte entstanden zwischen 1947 und 1972. Die Erzählungen von García Márquez sind stilistisch und thematisch miteinander verwoben. Die Figuren seines Kosmos tauchen, bald zu Hauptpersonen avanciert, bald zu Randgestalten reduziert, immer wieder auf. Die ersten jugendlich-schwermütigen Texte sind in einer phantastischen Wirklichkeit angesiedelt, führen thematisch zum Macondo-Mythos hin. In den Erzälungen, die im Umfeld von Hundert Jahre Einsamkeit entstanden, trifft der Leser viele Mitglieder der Familie Buendía wieder und wird aus anderer Perspektive an Ereignisse aus dem Roman erinnert. In den nach Hundert Jahre Einsamkeit entstandenen Erzählungen führt García Márquez aber auch neue phantastische Figuren ein - den gefallenen Engel mit dem Aussehen eines gerupften Huhns, Blacamán, den unbezwingbaren Wunderverkäufer, die fast die ganze Welt beherrschende jungfräuliche Große Mama oder Eréndiras böse Großmutter mit dem grünen Blut. Gemeinsam ist allen Erzählungen das Thema von der ewigen Wiederkehr der Dinge, der unentrinnbaren Zeit, die faszinierende Beschreibung einer Welt von Gewalt, Tod und Einsamkeit.
Noch in der Hochzeitsnacht schickt der Bräutigam seine Braut in ihr Elternhaus zurück, weil sie nicht mehr unberührt war. Der Ehrenkodex jenes kolumbianischen Dorfes verlangt nun die Tötung des mutmaßlichen Schänders.
Der Herbst des Patriarchen.
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Erst als die Geier schon über dem Präsidentenpalast kreisen, wagen die Bewohner eines Karibikstaates ins Zentrum der Macht einzudringen. Sie finden dort den toten Diktator, gestorben im Alter zwischen 107 und 232 Jahren, von Flechten überzogen und mit Tiefseetieren bedeckt. Vom grausigen Ende des vom Volk gehaßten und zugleich als charismatische Gestalt verehrten Patriarchen ausgehend, bewegt sich der Roman kreisend durch die Zeit, erzählt vom Aufstieg und Fall eines Diktators und von der Einsamkeit der Macht. Voll beißenden Spotts, real und zugleich phantastisch - dieser Roman schafft eine Atmosphäre, die unter die Haut geht.