Israel Joshua Singer war ein Romanautor, der auf Jiddisch schrieb. Sein Werk befasste sich häufig mit der Komplexität des jüdischen Lebens und der jüdischen Tradition und verknüpfte spirituelle Anliegen mit der alltäglichen Realität. Singers Prosa zeichnet sich durch ihre psychologische Tiefe und fesselnde Erzählweise aus, die den Leser in die Welten seiner Charaktere entführt. Seine Schriften stellen einen wertvollen Beitrag zur jiddischen Literatur dar und spiegeln die intellektuellen und sozialen Strömungen seiner Zeit wider.
Die Karnovskis sind eine eigensinnige und selbstbewußte Familie. 'Sei ein Jude im Haus und ein Mann auf der Straße', heißt ihr Leitspruch. Doch alle Generationen sind in diesem Jahrhundert zur rastlosen Suche nach Heimat verdammt. Immer bleiben sie Außenseiter, ob im polnischen Schtetl, in der Wahlheimat Deutschland oder schließlich im amerikanischen Exil.
Gegensätzlicher als Simche Meir und Jacob Bunin können Zwillinge nicht sein. Der unscheinbare und schmächtige Simche verfolgt skrupellos, schlau und fleißig nur das eine Ziel: der mächtigste Mann in Lodz zu werden. Der große und gutaussehende Jacob ist ein Glückskind, dem trotz Trägheit und Verschwendungssucht alles in den Schoß fällt. Die Verknüpfung der Geschichte Polens im ausgehenden 19. Jahrhundert mit den menschlichen Schicksalen liest sich selten so spannend und farbig wie in diesem Roman.
Il piccolo Yehoshua non è portato per la santità: le preghiere del padre, i libri di morale della madre e l'onnipresenza della Torah pesano «come un macigno» sulla sua famiglia. Questo mondo, in cui si attribuisce più verità alle fiamme dell'inferno che alla natura e agli uomini, lo fa sentire soffocato e accende in lui un grande desiderio di fuga. Anela ai pascoli, ai cavalli e ai giochi nei campi con i coetanei; preferisce le storie di ladri e vagabondi alle letture della Bibbia. Ama lavorare nella bottega del falegname piuttosto che rimanere chiuso a scuola, subendo la dura disciplina dei maestri. Mal sopporta la tirannia del senso del peccato, sentendosi sempre in colpa per qualsiasi cosa. Da questi ricordi d'infanzia, Singer evoca una nostalgia per il mondo dello shtetl, già avviato al dissolvimento prima della definitiva cancellazione da parte del nazismo. Attraverso un ritratto vivido di studenti di Talmud, macellai rituali, rabbini e artigiani, l'autore ci fa percepire le voci e gli odori di un'epoca che sembra quasi tangibile, invitandoci a scrollarci di dosso la polvere del tempo.
In diesem erstmals 1932 erschienenen Roman erzählt Singer auf wunderbare Weise von einer Welt, die von Leidenschaft und Frömmigkeit, Talmudstudien und Aberglauben, Verschwendung und Habgier, üppigen Festen und Askese, Freiheitsdrang und Fatalismus regiert wird - einer Welt, deren orthodoxe Traditionen schließlich gesprengt werden.
Nejznámější román bratra slavného I. B. Singera byl rovněž zdramatizován a patří k nesporným vrcholům jidiš prózy 20. století. Příběh zbožného mladíka, jenž se na dvoře tyranského cadika proti vlastní vůli zaplete s cadikovou ženou, vyústí v drama lidské identity. Žena umírá a její milenec odchází z rodného kraje, aby se po letech vrátil jako někdo docela jiný, o jehož totožnosti se v náboženské obci vede spor. Ke světovému úspěchu románu přispěla autorova znalost dobových reálií, mistrné líčení atmosféry cadikova dvora, skvěle vykreslené postavy a v neposlední řadě strhující příběh.