Die 27ste Stadt: Roman | »Jonathan Franzens imponierendes Frühwerk." Wolfgang Schneider, FAZ
- 672 Seiten
- 24 Lesestunden
Jonathan Franzen ist ein Autor, dessen Romane sich mit der Komplexität des modernen Lebens auseinandersetzen. Seine Werke erforschen häufig Familiendynamiken, gesellschaftliche Trends und die Suche nach Sinn in der heutigen Zeit. Franzens Prosa ist bekannt für ihre scharfe Einsicht und ihre Fähigkeit, die psychologische Tiefe seiner Charaktere einzufangen. Er schreibt über die Erfahrung, in der heutigen Ära menschlich zu sein, und seine Bücher rufen oft starke emotionale Reaktionen hervor und regen zum tiefen Nachdenken an.







Ein Roman über eine Familie am Scheideweg: über Sehnsucht und Geschwisterliebe, über Lügen, Geheimnisse und Rivalität. Der Auftakt zu Jonathan Franzens Opus magnum, einer Trilogie über drei Generationen einer Familie aus dem Mittleren Westen und einem der größten literarischen Projekte dieser Zeit. Am 23. Dezember 1971, an einem turbulenten Tag in Chicago, steht Russ Hildebrandt, ein evangelischer Pastor, vor der Entscheidung, sich aus seiner Ehe zu lösen, während seine Frau Marion ihr eigenes geheimes Leben führt. Ihr ältester Sohn Clem kehrt von der Uni mit einer Nachricht zurück, die seinen Vater moralisch erschüttern wird. Clems Schwester Becky, einst das Zentrum ihrer Highschool, hat sich in die Musikkultur der Zeit verirrt, während ihr jüngerer Bruder Perry, der Drogen verkauft, entschlossen ist, ein besserer Mensch zu werden. Jeder Hildebrandt sucht nach Freiheit, die die anderen bedrohen könnte. Franzen erzählt diese Geschichte aus mehreren Perspektiven, die sich größtenteils an einem einzigen Wintertag entfaltet, und führt den Leser in eine Vergangenheit, die bis heute nachhallt. Ein Familienroman von beispielloser Kraft und Tiefe, der sowohl komisch als auch zutiefst bewegend ist und stets Spannung erzeugt. Jonathan Franzens Fähigkeit, im Kleinen das Große zu zeigen, tritt hier eindrucksvoll zutage.
Gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können
Jonathan Franzen, ein langjähriger Umweltaktivist, konfrontiert uns mit der Realität des Klimawandels: Die Kontrolle über die Erderwärmung ist verloren, und die Bemühungen der letzten 30 Jahre waren vergeblich. Das Pariser Abkommen und Initiativen wie „Fridays for Future“ kommen zu spät. Doch das bedeutet nicht das Ende. Vielmehr sollten wir uns auf die unvermeidlichen Folgen vorbereiten, wie Brände, Überschwemmungen und Flüchtlingsströme. Es ist entscheidend, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um unsere Gesellschaften und Demokratien zu stärken. Franzen plädiert dafür, die Grenzen unserer Möglichkeiten nicht zu leugnen, sondern sich auf das zu konzentrieren, was wir tatsächlich verändern können. Das Buch enthält einen Essay, ein unveröffentlichtes Vorwort des Autors und ein Interview zur Klimakrise, das er 2019 der Zeitung „Die Welt“ gab. Er stellt die Frage, wie wir mit der drohenden Katastrophe umgehen: Entweder wir bleiben in der Hoffnung gefangen und werden frustriert über die Trägheit der Welt, oder wir akzeptieren das Unheil und überdenken, was Hoffnung wirklich bedeutet.
Ein Essayist, so Jonathan Franzen, ist ein Feuerwehrmann, der in die Flammen der Schande läuft, wenn andere fliehen. Seit über fünfundzwanzig Jahren führt der gefeierte Romanautor ein zweites Leben als unerschrockener Essayist. In einer Zeit, in der technologische Fortschritte Menschen gegeneinander aufbringen und der Planet von Katastrophen heimgesucht wird, präsentiert er einen neuen Essayband, der humanere Wege zum Leben aufzeigt. Seine Liebe gilt der Literatur und den Vögeln, und er plädiert leidenschaftlich für beides. Während neue Medien oft Vorurteile verstärken, lädt die Literatur dazu ein, eigene Ansichten zu hinterfragen und die Perspektiven anderer zu verstehen. Franzen bleibt skeptisch gegenüber vorgefassten Meinungen, selbstkritisch und ironisch. Auch Vögel, die er als „alles töten, was man sich vorstellen kann“ beschreibt, kommen nicht ungeschoren davon. Seine Reportagen über Meeresvögel in Neuseeland, Zweigsänger in Ostafrika und Pinguine in der Antarktis sind bewegende Hymnen auf ihre Schönheit und Anpassungsfähigkeit. Gleichzeitig sind sie ein kluger Aufruf zur Rettung all dessen, was uns am Herzen liegt.
«Unschuld» ist Jonathan Franzens Opus magnum über familiäre Abgründe, das Internet und den Kampf zwischen den Geschlechtern. Die junge Pip Tyler hat keine Ahnung, wer ihr Vater ist, und kämpft mit zahlreichen Problemen: Studienschulden, ein frustrierender Bürojob in Oakland, eine unerfüllte Liebe zu einem verheirateten Mann und eine überfürsorgliche Mutter, die sie mit Geheimnissen erdrückt. Pip kennt weder ihren Geburtsort noch den echten Namen und Geburtstag ihrer Mutter. Als sie ein Praktikum beim «Sunlight Project» des Whistleblowers Andreas Wolf angeboten bekommt, sieht sie die Chance, mehr über ihren Vater zu erfahren. Sie konfrontiert ihre Mutter: Entweder sie enthüllt das Geheimnis ihrer Herkunft, oder Pip reist nach Bolivien, wo Wolf im Schutz der Berge seine Enthüllungen veröffentlicht. «Unschuld» thematisiert Schuld in verschiedenen Facetten: Andreas Wolf, als Sohn eines DDR-Politikers geboren, hat aus Liebe zu einer Frau ein Verbrechen begangen; ein Amerikaner, den er während des Mauerfalls trifft, hat seine Frau verlassen, ohne ihren Kinderwunsch zu erfüllen; dessen neue Partnerin kann ihren im Rollstuhl sitzenden Ehemann nicht verlassen und kümmert sich um ihn. In diesem packenden amerikanisch-deutschen Roman überschlagen sich die Ereignisse und fesseln den Leser bis zum Schluss.
Jonathan Franzen hat schon oft gezeigt, wie viel ihm deutsche Sprache und Literatur bedeuten. Jetzt hat er sich mit einem weiteren Helden seiner Deutsch-Lektüren befasst, dem Sprach- und Kulturkritiker Karl Kraus (1874-1936), einem der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des beginnenden 20. Jahrhunderts, so scharfsichtig und scharfzüngig wie kein anderer seiner Zeit. Vor etwa 100 Jahren prangerte er in seiner Zeitschrift „Die Fackel“ den Einfluss der Massenmedien an, kritisierte die entmenschlichenden Folgen von Technik und Konsumkapitalismus sowie die chauvinistische Rhetorik in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg bis in die Weimarer Republik. Aber obwohl er glühende Anhänger hatte, darunter Franz Kafka und Walter Benjamin, blieb er ein einsamer Prophet, und heute sind seine Schriften nur noch Wenigen bekannt. Mit seinem «Kraus-Projekt» versucht Jonathan Franzen, das zu ändern. Er versammelt die aus seiner Sicht bedeutsamsten zwei Aufsätze des Wiener Polemikers und hat sie – unterstützt von Daniel Kehlmann und dem Kraus-Experten Paul Reitter – auf Aufsehen erregende Weise, nämlich sehr persönlich kommentiert. So erfährt der Leser nicht nur Wesentliches über den literaturhistorischen Hintergrund, sondern erhält auch Hinweise zum Verständnis der komplexen Texte und neue Einblicke in Franzens Denken, Leben, Werk.
Nach dem großen Erfolg seines Romans «Freiheit» veröffentlicht Jonathan Franzen nun Essays über das, was ihn nicht loslässt: Umwelt, Reisen, menschliche Beziehungen und immer wieder auch Literatur. So erzählt er von einer Reise auf eine kleine, unbewohnte Vulkaninsel vor Chile, auf der er einen Teil der Asche seines Freundes und Rivalen David Foster Wallace verstreute. Er berichtet von einem Aufenthalt in China, wo er die Umweltzerstörung anprangern wollte und feststellen musste, dass die chinesische Wirtschaftsentwicklung ihm auch Bewunderung abverlangt. Und natürlich geht es um Bücher, alte und neue, die ihm wichtig sind und es verdient haben, dass auch der deutsche Leser sie entdeckt.
In diesem Band der Tübinger Poetik-Vorlesungen 2009 untersuchen Jonathan Franzen und Adam Haslett das Wechselspiel zwischen Leben und Schreiben. Poetikvorlesungen bieten Wissen, das aus Erfahrung und persönlichen Erlebnissen stammt, und sollen keine bloßen Wiederholungen bereits veröffentlichter Texte sein. Stattdessen wird eine biografisch gesättigte Reflexion über das eigene Schreiben und Lesen angestrebt. Diese Vorlesungen thematisieren die Funktion, Wirkung und Rolle des Autors, wobei nicht nur die Rolle im Text, sondern auch die Person des Autors, seine Stimme, Geschichte und Präsenz im Mittelpunkt stehen. Die Frage nach dem Autobiografischen im Roman ist für den Autor von Bedeutung und geht über literaturwissenschaftliche Überlegungen hinaus. Franzen sieht einen Roman als persönlichen Kampf an, während Haslett betont, dass Schriftsteller die Bücher schreiben, die sie selbst lesen möchten. Beide Autoren reflektieren über die Herausforderungen, die das Schreiben mit sich bringt, und die Sehnsucht nach Anerkennung der inneren Konflikte. Franzen, geboren 1959, ist bekannt für Werke wie „Die Korrekturen“, während Haslett, Jahrgang 1970, mit „Union Atlantic“ über die Finanzkrise des 21. Jahrhunderts schrieb.
Patty und Walter Berglund – Vorzeigeeltern und Umweltpioniere – geben ihren Nachbarn plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer raren Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, der Rockmusiker Richard, damit zu tun? Auf einmal führt Patty ein Leben ohne Selbstbetrug – und ohne Rücksicht auf Verluste. In diesem großen Roman einer Familie erzählt Jonathan Franzen von Freiheit – dem Lebensnerv der westlichen Kulturen – und auch von deren Gegenteil.
« Aurait-il pu y avoir pire maladie pour lui que l’Alzheimer ? Dans ses premiers stades, elle a dissous les liens personnels qui l’avaient préservé des pires effets de son isolement dépressif. Dans ses derniers stades, elle l’a dépouillé des protections de l’âge adulte, du moyen de cacher l’enfant en lui. J’aurais préféré qu’il ait plutôt une crise cardiaque. »Jonathan Franzen a vu son père s’éteindre peu à peu. À partir d’une autopsie de son cerveau que celui-ci avait gagné de son vivant, il revient sur le fléau qui a rongé petit à petit sa famille : la découverte de la maladie, une épouse qui doit devenir mère, ne plus être reconnu… jusqu’au dernier souffle.
Franzen über Franzen. In „Die Unruhezone“ erzählt Jonathan Franzen von den Peanuts als kindlicher Ersatzfamilie, seiner Angst vor Urinalen und Duschkabinen, von Vögeln, dem Leben und der Liebe. Zwischen komisch-trotziger Selbsterfahrung und Empathie oszillierend, zeichnet er das Porträt einer amerikanischen Mittelstandsfamilie und eines Menschen in seiner Zeit.
Psychogramm einer Ehe: Sophie und Otto Bentwood, seit fünfzehn Jahren verheiratet, sind das Bild eines erfolgreichen, kinderlosen Paares der gehobenen Mittelschicht in New York. Unter der scheinbar harmonischen Oberfläche brodeln unterschwellige Spannungen. Erste Risse zeigen sich, als Ottos Geschäftspartner in Streit aus der Anwaltskanzlei ausscheidet. Trotz Ottos Versuchen, die Situation zu bagatellisieren, wird die berufliche Krise zunehmend zur Belastung für ihre Ehe. Sophies Unbehagen wächst; sie fürchtet, dass ihre Beziehung erstarren könnte oder tiefgreifende Veränderungen bevorstehen. Mehrere halbherzige Versuche, aus der angespannten Situation auszubrechen, scheitern, und die Lage bleibt auf beklemmende Weise ungewiss. Es bleibt unklar, ob die Krise nur eine vorübergehende Episode ist oder ob sie die berufliche und private Existenz des Paares gefährdet. Die Wiederentdeckung von Paula Fox‘ 1971 veröffentlichtem Roman sorgte in den USA für Furore und wurde als eines der bedeutendsten amerikanischen Werke des 20. Jahrhunderts gefeiert. Jetzt liegt das Meisterwerk in deutscher Übersetzung vor und findet auch hierzulande großen Anklang bei Lesern und Kritikern.
Außergewöhnliche Essays vom Autor des Welterfolgs „Die Korrekturen“ – virtuos, pointiert, persönlich. "Der Mann, der hier schreibt, ist allein und versucht, im Gewirr von Politik, Medien und Literatur seinen Standort zu bestimmen. Als großen Romancier kennen wir ihn bereits. Nun enthüllt sich in diesen nachdenklichen und zweifelnden Essays ein Autor von anmaßender Bescheidenheit: Er teilt uns Bedeutendes mit über unsere Welt, eine Welt, die 'am Ende' ist. Mit Jonathan Franzen sind wir glücklich dazuzugehören.„ Frankfurter Allgemeine Zeitung “Sind gute Bücher überhaupt noch von Belang? Dieses Buch ist es." TIME
Nach fast fünfzig Jahren als Ehefrau und Mutter ist Enid Lambert entschlossen, ihr Leben ein wenig zu genießen. Alles könnte so schön sein, doch ihr Mann Alfred sitzt nur noch in seinem Sessel, und die drei Kinder haben das traute Familienheim längst verlassen – um ihre eigenen tragikomischen Malaisen zu durchleben. In dem Wunsch, es einmal richtig gut zu haben, verfolgt Enid nur ein Ziel: Sie möchte die ganze Familie zu einem letzten Weihnachtsfest zu Hause um sich scharen.«Jonathan Franzen ist das größte Sprachtalent, das die amerikanische Literatur seit John Updike hervorgebracht hat.» Literaturen «Ein Roman, der die Mehrzahl der Leser glänzend unterhält, ohne die Minderheit zu unterfordern. Ein gewaltiger Roman.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «Jonathan Franzen hat aus den vielschichtigen Beziehungen einer Ehe, einer Familie, einer ganzen Kultur – unserer Kultur – einen unendlich kraftvollen und schönen Roman geschaffen.» Don DeLillo «Eine Sensation.» Der Spiegel
Eine gefährdete Liebe, eine Familie im Konflikt, ein Roman voller Geschichten – vom Autor des Welterfolgs „Die Korrekturen“. Eine Serie von Erdbeben erschüttert Boston. Als die Großmutter von Louis Holland dabei ums Leben kommt, entbrennt ein erbitterter Familienstreit um ihr Vermögen. Seine Freundin, die junge Seismologin Renée, bemüht sich unterdessen, die Ursachen des rätselhaften Bebens zu ergründen. Doch je näher sie ihrem Ziel kommt, desto heftiger gerät das moralische Fundament der Familie Holland ins Wanken.
St. Louis, die einst blühende Stadt im Mittelwesten Amerikas, bekommt einen neuen Polizeichef. Es ist S. Jammu, eine Frau aus Indien: zart, jung, sympathisch. Doch kaum hat sie ihr Amt angetreten, greift Gewalt um sich. Eine Bombe explodiert. Auch Martin Probst, Erbauer des städtischen Wahrzeichens „The Arch“, und seine Frau Barbara – das Vorzeige-Ehepaar, von vielen um sein Glück beneidet – erleben Gefahr, süße Verlockungen und Angst.