Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch zählt zu den bedeutendsten literarischen Werken der Tauwetter-Periode in der UdSSR, da es erstmals offen das stalinistische Lagersystem thematisiert. Die Handlung folgt Iwan Denissowitsch Schuchow, einem Zimmermann, der wegen Hochverrats zu zehn Jahren Lager verurteilt wurde und bereits acht Jahre abgesessen hat. Die Geschichte spielt an einem einzigen Tag im Januar 1951, der stellvertretend für die 3653 Tage seines Strafvollzugs steht. Der Tagesablauf ist von der Lagerverwaltung strikt vorgegeben: Wecken, Essen fassen, morgendlicher Zählappell, Kontrollen auf verbotene Gegenstände, harte Arbeit in der „Brigade Nr. 105“ auf einer Baustelle, Mittagessen und weitere Arbeit. Schuchow hat sich an diese Routine gewöhnt und hinterfragt weder die Bürokratie noch die Willkür der Wächter. Sein Überleben hängt davon ab, clever kleine Vorteile zu erlangen, wie einen Tag im Krankenrevier oder echte Lederstiefel. Besonders das Essen hat für ihn eine obsessive Bedeutung. Informationen über die Außenwelt sind rar und interessieren ihn kaum. Nur durch die Akzeptanz seiner entmenschlichten Existenz findet Schuchow die Kraft zum Überleben. Seine Einstellung zur Arbeit zeigt, dass er, trotz der harten Umstände, einen Sinn in seiner Zwangsarbeit sieht, indem er sich mit dem, was er schafft, identifiziert.
Max Hayward Bücher
Max Hayward war eine bedeutende Persönlichkeit der russischen Literatur, bekannt für seine Tätigkeit als Dozent und Übersetzer. Seine Übersetzungen boten den Lesern tiefe Einblicke in die russische Seele und vermittelten deren Komplexität auf meisterhafte Weise über sprachliche Grenzen hinweg. Durch seine Bemühungen spielte Hayward eine entscheidende Rolle dabei, die reiche Tradition der russischen Literatur einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und eine tiefere Wertschätzung für ihre Tiefe und Nuancen zu fördern.






Das Jahrhundert der Wölfe
- 427 Seiten
- 15 Lesestunden
Memoáry ženy jednoho z největších ruských moderních básníků, zavražděného v roce 1938 v komunistickém koncentračním táboře, představují silný a otřesný záznam z kalvárie, jíž v Sovětském svazu prošli lidé s odlišným myšlením. Naděžda Jakovlevna Mandelštamová (1899–1980) byla vzdělaná, hrdá a nepoddajná kronikářka duchovního útlaku a vzdoru, usvědčovatelka konformistů a zrádců a uchovatelka manželova uměleckého odkazu. Její dílo je majákem svobodného myšlení v sovětském mocenském táboře a obě její knihy jsou pomníkem a živým dokladem lidí a lidskosti.
Im russischen Zarenreich aufgewachsen, erlebt der Moskauer Arzt Shiwago den Ausbruch der Revolution. Alle Hoffnungen auf eine glänzende Karriere werden mit der neuen Ordnung zerstört, und Shiwago beschließt, mit seiner Familie auf ein Landgut reicher Verwandter zu ziehen. Die Familienidylle gerät ins Wanken, als Shiwago Lara wieder trifft, die er in einem Lazarett kennenlernte … Sein halbes Leben lang arbeitete Boris Pasternak an diesem Roman, der in der Sowjetunion nicht publiziert werden durfte.
Involuntary Journey To Siberia
- 282 Seiten
- 10 Lesestunden
Collection includes conversations with Willard Trask, John Hollander, Herbert Mason, Ben Belitt, Richard Wilbur, Robert Fitzgerald, Max Hayward, Edmund Keeley, Octavio Paz, Michael Hamberger, Christopher Middleton. Twelve distinguished translators share their thoughts on the art and practice of literary translation in this lively series of interviews. Although the common subject is the translation of poetry, the conversations range across a field of related topics: how each person got started as a translator, how each goes about the work, the qualities that distinguish a great translation from a merely serviceable one, the theoretic issues posed by poetic translation, the barriers of culture and time, the practical details of rendering a poem from one language to the next. --University of Massachusetts Press.
Russia's Other Writers
- 216 Seiten
- 8 Lesestunden
English, Russian (translation)