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Henry Kammer

    Tuinfeest
    Die jungen Rebellen
    Buch der Erinnerung
    • Im Jahr 1918 in einer ungarischen Kleinstadt haben Abél und seine Freunde gerade die Matura abgelegt und warten auf ihren Militärdienst. Die Welt der Erwachsenen, in die sie eintreten sollen, empfinden sie als abstoßend. Stattdessen ziehen sie sich in ihre eigene Welt zurück, verbringen ihre Zeit miteinander und widmen sich sinnlosen Aktivitäten: Sie unterschlagen Geld, versetzen Familiensilber und lassen sich fantasievolle Kostüme schneidern. Diese Flucht in ihre Scheinwelt endet abrupt, als die harte Realität in Form eines Pfandleihers, eines homosexuellen Schauspielers und des zurückkehrenden Vaters in ihr Leben tritt. Mit diesem autobiografischen Debütroman erlangte Sándor Márai im Alter von 29 Jahren große Bekanntheit. Die rebellischen Jugendlichen lassen sich durchaus mit Robert Musils „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ vergleichen, da beide Geschichten in der im Niedergang begriffenen k.u.k.-Monarchie spielen. Márais Prosa wirkt zunächst unscheinbar, entfaltet jedoch schnell eine starke Sogwirkung. Im Gegensatz zu Musil verzichtet Márai auf übermäßige Psychologisierung und überzeugt durch atmosphärisches Schreiben. Dieses Werk über das Niemandsland der Jugend bleibt auch nach über 70 Jahren eindrucksvoll und lesenswert.

      Die jungen Rebellen2003
      3,3
    • Péter Nádas, 1942 in Budapest geboren, ist Fotograf und Schriftsteller. Bis 1977 verhinderte die ungarische Zensur das Erscheinen seines ersten Romans «Ende eines Familienromans» (dt. 1979). Sein «Buch der Erinnerung» (dt. 1991) erhielt zahlreiche internationale Literaturpreise. Zuletzt erschienen der große Roman «Parallelgeschichten» und seine Memoiren eines Erzählers: «Aufleuchtende Details». Unter anderem wurde Nádas mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1991), dem Kossuth-Preis (1992), dem Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung (1995) und dem Franz-Kafka-Literaturpreis (2003) ausgezeichnet. 2014 wurde ihm der Würth-Preis für Europäische Literatur verliehen. Péter Nádas lebt in Gombosszeg.

      Buch der Erinnerung1993
      4,1
    • Tuinfeest

      • 423 Seiten
      • 15 Lesestunden

      In Tuinfeest trekt, tegen het decor van de geschiedenis van Hongarije en de Hongaarse joden, een stoet van levende maar vooral ook dode verwanten en bekenden, tegenstanders en naamloze passanten aan het geestesoog van de ik-figuur voorbij. Tragische gebeurtenissen worden afgewisseld met vrolijkheid en inkeer, humor en geluk. De doortocht van zijn familie door bezetting, deportatie en terreur is gruwelijk en ontroerend. Zijn betrekkingen met vrouwen geven aanleiding tot sterke erotische passages. Temidden van dit feestgedruis van geesten wordt hij geconfronteerd met zijn eigen afstandelijkheid en met de actieve politieke betrokkenheid van zijn alter ego, de hartsvriend uit zijn jeugd die tenslotte naar het Westen emigreert. De ik-figuur heeft zich minder gehecht, maar is wel gebleven.

      Tuinfeest1988