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Ödön von Horváth

    9. Dezember 1901 – 1. Juni 1938

    Ödön von Horváth wird für seine scharfe Kritik an Populärkultur und Politik gefeiert, insbesondere für seine vorausschauenden Warnungen vor dem Aufstieg des Faschismus. Seine Erzählungen erforschen oft die beunruhigende Wirkung von Propaganda auf die Gesellschaft, insbesondere auf junge Köpfe, und schildern den Kampf um die Wahrung der eigenen Identität inmitten unterdrückerischer Ideologien. Mit seiner ausgeprägten literarischen Stimme fing Horváth die Ängste und moralischen Kompromisse seiner Zeit ein. Seine Werke schwingen bis heute nach und bieten tiefe Einblicke in die menschliche Verfassung unter politischem Druck.

    Ödön von Horváth
    Die Geschichten der Agnes Pollinger
    Zur schönen Aussicht und andere Stücke
    Sportmärchen und andere Prosa
    Gesammelte Werke. Sladek
    Sladek oder die schwarze Armee
    Editionen für den Literaturunterricht: Kasimir und Karoline: Editionen mit Materialien
    • Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe. Der Kauf dieser Kindle-Edition beinhaltet die kostenlose, drahtlose Lieferung auf Ihren Kindle oder Ihre Kindle-Apps.

      Sportmärchen und andere Prosa
      3,0
    • Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn , welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.

      Mord in der Mohrengasse. Revolte auf Côte 3018
      4,0
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      Eine Unbekannte aus der Seine
      3,8
    • Die stille Revolution

      • 104 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Buchreihe TREDITION CLASSICS des Verlags tredition aus Hamburg bringt Werke aus über zwei Jahrtausenden zurück in den Druck, die oft vergriffen oder antiquarisch waren. Ziel ist die Bewahrung der Literatur und Kultur, um Klassiker der Weltliteratur nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

      Die stille Revolution
      3,9
    • Ödön von Horváth ist ein Meister der scharfen Menschenbeobachtung, der Sarkasmus und Galgenhumor gekonnt einsetzt. Seine Figuren und Dialoge stammen aus dem Leben der Kleinbürger, wo Freude und menschliche Abgründe nah beieinanderliegen. Er strebt danach, die Welt ungeschönt darzustellen.

      Horváth für Boshafte. Originalausgabe
      3,0
    • Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.Der Kauf dieser Kindle-Edition beinhaltet die kostenlose, drahtlose Lieferung auf Ihren Kindle oder Ihre Kindle-Apps.

      Die Unbekannte aus der Seine und andere Stücke
      3,0
    • Sportmärchen. Gesammelte Werke II

      • 296 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Glück ist der erste lyrische Versuch des 18jährigen Ödön Josef von Horváth, seiner 16jährigen Freundin Gustl Emhardt ins Poesie-Album geschrieben. »Viele Pläne gehen durch meinen Kopf«, heißt es auf einem Manuskriptblatt, das man am 1. Juni 1938 in der Tasche des toten Ödön von Horváth fand. Dazwischen liegen knapp fünfzehn Jahre, in denen drei Romane und achtzehn Bühnenstücke entstanden, Umarbeitungen und Varianten nicht mitgezählt; und es entstanden, neben einigen wenigen Versen, kleine pointierte Prosaarbeiten: Sportmärchen beispielsweise, die Horváth noch in späteren Jahren gelten ließ, auch zu einem Zeitpunkt, in dem er sich von fast allem, das er geschrieben hatte, distanzierte. Dieser Band, in dem Horváths kleine Prosaarbeiten gesammelt sind, vermittelt zugleich einen Überblick über die ersten Schritte eines jungen Talentes bis hin zu den Zeilen eines Frühvollendeten.

      Sportmärchen. Gesammelte Werke II
      3,8
    • Ein Kind unserer Zeit

      • 272 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ein Kind unserer Zeit ist ein Roman von Ödön von Horváth. Er erschien 1938, kurz nach dem Tod des Autors. Das Buch erzählt die Geschichte eines Soldaten in einem Land mit diktatorischen Führern. Horváth erzählt die Geschichte in Form eines intradiegetischen Ich-Erzählers. Immer wieder wechselt zeitraffendes mit zeitdehnendem Erzählen. Ein paar Mal treten zeitliche Sprünge mit anschließenden Rückblenden auf. Spannende und hektische Szenen verdeutlicht Horváth mit kürzeren Sätzen und Zeilen. Die Sprache der Geschichte ist die gehobene Umgangssprache und das Vokabular des NS-Alltags.

      Ein Kind unserer Zeit
      4,1
    • Horváths berühmtes, 1937 uraufgeführtes Stück um den Stationsvorsteher Hudetz und dessen Beteiligung an einem Zugunglück ist nach »Geschichten aus dem Wiener Wald«, »Kasimir und Karoline« und »Jugend ohne Gott« der vierte Horváth-Text, der in der Universal-Bibliothek in einer anhand der Originale revidierten, verlässlichen Textgestalt erscheint – in Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, an dem zur Zeit die neue historisch-kritische Ausgabe entsteht. Der Abdruck ausgewählter Vorstufen, Notizen und Strukturpläne ermöglicht es, die Entwicklung der Arbeit Horváths am Stück genau nachzuverfolgen. Ein detaillierter Zeilenkommentar sowie ein einführendes Nachwort bieten zusätzliche Verständnishilfen.

      Der jüngste Tag
      3,8
    • Sechsunddreissig Stunden

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Sie hatte halt so ihre Geschichten, das Fräulein Pollinger aus der Schellingstraße in München, sie "fiel bei den besseren Herren nirgends besonders auf, denn sie hatte nur eine Durchschnittsfigur und ein Durchschnittsgesicht, nicht unangenehm, aber auch nicht hübsch, nur nett". Aber an jenem schwülen Augustabend des Jahres 1928 fällt Agnes Pollinger dem Eugen Reithofer besonders auf. Vor dem Arbeitsamt in der Thalkirchner Straße. Er ist seit zwei Monaten ohne Arbeit, sie seit fünf. Und damit beginnt die traurige Geschichte eines Münchner Mädchens, das sich ein wenig zu oft mit den Männern einläßt...

      Sechsunddreissig Stunden
      3,7
    • Jugend ohne Gott

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Der dritte Roman Horváths ist sein erfolgreichster. Er wurde 1937 veröffentlicht und spielt in ebendieser Zeit. Die Gestapo nahm das Werk 1938 in die \"Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums\" auf.Deutschland nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten: Ein junger Lehrer gerät in Bedrängnis, als er in einem Schüleraufsatz abfällige Bemerkungen über \"Neger\" anstreicht. Der humanistisch denkende Lehrer spürt, dass er sich dem faschistischen Zeitgeist beugen muss, wenn er seinen Pensionsanspruch nicht verlieren will. Die Klasse fährt in ein Zeltlager, in dem die Schüler zwecks Wehrübungen kampieren. Dort wird ein Schüler hinterrücks erschlagen. Der Verdacht fällt auf einen Jungen, dessen Tagebuch der Lehrer heimlich aufgebrochen und gelesen hatte. Darin beschreibt der Junge seine Liebschaft mit der Anführerin einer Jugendbande. Der Lehrer steckt in einem Gewissenskonflikt: Hört er auf seine innere Stimme, erzählt von seinem Delikt und bringt sich damit um seine Anstellung - oder schweigt er. Es kommt zum Gerichtsprozess und der Lehrer muss Stellung beziehen. Gemeinsam mit dem \"Klub\" einem kleinen, verschworenen Kreis von Schülern versucht der Lehrer die Wahrheit über den Mord herauszufinden.

      Jugend ohne Gott
      3,9
    • Der ewige Spießer

      • 268 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Ziel der Kritik Horváths ist der nach dem Ersten Weltkrieg entstandene 'neue Mittelstand', charakterisiert durch Dummheit, Egoismus, Habgier, Amoralität und Unterwürfigkeit. Parallel dazu erzählt der Roman das Schicksal einer Arbeitslosen, die zur Prostituierten wird, aber dank eines Verehrers die Rückkehr ins bürgerliche Dasein schafft.

      Der ewige Spießer
      3,6
    • Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Sušak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich.

      Glaube Liebe Hoffnung
      3,7
    • Ödön von Horváth: Figaro läßt sich scheiden. Komödie in drei Akten Uraufführung: 2. April 1937, Deutsches Theater Prag. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Amedeo Modigliani, Braut und Bräutigam, 1915-16. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.

      Figaro läßt sich scheiden
      3,3
    • Italienische Nacht

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Ödön von Horváth: Italienische Nacht. Volksstück in sieben Bildern Uraufführung: 20. März 1931, Theater am Schiffbauerdamm, Berlin. Vollständige Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2016. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Philip de Laszlo, Im Hofbräuhaus, 1892. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.

      Italienische Nacht
      3,5
    • Don Juan kommt aus dem Krieg

      • 170 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Als Horváths »reifste Arbeit bisher« bezeichnete der österreichische Schriftsteller Franz Theodor Csokor Horváths Don Juan kommt aus dem Krieg am 4. Juli 1936 in einem Brief an Ferdinand Bruckner. »Ein unheimliches, an die Graphik von Goya und Kubin erinnerndes Schauspiel, darin eine unbeglichene Schuld an der Vernichtung eines Menschen den Täter über alle Frauen, die irgendwie seinem Opfer glichen, weg an das Grab seiner einst Geliebten treibt, wo er im Schnee, also an der Kälte von draußen und innen erfriert.« Erst vierzehn Jahre nach Horváths Tod wurde Don Juan kommt aus dem Krieg, im November 1952, in einem Wiener Kellertheater uraufgeführt.

      Don Juan kommt aus dem Krieg
      3,3
    • Wer hat den Schüler N ermordet Ein Klassenkamerad, der ominöse Fremde oder Eva, die Bandenführerin Vordergründig eine Kriminalgeschichte, ist Horvaths Roman aus dem Jahr 1938 vor allem Ausdruck der Verzweiflung über eine Jugend, die die Ideen des Nationalsozialismus verinnerlicht hat

      Jugend ohne Gott. Textausgabe mit Kommentar und Materialien
      3,4
    • In Zusammenarbeit mit dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, an dem zur Zeit die neue historisch-kritische Ausgabe entsteht, erscheinen Horváths wichtigste Werke jetzt in der 'Universal-Bibliothek' - in einer anhand der Originale revidierten, verlässlichen Textgestalt, zusammen mit den wichtigsten Vorstufen und Entwürfen und einem Kommentar auf neuestem Forschungsstand. In einer lockeren Szenenfolge um den arbeitslosen Kasimir und seine Verlobte Karoline, die im Trubel des Münchner Oktoberfestes spielt, beschreibt das 1932 uraufgeführte Stück schonungslos die gesellschaftlichen Probleme und die Wurzellosigkeit der Menschen in Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Die Vorarbeit Karoline, die Schönheit von Haidhausen sowie die beiden früheren Fassungen des Stückes werden neben einigen anderen Quellen wie Horváths berühmter 'Gebrauchsanweisung für Schauspieler' jeweils vollständig abgedruckt und kommentiert.

      Kasimir und Karoline
      3,4
    • Ende der 1920er Jahre war die 'Wiener Gemütlichkeit' geradezu sprichwörtlich geworden. Sie beschwor eine heile Welt, in der das Leben noch in Ordnung ist. Doch Ödön von Horváths Volksstück 'Geschichten aus dem Wiener Wald', 1931 uraufgeführt, zeigt ein vollkommen anderes Österreich: In brillant geschliffenen Dialogen entlarvt Horváth ein müßiges Wiener Kleinbürgertum, das bei aller scheinbaren Heiterkeit von wahrhaft heiler Welt nichts mehr weiß. Denn tatsächlich taumeln seine Figuren dumm und unbeholfen einem Schicksal entgegen, dessen Bitterkeit sie kaum selbst erahnen.

      Geschichten aus dem Wiener Wald
      3,4
    • Drei Romane

      Der ewige Spiesser. Jugend ohne Gott. Ein Kind unserer Zeit

      Drei Romane
    • Briefe, Dokumente, Akten

      • 659 Seiten
      • 24 Lesestunden

      Ödön von Horváth (1901-1938) zählt zu den bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts. Die Wiener Ausgabe bietet eine kritische Gesamtedition seines Werkes, die alle vollendeten und fragmentarischen Texte sowie Briefe und Lebensdokumente umfasst. Die gesicherten Endfassungen der Texte werden durch eine detaillierte Darstellung ihres Entstehungsprozesses und eine philologische Neubewertung vieler Quellen ergänzt. Der Band "Briefe, Lebensdokumente, Akten" erfüllt eine langjährige Forderung nach einer verlässlichen Gesamtedition des biographischen Materials. Ein separater Anhang erschließt die erhaltenen behördlichen Akten zu Horváth. Im Mittelpunkt stehen knapp 200 Briefe, Postkarten und Telegramme von und an Horváth, die größtenteils hier erstmals veröffentlicht werden. Diese Dokumente bieten neue Ansätze zur Auseinandersetzung mit dem Autor und zeigen seine Vernetzung im literarischen Leben der Weimarer Republik sowie die persönlichen und politischen Herausforderungen der Jahre 1933-1935. Die Edition umfasst auch Lebensdokumente wie Fotos und Verlagsverträge, die biografische Fakten sichern. Für die ungewöhnliche Erschließung der Akten, einschließlich seiner Akte beim "Reichsverband Deutscher Schriftsteller" ab 1934, wurden Experten der Aktenkunde hinzugezogen.

      Briefe, Dokumente, Akten
    • Der Band Autobiographisches, Theoretisches, Lyrik, Rundfunk und Film bietet wichtige Epitexte zum Werk Horváths sowie vermischte Schriften. Es sind darin etwa Texte wie die Autobiographische Notiz (1927), die Gebrauchsanweisung (1932) und die Randbemerkung (1933) enthalten. Außerdem umfasst der Band die wenig bekannte Lyrik des Autors, Texte zu Rundfunk und Film, wie etwa das Hörspiel Stunde der Liebe (1930) oder das Filmexposé zu Der Pfarrer von Kirchfeld (1936/37), sowie eine Revue mit dem Titel Magazin des Glücks (1932). Ein erläuterndes Vorwort und ein Kommentar, der die Textträger chronologisch und nach Gattungen ordnet, ergänzen den Band und machen das Werk Horváths und den Autor neu erfahrbar. Seine Arbeiten in anderen Genres als dem Drama oder dem Roman runden das Bild des Autors ab und zeigen, dass er auch an der medialen Verwertbarkeit seiner Texte in der aufkommenden audio-visuellen Kultur der Weimarer Republik interessiert war. Seine Versuche, im Rundfunk und Film anzudocken, scheiterten in den meisten Fällen, zeugen jedoch von einem guten Gespür des Autors für mediale Trends und für die Vorlieben des zeitgenössischen Publikums.

      Autobiographisches, Theoretisches, Lyrik, Rundfunk und Film, Revue
    • Anfang August reiste ich durch das bayerische Oberland und entdeckte in der Nähe von Partenkirchen einen lebhaften Markt. Es war ein sonniger Sonntag, und die festliche Stimmung war überall spürbar. Fahnen wehten, Musik ertönte, und die Menschen – Einheimische sowie Besucher – feierten gemeinsam. Der Grund für die Freude war ein Schützenzug, der durch die Hauptstraße marschierte. Viele Schützen in Lederhosen, mit Gewehren und Standarten, zogen im Gleichschritt vorbei. Unter ihnen waren nicht nur Einheimische, sondern auch Teilnehmer aus Städten wie Ingolstadt, Köln, Jena, Berlin und sogar Sachsen. Ein Plakat erregte meine Aufmerksamkeit: „Graf Arco Erinnerungsschießen“. Zunächst dachte ich an den Mörder von Kurt Eisner, doch das Datum auf dem Plakat – 28. Juli, 3. und 4. August 1929 – deutete auf eine historische Veranstaltung hin. Es handelte sich um das 120. Arco Schießen, das an die Befreiung des Marktes durch Graf Maximilian von Arco vor 120 Jahren erinnerte. Dieser hatte den Markt vor der Zerstörung bewahrt. Die Schützengesellschaft lud alle Gäste ein, an diesem besonderen Ereignis teilzunehmen und versprach, dass jeder eine bleibende Erinnerung an den schönen Sommerort und die beeindruckende Landschaft mitnehmen würde.

      Erzählungen und Skizzen
    • Fragmente

      • 56 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Es waren drei Wochen vergangen seit dieser Redoute, der Fasching war aus, die Starkbiersaison begann, München flaggte zum Nationalfeiertag und es gab zwei Wochen hindurch täglich fünf- bis sechstausend Betrunkene. Die Straßenbahnen konnten nicht weiterfahren, weil sich die Leute auf den Schienen auszogen, es wurden im ganzen zweiundzwanzig Leute erstochen, darunter zweiundzwanzig Norddeutsche, drei erschossen, einer hat sich selbst erschossen, aus lauter Gemütlichkeit. Die Leute standen von den Tischen nicht mehr auf, kotzten daneben hin, sangen: Deutschland, Deutschland über alles, versicherten im Chor, daß es nur ein Loisachtal gibt und frugen sich gegenseitig, ob sie auch das Tal im »Alpenglühen« kennen, Bayrischzell und die Alpenkönigin Edelweiß.

      Fragmente
    • L'Éternel petit-bourgeois

      • 218 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Heinz Schwarzinger weist zu Recht auf die Aktualität von Horváths Werk vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen und moralischen Krise hin, in der die Vorherrschaft des Dummkopfs in wichtigen Teilen der Gesellschaft die Grundlagen einer neuen Ära von rassistischen und militaristischen Strömungen bildet. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Horváth zwischen 1927 und 1938 schrieb und nicht nach 1945. Sein Werk wusste bereits mehr über die wahre Natur seiner Zeit als die Politiker der Münchener Abkommen und all jene, die heute behaupten, man hätte es nicht wissen können. Er hatte jedoch die Augen eines wahren Dichters.

      L'Éternel petit-bourgeois
    • Die Romane 33

      Der ewige Spießer. Jugend ohne Gott. Ein Kind unserer Zeit

      • 376 Seiten
      • 14 Lesestunden
      Die Romane 33
    • HANS FALLADA/TANKRED DORST, Kleiner Mann - was nun?. DIETER FORTE, Martin Luther & Thomas Münzer oder Die Einführung der Buchhaltung. ÖDÖN VON HORVÁTH, Zur schönen Aussicht. FRANZ XAVER KROETZ, Oberösterreich. GASTON SALVATORE, Büchners Tod.

      Spectaculum Band 18. Moderne Theaterstücke
    • Die kommentierte Werkausgabe umfasst 14 Bände, die Theaterstücke und Prosawerke chronologisch anordnen. Jeder Band enthält ausführliche Anmerkungen zur Entstehung und Textgestaltung sowie Erläuterungen. Zusätzlich gibt es zwei Supplementbände zu Prosa und Nachlassstücken.

      Gesammelte Werke. Kommentierte Werkausgabe in Einzelbänden
    • Stücke 1920-1930

      • 530 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Der erste Band enthält Horváths Stücke der Jahre 1920-1930, vom Epilog bis zur Italienischen Nacht.

      Stücke 1920-1930