Jürgen HabermasReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
18. Juni 1929
Jürgen Habermas ist ein deutscher Soziologe und Philosoph, der in der Tradition der kritischen Theorie und des amerikanischen Pragmatismus steht. Sein Werk konzentriert sich auf die Grundlagen der Sozialtheorie und Erkenntnistheorie, die Analyse fortgeschrittener kapitalistischer Gesellschaften und der Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit im sozial-evolutionären Kontext sowie auf die gegenwärtige Politik. Habermas' theoretisches System offenbart die Möglichkeit von Vernunft, Emanzipation und rational-kritischer Kommunikation, die in modernen Institutionen und der menschlichen Fähigkeit zur Deliberation und Verfolgung rationaler Interessen latent vorhanden sind.
Gespräche mit Stefan Müller-Doohm und Roman Yos | Der perfekte Einstieg in den Habermas-Kosmos
253 Seiten
9 Lesestunden
Der Autor bietet Einblicke in die Entwicklung seines Denkens und die prägenden Erfahrungen, die seine Werke beeinflussten. Er beschreibt den Entstehungsprozess seiner Ideen, bedeutende Lektüren und wichtige Begegnungen mit Kollegen. Dadurch entfaltet sich ein facettenreiches Netzwerk, das sich durch die intellektuelle Landschaft des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart zieht und die Veränderungen seines Denkens über die Jahrzehnte hinweg dokumentiert.
La obra clave para entender el pensamiento de Habermas, pensador emblemático de la Escuela de Frankfurt. Este es probablemente el libro más célebre del filósofo alemán Jürgen Habermas y la obra que catapultó su carrera. Publicado en 1968 -en el contexto de la disputa sobre el positivismo-, examina las corrientes más importantes del pensamiento kantismo y hegelianismo, pragmatismo anglosajón y tradición hermenéutica alemana, marxismo y psicoanálisis. Mediante el análisis de estas corrientes de pensamiento,Habermas analiza los procesos de investigación que determinan el significado y la validez de nuestras afirmaciones científicas. Únicamente una teoría social permite una crítica radical del conocimiento, esa es la tesis esencial de Habermas. Con esta premisa, no solo interviene en la discusión positivista orientada a cuestiones de método, sino también en la discusión política orientada a la práctica.
1962 erschien Strukturwandel der Öffentlichkeit, Jürgen Habermas' erstes Buch. In sozialhistorischer und begriffsgeschichtlicher Perspektive profiliert er darin einen Begriff von Öffentlichkeit, der dieser einen Platz zwischen Zivilgesellschaft und politischem System zuweist. Der Strukturwandel reihte sich alsbald ein unter die großen Klassiker der Soziologie des 20. Jahrhunderts und hat eine breite Forschung in den Geschichts- und Sozialwissenschaften angeregt. Und auch Habermas selbst hat sich in späteren Arbeiten immer wieder mit der Rolle der Öffentlichkeit für die Bestandssicherung des demokratischen Gemeinwesens beschäftigt. Angesichts einer durch die Digitalisierung veränderten Medienstruktur und der Krise der Demokratie kehrt er nun erneut zu diesem Thema zurück.
Jedna z mála klasických knih z oblasti sociální filosofie 20. století, v níž autor zkoumá vznik, přeměnu a rozklad měšťanské veřejnosti v souvislostech vývoje moderní společnosti. Publikace vychází v novém vydání v lehce upraveném překladu Aleny Bakešové a Josefa Velka.
Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen
Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft. Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, » was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.
Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft. Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, » was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.
Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen. Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen
1800 Seiten
63 Lesestunden
Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft. Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, » was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt für uns bedeuten – für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.
On the occasion of Habermas s 80th birthday, the German publisher Suhrkamp
brought out five volumes of Habermas s papers that spanned the full range of
his philosophical thought, from the theory of rationality to the critique of
metaphysics.
Výbor textů obsahuje studie a doplňky Jürgena Habermase k jeho diskursivní politické a právní teorii demokratického právního státu, kterou systematicky vypracoval ve své monumentální knize Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats (1991). Jde o druhý opus magnum „zralého“ Habermase v oblasti „praktické filosofie“, v němž velmi složitým způsobem navazuje na svou předchozí, stejně tak monumentální knihu Theorie des kommunikativen Handelns (1981). Habermasův pokus o diskursivní zdůvodnění liberální demokracie je organickou součástí tradičních diskusí v německé politické a právní teorii, dokládá systematickou recepci anglosaských diskusí, komplikovaným způsobem navazuje na předchozí etapy Habermasova myšlení a zcela novým způsobem naplňuje jeho základní intence.
Die Entwicklung der Biotechnologie kann, so Jürgen Habermas, zweifellos einer der bedeutendsten Philosophen und Soziologen der Gegenwart, durchaus zu begrüßenswerten medizinischen Fortschritten führen. Doch wo verläuft die Grenze zwischen Innovation und gefährlicher Entwicklung, zwischen therapeutischen und eugenischen Eingriffen? Die Trennlinie ist unscharf, jedoch ist eine Markierung dort nötig, wo ein biotechnologischer Eingriff allein dazu dient, den menschlichen Organismus leistungsfähiger zu machen. Die daraus entstehenden Konsequenzen würden unweigerlich zu weniger Gerechtigkeit, ungleich verteilten Chancen sowie einer neuen Form von Rückständigkeit führen. Hier zeigt sich auch die große Herausforderung sowohl an die öffentliche Diskussion als auch an die Diese können mit den rasanten technischen und industriellen Entwicklungen nicht Schritt halten. Jürgen Habermas erhielt 2012 zwei große Wiener Wissenschaftspreise. Aus diesem Anlass treten der Theologe Ulrich H. J. Körtner, der Philosoph Peter Kampits und der Sozialwissenschaftler Hubert Christian Ehalt in Diskussion mit seinen Thesen.
Seit 1980 versammeln die Bände der Reihe »Kleine politische Schriften« Analysen, Stellungnahmen und Zeitdiagnosen Jürgen Habermas‘. Titel wie »Die neue Unübersichtlichkeit« sind längst in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Im titelgebenden Aufsatz dieser Folge knüpft Habermas an seine viel beachteten europapolitischen Interventionen der letzten Jahre an. Angesichts der Gefahr, dass technokratische Eliten die Macht übernehmen und die Demokratie auf Marktkonformität zurechtstutzen könnten, plädiert er für grenzüberschreitende Solidarität. Neben Habermas‘ hochaktueller Heine-Preis-Rede enthält der Band Porträts von Denkern wie Martin Buber, Jan Philipp Reemtsma und Ralf Dahrendorf sowie einen Aufsatz, in dem der Philosoph sich mit der prägenden Rolle jüdischer Remigranten nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzt. Mit Band XII beschließt der Autor eine Buchreihe, die kaleidoskopisch Grundzüge einer intellektuellen Geschichte der Bundesrepublik widerspiegelt.
I. Die Lebenswelt als Raum der Gründe. 1. Von den Weltbildern zur Lebenswelt -- 2. Die Lebenswelt als Raum symbolisch verkörperter Gründe -- 3. Eine Hypothese zum gattungsgeschichtlichen Sinn des Ritus -- II. Nachmetaphysisches Denken. 4. Ein neues Interesse der Philosophie an Religion. Ein Interview von Eduardo Mendieta -- 5. Religion und nachmetaphysisches Denken. Eine Replik -- 6. Ein Symposion über Glauben und Wissen. Replik auf Einwände, Reaktion auf Anregungen -- III Politik und Religion. 7. "Das Politische" -- Der vernünftige Sinn eines zweifelhaften Erbstücks der Politischen Theologie -- 8. Das "gute Leben" eine "abscheuliche Phrase". Welche Bedeutung hat die religiöse Ethik des jungen Rawls für dessen Politische Theorie? -- 9. Rawls' Politischer Liberalismus. Replik auf die Wiederaufnahme einer Diskussion -- 10. Religion in der Öffentlichkeit der "postsäkularen" Gesellschaft.
Die Euro-Krise und die oft populistischen politischen Reaktionen lassen das Scheitern des europäischen Projekts als realistisch erscheinen. In seinem Essay verteidigt Jürgen Habermas Europa gegen diese Skepsis und bietet ein neues, überzeugendes Narrativ für die Geschichte und Zukunft der Europäischen Union. Er räumt Denkblockaden zur Transnationalisierung der Demokratie aus dem Weg, indem er den Einigungsprozess in den Kontext der Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt einordnet. Habermas appelliert an die Politik, das europäische Projekt von den geschlossenen Räumen in die Öffentlichkeit zu bringen und einen offenen, argumentativen Meinungskampf zu führen. Neben diesem zentralen Essay enthält der Band den Aufsatz „Das Konzept der Menschenwürde und die realistische Utopie der Menschenrechte“ aus dem Jahr 2010 sowie drei Interventionen, die Habermas seit der Finanzkrise veröffentlicht hat. Er betont, dass das politisch ungesteuerte Wachstum der Komplexität in der Weltgesellschaft den Handlungsspielraum der Nationalstaaten einschränkt und fordert, die politischen Handlungsfähigkeiten über nationale Grenzen hinaus zu erweitern, was aus dem normativen Sinn der Demokratie selbst hervorgeht.
In this book, Habermas explores the relationship between religion and secular reason, urging constructive dialogue to combat fundamentalism. He outlines conditions for this engagement, emphasizing mutual respect between faith and reason. The volume includes his essay and discussions from a debate with philosophers, making it essential for understanding contemporary challenges.
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Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas feierte am 18. Juni 2009 seinen 80. Geburtstag und präsentierte zu diesem Anlass eine systematische Auswahl bedeutender Texte, darunter auch unveröffentlichte. Diese Sammlung offenbart den philosophischen Kern seines umfangreichen Schaffens. In den einleitenden Kapiteln zu jedem Band erläutert Habermas die zentralen Aspekte seines Denkens zu Themen wie Sprache, Wahrheit, Vernunft, Moral, Recht und Demokratie, die in Auseinandersetzung mit den Einzelwissenschaften entstanden sind. Die Bände ersetzen somit ungeschriebene philosophische Monographien und bieten einen tiefen Einblick in ein Denken, das die Geistesgeschichte der Gegenwart maßgeblich beeinflusst hat. Der erste Band thematisiert die sprachtheoretischen Grundlagen der Soziologie und umfasst Vorlesungen zur sprachtheoretischen Fundierung, Erklärungen zum kommunikativen Handeln sowie die Analyse von Handlungen, Sprechakten und sprachlich vermittelten Interaktionen. Des Weiteren werden die Individuierung durch Vergesellschaftung, Aspekte der Handlungsrationalität und die Unterscheidung zwischen rekonstruktiven und verstehenden Sozialwissenschaften behandelt. Abschließend wird ein Rückblick auf zwei Traditionen der Moderne geworfen.
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Am 18. Juni 2009 feiert der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat er eine Auswahl wichtiger Texte zusammengestellt, darunter auch unveröffentlichte, die den philosophischen Kern seines Werks offenbaren. In jeder Einführung erläutert er die Grundzüge seines Denkens zu Themen wie Sprache, Wahrheit, Vernunft, Moral, Recht und Demokratie, die in Auseinandersetzung mit den Einzelwissenschaften entstanden sind. Diese Bände ersetzen ungeschriebene Monographien und bieten einen umfassenden Einblick in ein Denken, das die Geistesgeschichte der Gegenwart maßgeblich geprägt hat. Der vierte Band behandelt die politische Theorie und umfasst ein Vorwort sowie eine Einleitung. Die zentralen Themen sind die Volkssouveränität als Verfahren, normative Modelle der Demokratie, die epistemische Dimension der Demokratie, der Zusammenhang von Rechtsstaat und Demokratie, die paradoxe Verbindung widersprüchlicher Prinzipien im demokratischen Rechtsstaat, vorpolitische Grundlagen desselben, kulturelle Gleichbehandlung im Kontext des postmodernen Liberalismus, die Legitimation durch Menschenrechte und die Chancen der Konstitutionalisierung des Völkerrechts.
The future of Europe and the role it will play in the 21st century are among the most important political questions of our time. The optimism of a decade ago has now faded but the stakes are higher than ever. The way these questions are answered will have enormous implications not only for all Europeans but also for the citizens of Europe’s closest and oldest ally – the USA. In this new book, one of Europe's leading intellectuals examines the political alternatives facing Europe today and outlines a course of action for the future. Habermas advocates a policy of gradual integration of Europe in which key decisions about Europe's future are put in the hands of its peoples, and a 'bipolar commonality' of the West in which a more unified Europe is able to work closely with the United States to build a more stable and equitable international order. This book includes Habermas's portraits of three long-time philosophical companions, Richard Rorty, Jacques Derrida and Ronald Dworkin. It also includes several important new texts by Habermas on the impact of the media on the public sphere, on the enduring importance religion in "post-secular" societies, and on the design of a democratic constitutional order for the emergent world society.
Am 18. Juni 2009 feiert der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass hat er eine Auswahl wichtiger Texte zusammengestellt, darunter auch unveröffentlichte, die den philosophischen Kern seines umfangreichen Werks offenbaren. In ausführlichen Einleitungen zu jedem Band skizziert er die Grundzüge und Motive seines Denkens zu Themen wie Sprache, Wahrheit, Vernunft, Moral, Recht und Demokratie, die sich in Auseinandersetzung mit den Einzelwissenschaften entwickelt haben. Diese Bände ersetzen ungeschriebene philosophische Monographien und bieten einen tiefen Einblick in ein Denken, das die Geistesgeschichte der Gegenwart maßgeblich geprägt hat. Der dritte Band behandelt Diskursethik und Sprachtheorie und umfasst ein Vorwort, eine Einleitung sowie mehrere zentrale Texte. Dazu gehören Notizen zu einem Begründungsprogramm der Diskursethik, ein Interview zur Verbindung von Diskursethik und Gesellschaftstheorie, Erläuterungen zur Diskursethik, eine genealogische Betrachtung des kognitiven Gehalts der Moral, sowie Überlegungen zum praktischen Gebrauch der Vernunft und zur Richtigkeit moralischer Urteile. Schließlich wird die Architektonik der Diskursdifferenzierung in einer kleinen Replik behandelt.
Mit seiner Friedenspreisrede eröffnete Jürgen Habermas 2001 die Auseinandersetzung mit Vertretern der katholischen Kirche: Er traf sich mit Joseph Kardinal Ratzinger. Unter dem Titel „Ein Bewußtsein von dem, was fehlt“ führte er nun ein Gespräch mit renommierten Philosophen der Hochschule für Philosophie der Jesuiten. Habermas betont, daß die moderne Vernunft sich selbst nur verstehen könne, wenn sie ihre Stellung zum religiösen Bewußtsein kläre. Hintergrund für seine Argumentation ist u. a. auch die Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft, die Papst Benedikt XVI. in seiner Regensburger Rede formuliert hatte. Der Band versammelt den Essay sowie die Beiträge der Debatte. Die Einleitung gibt einen Überblick über Habermas’ religionsphilosophische Interventionen.
We live in a time of turbulent change when many of the frameworks that have
characterized our societies over the last few centuries - such as the
international order of sovereign nation-states - are being called into
question.
Die gegenwärtige geistige Situation wird von zwei gegensätzlichen Tendenzen geprägt: der Ausbreitung naturalistischer Weltbilder und der Rückkehr religiöser Orthodoxien. Auf der einen Seite beeinflussen Fortschritte in Biogenetik, Hirnforschung und Robotik unser Selbstverständnis und dringen in alltägliche Handlungen ein. Diese Entwicklung stellt die Philosophie vor die Herausforderung eines szientistischen Naturalismus, wobei die Diskussion nicht um die Abhängigkeit menschlicher Geisteshandlungen von organischen Substraten kreist, sondern um die angemessene Auffassung der kulturellen Evolution. Auf der anderen Seite erleben wir eine unerwartete Wiederbelebung religiöser Traditionen und die Politisierung von Glaubensgemeinschaften. Diese religiösen Kräfte fordern die Philosophie heraus, das nachmetaphysische und nichtreligiöse Selbstverständnis der westlichen Moderne grundlegend zu hinterfragen. Hierbei geht es nicht nur um die politischen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der wissenschaftlich-technischen und wirtschaftlichen Infrastrukturen des Westens, sondern um die Deutung der Säkularisierungsfolgen einer kulturellen und gesellschaftlichen Rationalisierung. Der vorliegende Band versammelt Aufsätze, die sich mit diesen Fragestellungen befassen und dabei den komplementären Herausforderungen von Naturalismus und Religion sowie dem normativen Eigensinn einer detranszendentalisierten Vernunft nachgehen.
Der Kurienkardinal im Gespräch mit dem wohl bedeutendsten Gegenwartsphilosophen über Grundlagen einer freiheitlichen und friedlichen Gesellschaftsordnung. Wie ist zu verhindern, dass Modernisierung entgleist? Kann Religion der Vernunft Grenzen setzen - und umgekehrt? Das Dokument einer zukunftsweisenden Begegnung zur geistigen Situation unserer Zeit.
Kniha rozhovorů Giovanny Borradori s Jacquesem Derridou a Jürgenem Habermasem vznikla bezprostředně po teroristickém útoku na Twin Towers 11. září 2001. Derrida i Habermas analyzují problém současného terorismu v rámci reflexe "osvícenského projektu" moderního světa, tj. světa jehož podstatou je racionalismus a racionalistické pojetí rozumu. V doplňujícím textu G. Borradori podává zasvěcený úvod do myšlení obou filosofů. Publikace tak umožňuje porozumět stanoviskům obou filosofů, i těm čtenářům, kteří se přímo neorientují v odborné filosofické literatuře.
Nach den Anschlägen des 11. Septembers hat Giovanna Borradori Jürgen Habermas und Jacques Derrida in den USA befragt. Die bedeutendsten Protagonisten der zeitgenössischen deutschen und französischen Philosophie reflektieren über den Begriff des Terrorismus, über die Tauglichkeit von Dialogmodellen auf interkultureller Ebene und die Durchschlagskraft des internationalen Rechts. Jenseits inhaltlicher und stilistischer Differenzen überraschen die beiden Philosophen durch Einigkeit: in ihrem Votum für Aufklärung, in ihrem Eintreten für Demokratie und ihrem entschiedenen Plädoyer für den Ausbau internationaler Rechtsinstitutionen, und sie nehmen die Gelegenheit wahr, die Rolle des Intellektuellen in einer Zeit, die von Terror und Ungewißheit bestimmt ist, von Grund auf neu zu überdenken.
In this thought-provoking book, Jurgen Habermas explores the ethical implications of genetic engineering and its impact on human identity. He argues that genetic manipulation could restrict individual freedom and alter the relationships between people. The final chapter addresses the conflict between science and religion in contemporary society.
Die in diesem Buch vereinigten Aufsätze kreisen um zwei Grundfragen der theoretischen Philosophie. Zum einen geht es um die ontologische Frage des Naturalismus: Wie kann die aus der Teilnehmerperspektive unhintergehbare Normativität einer sprachlich strukturierten Lebenswelt, in der wir uns als sprach- und handlungsfähige Subjekte »immer schon« vorfinden, mit der Kontingenz einer naturgeschichtlichen Entwicklung soziokultureller Lebensformen in Einklang gebracht werden? Zum anderen geht es um die erkenntnistheoretische Frage des Realismus: Wie ist die Annahme einer von unseren Beschreibungen unabhängigen, für alle Beobachter identischen Welt mit der sprachphilosophischen Einsicht zu vereinbaren, daß uns ein direkter, sprachlich unvermittelter Zugriff auf die »nackte« Realität versagt ist?
Filosofický příspěvek k současné diskusi v biomedicíně. Řeší problematiku morálního a právního postavení embrya a vyjadřuje znepokojení nad možnými negativními důsledky programování lidí - narušení lidské přirozenosti, identity jednotlivce, mezigeneračních vztahů apod. Obsahuje stať Víra a vědění, která je reakcí na aktuální problémy naší kultury po 11. září 2001.
Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2001
56 Seiten
2 Lesestunden
»Wer einen Krieg der Kulturen vermeiden will, muss sich die unabgeschlossene Dialektik des eigenen, abendländischen Säkularisierungsprozesses in Erinnerung rufen.« Jürgen Habermas
Shapiro analyzuje současné teorie demokracie, nevynechává žádný významnější směr. Ve svém výkladu přitom vychází z pozic schumpeterovských a polemicky se zaměřuje proti normativním teoriím, zvláště proti koncepci deliberativní demokracie. Habermasův článek se zase věnuje teoriím normativním, tedy teoriím, jež nevylučují otázku, zda daný politický režim je dobrý a proč je dobrý. Habermas ve své argumentaci navazuje na hlavní proud soudobé politické filosofie a svůj výklad rozvíjí v kontextu diskuse mezi liberalismem a komunitarismem, formuluje však vlastní pozici, jež staví na diskurzní etice.
Uspořádal a úvodní studii napsal Milan Znoj.
Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004).
This text contains Jurgen Habermas's most recent work in political theory and political philosophy. Here Habermas picks up some of the central themes of Between Facts and Norms and elaborates them in relation to current political debates of the late 1990s. One of the distinctive features of Habermas's work has been its approach to the problem of political legitimacy through a sustained reflection on the dual legitimating and regulating function of modern legal systems. Extending his discourse theory of normative validity to the legal-political domain, Habermas has defended a proceduralist conception of deliberative democracy in which the burden of legitimating state power is borne by informal and legally institutionalized processes of political deliberation. Its guiding intuition is the radical democratic idea that there is an internal relation between the rule of law and popular sovereignty. In these essays he brings this discursive and proceduralist analysis of political legitimacy to bear on such urgent contemporary issues as the enduring legacy of the welfare state, the future of the nation state, and the prospects of a global politics of human rights.
Kniha známeho nemeckého filozofa a sociológa Jürgena Habermasa (1929) je súborom štúdií, článkov, rozhovorov a listov. Tematika jeho článkov je rôznorodá: perspektívy vývoja Nemecka po znovuzjednotení, tendencie a možnosti globálnej politiky Západu, koncepcia novej morálky a práva, súčasná pozícia filozofa atď.
Jurgen Habermas's program in formal pragmatics fulfills two main functions. First, it serves as the theoretical underpinning for his theory of communicative action, a crucial element in his theory of society. Second, it contributes to ongoing philosophical discussion of problems concerning meaning, truth, rationality, and action. By the "pragmatic" dimensions of language, Habermas means those pertaining specifically to the employment of sentences in utterances. He makes clear that "formal" is to be understood in a tolerant sense to refer to the rational reconstruction of general intuitions or competences. Formal pragmatics, then, aims at a systematic reconstruction of the intuitive linguistic knowledge of competent subjects as it is used in everyday communicative practices. His program may thus be distinguished from empirical pragmatics—for example, sociolinguistics—which looks primarily at particular situations of use. This anthology brings together for the first time, in revised or new translation, ten essays that present the main concerns of Habermas's program in formal pragmatics. Its aim is to convey a sense of the overall purpose of his linguistic investigations while introducing the reader to their specific details, in particular to his theories of meaning, truth, rationality, and action.
Jürgen Habermas untersucht in seinem neuen Buch die Auswirkungen dieses vielgestaltigen Prozesses auf die Zukunft der Demokratie. Er fragt nach den möglichen Konsequenzen für Rechtssicherheit und Effektivität des Verwaltungsstaats, für die Souveränität des Territorialstaats, die kollektive Identität sowie die demokratische Legitimität des Nationalstaats. Jürgen Habermas diskutiert die gängigen politischen Antworten auf diese Herausforderung und skizziert eigene Vorschläge.
Mit Beiträgen von Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Jean Améry, Gottfried Benn, Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Ralf Dahrendorf, Ernst Bloch u. a.
A Berlin Republic (Die Normalität einer Berliner Republik) brings together writings on the new, united Germany by one of that country’s most original and trenchant commentators, Jürgen Habermas. Among other topics, Habermas addresses the consequences of German history, the challenges and perils of the post-Wall era, and Germany’s place in contemporary Europe. Here, as in his earlier Past as Future, Habermas emerges as an inspired analyst of contemporary German political and intellectual life. He repeatedly criticizes recent efforts by historians and political commentators to “normalize” and, in part, to understate the horrors of modern German history. He insists that 1945—not 1989—was the crucial turning point in German history, since it was then that West Germany decisively repudiated certain aspects of its cultural and political past (nationalism and anti-Semitism in particular) and turned toward Western traditions of democracy, free and open discussion, and respect for the civil rights of all individuals. Similarly, Habermas deplores the renewal of nationalist sentiment in Germany and throughout Europe. Drawing upon his vast historical knowledge and contemporary insight, Habermas argues for heightened emphasis on trans-European and global democratic institutions—institutions far better suited to meet the challenges (and dangers) of the next century.
In den zeitdiagnostischen Beiträgen und Interviews dieses Sammelbandes, dessen Titel rasch zu einem geflügelten Wort avancierte, nimmt Jürgen Habermas Stellung zu aktuellen Fragen, angefangen mit dem Vordringen des Neokonservatismus im geistigen und politischen Leben der USA und der Bundesrepublik, über die Krise des Wohlfahrtsstaates und der Erschöpfung utopischer Energien bis hin zum gegenwärtigen intellektuellen Klima in der Bundesrepublik. Der Band, der kurz nach seinem Erscheinen mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet wurde, verschafft nicht nur einen glänzenden Überblick über Habermas? bisheriges Gesamtwerk, er verdeutlicht überdies die Motive seiner Arbeit.
In Between Facts and Norms Jurgen Habermas works out the legal and political implications of his Theory of Communicative Action (1981), bringing to fruition the project announced with his publication of The Structural Transformation of the Public Sphere in 1962. This new work is a major contribution to recent debates on the rule of law and the possibilities of democracy in postindustrial societies, but it is much more. The introduction by William Rehg succinctly captures the special nature of the work, noting that it offers a sweeping, sociologically informed conceptualization of law and basic rights, a normative account of the rule of law and the constitutional state, an attempt to bridge normative and empirical approaches to democracy, and an account of the social context required for democracy. Finally, the work frames and caps these arguments with a bold proposal for a new paradigm of law that goes beyond the dichotomies that have afflicted modern political theory from its inception and that still underlie current controversies between so- called liberals and civic republicans. The book includes a postscript written in 1994, which restates the argument in light of its initial reception, and two appendixes, which cover key developments that preceded the book. Habermas himself was actively involved in the translation, adapting the text as necessary to make it more accessible to English-speaking readers.
Ernest Gellner also turns against Rorty's pragmatism, which he denounces as a product of the Enlightenment roots of American culture and its centuries of political and economic stability.
This book provides a comprehensive introduction to, and selection from, Jurgen Habermas′s writings from the early 1960s to the present. The book is divided into seven sections, covering the principal areas of Habermas′s work. Each section includes an introduction and a selection of substantial extracts from relevant books. In the general introduction, Outhwaite outlines the central themes of Habermas′s work and analyses the development of his views over the years. Subsequent sections are organized thematically and chronologically, so that the book will be easy to use by students. There are extracts from all of Habermas′s major works, including his early work on the public sphere and on science and technology; his writings on the methodology and epistemology of the social sciences; his work on evolution and legitimation; his theory of communication and discourse ethics; his analysis of modernity and his critique of postmodernism; and his most recent work on law and the state. By bringing these wide-ranging contributions together in a single volume, The Habermas Reader is an ideal teaching text. It will also be of interest to anyone who wishes to gain an overview of the work of one of the most important social thinkers of the twentieth century.
Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats
704 Seiten
25 Lesestunden
Auch in den etablierten Demokratien sind die bestehenden Institutionen der Freiheit nicht mehr unangefochten, obgleich die Bevölkerungen hier eher auf mehr, denn auf weniger Demokratie zu drängen scheinen. Ich vermute allerdings, daß die Beunruhigung noch einen tieferliegenden Grund hat - die Ahnung nämlich, daß im Zeichen einer vollständig säkularisierten Politik der Rechtsstaat ohne radikale Demokratie nicht zu haben und nicht zu erhalten ist. Aus dieser Ahnung eine Einsicht zu machen, ist das Ziel der vorliegenden Untersuchung.
Der Band enthält philosophische Aufsätze. Die ersten drei Beiträge reagieren auf neuere Versuche einer Rückkehr zu metaphysischen Denkformen. Die Aufsätze, die die pragmatische Wende in der Sprachanalyse nachvollziehen, entfalten den Begriff der kommunikativen Vernunft im Kontext zeitgenössischer Bedeutungs- und Handlungstheorien. Dasselbe Thema behandelt der siebte Beitrag aus größerer Distanz, und zwar in Auseinandersetzung mit den kontextualistischen Varianten einer heute dominierenden Vernunftkritik. In den beiden letzten Beiträgen werden zwei Fäden aus diesem Argumentationsgewebe aufgenommen und fortgesponnen: einmal geht es um das Problem der Unaussprechlichkeit des Individuellen, zum anderen um die Frage, warum philosophische Texte, ungeachtet ihres wesentlich rhetorischen Charakters, nicht in Literatur aufgehen.
In diesem Band, so ist mein Eindruck, präsentiert sich eine nachdenkliche Linke, gleich weit entfernt von Gewißheit wie von Unsicherheit. In diesen Jahrgängen ist das Bewußtsein, daß unsere Republik auch im dreißigsten Jahr ihres Bestehens noch auf tönernen Füßen steht und daß sie gegen die, die sich heute nicht mehr genieren, ein Zuviel an Demokratie offen zu beklagen, verteidigt werden muß, in beinahe konventioneller Klarheit ausgebildet.« (Jürgen Habermas in der Einleitung)
In this important volume Habermas outlines the views which form the basis of his critical theory of modern societies. The volume comprises five interlocking essays, which together define the contours of his theory of communication and of his substantive account of social change. ′What is Universal Pragmatics?′ is the best available statement of Habermas′s programme for a theoryof communication based on the analysis of speech acts. In the following two essays Habermas draws on the work of Kohlberg and others to develop a distinctive account of moral consciousness and normative structures. ′Toward a Reconstruction of historical Materialsim′ takes these issues further, offering a wide–ranging reconstruction of Marx′s historical materialsim understood as a theory of social evolution. The final essay focuses on the question of legitimacy and on the legitimation problems faced by modern states. This book is essential reading for anyone concerned with the key questions of social and political theory today.
Mit diesem Band setze ich die Untersuchungen zu Moralbewußtsein und kommunikatives Handeln (stw 422) fort. Den Hintergrund der Diskussion bilden vor allem Einwände gegen universalistische Begriffe der Moral, die auf Aristoteles, Hegel und den zeitgenössischen Kontextualismus zurückgehen. Jenseits des sterilen Gegensatzes zwischen einem abstrakten Universalismus und einem sich selbst widersprechenden Relativismus versuche ich, den Vorrang des deontologisch verstandenen Gerechten vor dem Guten zu verteidigen. Das bedeutet aber nicht, daß die im engeren Sinne ethischen Fragen aus der rationalen Erörterung ausgeschlossen werden müssen. (Jürgen Habermas)
This long-awaited book sets out the implications of Habermas's theory of communicative action for moral theory "Discourse ethics" attempts to reconstruct a moral point of view from which normative claims can be impartially judged. The theory of justice it develops replaces Kant's categorical imperative with a procedure of justification based on reasoned agreement among participants in practical discourse. Habermas connects communicative ethics to the theory of social action via an examination of research in the social psychology of moral and interpersonal development. He aims to show that our basic moral intuitions spring from something deeper and more universal than contingent features of our tradition, namely from normative presuppositions of social interaction that belong to the repertoire of competent agents in any society. Jurgen Habermas is Professor of Philosophy at the University of Frankfurt. "Moral Consciousness and Communicative Action is included in the series Studies in Contemporary German Social Thought, edited by Thomas McCarthy.
Jürgen Habermas ist ein bedeutender und einflussreicher europäischer Philosoph, der über dreißig Jahre hinweg wesentliche Beiträge zu verschiedenen Bereichen wie Gesellschaft, Wissen, Geschichte und Ethik geleistet hat. Er ist eine zentrale Figur in Deutschland und beteiligt sich häufig an öffentlichen Debatten, in denen er die tiefgreifenden Veränderungen in Deutschland, Europa und weltweit thematisiert. Diese Sammlung von Interviews zeigt Habermas' tiefes Engagement für zeitgenössische Themen und behandelt zentrale Fragen der 1990er Jahre, darunter die deutsche Einheit, Debatten zur deutschen Geschichte, Asylpolitik, die NS-Zeit und die Bemühungen um ein friedliches Europa sowie die Auswirkungen des Golfkriegs. Ein abschließendes Interview untersucht das Verhältnis von Theorie und Praxis und hebt die Verbindung zwischen Philosophie und realen Problemen hervor. Im Nachwort erörtert Habermas eine Reihe von Herausforderungen, vor denen Deutschland und andere Nationen am Ende des Jahrhunderts stehen. Dieses Werk bietet ein eindrucksvolles Porträt eines Intellektuellen, der sowohl in der akademischen Philosophie als auch im öffentlichen Diskurs versiert ist und die Kluft zwischen beiden Bereichen überbrückt.
Versuche über den Büchermacher und das Buch (Festschrift für Günther Busch)
272 Seiten
10 Lesestunden
Mit Beiträgen von Walter Boehlich, Silvia Bovenschen, Jürgen Habermas, Melusine Huss, Alexander Kluge, Michael Krüger, Hans-Martin Lohmann, Alfred Lorenzer, Gert Mattenklott, Karl Markus Michel, Tilmann Moser, Oskar Negt, Ulrich K. Preuß, Klaus Reichert, Henning Ritter, Rossana Rossanda, Hannelore Schlaffer, Heinz Schlaffer, Klaus Wagenbach
„»Neue Potentiale einer erweiterten technischen Verfügungsgewalt machen das Mißverhältnis zwischen Ergebnissen angespanntester Rationalität und unreflektierten Zielen, erstarrten Wertsystemen, hinfälligen Ideologien offenbar.« Die Ursachen und Folgen dieses Mißverhältnisses (und die Möglichkeiten seiner Aufhebung durch Reflexion) sind das Thema der vorliegenden Aufsätze von Jürgen Habermas; er untersucht, auf welche Weise die Gewalt technischer Verfügung in den »Konsensus handelnder und verhandelnder Bürger zurückgeholt werden kann«, wie Technik, Wissenschaft und Demokratie unter den Bedingungen der fortgeschrittenen Industriegesellschaft zu vermitteln seien.“
Anlässlich der 600-Jahrfeier der Ruperto-Carola-Universität Heidelberg entschied der Gemeinderat der Stadt, sich mit der "Stadt-Heidelberg-Stiftung" und einer Vortragsreihe am Jubiläum zu beteiligen. Die Stadt, die seit sechs Jahrhunderten mit der Universität verbunden ist, wollte über ihre traditionsreichste Einrichtung nachdenken. Die Vortragsreihe trug den Titel, den Karl Jaspers 1946 seiner Schrift über die Heidelberger Universität gegeben hatte: Die Idee der Universität. Im Wintersemester 1985/86 und Sommersemester 1986 hielten sechs herausragende Vertreter interdisziplinärer Forschung und Lehre Vorträge, die in diesem Band zusammengefasst sind. Im Wintersemester beschäftigten sich der Heidelberger Philosoph Prof. Gadamer, der Hamburger Wissenschaftssenator Prof. Meyer-Abich und der Vizepräsident des Wissenschaftskollegs, Prof. Lepenies, mit der historischen und politischen Position der Universität in Deutschland und im internationalen Vergleich. Im Sommersemester konzentrierten sich die Beiträge des Nobelpreisträgers Prof. Eigen, Prof. Lubbe und Prof. Habermas auf die innere Entwicklung der Universität und die Reformbestrebungen der letzten Jahrzehnte. Jaspers beschreibt in seiner Schrift, dass die Aufgabe der Universität die Wissenschaft ist, wobei Forschung und Lehre der Bildung geistigen Lebens als Offenbarwerden der Wahrheit dienen.
Jürgen Habermas, der bekannteste Philosoph der deutschen Gegenwart, wird hier in einer knappen und verständlichen Einführung behandelt. Alle Themenbereiche des Habermasschen Denkens werden berücksichtigt und von einem prominenten Kenner der Materie didaktisch klug dargestellt. Es werden nicht nur die Stationen der intellektuellen Entwicklung beschrieben, sondern auch die systematischen Festlegungen. Im Mittelpunkt stehen die politisch-philosophischen Kategorien, mit denen Habermas bis heute in die aktuellen Debatten hineinwirkt. Ein Verzeichnis der Schriften und eine Zeittafel komplettieren den Band. Detlef Horster legt eine vollständig überarbeitete Neufassung seiner erfolgreichenund vielfach gelobtenEinführung vor.. »Diese Einführung ist schön zu lesen.« (FAZ zur Erstausgabe)
Der Haupttitel deutet an, worum es Jürgen Habermas in diesem Buch vor allem geht: um die Frage, wie denn auf die Revolution in der damaligen DDR zu reagieren sei. Es versteht sieh von seihst, daß er der Euphorie von 1989/90, wonach sich die Bundesrepublik historisch als die »beste aller Welten« erwiesen habe, kritisch gegenübersteht. Dennoch verkennt er nicht, daß in der DDR eine Revolution stattgefunden hat, die nachholend genannt werden kann, wenn man sie an den Verfassungsgrundsätzen der westlichen Demokratien mißt
This study offers a systematic reconstruction of the theoretical foundations
and framework of critical social theory. It is Habermas' magnum opus, and it
is regarded as one of the most important works of modern social thought.
In den zeitdiagnostischen Beiträgen und Interviews dieses Sammelbandes, dessen Titel rasch zu einem geflügelten Wort avancierte, nimmt Jürgen Habermas Stellung zu aktuellen Fragen, angefangen mit dem Vordringen des Neokonservatismus im geistigen und politischen Leben der USA und der Bundesrepublik, über die Krise des Wohlfahrtsstaates und der Erschöpfung utopischer Energien bis hin zum gegenwärtigen intellektuellen Klima in der Bundesrepublik. Der Band, der kurz nach seinem Erscheinen mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet wurde, verschafft nicht nur einen glänzenden Überblick über Habermas? bisheriges Gesamtwerk, er verdeutlicht überdies die Motive seiner Arbeit.
»Die Moderne - ein unvollendetes Projekt hieß der Titel einer Rede, die ich im September 1980 bei der Entgegennahme des Adorno-Preises gehalten habe. Dieses Thema, umstritten und facettenreich, hat mich nicht mehr losgelassen. Seine philosophischen Aspekte sind im Zuge der Rezeption des französischen Neostrukturalismus noch stärker ins öffentliche Bewußtsein gerückt - so auch das Schlagwort der »Postmoderne« im Anschluß an die Veröffentlichungen von F. Lyotard. Die Herausforderung durch die neostrukturalistische Vernunftkritik bildet deshalb die Perspektive, aus der ich den philosophischen Diskurs der Moderne schrittweise zu rekonstruieren suche.« Jürgen Habermas
Philosophisch-politische Profile erweitert unser Verständnis der intellektuellen Odyssee eines der führenden zeitgenössischen Denker Deutschlands und bietet eine Reihe von faszinierenden Einblicken in das Denken der Generation, die ihm vorausging.