Die Beamten des Himmels : über Engel : gefolgt von der Angeologie des Thomas von Aquin
Giorgio Agamben Bücher
Giorgio Agamben ist eine führende Stimme der zeitgenössischen kontinentalen Philosophie, bekannt für seine tiefgründigen Untersuchungen von Souveränität, Recht und der Natur des menschlichen Lebens. Seine Arbeit untersucht kritisch die komplexe Beziehung zwischen politischer Macht und Existenz, wobei er oft auf historische und literarische Quellen zurückgreift, um beständige philosophische Fragen zu beleuchten. Agambens unverwechselbarer Stil verbindet strenge theoretische Analyse mit einer tiefen Auseinandersetzung mit den Auswirkungen seines Denkens auf die moderne Welt. Seine einflussreichen Ideen prägen weiterhin den kritischen Diskurs über Disziplinen hinweg.







Nymphae
- 123 Seiten
- 5 Lesestunden
Der titelgebende Essay des Bandes stellt die gut hundert Jahre alte Frage, die im Zentrum jenes legendären Briefwechsels zwischen André Jolles und Aby Warburg stand: „Wer ist die Nymphe, woher kommt sie?“ Nur äußerlich gleiche sie „einer freigelassenen tartarischen Sklavin“, lautete Warburgs Antwort,„ihrem wirklichen Wesen nach“ sei sie „ein Elementargeist, eine heidnische Göttin im Exil“. Agamben entfaltet diese Antwort mit Bill Violas Passage vom „imaginären“ zum „kinematographischen Museum“, mit einem Traktat zur Tanzkunst des Domenico da Piacenza, mit den „androgynen Kinderwelten“ Henry Dargers, mit Benjamin, Vischer und Paracelsus, bis man mit Boccaccio davon überzeugt ist, dass „lieben und eine Nymphe lieben ein und dasselbe bedeuten“. - „Die Passion der Faktizität“, der zweite Text dieser Sammlung, unternimmt eine Verortung der Liebe in Heideggers Denken. - Der dritte Essay verfolgt das Schicksal der „poetischen Atheologie der Moderne“ bis an den Punkt, an dem es sich erfüllt - getreu der Anweisung Hölderlins in der zweiten Fassung von 'Dichterberuf', die die Geburtsstunde dieser atheologischen Tradition markiert: „so lange, bis Gottes Fehl hilft.“
Der Abschluss der großen Homo-Sacer-Reihe – der bedeutendste lebende Philosoph Giorgio Agamben legt den letzten Band seines Lebenswerkes in einer gegenüber der italienischen Originalfassung erweiterten Ausgabe vor. »Mehr als ein Mal hat Agamben Giacomettis Behauptung zitiert, dass man ein Werk niemals beenden könne, sondern nur aufgeben. Wenn das Homo-Sacer-Projekt nun aufgegeben wird, dann im Sinne Giacomettis: mit Meisterschaft.« Adam Kotsko, Boston Review Giorgio Agambens »Homo Sacer« ist eines der wegweisenden Werke der politischen Philosophie der letzten Jahrzehnte, in dem er mit überwältigendem Ehrgeiz die tiefsten Grundlagen des westlichen politischen Denkens untersucht. Mit dem neunten und letzten Band in dieser Reihe reflektiert Agamben die Herausforderungen und Auswirkungen seines Werkes und beschreitet gleichzeitig neue Wege. Dabei nutzt er Aristoteles' Diskussion über Sklaverei als Ausgangspunkt für ein radikales Umdenken des Selbst, er fordert eine vollständige Überarbeitung der westlichen Ontologie und untersucht das Konzept der »Lebensform«, das in vielerlei Hinsicht die treibende Kraft hinter dem gesamten Homo-Sacer-Projekt ist. Ein wahres Meisterwerk eines der größten lebenden Philosophen.
In diesem vorletzten Band der ›Homo-Sacer‹-Reihe untersucht der weltweit bekannte und renommierte Philosoph Giorgio Agamben den Bürgerkrieg als politisches Paradigma. Zwei zentrale Momente der Geistesgeschichte stehen dabei im Mittelpunkt: Im ersten Teil widmet er sich dem griechischen Begriff der »stasis«, der die Spaltung der polis in rivalisierende, gewalttätige Gruppen bezeichnet, während er im zweiten Teil eine furiose Interpretation von Hobbes' ›Leviathan‹ und dessen berühmten Frontispiz vorlegt, und zwar aus theologischer Perspektive. Eine spannende und wichtige Diskussion eines Begriffs, der sich für das politische, philosophische und juridische Denken als zentral erweist.
Bartleby oder die Kontingenz gefolgt von Die absolute Immanenz
- 127 Seiten
- 5 Lesestunden
Dem Eid kommt als" Sakrament der Macht"in der Geschichte der abendländischen Politik und Religion eine grundlegende Rolle zu. Dennoch fehlt - ungeachtet zahlreicher linguistischer, anthropologischer und historischer Studien - ein all diese Aspekte umfassender Versuch, den systematisch-strategischen Ort zu bestimmen, den die Institution des Eides am Schnittpunkt von Recht, Religion und Politik einnimmt. Hier setzt Giorgio Agamben mit seiner" Archäologie des Eides"an - und trifft mitten ins Zentrum der Existenz des Menschen als sprechendes sowie als politisches Tier. Im Rückgriff auf griechische und römische Quellen stellt Agamben den Konnex her zwischen dem Eid einerseits und archaischer Gesetzgebung, Fluch und Götternamen andererseits. Dabei gewinnt er eine völlig neuartige Perspektive auf den Ursprung des Eides: Der Eid wird zum entscheidenden Moment in der Anthropogenese; als Sakrament der Macht hat er sich etablieren können, weil er zuallererst das Sakrament der Sprache ist. Indem sich der Mensch als sprechendes Wesen entdeckt, bindet er sich auch an die Sprache und setzt in ihr sein Schicksal aufs Spiel
Insofern der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands - zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin und Carl Schmitt, aber auch Autoren wie Theodor Mommsen, Adolphe Nissen und Jacques Derrida - vermißt Agamben das von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht an die Gewalt bindet.
Giorgio Agambens Buch „Was ich sah, hörte, lernte ...“ präsentiert sich als einzigartiges Werk, das durch kurze Prosaminiaturen prägende Begegnungen und philosophische Reflexionen verknüpft. Es thematisiert die Grenzen des sprachlich Fassbaren und verwebt persönliche Erfahrungen mit poetischen Bildern, ohne einer normativen Philosophie zu folgen.
Wenn es zutrifft, daß jedes Werk aus der Vergangenheit nur in bestimmten Momenten seiner Geschichte zu seiner ganzen Lesbarkeit gelangt, so scheint für die Briefe des Paulus die Zeit jetzt gekommen. Giorgio Agamben gibt ihnen jenen messianischen Stellenwert zurück, der allein die Perspektive einer nunmehr zweitausendjährigen Deutungstradition neu ausrichten kann: Paulus gründet keine universelle Religion, indem er eine neue Identität und eine neue Berufung ankündigt, sondern er widerruft jede Identität und jede Berufung; er schafft das alte Gesetz nicht ab, sondern öffnet es zu einem Gebrauch, der jenseits jeden Gesetzes liegt.§Von der Paulinischen Botschaft bis zu den Thesen Über den Begriff der Geschichte Walter Benjamins (die bisweilen außerordentliche Entlehnungen aus ihr enthalten) bildet die Umkehrung von Vergangenheit und Zukunft, von Erinnerung und Hoffnung das Herzstück des Messianismus. Die messianische Zeit ist die Jetztzeit; als Segment der profanen Zeit zwischen der Wiederauferstehung Jesu und dem apokalyptischen Ende konstituiert sie sich in der Zeiterfahrung der Gegenwart. Agambens Buch hält sich an das messianische Vorbild einer 'schwindelerregenden Rekapitulation': Das exegetische Wissen der Bibel geht über in die Illuminationen des Philosophen, der, ausgehend von Schmitt, Kafka und Scholem, die Paulinischen Texte befragt und in ihnen die begrifflichen Wurzeln der Hegelschen Dialektik findet.
Die genealogische Erforschung der Macht, die Giorgio Agamben 1995 mit Homo sacer begonnen hat, nimmt mit diesem Buch eine entscheidende Wendung: Warum hat in der westlichen Welt die Macht die Form der Ökonomie angenommen? Und: Weshalb bedarf sie der Herrlichkeit, also jenes liturgisch-zeremoniellen Aufwands, der seit jeher um sie betrieben wird? Um den Monotheismus mit den »drei Personen« zu vereinbaren, entwarfen die Kirchenväter die Trinitätslehre als »Ökonomie« des göttlichen Lebens: als eine Frage der Führung und Verwaltung sowohl des himmlischen als auch des irdischen »Hauses« (griech.: oikía). Agamben zeigt, daß grundlegende Kategorien der modernen Politik – von der Gewaltenteilung bis zur militärischen Doktrin des Kollateralschadens, vom Liberalismus der »unsichtbaren Hand« bis zum Ordnungs- und Sicherheitsdenken – auf dieses theologisch-ökonomische Paradigma zurückgeführt werden können. Die zeremoniellen Aspekte der Macht sind nicht bloß Überreste vergangener Zeiten, sondern bilden – noch immer – ihr Fundament: eine bislang übersehene Genealogie, die die Funktion des Konsenses und der Medien in den modernen Demokratien in einem neuen Licht erscheinen läßt.
Was ist Wirklichkeit? Das Verschwinden des Ettore Majorana
Enthält: Ettore Majorana »Die Bedeutung statistischer Gesetze in der Physik und den Gesellschaftswissenschaften« (postum, 1942)
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Das neue Buch von Giorgio Agamben umkreist in kurzen, literarisch-philosophischen Denkbildern den Körper in seiner Entblößung, in seiner Nacktheit: von der Bulimie zu den glorreichen Körpern der Heiligen, die weder essen noch lieben, von den verborgenen theologischen Implikationen der Nacktheit zu den neuen Formen unpersönlicher Identität, welche die biometrischen Dispositive der Menschheit auferlegen. Zielpunkt aller Überlegungen ist die Untätigkeit, nicht als Muße oder Trägheit, sondern als Paradigma menschlicher Handlung und einer neuen Politik.
Die Welt, in der wir leben, präsentiert sich als ungeheure Wucherung von Dispositiven. Im Leben des Einzelnen gibt es keinen einzigen Moment mehr, der nicht von irgendeinem Dispositiv modelliert, kontrolliert oder kontaminiert wäre. Am Ursprung eines jeden Dispositivs – vom Mobiltelefon bis zum Fernsehen, vom Computer bis zum Autoverkehr – steht in Wirklichkeit ein Glücksverlangen, dessen Erfassung die spezifische Potenz des Dispositivs konstituiert. In seinem kurzen, programmatischen Text entwickelt Agamben eine erhebliche Erweiterung des Dispositivbegriffs, wie er insbesondere von Foucault geprägt wurde. Mit Bezug auf die eigenen Studien zur theologischen Genealogie der Ökonomie verweist er auf den Gebrauch des lateinischen dispositio durch die Kirchenväter als Übersetzung von oikonomia: als ein Ensemble von Praxen, Kenntnissen, Maßen und Institutionen, deren Ziel die Verwaltung, Leitung, Kontrolle und Ausrichtung der Gesten und Gedanken des Menschen ist.
Obgleich die abendländische Philosophie seit jeher den Menschen als sowohl sprechendes wie sterbliches Wesen bestimmt, ist nach Heidegger »das Wesensverhältnis zwischen Tod und Sprache noch ungedacht«. In diesem frühen philosophischen Werk dokumentiert Giorgio Agamben den Lektüreverlauf eines Seminars, das eben dieses Wesensverhältnis zu denken versuchte: acht Tage (und sieben Exkurse) intensiver Auseinandersetzung mit Hegel und Heidegger, Benveniste und Jakobson, Aimeric de Peguilhan und Leopardi, Leonardo und Aristoteles, die immer wieder auf jene andere Stimme stößt, in der die bedeutungslosen, tierischen Stimmen »aufgehoben« sind. Sie erweist sich als die ursprüngliche ethische Dimension, in der der Mensch der Sprache sein Jawort, ihrem Stattfinden seine Zustimmung gibt. Sollte also, der notorischen Behauptung ihres Phonozentrismus zum Trotz, die Metaphysik schon immer Grammatologie betrieben haben? Und wird man den metaphysischen Horizont, in dem Logik und Ethik, Sprache und Tod ununterscheidbar werden, nur überschreiten können, wenn man einen infantilen Gebrauch von der Sprache zu machen versteht?
Edition Suhrkamp - 2625: Der Mensch ohne Inhalt
- 172 Seiten
- 7 Lesestunden
»In den späten sechziger Jahren nahm Giorgio Agamben an Martin Heideggers Seminaren im südfranzösischen Le Thor teil. Damals entstand auch sein erstes Buch L’uomo senza contenuto, das 1970 erstmals erschien. Selbstbewußt und radikal stürzt er sich auf klassische Positionen der Ästhetik, er konfrontiert Platon, Kant und Hegel mit Künstlern und Autoren der Klassischen Moderne. In einer Zeit, in der die Kunst nicht länger die Funktion hat, das Wesen der Wirklichkeit zur Erscheinung zu bringen, wird sie zu einer selbstzerstörerischen Kraft, der Künstler, so Agamben, zu einem »Menschen ohne Inhalt«. Agambens erstes Buch liegt nun endlich auch auf Deutsch vor. »Agamben hat die verwaiste Stelle des Meisterdenkers eingenommen.« Die Welt«
Zu Beginn des dritten Jahrtausends ist die Situation der Demokratie paradox: Einerseits sind mehr Staaten denn jemals zuvor demokratisch verfaßt, andererseits nehmen die Krisensymptome in den Staaten, die einstmals so etwas wie eine demokratische Avantgarde bildeten, zu: Die Wahlbeteiligung sinkt, schillernde Persönlichkeiten wie Silvio Berlusconi oder Nicolas Sarkozy gewinnen an Bedeutung, Wahlkämpfe geraten zu schalen Marketingkampagnen. Colin Crouch hat all diese Trends in dem Band „Postdemokratie“ präzise auf den Punkt gebracht. In diesem Band setzen sich nun acht herausragende politische Denkerinnen und Denker mit dem Zustand und den Perspektiven der am wenigsten schlechten aller Regierungsformen (Winston Churchill) auseinander, die tageszeitung sprach von einem »Who's who der internationalen linken Theorie«. Der Diskussionsband enthält Beiträge von Giorgio Agamben, Alain Badiou, Daniel Bensaïd, Wendy Brown, Jean-Luc Nancy, Jacques Rancière, Kristin Ross und Slavoj Žižek.
In zehn aphoristisch-erzählerischen Texten lotet Giogio Agamben erneut den Raum des Menschlichen aus: in seiner Beziehung zu Erinnerung und Spiel, zur Religion, zur Sehnsucht nach dem nicht Erinnerbaren, nach dem, was wir als unser »Genie«, unsere Autorschaft, unser Ich empfinden und was in keiner anderen Form als eben der des Unerhörten, immer Flüchtigen und nur – vielleicht – am »Tag des Gerichts« als Bild, als Einbildung zu fassen ist. Das heilige Ich und seine Helfershelferin, die Psychologie, werden insgeheim entthront, und dem Denken (und Leben) öffnen sich neue Wege, auf denen der individuelle Eigensinn bewahrt bleibt, aber innigst verbunden mit einem Unerklärlichen oder Zauberischen oder Unpersönlichen, Vorindividuellen. Das »spezielle« Sein, das Sein als Erscheinung und das in der Erscheinung erkennbare Sein, ist schließlich auch das Sein der Spezies, das Angesicht der Menschheit. Die inhaltliche Klammer des Buches liegt im Gedanken der Entweihung metaphysischer Konzepte, die durch eben diese Profanierung für einen neuen Gebrauch wiedergewonnen werden können. Die Profanierung löscht – anders als die Säkularisierung, die nur eine Verschiebung der Macht von der göttlichen auf die menschliche Sphäre vornimmt – das Heilige nicht aus, sondern läßt es wie in einem Suchbild entstellt, verrätselt, aber auch mit neuer Leichtigkeit fortleben – so wie der Ritus fortlebt im Spiel.
In diesem dichten, aus Einzelbetrachtungen aufgebauten Essay fährt Giorgio Agamben in seiner Befragung des Lebensbegriffs, wie sie zuletzt in Homo sacer und Was von Auschwitz bleibt stattgefunden hat, fort: Im Dialog u. a. mit Georges Bataille, Carl von Linné, Ernst Haeckel, Jakob von Uexküll und vor allem mit Martin Heidegger verortet Agamben die Grenze zwischen Tier und Mensch im Menschen selbst. Erst wenn der Mensch seine Tierheit suspendiert, öffnet sich ihm die Welt. Das Verhältnis des Menschen zur Tierheit und der Menschheit zum Tier wird so zum »entscheidenden politischen Konflikt« in unserem Kulturbereich.
Bendikt XVI.
- 69 Seiten
- 3 Lesestunden
Durch seinen großen Verzicht hat Benedikt XVI. nicht Feigheit, sondern einen Mut bewiesen, der beispielhaft ist. Seine Entscheidung lenkt die Aufmerksamkeit auf die Unterscheidung zwischen zwei wesentlichen Prinzipien unserer ethisch-politischen Tradition, deren Bewusstsein in unseren Gesellschaften verloren gegangen zu sein scheint: Legitimität und Legalität. Die gegenwärtige Krise unserer Gesellschaft ist so gravierend und tiefgehend, weil sie nicht nur die Legalität der Institutionen in Frage stellt, sondern auch deren Legitimität. Es geht nicht nur um die Regeln und Modalitäten der Machtausübung, sondern um das Prinzip, das sie begründet und legitimiert. Das Geheimnis des Bösen, von dem der Apostel Paulus spricht, ist kein düsteres theologisches Drama, das das Ende der Zeiten hinauszögert und jede Handlung rätselhaft und mehrdeutig macht, sondern ein historisches Drama, in dem der Letzte Tag mit dem gegenwärtigen Moment zusammenfällt und jeder aufgerufen ist, ohne Vorbehalte und ohne Ambiguität seine Rolle zu spielen.
Giorgio Agamben ist ein bedeutender Denker der zeitgenössischen italienischen Philosophie, und "Die kommende Gemeinschaft" ist eine wesentliche Ergänzung zu seinen philosophischen Beiträgen. Der Text stellt kritische Fragen zur Bildung einer menschlichen Gemeinschaft, die sich nicht an spezifische Identitäten wie Nationalität oder Religion hält. Agamben untersucht, wie eine Gemeinschaft aus Singularitäten bestehen kann, die konventionelle Zugehörigkeitskriterien ablehnen. Er schöpft aus einer Vielzahl von Quellen, darunter die Analyse von Heiligenscheinen durch St. Thomas, französische Werbung, talmudische Warnungen über das Paradies und die kollektive Kraft, die während des Tiananmen-Platzes demonstriert wurde. Durch diese Erkundung identifiziert er eine neue Form singularer Subjektivität, die in der heutigen Welt entsteht. Agambens Werk entwickelt das Konzept der Gemeinschaft und deren soziale Implikationen und bietet eine philosophische Grundlage für Ethik, die traditionelle Vorstellungen von Subjektivität, Ideologie und Moral übersteigt. Seine Untersuchung ist eine zeitgenössische Antwort auf einflussreiche Denker wie Heidegger, Wittgenstein und Platon und beschäftigt sich mit verschiedenen historischen und philosophischen Traditionen.
Der international bekannte Philosoph Giorgio Agamben beantwortet die Grundfrage der Philosophie Die Frage »Was ist Philosophie?« kann man erst spät stellen und nur mit Freunden erörtern. Giorgio Agamben umkreist sie daher in seinem Buch mit fünf emblematischen Essays zur Stimme, zum Erfordernis, zum Sagbaren, zu Vorreden und zur Musik. Er verbindet archäologische Untersuchung und theoretische Reflexion und geht Fragen nach: wie das Konzept Sprache erfunden wurde, welchen Ort das Denken in der Stimme hat, was unter einer platonischen Idee zu verstehen ist und wie man das Verhältnis von Philosophie und (Natur-)Wissenschaft bestimmen muss. Am Ende wird das philosophische Schreiben – ein Problem, mit dem sich Agamben unausgesetzt beschäftigt hat – zum Präludium eines Werks, das ungeschrieben bleiben muss.
Pilatus und Jesus
- 63 Seiten
- 3 Lesestunden
Eine tiefgehende Untersuchung des Prozesses gegen Jesus durch den renommierten italienischen Philosophen Giorgio Agamben.
Opus Dei
Archäologie des Amts
Jetzt neu: Band II.5 des Homo-Sacer-Projekts! Opus dei, das »Werk Gottes«, bezeichnet in der Geschichte der katholischen Kirche die Liturgie als Vollzug des Priesteramtes Jesu Christi. Ihre Konsequenzen reichen weit über den Glauben hinaus und konstituieren ein ontologisches Paradigma, das unsere Kultur zutiefst bestimmt und die Praxis der Menschen modelliert – wirksamer als das Gesetz, wirklicher als das Sein, absoluter als jegliche menschliche Handlung. Im Anschluss an seine Studie »Herrschaft und Herrlichkeit« treibt Giorgio Agamben die Untersuchung über die theologischen Signaturen wesentlicher Begriffe der Moral und der Politik weiter. An deren Ende steht nichts Geringeres als die Forderung nach einer Philosophie, die sich von den überkommenen Kategorien der Pflicht und des Willens trennt. »Im Werk von Giorgio Agamben begegnet man einem tiefen Blick in die Quellen menschlicher Erfahrung und man merkt, dass es dort eine heftige und mächtige Wechselwirkung von politischen und sozialen Kräften gibt, die nicht nur die soziale Ordnung und die individuelle Subjektivität konstituieren, sondern auch das ›Leben auf seiner grundlegendsten Ebene‹.« Radical Philosophy Review
Das Buch analysiert die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Demokratie und staatliche Strukturen. Giorgio Agamben kritisiert die Normalisierung des Ausnahmezustands und die Verbindung von staatlicher Kontrolle, Medizin und digitalen Technologien. Er warnt vor der Gefährdung des öffentlichen Raums und der Freiheit in der Gesellschaft.
Mittel ohne Zweck
Noten zur Politik
Warum konstituiert der Ausnahmezustand die Grundstruktur einer jeden staatlichen Ordnung? Weshalb hat der Begriff ›Menschenrechte‹ ausgedient? Was hat die Ununterscheidbarkeit von Öffentlichem und Privatem zur Folge? Inwiefern ist das ›Lager‹ der biopolitische ›nomos‹ der Moderne? Was wäre der Ort und was der Raum einer künftigen ›polis‹? Die hier versammelten Texte formulieren eine radikale Kritik von Politik im Zeitalter entleerter Kategorien. Im Rückbezug auf Hannah Arendt, Carl Schmitt und Michel Foucault skizziert Giorgio Agamben neue Perspektiven des Politischen im Kontext der heutigen demokratisch-spektakulären Gesellschaften. Entwürfe über die ›Lebens-Form‹, die Sprache als Ort des Politischen par excellence und das Gestische als eine Sphäre der ›reinen Mittel ohne Zweck‹ markieren das Feld eines kommenden Denkens.
Wenn das Haus brennt
Vom Dialekt des Denkens
Laut einer alten Legende wachen vier Gottheiten über die Geburt des Menschen: Daimon, Tyche, Eros und Ananke. Früher oder später hat sich ein jeder von uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Diesen zwiespältigen Mächten ins Auge zu sehen, heißt, sein Leben als Abenteuer zu leben. Im Gang durch Goethes »Urworte« und die höfische Literatur, Dante und die Philosophie wird klar, dass das Abenteuer nicht nur in der Wildnis oder im Boudoir auf uns wartet, sondern die Grunderfahrung unseres Lebens ist. Lebbar ist sie nur, weil mit Elpis, der in Pandoras Büchse zurückgebliebenen Hoffnung, eine fünfte Gottheit unser Dasein bestimmt. Auch die Freundschaft ist für Agamben eine grundlegende Erfahrung. Sie ist, wie sich im Rückgang auf Aristoteles zeigt, keine Beziehung zwischen zwei Individuen, sondern schafft den politischen Raum des Zusammenlebens, der jeder Identität, jeder teilbaren Erfahrung vorausgeht.
Neben seinen großen Büchern hat der international bekannte Philosoph Giorgio Agamben kleinere Texte und Essays verfasst, die ebenso nachhaltig die jeweiligen Diskussionen beflügelt haben. Die wichtigsten aus den letzten 20 Jahren hat er in einem Buch versammelt, das nun zum ersten Mail vollständig auf Deutsch vorliegt. Darin begegnen uns alle Motive seines Denkens in überraschender, neuer Form: Ob es sich um die Auseinandersetzung mit Walter Benjamin, Aby Warburg, Max Kommerell oder Martin Heidegger handelt oder um Themen wie Ursprung und Vergessen, Bildlichkeit, Immanenz und Faktizität, immer gelingt es Agamben, seinem Gegenstand ungewöhnliche und überraschende Einsichten abzugewinnen – ein Meister auch der kleinen Form.
Stanzen
Wort und Phantasma in der abendländischen Kultur
Narziss und Pygmalion, Sphinx und Labyrinth, die Kunst des Emblems, die Karikatur und die phantastischen Auswüchse in Kunst, Literatur und Architektur des 19. Jahrhunderts sind die Themen dieses frühen Werks von Giorgio Agamben. Immer wieder umkreist der Text das Verhältnis zwischen dem realen Ding und dessen Darstellung, wie es sich in der Tradition des Abendlandes in Sprache und Kunst gestaltet. Die Sprache ist zum einen der Ort, an dem Phantasmen (re-)produziert und gelagert werden, zum anderen bleibt stets ein unüberbrückbarer Riss bestehen zwischen dem Objekt der Begierde und dem Versuch, es in Besitz zu nehmen. Für den unmöglichen Ort einer Inbesitznahme und zugleich den Rückzugsort des Dings steht die »stanza«: der Kern der Kunst und Poesie. Agambens Lektüre medizinischer Liebeslehren und der mittelalterlichen Liebesdichtung ist nicht weniger faszinierend als seine Lesart der Melancholie von Dürer bis Freud, seine Analyse des Kunstwerks im Zeitalter der Warenherrschaft und seine Untersuchungen des Emblematischen vom 16. Jahrhundert bis zur Semiologie.
Self-Portrait in the Studio
- 220 Seiten
- 8 Lesestunden
Through a unique approach, the book offers an autobiographical insight into the life of philosopher Giorgio Agamben, revealing his identity through the influences of notable figures like Martin Heidegger and Walter Benjamin. Instead of a traditional narrative, it intertwines images, photographs, and objects from his creative spaces, creating a self-portrait that reflects his encounters and passions. This blend of visual and textual elements forms a distinctive auto-heterography, showcasing how others have shaped his thought and writing.
Pinocchio - The Adventures of a Puppet, Doubly Commented Upon and Triply Illustrated
- 212 Seiten
- 8 Lesestunden
A richly illustrated analysis from one of Europe's greatest living philosophers. In Pinocchio, Giorgio Agamben turns his keen philosopher's eye on the famous nineteenth-century novel by Carlo Collodi. To Agamben, Pinocchio's adventures are a kind of initiation into life itself. Like us, the mischievous puppet is caught between two worlds. He is faced with the alternatives of submitting to authority or of carrying on, stubbornly indulging his way of being. From Agamben's virtuoso interpretation of this classic story, we learn that we can harbor the mystery of existence only if we are not aware of it, only if we manage to cohabit with an area of non-knowledge, immemorial and very near. Richly illustrated with images from three early editions of Collodi's novel, this new volume will delight enthusiasts of both literature and philosophy.
The Sacrament of Language
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Exploring the oath's pivotal role in political and religious history, this book delves into its strategic significance at the crossroads of law, religion, and politics. Agamben conducts an archaeological analysis of Greek and Roman texts, revealing the oath as a foundational event in human development. He argues that the oath serves as both a 'sacrament of power' and a 'sacrament of language,' highlighting how humanity's ability to speak intertwines with the commitments made through oaths, shaping individual and collective identity.
Theory and History of Literature - 78: Language and Death
The Place of Negativity
- 136 Seiten
- 5 Lesestunden
A formidable and influential work, Language and Death sheds a highly original light on issues central to Continental philosophy, literary theory, deconstruction, hermeneutics, and speech-act theory. Focusing especially on the incompatible philosophical systems of Hegel and Heidegger within the space of negativity, Giorgio Agamben offers a rigorous reading of numerous philosophical and poetic works to examine how these issues have been traditionally explored. Agamben argues that the human being is not just “speaking” and “mortal” but irreducibly “social” and “ethical.” Giorgio Agamben teaches philosophy at the Collège International de Philosophie in Paris and at the University of Macerata in Italy. He is the author of Means without End (2000), Stanzas (1993), and The Coming Community (1993), all published by the University of Minnesota Press. Karen E. Pinkus is professor of French and Italian at the University of Southern California. Michael Hardt is professor of literature and romance studies at Duke University.
Remnants of Auschwitz
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
In this book the Italian philosopher Giorgio Agamben looks closely at the literature of the survivors of Auschwitz, probing the philosophical and ethical questions raised by their testimony
When the House Burns Down - From the Dialect of Thought
- 86 Seiten
- 4 Lesestunden
Giorgio Agamben tackles our crisis-ridden world in a series of powerful philosophical essays. "Which house is burning?" asks Giorgio Agamben. "The country where you live, or Europe, or the whole world? Perhaps the houses, the cities have already burnt down--who knows how long ago?--in a single immense blaze that we pretended not to see." In this collection of four luminous, lyrical essays, Agamben brings his characteristic combination of philosophical acuity and poetic intensity to bear on a world in crisis. Whether surveying the burning house of our culture in the title essay, the architecture of pure exteriority in "Door and Threshold," the language of prophecy in "Lessons in the Darkness," or the word of the witness in "Testimony and Truth," Agamben's insights throw a revealing light on questions both timeless and topical. Written in dark times over the past year, and rich with the urgency of our moment, the essays in this volume also seek to show how what appears to be an impasse can, with care and attention, become the door leading to a way out.
The Mystery of Evil
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Taking Benedict XVI's abdication as his point of departure, Italian philosopher Giorgio Agamben offers some reflections on the unresolved dialectics of political theology and the continued relevance of eschatological thinking.
State of Exception
- 104 Seiten
- 4 Lesestunden
Two months after the 9/11 attacks, the Bush administration authorized the indefinite detention of noncitizens suspected of terrorism and their trials by military commission, viewing the situation as a state of emergency. In this context, distinguished Italian philosopher Giorgio Agamben explores the concept of "state of exception," a powerful strategy that can transform democracies into totalitarian regimes. This work serves as a sequel to Agamben's Homo Sacer: Sovereign Power and Bare Life and is the first to theorize the state of exception within a historical and philosophical framework. Agamben critiques legal scholars and policymakers in Europe and the U.S. for dismissing the need for such a theory, arguing that what was intended as a temporary measure has become a normative model of governance throughout the twentieth century. He examines the state of exception's history across various national contexts in Western Europe and the U.S., engaging with the ideas of Carl Schmitt, Derrida, Benjamin, and Arendt. Ultimately, Agamben presents original insights on the future of democracy and highlights the complex relationship between law and violence.
One of Italy's most original philosophers aims to connect the problem of pure possibility, potentiality, and power with the problem of political and social ethics in a context where the latter has lost its previous religious, metaphysical, and cultural grounding.
What I Saw, Heard, Learned . . .
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
An engaging collection of late-life reflections and quick thoughts, a book unlike any other Agamben book. What can the senses of an attentive philosopher see, hear, and learn that can, in turn, teach us about living better lives? Perhaps it's less a matter of asking what and more a matter of asking how. These latest reflections from Italy's foremost philosopher form a sort of travelogue that chronicles Giorgio Agamben's profound interior journey. Here, with unprecedented immediacy, Agamben shares his final remarks, late-life observations, and reflections about his life that flashed before his eyes. What did he see in that brief flash? What did he stay faithful to? What remains of all those places, friends, and teachers?
Studiolo
- 130 Seiten
- 5 Lesestunden
"In Renaissance palaces, the studiolo was a small room to which the prince withdrew to meditate or read, surrounded by paintings he particularly loved. This book is a kind of studiolo for its author, Giorgio Agamben, as he turns his philosophical lens on the world of Western art. Studiolo is a fascinating take on a selection of artworks created over millennia; some are easily identifiable, others rarer. Though they were produced over an arc of time stretching from 5000 BCE to the present, only now have they achieved their true legibility. Agamben contends that we must understand that the images bequeathed by the past are really addressed to us, here and now; otherwise, our historical awareness is broken. Notwithstanding the attention to details and the critical precautions that characterize the author's method--they provoke us with a force, even a violence, that we cannot escape. When we understand why Dostoevsky feared losing his faith before Holbein's Body of the Dead Christ, when Chardin's Still Life with Hare is suddenly revealed to our gaze as a crucifixion or Twombly's sculpture shows that beauty must ultimately fall, the artwork is torn from its museological context and restored to its almost prehistoric emergence. These artworks are beautifully reproduced in color throughout Agamben's short but significant addition to his scholarly oeuvre in English translation."--dust jacket
When the House Burns Down
- 72 Seiten
- 3 Lesestunden
Giorgio Agamben tackles our crisis-ridden world in a series of powerful philosophical essays. "Which house is burning?" asks Giorgio Agamben. "The country where you live, or Europe, or the whole world? Perhaps the houses, the cities have already burnt down--who knows how long ago?--in a single immense blaze that we pretended not to see." In this collection of four luminous, lyrical essays, Agamben brings his characteristic combination of philosophical acuity and poetic intensity to bear on a world in crisis. Whether surveying the burning house of our culture in the title essay, the architecture of pure exteriority in "Door and Threshold," the language of prophecy in "Lessons in the Darkness," or the word of the witness in "Testimony and Truth," Agamben's insights throw a revealing light on questions both timeless and topical. Written in dark times over the past year, and rich with the urgency of our moment, the essays in this volume also seek to show how what appears to be an impasse can, with care and attention, become the door leading to a way out.
First Philosophy Last Philosophy
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
What is at stake in that form of inquiry which the Western philosophical tradition has called first philosophy or metaphysics? Is this an abstract, now outmoded branch of philosophy, or does it address a problem that is still of great interest – namely, the unity of Western knowledge? In fact, metaphysics is ‘first’ only in relation to the other two sciences that Aristotle called theoretical: physics and mathematics. It is the strategic sense of this ‘primacy’ that needs to be examined because what is at issue here is nothing less than the relationship of domination or subservience, conflict or harmony, between philosophy and science. The hypothesis of this book is that philosophy’s attempt to use metaphysics as a way of securing its primacy among the sciences has resulted instead in its subservience: philosophy, once handmaiden to theology (ancilla theologiae), has now become more or less consciously handmaiden to the sciences (ancilla scientiarum). So it is all the more urgent to explore the nature and limits of this primacy and subservience, as this book does through an archaeological investigation of metaphysics. This important re-reading of the Western philosophical tradition by a leading thinker will be of interest to students and scholars in philosophy, critical theory and the humanities more generally, and to anyone interested in contemporary philosophy and European thought.
Taste
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Exploring the historical undervaluation of taste as a means of pleasure, Giorgio Agamben delves into its significance in contemporary society. He traces the philosophical roots of aesthetics, challenging the notion that taste is inferior to theoretical knowledge. By examining Western art and aesthetic practices, Agamben offers insights that resonate across various disciplines, appealing to enthusiasts of philosophy, sociology, literary criticism, and art theory. This work invites readers to reconsider the value of taste in understanding culture and experience.
The Signature of All Things
- 124 Seiten
- 5 Lesestunden
The Signature of All Things is Giorgio Agamben's sustained reflection on method. To reflect on method implies for Agamben an archaeological vigilance: a persistent form of thinking in order to expose, examine, and elaborate what is obscure, unanalyzed, even unsaid, in an author's thought. To be archaeologically vigilant, then, is to return to, even invent, a method attuned to a "world supported by a thick weave of resemblances and sympathies, analogies and correspondences." Collecting a wide range of authors and topics in a slim but richly argued volume, Agamben enacts the search to create a science of signatures that exceeds the attempts of semiology and hermeneutics to determine the pure and unmarked signs that signify univocally, neutrally, and eternally. Three conceptual figures organize Agamben's argument and the advent of his new method: the paradigm, the signature, and archaeology. Each chapter is devoted to an investigation of one of these concepts and Agamben carefully constructs its genealogy transhistorically and from an interdisciplinary perspective. And at each moment of the text, Agamben pays tribute to Michel Foucault, whose methods he rethinks and effectively uses to reformulate the logic of the concepts he isolates. The Signature of All Things reveals once again why Agamben is one of the most innovative thinkers writing today.
The Highest Poverty
- 157 Seiten
- 6 Lesestunden
In this book, Agamben investigates monasticism from its beginnings up through the Franciscan movement in an attempt to find a new form-of-life that escapes from the logic of Western politics as put forth in his Homo Sacer series.
The Kingdom and the Garden
- 164 Seiten
- 6 Lesestunden
The garden of earthly delights -- The sin of nature -- Man has never yet been in paradise -- The divine forest -- Paradise and human nature -- The kingdom and the garden.
Hoelderlin's Madness - Chronicle of a Dwelling Life, 1806-1843
- 280 Seiten
- 10 Lesestunden
The book delves into the foundational dichotomies of Western philosophy, specifically the distinctions between essence and existence, and possibility and actuality. It posits that these separations have shaped the Western understanding of reality, enabling advancements in science and technology. By examining how these concepts have influenced human thought and action, the author argues that the ontological framework of the West underpins its historical power, highlighting the intricate relationship between philosophical thought and practical control over reality.
In 2006, Italian photographer Armin Linke was given a commission by the Ministry of Cultural Heritage and Activities, and proposed a photographic mapping of all the institutions now housed in various historical buildings in Rome. The result is a portrait of the Italian State through rarely seen interiors.
Esta obra reúne una amplia selección de ensayos inéditos o dispersos en revistas hoy inhallables. Ordenados en tres secciones distintas -Lenguaje, Historia, Potencia-, los diversos motivos de su pensamiento rondan obstinadamente en torno a un único centro, que el título resume en la fórmula: la potencia el pensamiento. En todos estos textos se revela, de hecho, un experimento en curso en el cual lo que está en juego es, en cada caso, el hombre como ser de potencia, que ninguna tarea histórica y ninguna vocación biológica pueden agotar, y que por eso está irrevocablemente consignado a la felicidad.
Lo que queda de Auschwitz
- 188 Seiten
- 7 Lesestunden
Lo que queda de Auschwitz es la tercera entrega de la serie Homo Sacer que Giorgio Agamben dedica a examinar la tica y la poltica occidentales. En este ltimo libro, el autor se centra en la respuesta tica que se ha dado a la infame sujecin biopoltica que fueron los campos de exterminio nazis. En los dos libros anteriores de Homo Sacer, Agamben defina el campo de cocentracin como el nomos de la tierra, es decir, el espacio biopolitco por antonomasia. En cambio, Lo que queda parte de la constatacin de que los estudios de los procesos, la burocracia y la mecnica que dictaron el Holcausto, no han esclarecido an cmo fue posible que sucediera, debido a la dificultad que comporta imaginar lo inimaginable y entender el testimonio aportado por quienes fueron testigos del exterminio. La reflexin tica sobre el valor de la palabra que nos propone toma como punto de partida la nuda condicin humana en los Lger y defiende, a la luz de la determinacin poltica de la vida, una eticidad que d testimonio de la absoluta separacin impuesta por la ambicin suprema del biopoder moderno: producir en un cuerpo humano la separacin absoluta entre el viviente y el hablante, de la Zo y el Bios, del no-hombre y del hombre: la supervivencia.
Pinokio. Przygody pajacyka podwójnie skomentowane i potrójnie zilustrowane
- 256 Seiten
- 9 Lesestunden
Ostatnia strona książki zawiera zagadkę, nad którą powinniśmy się zastanowić. Pajacyk nie przemienił się w gruncie rzeczy w chłopca, lecz stoi – wcale nie ukryty, przeciwnie, dobrze widoczny – oparty o krzesło, a nowy chłopiec może mu się przyglądać do woli, twierdząc, że jest „śmieszny”. Obie natury – marionetkowa i ludzka, które tyle razy krzyżowały się w książce – pozostają rozdzielone, obie obecne w bliżej nieokreślonym „pokoju obok”, który, jeśli się dobrze przyjrzeć, jest warsztatem Geppetta, idealnie odpowiadającym „pokoikowi na parterze”, gdzie nastąpiło stworzenie Pinokia. Być może również chłopca – skoro ciało pajacyka pozostało nadal nietknięte – stworzył demiurg Geppetto. Emanuele Dattilo zauważył w związku z tym, że „tam, gdzie spodziewalibyśmy się metamorfozy, kolejnej przemiany pajacyka w dziecko […] mamy do czynienia z rozdziałem, separacją natur, i kawałek drewna śpi naprzeciwko dziecka, które obserwuje go z upodobaniem”. Cała niepojęta historia Pinokia ginie w egzegetycznym świetle owego niestrudzonego rozdzielania obu natur. Manganelli, który uważa wprawdzie, że Pinokio naprawdę umarł, odnotowuje je na swój sposób: „Pozostaje owa martwa i cudowna relikwia, nowe i żywe będzie musiało współistnieć ze starym i martwym. Ten metr drewna nadal będzie rzucać mu wyzwanie”.
Begeistert hat Hans-Jürgen Schings (FAZ) die „glanzvoll ausgreifende Studie ‚Bartleby oder die Kontingenz’, in der der brillante Denker solcher Anfänge“ das berühmte "I would prefer not to" als Geste einer zweiten Schöpfung und einer neuen Kreatur beschreibe. Auch den Übersetzern gebühre hohes Lob, da sie die „federnde Arbeit des Begriffs“ nicht verfälscht hätten
Prostředky bez účelu
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
Kniha významného italského filosofa je souborem několika esejí originálním způsobem se zamýšlejících nad stavem současného politického života a radikální kritikou vyprázdněných kategorií současné politiky. Autor ve svém úvodním Upozornění zdůvodňuje, proč se politika dostává do podřízeného postavení vůči náboženství, ekonomice a právu tím, že když si přestávala být vědoma svého ontologického zařazení, přestala se vyrovnávat se změnami, které postupně vyprázdnily její kategorie a pojmy. Na stránkách esejí jsou původně politická paradigmata sledována v rámci zkušeností a jevů, které obvykle nejsou pokládány za politické...
L'aperto. L'uomo e l'animale
- 99 Seiten
- 4 Lesestunden
«Il conflitto politico decisivo, che governa ogni altro conflitto è, nella nostra cultura, quello fra l’animalità e l’umanità dell’uomo», così che «chiedersi in che modo – nell’uomo – l’uomo è stato separato dal nonuomo e l’animale dall’umano, è più urgente che prendere posizione sulle grandi questioni, sui cosiddetti valori e diritti umani». Un’urgenza che è sempre apparsa tale, almeno da quando la metafisica aristotelica definì il principio del vivente, ma che si manifesta con una crucialità nuova, indifferibile, proprio oggi, nel momento in cui è necessario mettere fuori gioco la potente «macchina antropologica» che nella tradizione occidentale ha articolato per secoli, con diversi dispositivi congiuntivi, il corpo e l’anima, la vita animale e il logos, il naturale e il soprannaturale, la tenebra e la luce. Sulla scorta di Heidegger, Agamben continua, da un altro punto di vista, la riflessione condotta nei libri precedenti intorno al concetto di vita, e si interroga sulla soglia critica che produce l’umano, che distingue e insieme approssima umanità e animalità dell’uomo, decidendo «ogni volta e in ogni individuo dell’umano e dell’animale, della natura e della storia, della vita e della morte».
Qu'est-ce que le contemporain ?
- 64 Seiten
- 3 Lesestunden
Cette étude, fondée sur des écrits de philosophes, de poètes, de scientifiques, offre des pistes de réflexion concernant la question que pose le présent.
Mes poèmes ne changeront pas le monde - Edition bilingue français-italien
- 490 Seiten
- 18 Lesestunden
Traduit de l’italien par Danièle Faugeras et Pascale Janot Préface de Giorgio Agamben Cette édition rassemble trois recueils, "Mes poèmes ne changeront pas le monde" (Le mie posie non cambrieranno il mondo, 1974, dédié à Elsa Morante), "Le Ciel" (Il Cielo, 1981) et "Le moi singulier qui n’est qu’à moi" (L’io singolare proprio mio, 2006). Des recueils composés de très courts poèmes : des saynètes où la simplicité de l’écriture, où la futilité des thèmes ne sont qu’apparentes. Où l’expression subtile de sentiments, de sensations opposent une réalité toujours trop étroite à l’aspiration au grandiose. Dans cette écriture intime, autobiographique, le lyrisme côtoie l’humour et la dérision. Dans une condensation qui rappelle l’art de l’aphorisme, les poèmes de Patrizia Cavalli « font mouche » : quelques mots, quelques lignes suffisent à faire surgir une vision du monde très singulière.
Einaudi Paperbacks - 240: Stanze
La parola e il fantasma nella cultura occidentale
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden

































