Fünfundfünfzigjährig und im Exil erinnert sich Kisch seiner journalistischen Anfänge in Prag. Er erzählt von seinen ersten, den Geisterglauben verdammenden Artikeln - verfaßt unter dem Stehpult im Tuchladen des Vaters -, davon, wie er zu seinem zweiten Vornamen kam, oder von den Umständen, unter denen so manche berühmt gewordene Reportage, wie die über den Selbstmord des Oberst Redl, entstand. Seine "Autobiographie" - Lebensgeschichte als Pressegeschichte - ist eine Sammlung aufsehenerregender Kriminalfälle, politischer Skandale und Affären, menschlicher Irrungen und grotesker Begebenheiten. Wie in jeder Lebenserinnerung mischen sich auch hier Dichtung und Wahrheit. Und wie er es mit der Wahrhiet in der Reportage hielt und mit der Phantasie, darüber meditiert Kisch an einschlägigen glänzenden Beispielen.
Egon Erwin Kisch Bücher
Egon Erwin Kisch, der sich selbst als 'Der Rasende Reporter' bezeichnete, war ein Pionier der literarischen Reportage. Sein Werk zeichnet sich durch unermüdliche Reisen um die Welt und die Produktion zahlloser Artikel aus, die die Welt mit bemerkenswerter Geschwindigkeit und Tiefe einfingen. Kisch wurde für seine scharfen Beobachtungen und seinen unerschütterlichen Widerstand gegen das NS-Regime berühmt und etablierte sich als bedeutende literarische Persönlichkeit.







Ein Tagebuch, das ein später weltberühmter Reporter als Soldat der österreichisch-ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg größtenteils an der Südfront in Serbien führte. Es dokumentiert die vielfältigsten Ereignisse und Erfahrungen, die das Frontleben und das Leiden mit sich brachten. Obwohl er nicht daran dachte, schuf er damit ein einzigartiges Dokument und einen leidenschaftlichen Aufruf gegen den Krieg und seine Urheber.
Aus dem Café Größenwahn
Berliner Reportagen
Kischs Miniaturen über das Berlin der 1920er Jahre haben die Genauigkeit des Blicks von außen: Wie sieht es aus in einer Stadt, die erst wenige Jahrzehnte zuvor »Reichshauptstadt« wurde, nach einem verlorenen Krieg, der Flucht des Kaisers, in einer ungewohnten Republik? Und wie leben die Leute in dieser Riesenstadt, in die der Fortschritt verspätet und mit geradezu brutaler Gewalt einbricht: mit dem Elektrizitätswerk Rummelsburg, der Inflation, den Weltverbesserungsideen der Literaten im Café Größenwahn, der Polizei und ihrer Beute, mit Glühbirne und Grammophon. Aber der Reporter aus Prag vergisst auch nicht seine Landsleute in Rixdorf, dem »Böhmischen Dorf«, er geht ebenso in die Schlachterläden wie zum Sechstagerennen, in spiritistische Sitzungen und zu Heiratsvermittlungen – immer mit Notizheft und offenen Ohren.
Die schönsten Geschichten und Reportagen
- 309 Seiten
- 11 Lesestunden
Mit dem „Rasenden Reporter“ unterwegs Egon Erwin Kisch war nicht nur ein kluger und aufmerksamer Beobachter, sondern auch ein meisterlicher Erzähler, der in seinen Geschichten die Welt eingefangen hat. Der Band lädt ein, den berühmten Reporter in seinen schönsten Geschichten neu zu entdecken. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Ilija Trojanow
Bevor er zum Chronisten der Weimarer Republik wurde, schrieb Egon Erwin Kisch mehrere Jahre lang für die Zeitung Bohemia – und kaum jemand kannte die Prager Gassen und Nächte so gut wie er. Mit dem Blick des Eingeweihten, der dem Neuling etwas erzählt, beschreibt er Szenen aus Spelunken rund um den Hradschin, in denen sich häufige Gäste der Polizei tummeln und die k. u. k- Soldaten kurz vor dem Ersten Weltkrieg ein Spottlied auf die Disziplin des Kanoniers Jaburek anstimmen. Den Jahrhundertspion Oberst Redl beobachtet Kisch bei der angeblichen Zahnbehandlung, und er erklärt, unter welchem Namen sich Lenin in Prag versteckte. Doch zur Nachtseite der Stadt und seiner Bewohner gehören auch Reportagen über das Asyl für Obdachlose, historische und neue Kriminalfälle sowie die Razzien, denen selbst Kisch nicht entgeht – hier zeigt sich der politisch engagierte Journalist. Die traurig- schönsten Streifzüge aber widmet Kisch denjenigen, die an den Rändern seiner Heimatstadt allzu leicht aus dem Blick geraten und sich jeden Tag aufs Neue mit Chuzpe und guten Verbindungen über Wasser halten – und sei ’s nur, indem sie sich mit kleinen Tricks den Brückenkreuzer sparen.
»Schreib mich auf!« Das muss Amerika zu Egon Erwin Kisch gesagt haben. Denn in vier meisterhaften Reportagen, seinen, wie der jüngste Kisch-Biograf Christian Buckard meinte, besten überhaupt, die er in den 1930er-Jahren verfasste, beschreibt er die USA in vielen Facetten – neugierig, klug, mit enormer Lebendigkeit. Als Leichtmatrose nach Kalifornien ist ein praller Abenteuerbericht, wie ihn nur Kisch schreiben konnte. Für die Fahrt von New York nach Los Angeles heuerte er 1929 an – als Matrose auf einem Frachtschiff. Er ist 44. Lange vor Günter Wallraff wechselt er, der »rasende Reporter«, die Identität und sieht und erlebt von unten – zum Aufschreiben hat er erst danach Zeit – die Vereinigten Staaten von Amerika, gezeichnet von der Weltwirtschaftskrise, durchgeschüttelt von Armut, Ausbeutung und Rassismus. Mittendrin war er und schilderte dies hochlebendig, überwältigend plastisch und durchwegs mitfühlend. Das »Weltwunder« (Kisch) Panama-Kanal erlebte er staunend aus unmittelbarer Nähe. Ebenso nahe kam er Charlie Chaplin in Hollywood, dank des weltbekannten sozialkritischen Romanciers Upton Sinclair. Kaum ein Zeitgenosse des Filmkomikers schilderte diesen so wortmächtig und sensibel.
** Für kurze Zeit zum Einführungspreis ** Egon Erwin Kisch: Schreib das auf, Kisch! | Neuerscheinung 2019 Egon Erwin Kischs Kriegstagebuch ist so eindrucksvoll, weil es nicht retrospektiv entstanden ist, sondern mitten im Kriegsgeschehen. Geschrieben in den Schützengräben, die Stiefel in Schlamm und Dreck, während noch die Granaten niedergehen. Oder nachts, mit klammen Fingern, während sich die Kameraden in unruhigem Halbschlaf wälzen. So entstand eines der beeindruckendsten Dokumente des Ersten Weltkriegs. – Das Tagebuch erschien 1922 unter dem Titel ›Als Soldat im Prager Korps‹. Seit 1929 ist es unter dem geänderten Titel ›Schreib das auf, Kisch!‹ bekannt. Über den Autor: Egon Erwin Kisch (1885–1948) war ein deutschsprachiger tschechischer Schriftsteller und Journalist. Er gilt als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus und man sieht ihn als Begründer der literarischen Reportage im deutschsprachigen Raum. Kischs erster großer Reportageband erschien im Jahr 1925 unter dem Titel ›Der rasende Reporter‹ – ein Buchtitel, der bald mit der Person verschmolz. eClassica – Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.
Egon Erwin Kisch: Der Mädchenhirt. Roman Erstdruck: Berlin, Erich Reiss, 1914. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2020. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Vincent van Gogh, Das Bordell, 1888. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Entdeckungen in Mexiko
- 334 Seiten
- 12 Lesestunden
Fassung in aktueller Rechtschreibung Lesen Sie hier 48 seiner gelungensten Reportagen und Essays aus Mexiko.Kisch, der 1939 nach Mexiko ins Exil floh, berichtet anschaulich und unterhaltsam, wie nur er es konnte, über Land und Leute. Seiner Zeit und seinen persönlichen Erfahrungen geschuldet, hat er dabei immer ein Auge auf die Ausgebeuteten und Verlorenen, derer es auch in Mexiko nicht mangelt.Er schreibt über Entwicklungen im Gesundheitswesen genauso wie über Reformen in der Landwirtschaft, aber auch über Vulkane, Kakteen und Erdbeben. Kurz: Der "rasende Reporter" ist wieder einmal in seinem Element."Reportage ist eine sehr ernste, sehr schwierige, ungemein anstrengende Arbeit, die einen ganzen Kerl erfordert. Kisch ist so einer." [Kurt Tucholsky] Mit 107 Fußnoten Null Papier Verlag
Zwischen Bettlern und Bohème
- 144 Seiten
- 6 Lesestunden
Egon Erwin Kisch (1885–1948) ist als »rasender Reporter« und Schriftsteller bis heute eine Legende. Über 30 Texte mit seinen Beobachtungen und Erlebnissen vor allem aus dem Berlin der Jahre 1921 bis 1933 sind für diesen Band ausgewählt worden. So begleitet er eine Polizeistreife, besucht Cafés und Tanzdielen, wundert sich über modische Eskapaden, geht ins Theater, zum Sechstagerennen, hört einen Boxkampf im Radio, streift durch Alteisenlager oder wirft einen Blick ins städtische Leichenschauhaus.
Aus Prager Gassen und Nächten
- 199 Seiten
- 7 Lesestunden
LARGE PRINT EDITION. Großdruck für einfacheres Lesen. Eine Large Print Edition enthält den Text in einem viel größeren Format als eine typische Buchausgabe. Der größte Unterschied ist die Größe der Schrift, die viel größer ist als bei einem normalen Druck. Dieser größere Text erleichtert das Lesen, vor allem für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft. Die Lesbarkeit wird erhöht und die Augen werden geschont. NEW BOOK. NEW READING. NEW JOY.
Reportagen von der Seefahrt, 1914-1924
- 98 Seiten
- 4 Lesestunden
Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso
Egon Erwin Kisch war "der rasende Reporter" und eine der schillernden Figuren im literarischen Betrieb der Weimarer Republik. In zahlreichen Reiseberichten porträtierte er die großen Veränderungen seiner Zeit mit einem bis dato unerreichten Gespür für das Unscheinbare und Außergewöhnliche. Als Berichterstatter aus dem Spanischen Bürgerkrieg veröffentlichte Kisch 1938 die Geschichte des jungen Tiroler Kleinbauern Max Bair, der seinen verschuldeten Hof aufgegeben hatte, um gemeinsam mit drei Freunden als Freiwilliger in den Krieg zu ziehen. Mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen der illustrierten Erstausgabe der "Drei Kühe" liegt nun erstmals eine authentische Neuauflage vor. In einem umfangreichen Nachwort liefert der Herausgeber ergänzende Hintergrundinformationen und verweist auf zahlreiche literarische Parallelen zu bedeutenden Themen und Werken der damaligen Zeit. Im Umfeld der klassischen Provinzliteratur nehmen die „Drei Kühe“ eine Sonderstellung ein, nicht zuletzt aufgrund ihrer langen publizistischen Odyssee. Auf kommunistischen Pfaden gelangte der Text von Madrid über Moskau und London in zahlreiche osteuropäische Länder, bis er 1980 erstmals in einer Tiroler Kalenderschrift veröffentlicht wurde.
"Paradies Amerika" präsentiert ein facettenreiches Bild der USA aus der Perspektive der Hafenarbeiter, Immigranten, Schwarzen und Siedler. Der "rasende Reporter" Egon Erwin Kisch führt uns durch die Docks und Gefängnisse von New York, die Terminbörse und Schlachthöfe von Chicago, die Ford-Werke in Detroit und das Kapitol in Washington. Wir erleben den Wahlkampf zwischen Herbert Hoover und Al Smith, eine Fahrt durch den Panama Kanal, den Goldrausch von San Francisco, Starlets auf dem Hollywood Boulevard und treffen Persönlichkeiten wie Upton Sinclair und Charlie Chaplin. Kischs detailreiche und oft humorvolle Schilderungen zeigen ein Amerika, das nur wenige Monate vor der Großen Depression steht und viele Parallelen zur heutigen Gesellschaft aufweist. Egon Erwin Kisch, 1885 in Prag geboren, sah sich als Schriftsteller und Weltbürger. Nach seiner Militärzeit in Wien wurde er Kommunist und begann 1913 seine journalistische Karriere in Prag. Im Ersten Weltkrieg wurde er schwer verwundet und arbeitete danach in Berlin für die Rote Fahne. Kisch reiste viel, unter anderem nach Griechenland, Italien, Russland, China und in die USA. Nach der Machtergreifung der Nazis emigrierte er nach Australien, Paris, New York und schließlich Mexiko. Nach dem Krieg kehrte er nach Prag zurück, wo er 1948 starb. Er veröffentlichte über 30 Bücher.
Geschichten aus sieben Ghettos
- 203 Seiten
- 8 Lesestunden
Egon Erwin Kisch erzählt Geschichten: skurrile und tragische, von Außenseitern und Hochstaplern, Sonderlingen und listigen Schelmen. Er ist bei dem Thema, das ihn von Jugend an begleitet: jüdische Geschichte und jüdisches Leben. Die Bilder des Prager Ghettos vor Augen und die Geschichten seiner Eltern und Verwandten im Ohr, berichtet Kisch über jüdische Schicksale in verschiedenen Ländern und Epochen: von Amsterdam bis Paris, vom Dreißigjährigen Krieg bis zur jüngsten Vergangenheit.
German
Der "Erfinder" des modernen Journalismus. Der Titel dieser Reportagensammlung blieb ihm als Beiname erhalten: Kisch, der rasende Reporter, der durch Länder und Zeiten hetzt, wagemutig, verwegen, besessen. Anfang der zwanziger Jahre durchstreifte er die großen Städte Europas von Prag bis London, spürte die Faszination des Alltäglichen auf, die Vielgestaltigkeit modernen Lebens. Ein Epochenbild im rasanten Wirbel von Ort und Zeit.
Der Fall des Generalstabschefs Redl
- 86 Seiten
- 4 Lesestunden
"Der Fall des Generalstabschefs Redl" von Egon Erwin Kisch. Veröffentlicht von Good Press. Good Press ist Herausgeber einer breiten Büchervielfalt mit Titeln jeden Genres. Von bekannten Klassikern, Belletristik und Sachbüchern bis hin zu in Vergessenheit geratenen bzw. noch unentdeckten Werken der grenzüberschreitenden Literatur, bringen wir Bücher heraus, die man gelesen haben muss. Jede eBook-Ausgabe von Good Press wurde sorgfältig bearbeitet und formatiert, um das Leseerlebnis für alle eReader und Geräte zu verbessern. Unser Ziel ist es, benutzerfreundliche eBooks auf den Markt zu bringen, die für jeden in hochwertigem digitalem Format zugänglich sind.
Der freche Franz. Vom Blütenzweig der Jugend. Nachgelassenes und Verstrutes
- 508 Seiten
- 18 Lesestunden
Der Mädchenhirt : Ein Roman
- 175 Seiten
- 7 Lesestunden
Die Reihe präsentiert bedeutende Werke der Weltliteratur in einer modernen Rechtschreibung, die den Duden-Richtlinien entspricht. Klara Neuhaus-Richter sorgt dafür, dass klassische Texte zugänglich und leserfreundlich bleiben, ohne ihren ursprünglichen Wert zu verlieren. Diese Ausgabe richtet sich an Leser, die sich für Literatur interessieren und gleichzeitig die Vorteile einer zeitgemäßen Schreibweise nutzen möchten.
Klassischer Journalismus
- 684 Seiten
- 24 Lesestunden
Kriminalistisches Reisebuch
- 109 Seiten
- 4 Lesestunden
Briefe an Jarmila
- 303 Seiten
- 11 Lesestunden
Wagnisse in aller Welt
- 207 Seiten
- 8 Lesestunden
Egon Erwin Kisch: Wagnisse in aller Welt | Neuerscheinung 2019, mit aktualisierter Rechtschreibung, voll verlinkt, mit Fußnoten ›Wagnisse in aller Welt‹ – ein weiterer spannender Reportage-Band von Egon Erwin Kisch – erschien zwei Jahre nach dem berühmten ›Rasenden Reporter‹. Die Reise führt ihn diesmal nach Nordafrika: Ganz zufällig, so erzählt Kisch, sei er von einem wildfremden Kaffeehausgast angesprochen und als Komparse für den Ufa-Film ›Die Frauengasse in Algier‹ angeheuert worden. Kisch ließ sich die Chance auf Abenteuer nicht entgehen und nahm die Offerte an. Die Reportagen, die sich daraus ergaben, bündelte er zusammen mit anderen Geschichten aus aller Welt zu dieser wie immer grandiosen Reportage-Sammlung. Über den Autor: Egon Erwin Kisch (1885–1948) war ein deutschsprachiger tschechischer Schriftsteller und Journalist. Er gilt als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus und man sieht ihn als Begründer der literarischen Reportage im deutschsprachigen Raum. Kischs erster großer Reportage-Band erschien im Jahr 1925 unter dem Titel ›Der rasende Reporter‹ – ein Buchtitel, der bald mit der Person verschmolz. ---- eClassica – Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.
Läuse auf dem Markt
- 624 Seiten
- 22 Lesestunden
Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.Der Kauf dieser Kindle-Edition beinhaltet die kostenlose, drahtlose Lieferung auf Ihren Kindle oder Ihre Kindle-Apps.
Prager Kinder
- 130 Seiten
- 5 Lesestunden
Reportagen. Mit einem Nachwort Dieter Schlenstedt
Hetzjagd durch die Zeit
- 169 Seiten
- 6 Lesestunden
** Für kurze Zeit zum Einführungspreis **Egon Erwin Hetzjagd durch die Zeit | Neuerscheinung 2019Egon Erwin Kischs Reportageband ›Hetzjagd durch die Zeit‹ ist die Fortsetzung der weltberühmten Reportage-Sammlung ›Der rasende Reporter‹ und erschien 1926 in Berlin, wo Kisch in der Hochphase seines Schaffens lebte. Wie zuvor schon geht Kisch auch hier vielen Themen am Rande der Gesellschaft nach, beschreibt das Leben ausgebeuteter Arbeiter, genauso wie die Schicksale gescheiterter Existenzen, die zu Kriminellen oder Zuhältern werden – oder alleinerziehender Mütter, die sich mit ihren Kindern nur mit Mühe durchs Lebens schleppen. Die Bandbreite der Themen – bis heute kaum von einem anderen Journalisten je erreicht – macht einen großen Teil der Faszination dieser Texte aus.Über den Egon Erwin Kisch (1885–1948) war ein deutschsprachiger tschechischer Schriftsteller und Journalist. Er gilt als einer der bedeutendsten Reporter in der Geschichte des Journalismus und man sieht ihn als Begründer der literarischen Reportage im deutschsprachigen Raum. Kischs erster großer Reportage-Band erschien im Jahr 1925 unter dem Titel ›Der rasende Reporter‹ – ein Buchtitel, der bald mit der Person verschmolz.----eClassica – Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.









































































