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Jacques Rancière

    10. Juni 1940

    Jacques Rancière ist ein französischer Philosoph, dessen Werk grundlegende Konzepte des politischen Diskurses erforscht und Ideologie sowie die Beziehung zwischen Massen und Wissen hinterfragt. Er brach bekanntlich mit seinem Mentor, um zu untersuchen, wie wir die Entrechteten wahrnehmen und wie Denker mit denen außerhalb intellektueller Kreise interagieren. Seine späteren Schriften befassen sich mit Menschenrechten, insbesondere mit der Autorität internationaler Gremien bei der Festlegung von Interventionen und Konflikten, und seine ästhetischen Theorien haben die bildende Kunst maßgeblich beeinflusst.

    Jacques Rancière
    Der unwissende Lehrmeister
    Das Unbehagen in der Ästhetik
    Das Unvernehmen
    Edition Suhrkamp: Demokratie?
    Zeit der Landschaft
    Die Aufteilung des Sinnlichen
    • Zeit der Landschaft

      Die Anfänge der ästhetischen Revolution

      • 152 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Im Jahre 1790 erhob Immanuel Kant die Gartenkunst in den Rang der schönen Künste. Im selben Jahr erblickte William Wordsworth in der französischen Landschaft die Zeichen der künftigen Freiheit und Gleichheit des Menschen, während Edmund Burke den Revolutionären vorwarf, sie zwängen der Gesellschaft die steife, autoritäre Ordnung der französischen Gärten auf. Jacques Rancière zeigt uns, dass die Landschaft mehr ist als ein beeindruckendes Schauspiel für das Auge oder die Seele. Er geht den ästhetischen Debatten und Kontroversen nach, die im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einer radikalen Veränderung Kunstbegriffs und der Kriterien des Schönen geführt haben. Dabei wird deutlich, dass diese Revolution nicht nur die Normen der Kunst und der Gesellschaft betrifft, sondern auch die Formen der sinnlichen Erfahrung selbst

      Zeit der Landschaft
      4,0
    • Edition Suhrkamp: Demokratie?

      Eine Debatte

      • 137 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Zu Beginn des dritten Jahrtausends ist die Situation der Demokratie paradox: Einerseits sind mehr Staaten denn jemals zuvor demokratisch verfaßt, andererseits nehmen die Krisensymptome in den Staaten, die einstmals so etwas wie eine demokratische Avantgarde bildeten, zu: Die Wahlbeteiligung sinkt, schillernde Persönlichkeiten wie Silvio Berlusconi oder Nicolas Sarkozy gewinnen an Bedeutung, Wahlkämpfe geraten zu schalen Marketingkampagnen. Colin Crouch hat all diese Trends in dem Band „Postdemokratie“ präzise auf den Punkt gebracht. In diesem Band setzen sich nun acht herausragende politische Denkerinnen und Denker mit dem Zustand und den Perspektiven der am wenigsten schlechten aller Regierungsformen (Winston Churchill) auseinander, die tageszeitung sprach von einem »Who's who der internationalen linken Theorie«. Der Diskussionsband enthält Beiträge von Giorgio Agamben, Alain Badiou, Daniel Bensaïd, Wendy Brown, Jean-Luc Nancy, Jacques Rancière, Kristin Ross und Slavoj Žižek.

      Edition Suhrkamp: Demokratie?
      3,9
    • Das Unvernehmen

      Politik und Philosophie

      • 148 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Jacques Rancières Das Unvernehmen war ein Paukenschlag in der philosophischen Landschaft Frankreichs. Bei seinem Erscheinen wurde es gleich als Manifest und Neubestimmung der politischen Philosophie wahrgenommen. Rancières Resituierung einer kritischen Gesellschaftstheorie setzt mit einer Kritik der Theorie der Politik bei Platon und Aristoteles ein, um dann als zentrales Moment der politischen Philosophie das Unvernehmen herauszuarbeiten: »Was aus der Politik einen skandalösen Gegenstand macht, das ist, daß die Politik eben die Aktivität ist, die als Rationalität selbst die Rationalität des Unvernehmens hat.« Rancière unternimmt den Versuch, die Rückkehr der politischen Philosophie im Feld der politischen Praxis und somit als Praxis zu denken.

      Das Unvernehmen
      4,0
    • Das Unbehagen in der Ästhetik

      • 157 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Damit es Kunst gibt, genügt es nicht, dass es Maler oder Musiker, Tänzer oder Schauspieler gibt. Damit es ästhetisches Empfinden gibt, genügt es nicht, dass wir Vergnügen daran finden, sie zu sehen oder zu hören. Damit es Kunst gibt, braucht es einen Blick und ein Denken, die sie identifizieren. Ästhetik ist der Name eines spezifischen Regimes der Identifizierung von Kunst.

      Das Unbehagen in der Ästhetik
      4,1
    • Der unwissende Lehrmeister

      Fünf Lektionen über die intellektuelle Emanzipation

      • 168 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Der Lehrmeister Joseph Jacotot lehrt, was er nicht weiß, und verkündet die frohe Botschaft der intellektuellen Emanzipation: Alle Menschen sind gleich intelligent. Jacques Rancière zeichnet die Philosophie der intellektuellen Emanzipation nach und präsentiert sie unserer pädagogisierten und von Ungleichheit geprägten Gesellschaft.1818 begann Joseph Jacotot, ein exilierter Revolutionär und Lektor für französische Literatur an der Universität Löwen, Panik im gelehrten Europa zu verbreiten: Nicht damit zufrieden, flämischen Studenten ohne eine einzige Lektion Französisch beigebracht zu haben, lehrte er, worüber er unwissend war, und proklamierte die Losung der intellektuellen Emanzipation: Alle Menschen sind gleich intelligent. Es handelt hierbei sich nicht um amüsante Pädagogik, sondern um Philosophie und, wenn man will, um Politik. Die Vernunft lebt nur von der Gleichheit. Die soziale Fiktion lebt demgegenüber nur von Rängen und ihrer unaufhörlichen Rechtfertigung. Die große Lektion Jacotots besteht in der Einsicht, dass Bildung wie Freiheit ist: Sie wird nicht verliehen, sondern genommen. Sie wird den Monopolisten der Intelligenz, die auf dem Erklärthron sitzen, entrissen.

      Der unwissende Lehrmeister
      3,9
    • Als „Hass der Demokratie“ bezeichnet Jacques Rancière den Zusammenhang zweier beunruhigender Tendenzen unserer politischen Gegenwart: Während noch vor kurzem ein gemäßigtes Lob der „demokratischen Tugenden“ die offiziellen Diskurse bestimmte, scheint nun der wachsende Zweifel an Individualismus und radikalem Egalitarismus an seine Stelle zu treten. Dieser „Hass auf die Demokratie“ wird begleitet von einem anderen Hass, der von der Demokratie selbst ausgeht – dem „Hass der Demokratie“, der in den bewaffneten Versuchen, Demokratie in andere Länder zu exportieren, wohl seinen prägnantesten Ausdruck findet. Rancière erkennt in beiden Tendenzen aktuelle Formen der Entpolitisierung, die die subversive Kraft der demokratischen Idee aushöhlen. In diesem Buch werden sie zum Anlass, weitere Facetten seiner politischen Theorie zu entfalten, wie er sie in „Das Unvernehmen“ vorgestellt hat.

      Der Hass der Demokratie
      3,6
    • Kunst. Fortschritt. Geschichte

      • 254 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Spätestens 1970 hat die Kunst eine Schwelle erreicht, nach der alles möglich, alles erlaubt zu sein scheint. Durch diese Situation ist kunsttheoretisch insbesondere der Begriff des Fortschritts, und mit ihm: ein ganzes Geschichtsmodell, in die Krise geraten. Die erneuerte Rede vom "Ende der Kunst" zeugt davon ebenso wie die Ablösung der modernen Werkästhetik durch Theorien der ästhetischen Erfahrung. Während sich mithin in der philosophischen Ästhetik eine generelle Skepsis gegenüber der geschichtlichen Platzierung von Werken oder künstlerischen Strategien eingestellt hat, ist eben dies jedoch nach wie vor ein zentrales Anliegen der Kunstkritik. So ist die Feststellung von Neuem für sie ebenso elementar wie dessen normative Auszeichnung: Man kann eben doch nicht alles zu jeder Zeit machen. Und das hat nicht nur einen innerkünstlerischen, sondern immer auch einen gesellschaftlichen und politischen Sinn. Von daher stellt sich die Frage, auf welche Weise heute, mit Blick auf die Entgrenzungstendenzen in der Kunst der letzten vierzig Jahre, - doch oder immer noch - von künstlerischem Fortschritt gesprochen werden kann und welche Konsequenzen dies für den Begriff von Kunst hat. Die Beiträge des Bandes diskutieren diese Frage für Bildende Kunst, Film, Musik, Literatur und Theater.

      Kunst. Fortschritt. Geschichte
    • Unsere Zeit huldigt wieder einem Kult der Bilder, wo das Bild Darstellung und sinnliche Gegenwart (des Anderen, des fleischgewordenen Wortes) ist. Wenn jedwedes Motiv ästhetische Würde hat, Formen des Höheren und Niedrigen ununterscheidbar vermischt werden und keine Übereinkunft des Sichtbaren mit einer Ordnung besteht, gilt es, die Heterogenität der Bilder aufrechtzuerhalten. Die Bilder werden zu Vorgängen, die die Zusammenhänge in der Welt des Sehens, Sprechens und Denkens neu verteilen: ob ein Still aus einem Godard-Film, die Frage nach der Darstellbarkeit der Shoah, Installationen zeitgenössischer Kunst, ein philosophischer Diskurs oder das Industriedesign.

      Politik der Bilder
    • In welchen Zeiten leben wir?

      Ein Gespräch mit Éric Hazan

      • 80 Seiten
      • 3 Lesestunden

      In diesem Buch beantwortet Jacques Rancière Fragen zur politischen Gegenwart im Gespräch mit Éric Hazan. Er thematisiert Demokratie, Repräsentation und revolutionäre Bewegungen, während er die Bedeutung der aktuellen Zeit reflektiert. Rancière betont, dass die Politik nur aus Gegenwarten besteht, die neue Möglichkeiten der Emanzipation bieten können.

      In welchen Zeiten leben wir?
    • What Times Are We Living In?

      • 75 Seiten
      • 3 Lesestunden

      A leading radical thinker reflects on the state of contemporary politics--

      What Times Are We Living In?
      4,5
    • Returning politics to its original and necessary meaning: the organization of dissent

      On the Shores of Politics
      4,0
    • Bela Tarr, the Time After

      • 81 Seiten
      • 3 Lesestunden

      From Almanac of Fall (1984) to The Turin Horse (2011), renowned Hungarian filmmaker B la Tarr has followed the collapse of the communist promise. The time after is the time when we are less interested in histories and their successes or failures than we are in the delicate fabric of time from which they are carved.

      Bela Tarr, the Time After
      4,0
    • Aisthesis

      • 304 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Composed in a series of scenes, Aisthesis–Rancière’s definitive statement on the aesthetic–takes its reader from Dresden in 1764 to New York in 1941. Along the way, we view the Belvedere Torso with Winckelmann, accompany Hegel to the museum and Mallarmé to the Folies-Bergère, attend a lecture by Emerson, visit exhibitions in Paris and New York, factories in Berlin, and film sets in Moscow and Hollywood. Rancière uses these sites and events—some famous, others forgotten—to ask what becomes art and what comes of it. He shows how a regime of artistic perception and interpretation was constituted and transformed by erasing the specificities of the different arts, as well as the borders that separated them from ordinary experience. This incisive study provides a history of artistic modernity far removed from the conventional postures of modernism.

      Aisthesis
      4,0
    • Althusser's Lesson

      • 199 Seiten
      • 7 Lesestunden

      The first English translation of Jacques Ranciere's first book, in which he explores and begins to move beyond the thought of his mentor, Louis Althusser.

      Althusser's Lesson
      3,9
    • Aiming to rethink the relation between art and politics, this title seeks to reclaim aesthetics from its contemporary narrow confines to reveal its significance for contemporary experience. It ranges across art and politics, the uses and abuses of modernity, the role of visual technologies, and the relationship between history and fiction.

      The politics of aesthetics : the distribution of the sensible
      4,0
    • The critique of modernist ideology from France's leading radical theorist

      Modern Times
      3,5
    • Cinema, like language, can be said to exist as a system of differences. In his latest book, acclaimed philosopher Jacques Rancière looks at cinematic art in comparison to its corollary forms in literature and theatre. From literature, he argues, cinema takes its narrative conventions, while at the same time effacing literature's images and philosophy; and film rejects theatre, while also fulfilling theatre's dream. Built on these contradictions, the cinema is the real, material space in which one is moved by the spectacle of shadows. Thus, for Rancière, film is the perpetually disappointed dream of a language of images.

      The Intervals of Cinema
      3,8
    • Endlich! Althussers epochales Werk wurde erstmals ins Deutsche übersetzt. Trotz seiner Veröffentlichung vor 50 Jahren blieb es in Deutschland, selbst während der intensiven Marx-Diskussion der 70er Jahre, weitgehend unbeachtet. Die neue Übersetzung kommt zu einem idealen Zeitpunkt und kann der wiederbelebten kritischen Auseinandersetzung mit Marx‘ Werk wichtigen Auftrieb geben. Sie kritisiert das hermeneutische, historistische und irrationalistische Erbe, das immer noch auf der akademischen Philosophie lastet. Nur so kann das kritische Potenzial der Kapital-Lektüre in der aktuellen wissenschaftlichen und politischen Debatte entfaltet werden, während gleichzeitig die deutsche Diskussion für globale Debatten geöffnet und fruchtbar gemacht wird. Zusammen mit Althussers philosophischen Interventionen unter dem Titel Für Marx markiert dieses Werk einen radikalen Neubeginn der Debatte über den Marxismus. Es stellt zentrale Fragen: Was ist der wissenschaftliche Durchbruch, den Marx in seiner „Kritik der politischen Ökonomie“ erreicht hat? Welche Grundlagen liefert dieser Durchbruch für eine Politik gegen die Herrschaft der kapitalistischen Produktionsweisen? Und wie kann kritisches Philosophieren dazu beitragen, dass wissenschaftliche Forschung und revolutionäre Politik sich behaupten? Um diese Fragen zu bearbeiten, bleibt die Lektüre des Kapitals unerlässlich – und dieses Buch unterstützt dabei, die Kapital-Lektüre auf diese Fragen

      Das Kapital lesen
      3,6
    • Uncertain Times

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      The global triumph of democracy was announced thirty years ago, promising an age of consensus in which the dispassionate consideration of objective problems would give birth to a world at peace. Today, these grand hopes have been destroyed, and the era touted as new and exceptional has turned out to be remarkably similar to the old order – but not simply due to the aggression of external forces. Instead, we must look to the nature of consensus itself, which, in the view of leading radical philosopher Jacques Rancière, is revealed as a violent, absolutized capitalist machine whose output is ever more inequality, exclusion and hate. This book delivers a frank and piercing assessment of the globalised capitalist consensus. The invasion of Iraq, the riots on Capitol Hill and the rise of the European far right all provide evidence of the consummation of consensual realism, as does the current state-sanctioned racism which exploits the disenchanted progressive tradition and is led by an intelligentsia that claims to be left-wing. At the same time, Rancière also praises the dynamism of social movements which affirm the power of the assembly of equals and its capacity for worldmaking: autonomous protest collectives have proven themselves capable of opening breaches in the consensual order and challenging the post-1989 system of domination.

      Uncertain Times
    • Neshoda. Politika a filosofie

      • 135 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Ranciére se zde vrací ke kořenům politické filosofie (Platon, Aristoteles, Hobbes), aby demonstroval, jakým způsobem se střetávání politiky a filosofie vždy profilovalo na pozadí ambivalentního vztahu k tomu, co nazývá "díl lidí bez podílu", tedy části společenství, která si v té či oné podobě přisvojuje hlas tohoto společenství jako celku (athénský démos, moderní proletariát). Na základě této analýzy potom rozlišuje tři hlavní typy politiky, totiž arche-politiku, para-politiku a meta-politiku a v závěru knihy formuluje "výhledy", zasazující předchozí rozbory do současného kontextu. Kniha bezesporu patří k nejzásadnějším příspěvkům k post-marxistickému filosofickému i politickému myšlení.

      Neshoda. Politika a filosofie
      5,0
    • Nienawiść do demokracji

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Nienawisc do demokracji Jacquesa Rancierea to bezlitosna krytyka zachodnich elit politycznych ekonomicznych i intelektualnych Autor dowodzi ze sa one najwiekszym zagrozeniem dla demokracji na poczatku XXI stulecia Politycy i wladcy opinii publicznej w Europie i Stanach Zjednoczonych chetnie promuja demokracje w Iraku Iranie czy Afganistanie staja sie jednak jej wrogami u siebie Narzekania na przypadkowe spoleczenstwo ktore wciaz wysuwa nieodpowiedzialne roszczenia i glosuje wbrew wlasnym dobrze pojetym interesom plyna z samych szczytow wladzy w krajach Zachodu Pogardzie dla ludu na euroatlantyckich salonach towarzysza coraz smielsze proby ograniczenia jego suwerennosci Obserwujemy wzrost potegi osrodkow wladzy ekonomicznej oraz transformacje panstwa ktore wyzbywa sie funkcji socjalnych a w ich miejsce rozwija aparaty represji Polityka zmienia sie w zarzadzanie wybory w telewizyjne show bezwolna ludnosc zastepuje aktywny politycznie lud a prawa czlowieka to usprawiedliwienie interwencji zbrojnych zwanych humanitarnymi Wspolczesne demokracje przeksztalcily sie w panstwa prawa oligarchicznego Nadzieje na odrodzenie prawdziwej demokracji Ranciere widzi w walkach pracownikow i mlodziezy przeciw neoliberalnym reformom w imigrantach domagajacych sie rownych praw w rozmaitych mniejszosciach walczacych z dyskryminacja Demokracja jest wszedzie tam gdzie lud przeciwstawia sie odpolitycznieniu i logice nieograniczonej akumulacji kapitalu

      Nienawiść do demokracji
      3,8
    • Las distancias del cine

      • 154 Seiten
      • 6 Lesestunden

      El cine sólo existe acaso bajo la forma de un sistema de distancias entre cosas que llevan el mismo nombre sin ser miembros de un mismo cuerpo. Es el lugar material donde nos conmovemos ante el espectáculo de las sombras. Es también el nombre de un arte constituido como tal por la pasión cinéfila, que borra las fronteras entre el arte y la diversión. Fue, en un tiempo, la utopía de una escritura del movimiento que uniera el trabajo, el arte y la vida colectiva. Aún es, a veces, el sueño siempre desengañado de una lengua de las imágenes. Jacques Rancière estudia algunas formas ejemplares de esas distancias: el cine toma las ficciones de la literatura, borrando sus imágenes y su filosofía. Rechaza el teatro, pero a costa de cumplir su sueño. Regula el paso de la emoción de las historias al puro placer de la actuación o da más peso a los cuerpos para mostrarnos el pensamiento en acción. Expone al mismo tiempo la capacidad política de todos y su propio poder de transformar sus manifestaciones en fuegos de artificio o en formas que se disipan como ondas en la superficie del agua.

      Las distancias del cine
      3,9