Renommierte Autoren aus Wissenschaft und Publizistik stellen in diesem außergewöhnlichen Text-Bildband die über tausendjährige Geschichte der Juden in Deutschland dar. Es wird ebenso über die ersten jüdischen Gemeinden im Mittelalter, die Kreuzzugspogrome und ihre Ausgrenzung zur Minderheit berichtet wie über den langen Weg von der Duldung bis zur Emanzipation. Nach der Gleichstellung der Juden im Kaiserreich und der Entwicklung einer jüdischen Identität in Deutschland kommt es mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten zur Ausgrenzung und schließlich zur Vernichtung von Millionen Menschen in Deutschland und den besetzten Gebieten. Ein Glossar und eine Chronik der Geschichte der Juden in Deutschland vervollständigen diesen mit zahlreichen historischen Dokumenten und Fotografien versehenen Band.
Arno Herzig Bücher






Der Zwang zum wahren Glauben
Rekatholisierung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
- 266 Seiten
- 10 Lesestunden
Die über tausendjährige Geschichte der Juden in Deutschland, die hier zum ersten Mal bis zur Gegenwart dargestellt wird, ist die Geschichte einer Minderheit, deren Rolle weitgehend von der Mehrheitsgesellschaft diktiert wurde. Arno Herzig analysiert die in dieser Situation gegebenen Möglichkeiten und genutzten Chancen. Der Autor findet zu einer eigenen Periodisierung deutsch-jüdischer Geschichte in Phasen der kulturellen und ökonomischen Blüte, der Bedrohung und Verfolgung bis hin zur Vernichtung. Eine eigene historische Periode stellt die Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945 dar. Diese ist geprägt durch die Entstehung neuer Gemeinden, den Generationswechsel in den Führungspositionen und nicht zuletzt durch die veränderte Situation nach der Wiedervereinigung von 1990.
Jüdische Geschichte in Deutschland
Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Arno Herzig stellt in diesem Band die über tausendjährige Geschichte der Juden in Deutschland von den ersten Niederlassungen jüdischer Gemeinden bis zur Gegenwart dar. Der Autor findet zu einer eigenen Periodisierung deutschjüdischer Geschichte in Phasen der kulturellen und ökonomischen Blüte, der Krise und Bedrohung, der Konsolidierung und der Verfolgung bis hin zur Vernichtung. Das letzte Kapitel ist der Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945 gewidmet.
Geschichte Schlesiens
Vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Schlesien liegt im Spannungsfeld unterschiedlicher Kulturen. Im Mittelalter slawisch und deutsch besiedelt, unterstand das Land lange der polnischen, dann der böhmischen Krone, war im Besitz der Habsburger, wurde von Preußen annektiert und ging 1945 an Polen. Arno Herzig beschreibt, wie das von Eichendorff romantisch verklärte Land an der Oder über Jahrhunderte um seine Identität kämpfte und warum Schlesien nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung seit 1989 wieder einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erlebt.
Das Glatzer Land, einst zur Grafschaft erhoben, und seine Sonderstellung in der böhmischen und schlesischen Geschichte verdient mehr Aufmerksamkeit, nicht zuletzt auch wegen seiner zauberhaften landschaftlichen Schönheit. Der Hamburger Historiker Arno Herzig legt mit seiner Koautorin, der Breslauer Historikerin Małgorzata Ruchniewicz, eine Einführung vor, die das Wissen um die Historie dieser Region kurzweilig vertiefen hilft.
Die „Glaciographia Nova“ baut auf dem Werk des lutherischen Geistlichen Georg Aelurius auf, der seine „Glaciographia“ in humanistischer Tradition verfasste. Sie bietet eine facettenreiche, illustrierte Darstellung der über 1000-jährigen Geschichte des Glatzer Landes vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Bis 1742 gehörte das 1459 zur Grafschaft erhobene Land zum Königreich Böhmen. Nach der Eroberung durch König Friedrich II. fiel die Grafschaft an Preußen. Die Geschichte und Kultur des Landes wurden von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Im 12. und 13. Jahrhundert ließen sich deutsche Siedler unter dem Schutz der böhmischen Könige im Land nieder und vermischten sich mit der slawischen Bevölkerung. Sie führten neue Agrartechniken und Rechtsformen ein, die den Landesausbau intensivierten. Kulturell war das Land auf Prag ausgerichtet, wo der erste Erzbischof Arnestus von Pardubitz Glatz förderte. Während der Reformation öffnete sich das Land der lutherischen Lehre, die unter habsburgischer Herrschaft nach 1622 stark unterdrückt wurde. Der Barockkatholizismus, gefördert durch die Jesuiten, führte dazu, dass die Habsburger das Land für den Katholizismus gewannen. Auch unter preußischer Herrschaft blieb die spezifische, katholisch geprägte Kultur erhalten, die von polnischen Zuwanderern nach 1946 wieder aufgegriffen wurde.
