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Jean Echenoz

    26. Dezember 1947

    Jean Echenoz ist ein herausragender französischer Romanautor, dessen Werke, die häufig ins Englische übersetzt werden, sich durch einen einzigartigen stilistischen Ansatz auszeichnen. Sein Schreiben ist geprägt von Eleganz und scharfer Beobachtung der menschlichen Natur. In seinen Erzählungen erforscht Echenoz verschiedene Aspekte der Existenz mit einer Leichtigkeit und Verspieltheit. Seine Fähigkeit, die Essenz von Charakteren und Situationen einzufangen, macht ihn zu einer unverwechselbaren Stimme in der zeitgenössischen französischen Literatur.

    Jean Echenoz
    14
    Die grossen Blondinen. Roman. Aus d. Französ. v. Hinrich Schmidt-Henkel
    Die Caprice der Königin
    Laufen
    Ravel: Roman
    Blitze
    • Blitze

      • 142 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Jean Echenoz' Erzählprojekt beleuchtet das Leben des Wissenschaftlers Nikola Tesla, ein Jahrhundertgenie, dessen Erfindungen das 20. Jahrhundert prägen sollten, oft jedoch zu früh kamen oder nicht rechtzeitig patentiert wurden. Seine illuminierten Röhren wurden erst fünfzig Jahre später als Neonröhren populär. Tesla entwickelte auch einen ferngelenkten Torpedo, den das amerikanische Militär im Ersten Weltkrieg nicht nutzen konnte. Im sogenannten Stromkrieg gegen Edison setzte sich Tesla mit seinem Wechselstrom durch, der über größere Entfernungen transportiert werden konnte. Er wurde zum Star der New Yorker Gesellschaft, wo er mit prominenten Persönlichkeiten wie Kipling und Twain verkehrte und J. P. Morgan als Investor gewann. Mit Morgans Geld baute er einen Tower auf Long Island, um seine Vision der drahtlosen Energieübertragung zu verwirklichen. Diese Idee fand jedoch keinen Anklang in einer profitorientierten Wirtschaft, was zu seinem Verfall führte. Er lebte isoliert im Waldorf Astoria und fand Trost bei den Tauben, die er in seinem Hotelzimmer pflegte. Seine letzte Erfindung, die Strahlenkanone, wurde aus Angst vor Machtmissbrauch geheim gehalten. 1943 starb Tesla, und Echenoz nutzt seine biografischen Daten, um eine melancholische Variation über Einsamkeit und das Zerbröckeln zivilisatorischer Träume zu schaffen.

      Blitze
      3,8
    • Alles ist von ihm da: seine 60 Hemden, 20 Paar Schuhe und 75 Krawatten in der Luxuskabine der „France“, die ihn nach Amerika bringt, auf dem Gipel des Ruhms seine viermonatige triumphale Tournee 1928, Carnegie Hall, Boston, Detroit, Milwaukee, Seattle, die 53. Geburtstagsfeier mit Gershwin, Hollywood mit Douglas Fairbanks und Chaplin, in Wien der kriegsversehrte Paul Wittgenstein, für den er das Konzert „Für die linke Hand“ komponiert, der gefeierte, aber introvertierte Dandy an den mondänen Orten der Welt, seine Schlaflosigkeit, die ohne Ende gerauchten Gauloises, seine Manie, nicht ohne Lackschuhe auftreten zu können, der griesgrämige, allein lebende Sonderling, der geniale Musiker, seine notorische Vergesslichkeit, die ihm von König von Rumänien noch verziehen wird, aber an seinem tragischen Ende muss er nach dem Namen des Komponisten seines „Streichquartetts“ fragen, und die Welt kommt ihm abhanden, bis er 1937 an einer Gehirnkrankheit stirbt - all dies sind biographische Elemente, recherchierte Zeugnisse, aber alles zusammen ist alles andere als eine Biographie. Sondern ein funkelnder „Echenoz“, dessen fiktiver Held den Namen eines der berühmtesten französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts trägt: Maurice Ravel.

      Ravel: Roman
      3,8
    • Die Welt jubelt ihm zu. Sein Laufstil lässt zu wünschen übrig, aber er ist sein eigener Coach, trainiert mit schwerem Schuhwerk und Gewichten an den Beinen, und bei den ersten Wettkämpfen nach dem Krieg erläuft er zwei Rekorde und olympisches hes Gold für die C°SR. Und er läuft immer in Rot, der Farbe der proletarischen Revolution: Emil Zátopek wurde zur Symbolfigur für den Erfolg des Sozialismus gemacht. Sein Protest beim Prager Frühling jedoch wird ihm zum Verhängnis, und als er nach Jahren der Verbannung eine Arbeit bei der Müllabfuhr bekommt, jubeln die Leute ihm noch immer zu, wenn sie ihm auf der Straße begegnen. Eine atemberaubende Sportlerkarriere, so eng mit der Geschichte verwoben, dass dieser Roman, den Echenoz aus Zátopeks Leben spinnt, zu einer Parabel der Diktatur wird.

      Laufen
      3,9
    • Die Caprice der Königin

      • 144 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Nach seinem hochgelobten Roman „14“ legt Jean Echenoz, der eleganteste und subversivste Autor der Gegenwartsliteratur in Frankreich, nun funkelnde, hochkonzentrierte Kurzprosa vor. Der alte Lord Nelson pflanzt eigenhändig Eichen, er, der stets unter Seekrankheit litt, möchte sicherstellen: Seine letzte Ruhestätte soll nicht das Meer sein. In einem Schnapsfass wird dereinst sein Leichnam an Land geschafft werden. Dieses Heldenleben auf sagenhaften sechs Seiten ist der Auftakt der sieben Texte, die an sieben Erzählorten spielen – von Suffolk über das antike Babylon bis zu Le Bourget, einem Vorort von Paris. Sie eint der unverwechselbare Echenoz’sche Ton und die Aura von Nonchalance und Ironie, die alle Texte seine umgibt.

      Die Caprice der Königin
      2,9
    • Gloria Stella, einst Star des Pariser Show-Business und wegen Totschlags im Gefängnis, ist nach ihrer Entlassung verschwunden. Ein Filmproduzent und seine Assistentin suchen sie für ein TV-Feature. Detektive verfolgen sie, während sie in gefährliche Geschäfte verwickelt wird. Der Roman vereint Abenteuer, Krimi und literarischen Comic mit einem überraschenden Happy End.

      Die grossen Blondinen. Roman. Aus d. Französ. v. Hinrich Schmidt-Henkel
      3,5
    • 14

      • 124 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Frankreich, 1914: Ein idyllischer Sommertag, Anthime radelt durch die sonnenbeschienene Vendée. Er hört die Sturmglocken läuten, das Signal für die allgemeine Mobilmachung. Mit der alle gerechnet haben, nur nicht an einem Samstag, dem 1. August. Echenoz erzählt vier Kriegsjahre im Zeitraffer: Fünf Männer ziehen in den Krieg, eine schwangere Frau wartet auf die Rückkehr von zweien von ihnen. Bleibt zu erfahren, ob sie wiederkommen. Und wann. Und in welchem Zustand. Der Erste Weltkrieg ist heute nicht mehr mit traditionellen Mitteln darstellbar – Echenoz als Meister der Romansubversion zeigt, wie es anders gelingt.

      14
      3,5
    • Georges Chave, Privatdetektiv, ein Mann, der wie Humphrey Bogart redet, ist hinter einer Frau her, die wie Angie Dickinson aussieht. 'Cherokee' heißt eine seltene Platte von Charlie Parker, die der Held verliehen und nicht zurückbekommen hat. Die Suche nach diesem Fetisch verquickt sich mit Nachforschungen nach dem Erben des Vermögens einer ausgestorbenen Familie und mit der Fahndung nach dem gestohlenen Papagei Morgan, der wiederum Auskunft geben soll über den Verbleib einer schönen Frau. Ein wirbelndes Karussell der Verfolgung durch das nächtliche Paris nimmt seinen Lauf.

      Cherokee
      3,4
    • Ich gehe jetzt

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Der preisgekrönte Roman über einen Mann, der aus Langeweile und Lebensüberdruss seine Frau verlässt und das Abenteuer sucht.

      Ich gehe jetzt
      3,4
    • Constance, attraktiv, ungebunden, einem Abenteuer nicht abgeneigt, wird überfallen und verschleppt – im Auftrag des französischen Geheimdienstes: Sie soll die Schlüsselrolle in einer riskanten Mission spielen. Ziel: die Destabilisierung Nordkoreas. Constance erweist sich als Idealbesetzung und läuft in Pjöngjang als Geliebte eines hochrangigen Funktionärs zur Hochform auf. Doch als ihre Entführer plötzlich versuchen, ihr zur Flucht zu verhelfen, läuft alles aus dem Ruder. Einige Verfolgungsjagden und Schießereien später weiß niemand mehr, wer hier welche Strippen zieht und warum. „Unsere Frau in Pjöngjang“ ist in jeder Zeile beides: Agentenroman und dessen Unterwanderung – und vor allem ein grandioses Spiel.

      Unsere Frau in Pjöngjang
      2,4
    • Am Piano

      BvT; 328

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Max Delmarc, der erfolgreiche 50-jährige Pianist, hat noch 22 Tage zu leben. Aber für jeden großen Künstler gibt es ein Leben nach dem Tod, und war das Leben von Max nicht eher die Hölle? Die tägliche Angst vor dem gefräßigen Rachen des Pianos war ohnehin nur im Alkohol zu ertränken, und auf die Bühne musste er förmlich gestoßen werden, bevor er sein Publikum verzauberte. Ein Leben, ganz der Kunst gewidmet, ist wie eine Schattenexistenz, in der Frauen, beispielsweise, nur als Phantome auftreten ... Nach einem nächtlichen Überfall landet Max im Purgatorium, das einem großstädtischen Krankenhaus zum Verwechseln ähnelt, und das Urteil wird gesprochen: Entlassung in ein neues Leben in einer paradiesischen Parklandschaft oder - wie für Max - in der „städtischen Zone“, die Paris sein könnte und die wir Lebenden auch Hölle nennen ...

      Am Piano
    • Ein Jahr

      Roman

      • 84 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Eine junge Frau, namens Victoire, entdeckt eines Morgens ihren Freund Félix tot neben sich in ihrem Bett. Sie erinnert sich nicht an das, was passiert ist, aber sie flieht in den Südwesten und nimmt ihre Ersparnisse mit. Ihre Flucht wird ein Jahr dauern, was den Titel erklärt. Zu Beginn läuft alles gut. Sie mietet eine Villa im Baskenland und findet einen Liebhaber. Doch der Liebhaber stiehlt ihr Geld, und Victoire durchläuft eine Reihe von sozialen Abstiegen: nach der Villa folgen immer heruntergekommener werdende Hotelzimmer, dann das Schlafen unter freiem Himmel; das Fahrrad, dann das Trampen, und als sie zu schmutzig und zerlumpt für das Trampen geworden ist, das ziellose Gehen, die Verbindung zu anderen Obdachlosen, das Stehlen, die Enge, der schrittweise Verlust von sich selbst und der Welt. Die Geschichte einer Wanderschaft in Form eines Abstiegs, ein picaresker Abenteuer, das der Autor am Ausgangspunkt wieder enden lässt. Ein Jahr, in seiner linearen, unmittelbaren Einfachheit, hebt die Poetik von Echenoz hervor. Diese beruht auf dem ständigen Kampf zwischen einer geheimnisvollen Realität, deren Sinn ständig entgleitet – die Welt, die Objekte, die Menschen, die Formen, die Klänge, die Worte, der Raum, die Zeit – und den Worten, um sie so genau wie möglich auszudrücken.

      Ein Jahr
    • I'm Off + One Year

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      'I'm off', says Félix Ferrer to his wife. 'I'm leaving you'. And closing the door on their suburban home, Ferrer, a creature of appetite, impulse and habit, a man of our times, embarks on a journey to the extremes. A man at Ferrer's time of life should be starting to treat himself - and his heart - carefully, not living the bachelor life in the Paris atelier that doubles as his art gallery. Not weighing up every girl he sees. Not ignoring his doctor's warnings to avoid the very hot and the very cold. And certainly not making for the North Pole in pursuit of a rare cargo of Inuit artefacts.Soon, back from the merciless Arctic, packed with ex-girlfriends, anxious artists and suspicious creditors, Paris in the summer begins to feel very hot indeed for Ferrier...In One Year Victoire wakes up one morning to find her boyfriend lying dead beside her. Not wanting to be caught with a corpse, she packs her bags, raids her bank account and makes off, randomly, for the Southwest. And when she has lost her belongings, her money, her looks and almost herself - one year later - the coast is clear for her to come back to Paris. But nothing prepares her for the shock of what greets her return...

      I'm Off + One Year
      3,7
    • U piána

      • 146 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Román U piána vypráví o Maxi Delmarcovi, jenž je celou svou bytostí oddán hudbě, a to dokonce i poté, co se z bytosti stává jen přízrak, k čemuž dojde dvaadvacet dní (a osmdesát šest stran) od chvíle, kdy ho čtenář poznal - je totiž zavražděn. Dále pak postava v románu vystupuje v této záhrobní podobě. Max trpí nezměrnou trémou, již zvládá jedině pomocí alkoholu. Jakmile ale sedí u klavíru a začne hrát, napětí mizí. Na rozdíl od předchozích románů, například Jdu nebo Velké blondýny (Les Grandes blondes, 1995), se vypravěč tentokrát zaměřuje na jedinou postavu, jediný osud, tedy na zmíněného Maxe.

      U piána
      3,6
    • L'Équipée malaise

      • 252 Seiten
      • 9 Lesestunden

      La Malaisie, ce serait la belle vie si le Duc Pons ne risquait de s'en voir chassé. Cette idée n'est pas supportable : plutôt que renoncer au pouvoir, au grand air, à ses projets astronomiques, le duc choisit la résistance. D'Europe il va faire venir des renforts, embarqués à bord d'un cargo cypriote.

      L'Équipée malaise
      3,6
    • Park

      • 115 Seiten
      • 5 Lesestunden
      Park
    • Lac

      • 188 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Franck Chopin n'est pas de ces hommes qui ont eu très tôt un but dans la vie. Nulle vocation chez cet individu sinon celle de vétérinaire, vers dix ans, lorsqu'il aimait tellement soigner les petits mammifères, puis à vingt ans celle de chef de la révolution mondiale (Marx, Engels, Lénine, Chopin) – ensuite plus rien. Ensuite il va faire des études de sciences, qui le ramèneront à s'occuper des animaux – mais son objet d'étude est devenu l'insecte, la mouche plus précisément, qui est un genre qu'on ne soigne pas. Et quatre ou cinq fois dans sa vie, il a disparu deux mois ; comme il connaît peu de personne, on ne s'est pas trop inquiété.Ces quatre ou cinq fois-là, personne au monde que le colonel Seck n'a su où il était. Le colonel Seck est l'officier traitant de Frank Chopin qui, outre ses travaux scientifiques, est également un fonctionnaire du renseignement à quart de temps, une sorte d'agent dormant qu'on réactive de temps en temps. Autant dire qu'il est un innocent, comme à peu près tous les espions, malgré ses vastes connaissances des théories et des techniques. Il n'est qu'une taupe, puisque c'est le mot, une taupe assez myope enfouie dans le sol natal. Or s'il n'était que myope jusqu'à ce jour d'averse, lorsqu'il rencontre Suzy Clair sur les Champs-Élysées, dès lors c'est absolument aveugle qu'il devint.

      Lac
    • Panorama de narrativas: 14

      • 104 Seiten
      • 4 Lesestunden

      En el año 1914, cuatro jóvenes de un pueblo de la Vandea, en el oeste de Francia, llamados Anthime, Arcenel, Bossis y Padioleau son reclutados para formar parte de las filas francesas que lucharán contra Alemania y sus aliados. Cada uno de ellos tendrá una suerte distinta. El infierno dantesco de las trincheras provocará despertará en uno de ellos la idea de desertar, otro será herido y se librará de tan desproporcionado calvario y así, de diferentes formas, todos verán que esa irrupción truncará para siempre sus existencias en ese gran horror dónde carne y metal se fusionan en una pesadilla horripilante.

      Panorama de narrativas: 14