Literatur ist für Bataille einer der Wege zu einer unmöglichen Erfahrung zu gelangen. Das Überschreiten von Grenzen, das von der Gesellschaft als »böse« bezeichnete Brechen von Gesetzen ist das Gesetz einer freien Literatur, einer Literatur, die mehr ist als Zeitvertreib und Konsum. Baudelaire, Sade, Blake oder Kafka sind die Leitfiguren Batailles. In ihrem Werk sieht er das verwirklicht, was er von der Literatur erwartet: »Die authentische Literatur ist prometheisch. Der wahre Schriftsteller wagt zu tun, was den fundamentalen Gesetzen der aktiven Gesellschaft widersteht.« Im Überschreiten der Gesetze entzündet sich der Blitz der Erkenntnis. Doch genau darin wird die Literatur schuldig, böse.
Georges Bataille Bücher
Georges Bataille war ein französischer Essayist, theoretischer Philosoph und Romanautor, oft als „Metaphysiker des Bösen“ bezeichnet. Bataille interessierte sich für Sex, Tod, Erniedrigung und die Macht des Obszönen. Er lehnte die traditionelle Literatur ab und war der Ansicht, dass das ultimative Ziel jeder intellektuellen, künstlerischen oder religiösen Aktivität die Vernichtung des rationalen Individuums in einem gewaltsamen, transzendenten Akt der Gemeinschaft sein sollte. Roland Barthes, Julia Kristeva und Philippe Sollers schrieben alle enthusiastisch über sein Werk.







"Abbé C" ist ein Roman über Abbé C und zugleich eine Methode, die die Romanstruktur als Verbindung zwischen Erfahrung und Reflexion nutzt. Der Text fungiert als Organismus, der agiert und reagiert, während die Erfahrungen des Schriftstellers ihn in einen Zustand versetzen, der alles offenlegt.
s/t: George Bataille, Das theoretische Werk containing: Der Begriff der Verausgabnug Der verfemte Teil Kommunismus & Stalinismus
Das Geheimnis des Faschismus Dieser Artikel versucht am Beispiel des Faschismus ein genaues, wenn nicht vollständiges Bild vom sozialen Überbau und seinen Beziehungen zum sozialen Unterbau zu geben. Allerdings handelt es sich um ein Fragment, das in einen größeren Zusammenhang gehört. Ich habe mich auf die Darstellung von Fakten beschränkt. Hingegen fordert die bloße Struktur des Faschismus, dass einleitend die soziale Struktur als ganze beschrieben werden musste. Es versteht sich von selbst, dass diese Beschreibung des Überbaus die des Unterbaus voraussetzt, wie sie vom Marxismus geleistet wurde.
Der Waffengefährte der Jeanne d'Arc und Marschall von Frankreich, Gilles de Rais, war zugleich ein monströser Massenmörder unzähliger Kinder, die seine Vertrauensleute unter verlockenden Versprechungen in seine Schlösser brachten, wo sie als Opfer der schwarzen Magie im Verlauf orgiastischer Gelage auf grauenhafte Weise geschächtet und verstümmelt wurden. Georges Bataille schildert das entsetzliche Geschehen an Hand der Protokolle des weltlichen und des kirchlichen Prozesses und entwickelt eine psychologisch fundierte Philosophie des Verbrechens.
Abbé C ist der Roman über einen gewissen Abbé C und zugleich das ABC einer bestimmten Methode, die Form des Buches selbst, d.h.seine Romanstruktur, die zwischen diesen beiden Erzählebenen die gleiche Rolle spielt wie der Körper zwischen Erfahrung und Reflexion. Der Text ist auf diese Weise ein Organismus, der agiert und reagiert, während die Erfahrungen, zu denen der Schriftsteller ihn und sich zwingt, ihn in einen äußeren Zustand zu versetzen, der sie ganz und gar offenlegt.
Der Fluch der Ökonomie versammelt Georges Batailles Texte zur Ökonomie, angefangen mit dem radikal verschwenderischen Aufsatz »Das verschwundene Amerika« von 1928 über die Opferriten der Azteken bis zu »Was ist Universalgeschichte« von 1956, seinem Versuch zum enzyklopädischen Schreiben, der hier erstmals auf Deutsch vorgelegt wird. Die programmatischen Essays präsentieren in ihrer Gesamtheit Batailles Versuch, »die Perspektiven einer Ökonomie zu umreißen, die nicht am Wachstum ausgerichtet ist«. Ein beispielloser Angriff auf die metaphysischen Grundlagen der Ökonomie.
D. A. F. de Sade war für Georges Bataille, den Denker der Entgrenzung, ein entscheidender Autor. Das Ergebnis seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit dem philosophischsten aller Pornographen ist in den vier hier vorliegenden, von Rita Bischof versammelten Texten konzentriert. Neben Fragen der Moral behandelt er darin Sades Einfluss auf unsere Zeit und was wir heute von Sade lernen können. Im Lichte seiner Überlegungen zum Autor von »Justine und Juliette« stellt sich Batailles eigenes Werk neu zur Disposition.
Der Philosoph Georges Bataille betrachtet die Bordelle von Paris als seine "Kirchen" und erforscht in "Die Erotik" die Verbindung von Sexualität, Religion und Tod. Er beleuchtet Tabus wie Inzest, Prostitution und Gewalt und thematisiert das Streben nach Einheit zwischen Leidenschaft und Spiritualität.


