Ludwig Tieck Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Johann Ludwig Tieck war ein deutscher Dichter und Kritiker, der tief in der Romantik verwurzelt war. Seine Bedeutung liegt weniger in einzigartiger Originalität als vielmehr in seiner bemerkenswerten Fähigkeit, sich an die sich entwickelnden Ideen seiner Zeit anzupassen. Später in seiner Karriere wurde Tieck als unterstützender Freund und Berater für seine Kollegen sowie als weitgelesener Kritiker mit breiten Sympathien anerkannt. Sein Einfluss erstreckte sich auf das Theater, und seine literarischen Beiträge inspirierten bemerkenswerte Persönlichkeiten der Musik.







Schriften / Vermischtes. Schriften 10
Literatur, Kunst, Musik, Philosophie, Psychologie, Psychohistorie
- 544 Seiten
- 20 Lesestunden
Die Sammlung bietet eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen literarischen und sozialen Themen. H. G. Wells wird im Kontext seines sozialen Denkens betrachtet, während die sogenannte Blut- und Bodenliteratur hinterfragt wird. Zudem werden die Werke von Thomas Mann und Heinrich Böll gewürdigt, wobei deren Ansprüche und gesellschaftliche Einflüsse thematisiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Norman Vincent Peale und dessen Ansichten, sowie auf Theodor W. Adorno, der Erkenntnis als Form des Widerstands interpretiert. Diese Essays beleuchten die Wechselwirkungen zwischen Literatur, Gesellschaft und Philosophie.
Die alte Frau hat alles verloren, außer ihrer Tochter Wilhelmine. Während des Berliner Weihnachtsmarktes verliert sie auch ihr letztes Geld für Geschenke. In dieser bewegenden romantischen Geschichte von Ludwig Tieck tritt manchmal der Heiland in die Not der Menschen.
Ludwig Tiecks Märchen „Der blonde Eckbert“ gilt als erstes Kunstmärchen der Romantik und ist ein zentrales Werk der deutschen Frühromantik. Es spielt im Mittelalter und thematisiert Schuld und Reue. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen, was zu einem psychologischen Chaos führt. Das Märchen bleibt auch für moderne Leser spannend.
Er galt als »König der Romantik«, brachte Deutschland mit seinen Übersetzungen Shakespeare und Cervantes nahe, war genialer Entdecker, Förderer, Vorleser – doch seine eigenen frühen Erzählungen, in denen er Wahnsinn, Raserei, Furcht und Schrecken literaturfähig macht, gilt es erst noch zu entdecken. Schon als Junge war Tieck ein Bücherfresser par excellence. Und seine eigene Phantasie schlug wilde Volten. Der Fremde, Der Psycholog, Liebeszauber, Der Runenberg und ähnlich heißen seine frühen Geschichten, die freilich kaum jemand kennt. Ein großer Fehler, sagen Jörg Bong und Roland Borgards – und liefern zu Tiecks 250. Geburtstag eine brillante Auswahl davon. Sie erzählen zudem in kurzen Zwischentexten vom Genie ihres Erfinders. Tiecks Erzählungen haben bis heute nichts von ihrer mitreißenden Intensität verloren. Denn sie haben es in sich: Tieck entwickelt darin Arten des Erzählens, die bis heute bestimmend geblieben sind, von der Literatur über das Kino bis zur Netflix-Serie, im Dreiklang von Comedy, Horror und Fantasy.
Die Elfen / Der Pokal
- 44 Seiten
- 2 Lesestunden
Ludwig Tieck: Die Elfen / Der Pokal Die Elfen: Entstanden 1811, Erstdruck in: Phantasus, Bd. 1. Der Pokal: Entstanden 1811, Erstdruck in: Phantasus, Bd. 1. Vollständige Neuausgabe mit einer Biographie des Autors. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2015. Textgrundlage ist die Ausgabe: Ludwig Tieck: Werke in vier Bänden. Nach dem Text der »Schriften« von 1828–1854, unter Berücksichtigung der Erstdrucke. Herausgegeben von Marianne Thalmann, Band 1–4, München: Winkler, 1963. Die Paginierung obiger Ausgabe wird in dieser Neuausgabe als Marginalie zeilengenau mitgeführt. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: George Morland, Zigeunerlager, 1795. Gesetzt aus Minion Pro, 11 pt.
Die sieben Weiber des Blaubart
- 124 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Figur des Blaubarts, die in Tiecks Werk thematisiert wird, ist ein humorvoller und zugleich skurriler Charakter, der mit seinen zahlreichen Ehen die Leser zum Schmunzeln bringt. Tieck nutzt übertriebene Komik, um die Absurditäten des Lebens und der zwischenmenschlichen Beziehungen zu beleuchten. Die Erzählung fordert den Leser heraus, sich nicht zu ernst zu nehmen, während sie gleichzeitig tiefere Fragen zur menschlichen Natur und den sozialen Konventionen aufwirft. Ein Klassiker der Weltliteratur, der zum Nachdenken anregt und amüsiert.
Die Abneigung, die das Stück zur Zeit von Tieck erfuhr, könnte auf die im Werk enthaltene Kritik an den Zuschauern zurückzuführen sein. Möglicherweise waren die Zuschauer auch nicht in der Lage, die tiefgründigen Abschweifungen des Autors zu deuten. Diese Aspekte machen das Werk, trotz seiner heutigen Berühmtheit, zu einem faszinierenden Beispiel für die Herausforderungen der literarischen Rezeption und der Interpretation.
Die Gedichtsammlung von Tieck aus den Jahren 1821 bis 1823 umfasst drei Bände, die 1841 in einer neuen, erweiterten Ausgabe zusammengefasst wurden. Obwohl viele Gedichte zuvor in seinen erzählenden und dramatischen Werken veröffentlicht wurden, sind in der Sammlung auch zahlreiche Erstdrucke enthalten. Besonders hervorzuheben ist, dass von den 102 Gedichten des ersten Bandes nur 44 neu sind, während im dritten Band 77 Gedichte erstmals präsentiert werden. Diese Zusammenstellung bietet somit sowohl bekannte als auch frische lyrische Werke des Autors.
Weihnacht-Abend
Das perfekte Geschenk zu Weihnachten
In Alt-Berlin besuchen das kleine Minchen und ihre Mutter den Weihnachtsmarkt, um Geschenke für den Heiligen Abend zu kaufen. Nach dem Verlust ihres ersparten Talers kehren sie enttäuscht nach Hause zurück, wo ein geheimnisvoller Mann an die Tür klopft. Tiecks Weihnachtsgeschichte wird erstmals als illustrierte Ausgabe veröffentlicht.


