Ruská moderní literatura 1890-2000 analyzuje jedno z nejsložitějších období literárních dějin. V celkovém proudu přináší výklad jednotlivých směrů, skupin a jejich významných představitelů od vzniku moderny až po postmodernu, a to na základě nových poznatků, uvolněných archivních a jiných materiálů, publikovaných v Rusku i v zahraničí. Navazuje na tradici české rusistiky jak se vytvořila již za první republiky a obnovila zejména v 60. letech. Kniha je určena širokému okruhu zájemců, zahrnujícím čtenáře, které toto období a jeho hodnoty zajímají, ale také učitele, nakladatelské a osvětové pracovníky i studenty filologických oborů, hlavně rusistiky včetně překladatelské.
Drei Gauner jagen durch das nachrevolutionäre Russland auf der Suche nach einem Juwelenschatz und erleben dabei amüsante Abenteuer. Diese bissige Satire, die nun erstmals vollständig und in neuer Übersetzung vorliegt, beginnt am Sterbebett von Ippolit Worobjaninows Schwiegermutter, wo er ihr Geheimnis erfährt: In einem der zwölf Stühle der Familie sind ihre Juwelen versteckt. Worobjaninow, der ein tristes Leben als Standesbeamter führt, macht sich auf die Suche nach dem Millionenschatz. Doch er hat einen erbitterten Konkurrenten: Väterchen Fjodor, ein cleverer Pope, kennt ebenfalls das Geheimnis. Der kleine Gauner Ostap Bender, ein charmanter und kaltschnäuziger „Kombinator“, bietet Worobjaninow seine Hilfe an, wird sein Partner und übernimmt bald die Kontrolle über die Suche. Gemeinsam durchqueren sie Sowjetrußland, geraten in turbulente Situationen und treffen immer wieder auf Verhältnisse, die dem offiziellen Propagandabild widersprechen. Die chaplineske Situationskomik, die scharfe Realsatire und der brillante Sprachwitz machen diese zeitlose Gaunerkomödie weltberühmt. Erstmals veröffentlicht 1928, wurde sie mehrfach verfilmt. Der Erfolg führte dazu, dass die Autoren Ilja Ilf und Jewgeni Petrow Ostap Bender in einem zweiten Teil erneut agieren ließen. Eine vollständige, zensurfrei Fassung erschien erst 1997 in Moskau.
Die „Aufzeichnungen eines Toten“, das sind die Aufzeichnungen das Selbstmörders Sergej Leontjewitsch Maksudow aus Kiew, der sie seinem Freund zur Durchsicht übersandt hat. Voller Melancholie erzählt der kleine Angestellte der Zeitung „Dampfschiffahrt“, wie er einmal in seinem Leben einen Roman geschrieben hat. Die Bekannten mäkeln an der Sprache herum und glauben einstimmig, dass dieses Manuskript die Zensur nicht passieren werde. Kein Wunder, dass den Gelegenheitsschriftsteller die Schwermut packt und er sich umbringen will. Er wird von Klängen der „Faust“-Oper Gounods aufgehalten, und auf einmal nehmen seltsame Dinge ihren Lauf.
Mit beißender Ironie und bitterem Sarkasmus beschreiben die „Aufzeichnungen eines Toten“ (1936/37) Bulgakows Einstieg in die groteske Literatur- und Theaterwelt im Moskau der zwanziger Jahre. Dabei parodiert er das charakterlose Erfolgsstreben seiner Schriftstellerkollegen ebenso wie ihre hündische Unterwürfigkeit gegenüber der allmächtigen Zensur. Eine wunderbare Satire und scharfe Polemik gegen die Kulturpolitik des Russland der 30er Jahre.