Manfred Fuhrmann untersucht in "Latein und Europa" die Rolle des Lateinischen als zentrale Bildungssprache und dessen Einfluss auf die europäische Geistesgeschichte. Er analysiert den Lateinunterricht von der Klosterschule bis zum Gymnasium und kritisiert die Illusionen der deutschen Bildungsidee. Das Werk würdigt die positiven Aspekte der europäischen Bildungstradition.
Manfred Fuhrmann Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Manfred Fuhrmann war ein deutscher Altphilologe, dessen Werk sich durch umfangreiche Übersetzungen antiker Literatur auszeichnet. Seine Arbeit brachte den deutschen Lesern eine Fülle klassischer lateinischer und altgriechischer Werke nahe. Fuhrmanns Ansatz war geprägt von einem tiefen Verständnis der Originaltexte und ihres kulturellen Kontexts. Seine Übersetzungen werden für ihre Präzision und literarische Qualität geschätzt und machen die klassische Antike einem modernen Publikum zugänglich.






- 2005
- 2005
Nach einem einleitenden Überblick über die lateinische Sprache, die Entfaltung der römischen Literatur, ihre wesentlichen Epochen, über Herkunft und soziale Stellung der Schriftsteller und über das römische Buchwesen behandeln drei große literaturgeschichtliche Kapitel die Vorklassik, die Klassik (untergliedert in die Zeit Ciceros und die Zeit des Augustus) und die Nachklassik, unterteilt in die Zeit Senecas, den Manierismus, Klassizismus und Archaismus.
- 2004
Der europäische Bildungskanon
- 265 Seiten
- 10 Lesestunden
Manfred Fuhrmann, ein Gelehrter der Antike und deren Einfluss auf Europa, untersucht den kulturellen Kanon, der die Bürger Europas von der Aufklärung bis zu den Weltkriegen prägte. Er betont, dass die Bürger Europas mehr verbindet als trennt. Seit der Völkerwanderung war die Kommunikation zwischen den Regionen lebhaft, und bedeutende Neuerungen in Geist, Kunst, Wissenschaft und Technik breiteten sich schnell aus. Selbst in Zeiten nationaler Ideologien blieben die Unterschiede unter den führenden Schichten gering. Die Begriffe "Europa", "Bildung" und "Kanon", die Fuhrmann anschaulich beschreibt, sind eng miteinander verknüpft. Die Antike hat seit der Renaissance entscheidende Impulse für das europäische Selbstverständnis gegeben. Das humanistische Gymnasium entwickelte sich als zentrale Institution der bürgerlichen Bildung, während der absolutistische Hof eine bürgerliche Ästhetik förderte. Theater, Konzerte und Museen, zusammen mit Enzyklopädien und Bildungsreisen, vermittelten die Kenntnisse, die für die geistige Entwicklung Europas notwendig waren: Philosophie, Geschichte, Literatur, Kunst, Musik, Mathematik und Naturwissenschaften. Der gemeinsame "europäische Bildungskanon" prägt auch heute noch unsere Kultur, trotz Wissensverlusten und Widerständen, mehr als die Wirtschafts- und Währungsunion.
- 2002
Die Bildungsdiskussion ist in vollem Gange: Der emeritierte Konstanzer Latinist legt dafür ein historisches Fundament und skizziert die Geschichte der Bildung von der Karolingerzeit bis zu den Reformen der vergangenen Jahrzehnte. Seine anschließende Auseinandersetzung mit aktuellen Bildungskonzeptionen zeigt: der humanistische und christliche Kanon kann und muss hier auch weiterhin eine tragende Rolle spielen.
- 2001
- 1999
Die PISA-Studie hat gezeigt, dass Deutschland auch in einer Bildungskrise steckt. Zugleich aber ist Bildung im klassischen Sinn gar nicht mehr gefragt in den Tests, die mehr die Fähigkeit zur Lektüre einer Gebrauchsanweisung und ihrer praktischen Umsetzung als das Verstehen von Literatur überprüfen sollen. Über Jahrhunderte gab es eine einheitliche europäische Bildung. Vom frühen Mittelalter bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts setzte sich jede wichtige Neuerung mit geringer Verzögerung auf dem ganzen Kontinent durch. Die Zeit aber, in der die philosophische, künstlerische und wissenschaftliche Tradition lebendig, in der ein Bildungskanon verbindlich war, scheint vorbei - und doch ist beides prägend auch noch für unsere heutige Kultur. Die neu entfachte Kanondebatte ist ein Indiz dafür. Nach der Definition der Begriffe »Bildung« und »Kanon« beschreibt Manfred Fuhrmann die Rezeption der Antike und die Institutionen, die entscheidend zu einer gesamteuropäischen Bildung beigetragen haben. In einem weiteren Teil des Buches werden die bürgerlichen Einrichtungen - Theater, Konzertwesen und Museum - dargestellt sowie die Gegenstände der bürgerlichen Bildung: Philosophie, Geschichte und Literatur, Musik, Mathematik und Naturwissenschaften. Abschliessend untersucht Fuhrmann die gegenwärtige Bildungsmisere, zeigt ihre Ursachen auf und weist einen Weg aus ihr hinaus
- 1999
Frauenmedizin in der Antike
- 575 Seiten
- 21 Lesestunden
Mehrsprachig: Deutsch, Latein, GriechischMultilingual: German, Latin, Greek
- 1997
Aus Spanien kommend, hat Seneca als Intellektueller in Rom politische Karriere gemacht: Vom Erzieher Neros stieg er zu dessen engstem Berater auf. Fuhrmanns kenntnisreiche Biographie ist gleichzeitig eine ausgezeichnete Darstellung der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Verhältnisse Roms.
- 1997




