Gesammelte Werke Studienausgabe - 7: Die natürliche Geometrie des Kindes
- 475 Seiten
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Jean Piaget war ein Schweizer Denker, der für seine bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie bekannt wurde. Seine Forschung über Kinder und deren kognitive Entwicklung legte den Grundstein für eine konstruktivistische Auffassung von Wissen. Piaget erforschte eine erkenntnistheoretische Perspektive, die als 'genetische Epistemologie' bekannt ist. Seine Arbeit inspiriert bis heute Denker und Pädagogen.







Die genetische Erkenntnistheorie versucht, Wissen, insbesondere wissenschaftliches Wissen, auf der Grundlage seiner Geschichte, seiner Soziogenese und insbesondere der psychologischen Ursprünge der Begriffe und Operationen, auf denen es beruht, zu erklären.
Denken Sie an Entwicklungspsychologie, und der Name Jean Piaget kommt sofort in den Sinn. Seine Lerntheorie steht im Zentrum des modernen Verständnisses des menschlichen Lernprozesses, und er wird als der Begründer der Kinderpsychologie gefeiert. Die Psychologie der Intelligenz ist eines seiner wichtigsten Werke. Es enthält eine vollständige Synthese seiner Gedanken über die Mechanismen der intellektuellen Entwicklung und ist ein außergewöhnlicher Band eines außergewöhnlichen Autors.
Strukturalismus ist eine zunehmend bedeutende Analysemethode in Disziplinen wie Mathematik, Physik, Biologie, Psychologie, Linguistik, Soziologie, Anthropologie und Philosophie. Piaget bietet hier eine umfassende Einführung in die Methode sowie eine brillante Kritik der Hauptpositionen des Strukturalismus. Er erklärt und bewertet die Arbeiten der wichtigsten Vertreter auf diesem Gebiet – Claude Lévi-Strauss, Michel Foucault, Talcott Parsons, Noam Chomsky – und kommt zu dem Schluss, dass der Strukturalismus eine reiche und fruchtbare Zukunft vor sich hat. Dieses Werk ist unverzichtbar für ernsthafte Studierende und Wissenschaftler in nahezu jedem Bereich und stellt zudem einen wichtigen Beitrag zu Piagets lebenslanger Untersuchung der Beziehung zwischen Sprache und Denken dar.
Die einzige Gesamtdarstellung seiner Theorie, die Jean Piaget selbst geschrieben hat. Ideal für alle, die an einer kurzen, authentischen Einführung in sein Werk und an der Erklärung seiner zentralen Begriffe ebenso interessiert sind wie an der Schilderung massgeblicher Vorgänge bei der Herausbildung von menschlicher Erkenntnis. Als Piaget 1980 im Alter von 84 Jahren starb, hinterliess er ein monumentales Werk, allerdings keine systematische Gesamtdarstellung seiner Theorie - mit einer Ausnahme: 1970 schrieb Piaget für ein Handbuch der Kinderpsychologie eine solche Gesamtdarstellung, ideal für Studentinnen und Studenten der Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit und für alle, die sich einen Einblick in sein Werk verschaffen wollen. Ohne Jean Piagets Untersuchungen über die Entwicklung des menschlichen Denkens und der Intelligenz beim Kind ist die moderne Entwicklungspsychologie nicht zu denken, ebenso wenig die pädagogische Theoriebildung und Praxis der letzten Jahrzehnte. Seine bahnbrechenden Forschungsergebnisse über die Entwicklung menschlichen Erkennens haben darüber hinaus das Selbstverständnis des modernen Menschen auf neue Grundlagen gestellt. Im Mittelpunkt dieser systematischen Darstellung seines Werkes stehen die Vorgänge wechselseitiger Anpassung zwischen dem erkennenden Subjekt und seiner Umwelt, mit deren Hilfe das Kind sich seine Wirklichkeit erst aneignet. (Quelle: buch.ch).
Was hat das Murmelspiel von Kindern mit ihrem Gewissen zu tun? Jean Piaget hat diese Frage untersucht, indem er Kinder verschiedener Altersstufen beobachtete, die sich damit beschäftigten. Dabei erkannte er in ihrem Spielverhalten und Regelbewußtsein die Vorstufe so grundlegender sozialer Normen wie Gleichheit und gegenseitige Achtung. Während das einzelne Kind egozentrisch denkt und handelt, entfaltet es im Spiel moralischen Realismus, weil es sich die Regeln mit anderen Spielpartnern ausdenkt und sich dem gemeinsamen Beschluß unterwirft.
Piaget widmet sich den zentralen Fragen der Entwicklungspsychologie: Wie erfasst ein Kind die Realität? Wie zieht es die Grenzen zwischen dem eigenen Ich und der Umwelt? Wie erkennt es das Wesen des Denkens, des Bewusstseins, der Träume? Wie sieht für das Kind die Kausalität aus?
Die Autoren stellen die Entwicklung der Intelligenz des Kindes bis zu seinem Eintritt in die Erwachsenengesellschaft dar. Ein grundlegendes Buch zum Verständnis des menschlichen Erkennens und der kindlichen Psyche.
Der Band enthält Piagets bereits klassische Arbeit Psychologie und Pädagogik und Sechs psychologische Studien. In der ersten Schrift vertritt Piaget (1896-1980) ein Erziehungskonzept, das von der Welt des Kindes ausgeht und sein Interesse an intellektueller und schöpferischer Tätigkeit wecken soll. In der zweiten Schrift stellt Piaget zahlreiche Fallstudien und Versuchsreihen zu zentralen Fragen der Kinderpsychologie vor.
»Es geht um die Entwicklung der Symbolfunktion beim Kinde, um die Entstehung der Nachahmung und des Symbolspiels. Piaget zieht in diesem Werk zwei bisher wenig verbundene Teilgebiete seines Werkes zusammen.« Hans Aebli
Die „Entwicklung der physikalischen Mengenbegriffe beim Kinde“ und die „Entwicklung des Zahlbegriffs beim Kinde“ sind eng miteinander verbundene Werke von Piaget, die in der gleichen Periode der Genfer Schule entstanden sind. Beide Werke basieren auf der Annahme, dass menschliches Denken als ein Spiel von Operationen verstanden werden kann, die beim Kind in einem Prozess des Aufbaus und der Äquilibration entstehen. Während das Werk über den Zahlbegriff ein Operationssystem untersucht, das relativ willkürlich auf die Realität angewendet wird, konzentriert sich das andere Werk auf Operationen zur Erfassung physikalischer Tatbestände. Es werden Fragen behandelt wie: Bleibt die Menge einer Flüssigkeit beim Umfüllen erhalten? Verändert sich das Gewicht einer Plastilinkugel bei Verformung? Piaget und Inhelder beobachten den Aufbau physikalischer Mengenbegriffe zwischen dem 5. und 12. Lebensjahr. Die Methode ist ein „klinisches“ Interview, das der kindlichen Argumentation Raum gibt. Die Ergebnisse zeigen qualitative Einsichten in die kindlichen Auffassungen von Materie, insbesondere von Invarianz, also der Unveränderlichkeit von Substanz, Gewicht und Volumen bei Veränderungen der Erscheinungsform. Die Autoren fragen sich, ob das Verständnis dieser physikalischen Tatsachen mit der Fähigkeit zur Durchführung bestimmter Operationen einhergeht, und untersuchen von Anfang an die operativen Strukturen in ihrer Anwendung auf die physikalisc
In diesem dritten Band der „Entwicklung des Erkennens“ schließt Piaget seine Überlegungen zur Erkenntnistheorie ab. Er beschreibt Formen des wissenschaftlichen Denkens in Biologie, Psychologie, Soziologie und Rechtsdenken. Dabei stellt er fest, dass diese Denkformen nicht linear angeordnet, sondern in einem Kreis zusammengefasst werden können, ähnlich einem Farbkreis. Der erste Teil behandelt die biologischen Klassifikationen, deren Ordnungsrelationen eng mit logischen Gruppierungen verknüpft sind. Diese Gruppierungen sind entscheidend für die Entwicklung des Zahl- und Längenbegriffs und bilden eine Voraussetzung für die Entdeckung der Evolution. Piaget vergleicht biologische Entwicklungstheorien mit entsprechenden Erkenntnistheorien und zeigt, dass der methodologische Empirismus der Biologen nicht mit den Prinzipien ihrer eigenen Fachgebiete übereinstimmt. Im zweiten Teil wird der psycho-physiologische Parallelismus thematisiert. Bewusste Handlungen beinhalten Entscheidungsfreiheit und die Schaffung eines Wertesystems, während physiologische Prozesse kausal determiniert sind. Diese beiden Prozesse laufen parallel, dürfen jedoch nicht vermischt werden. Schließlich wird das soziologische Denken, das eng mit der Psychologie verbunden ist, betrachtet. Hier zeigt sich ebenfalls kein linearer Verlauf, sondern eine komplementäre Betrachtung des gleichen Objekts aus unterschiedlichen Perspektiven. Der psycho-physiologische Parallelis
Zeitlebens hat Piaget seine beiden wissenschaftlichen Hauptinteressen - Biologie und Erkenntnistheorie - in fruchtbarer Weise aufeinander bezogen. Eine wirkliche Synthese gelang ihm aber erst mit Biologie und Erkenntnis, das darum zu Recht als eines seiner Hauptwerke gilt. Hier vermochte er erstmals zu zeigen, daß die Genese von Organismen und deren Erkenntnisvermögen in strukturell und funktionell eng verwandter Weise verläuft - auch beim Menschen. Erkenntnis folgt nicht rein 'geistigen' Gesetzen, sondern ist stets verankert in einem biologischen Organismus. Dieser lernt durch tätige Auseinandersetzung mit der Umwelt - und ebenso handlungsorientiert ist daher die Genese von Wissen und Erkenntnis, die es als bloße Abbildung der Wirklichkeit nicht geben kann. Damit setzt Piaget den in der abendländischen Denktradition begründeten Antagonismus von Körper und Geist außer Kraft. Biologie und Erkenntnis ist nicht zuletzt eine Herausforderung an die Philosophie.
Piaget überblickt die klassischen philosophischen Probleme, Metaphysik, Ethik, Logik, Psychologie und Epistemologie, und sieht in dem Versuch, einen Konsensus zustandezubringen, ein Merkmal jeder wissenschaftlichen Erkenntnis. Er glaubt, daß mit Ausnahme der Metaphysik »alle philosophischen Untersuchungen über Probleme, die sich begrenzen lassen, dazu tendieren, sich zu Formen zu differenzieren, die wissenschaftlicher Forschung immer näher kommen - und somit auf einen möglichen Konsensus hin tendieren.«
Gesammelte Werke 3. Studienausgabe
English, French (translation)
Jean Piaget was one of the most salient and inspirational figures in psychological and educational research of the 20th century. He was also prolific, authoring or editing over 80 books and numerous journals and papers which spawned a continuation of his work over the following decades. His work now compromises a major component of many courses on children's psychological development and in a research tradition which is expanding, scholars may need access to the original texts rather than secondhand accounts. This volume is the third of nine reproducing Piaget's original works - they are also available as a boxed set
When first published in 1923, this classic work took the psychological world by storm. Piaget's views expressed in this book, have continued to influence the world of developmental psychology to this day.
The progress of behavior and thought, the genesis of logical, perceptual, and affective functions are the central themes explored by Jean Piaget in Six Psychological Studies. The first part of the book outlines the stages of mental development in children from birth to adolescence. The second part focuses specifically on methodological questions and aims to establish the principles of a theory of knowledge. While Piaget's works are often challenging for specialists, this volume serves as a striking shortcut and a comprehensive introduction to the work of the eminent psychologist.
Jean Piaget ve své průkopnické práci zkoumá inteligenci jako nejvyšší formu rozumových schopností člověka, její strukturu, vznik a vývoj. Popisuje přitom i vývoj rozumových a poznávacích schopností vůbec a vykresluje celou teorii vnímání.
Du 10 au 13 octobre 1975, les participants à ce débat se réunirent à l'abbaye de Royaumont, autour de Jean Piaget et de Noam Chomsky. Ce livre est issu de la seule rencontre personnelle qui ait jamais eu lieu entre le fondateur de l'épistémologie génétique et celui de la linguistique générative, c'est-à-dire de deux systèmes conceptuels, voire deux « philosophies », qui ne cessent d'inspirer depuis leur première formulation d'innombrables travaux scientifiques un peu partout dans le monde.Des chercheurs de tous pays attachés ont pris une part active à ce débat, élargissant son horizon et permettant d'en dégager une synthèse qui n'a pas, à ce jour, d'équivalent.
La costruzione del pensiero