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Lion Feuchtwanger

    7. Juli 1884 – 21. Dezember 1958

    Dieser Autor, ein renommierter deutsch-jüdischer Roman- und Bühnenautor, war ein entschiedener Kritiker des NS-Regimes, lange bevor er zur Auswanderung gezwungen wurde. Er floh während des Krieges aus Europa, verbrachte eine kurze Internierungszeit und fand schließlich Asyl in den Vereinigten Staaten. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Exil, seine Werke spiegeln eine tiefe Auseinandersetzung mit Geschichte und der menschlichen Verfassung wider.

    Lion Feuchtwanger
    Der Teufel in Frankreich
    Waffen für Amerika
    Briefe an Eva van Hoboken
    SZ-München Bibliothek 2. Erflog
    Válka židovská
    Der jüdische Krieg
    • Thruout his career Feuchtwanger was drawn to the theme of Jewishness. In his Josephus Trilogy (Josephus, '32; The Jew of Rome, '35; & Josephus & the Emperor, or The Day Will Come, '42) he deals with the theme of nationalism versus cosmopolitanism by describing the development of Flavius Josephus, a Jewish historian of the 1st century. Toward the his life's end he took up the theme by writing about Raquel, the Jewess of Toledo ('55), who for seven years prevented Alfonso VIII of Castile from warring against the Moors. In Jefta & His Daughter ('57) he wrote about a man from the Hebrew bible who kept an oath to god by sacrificing his daughter.

      Der jüdische Krieg
      4,6
    • SZ-München Bibliothek 2. Erflog

      • 752 Seiten
      • 27 Lesestunden

      Ein packender Zeitroman. Der Münchner Museumsdirektor Martin Krüger hat sich unbeliebt gemacht. Einige Leute wären ihn gern los. Der Meineidprozess, den man ihm anhängt, geht deshalb auch nicht gut für ihn aus. Doch er hat Freunde, die seine Unschuld zu beweisen versuchen. \"Der Roman ›Erfolg‹ ist mehr als nur ›das Buch Bayern‹, er weitet sich zu einer Geschichte der allgemeinen deutschen Zustände in der Epoche des beginnenden Nazismus aus.\" Victor Klemperer

      SZ-München Bibliothek 2. Erflog
      4,5
    • Waffen für Amerika

      • 570 Seiten
      • 20 Lesestunden

      Die Füchse im Weinberg wurde von Lion Feuchtwanger in den Jahren 1947–1948 geschrieben. Das Thema der Zeit vor der Französischen Revolution wird hier, wie auch in anderen Romanen, aktualisiert. Der Roman behandelt die Situation im vorrevolutionären Paris, insbesondere den Kampf um Freiheit, und ist durchdrungen von humanistischen Gedanken und Idealen, die im Hintergrund Faschismus, Nationalsozialismus und jede Form von Totalitarismus verurteilen. Der Titel des Romans, inspiriert von dem biblischen Motiv der Füchse, die den Weinberg des Herrn verwüsten, spiegelt die Unfreiheit wider, die den Menschen und seine Möglichkeiten erdrückt. Daher stehen sich Frankreich unter Ludwig XVI., repräsentiert durch seinen Monarchen und das unterdrückende Regime, und das neue, junge, freie Amerika, verkörpert durch Benjamin Franklin, gegenüber.

      Waffen für Amerika
      4,4
    • Der Teufel in Frankreich

      • 234 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Bericht aus der Hölle. Mai 1940: Einer der politischen Flüchtlinge, die von den französischen Behörden im Lager Les Milles interniert werden, ist der Schriftsteller Lion Feuchtwanger. Wie so viele Nazi-Gegner hatte er in Frankreich Zuflucht gesucht. Doch nun sitzt er in der Falle, die Angst vor den heranrückenden deutschen Truppen erreicht im Lager ein kaum erträgliches Maß. „Liberté, Egalité, Fraternité stand riesig über dem Portal des Bürgermeisteramtes, man hatte uns gefeiert, als wir, vor Jahren, gekommen waren, die Zeitungen hatten herrliche, respektvolle Begrüßungsartikel geschrieben, die Behörden hatten erklärt, es sei eine Ehre für Frankreich, uns gastlich aufzunehmen, der Präsident der Republik hatte mich empfangen. Jetzt also sperrte man uns ein.“ Lion Feuchtwanger

      Der Teufel in Frankreich
      4,5
    • Die Josephus-Trilogie – über Flavius Josephus, beginnend im Jahr 60 in Rom.

      Der tag wird kommen
      4,4
    • Goya oder der arge Weg der Erkenntnis

      Roman

      • 661 Seiten
      • 24 Lesestunden

      Ein farbenprächtiger Künstlerroman Der spanischen Inquisition sind die „Caprichos“ des Malers Francisco de Goya überbracht worden, ketzerische Zeichnungen, Visionen des Schreckens, Bilder der Anklage. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis das Heilige Tribunal den Ketzer und sein Werk vernichten wird. Aber die kühne, eigenwillige Kunst Goyas triumphiert über klerikale Willkür.

      Goya oder der arge Weg der Erkenntnis
      4,3
    • Der Meister des historischen Romans Für seinen letzten Roman griff Feuchtwanger auf einen Stoff aus alttestamentarischen Zeiten zurück. Er erzählt von Jefta, dem Richter und Kriegsherrn, dessen Taten überall im Lande gerühmt werden. Als Feinde das Land bedrohen, läßt er sich hinreißen zu dem unseligen Schwur, Jahwe denjenigen zum Opfer zu bringen, der ihm nach siegreichem Feldzug zu Hause als erster entgegenkommt. Das aber ist seine geliebte Tochter.

      Jefta und seine Tochter
      4,3
    • Dvojjazyčné, německo-české vydání povídek německého spisovatele, autora románů Goya, Lišky na vinici, Židovka z Toleda a dalších. Feuchtwangerovy povídky vznikaly v širokém rozmezí od třicátých let až po dobu emigrace ve Spojených státech po roce 1941. Psychologicky zaměřené povídky se zaměřují na vztahy mezi lidmi zasazené do dobových souvislostí, jak je tomu například v povídce Dům na Zelené cestě, který vypráví o konfliktu historika s nastupující fašistickou mocí (není bez zajímavosti, že povídka vznikla v roce 1942, ale je napsána, jako by byla válka už skončila). Dvojjazyčný text s gramatickým a lexikálním komentářem pod čarou. Jazyková úroveň - pokročilí....

      Eine Wette und andere Geschichten. Sázka a jiné povídky
      4,2
    • Die Jüdin von Toledo

      • 467 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Eine tragische Liebesgeschichte La Fermosa, die Schöne, wird im mittelalterlichen Spanien Raquel, die Tochter des angesehenen Juden Jehuda Ibn Esra, genannt. In König Alfonso VIII. von Kastilien erwacht bald eine tiefe Leidenschaft für die gebildete, schöne junge Frau, und was für Raquel als politisches Opfer im Interesse der Vernunft und des Friedens begann, wächst auch bei ihr zu einer stürmischen Liebe für den mutigen König. "Liebesszenen von glühender Leidenschaft und der heißen Sinnlichkeit südlicher Temperamente." Marcel Reich-Ranicki

      Die Jüdin von Toledo
      4,3
    • Geschichte machen Goya, Die Jüdin von Toledo, Jud Süß, Die häßliche Herzogin Margarete Maultasch, Der falsche Nero – Lion Feuchtwanger, Meister des Historischen, hat die Vergangenheit in unsterblichen Gestalten und packenden Geschichten lebendig gemacht. Seine berühmtesten historischen Romane werden in neuer Ausstattung und in einer fünfbändigen Kassette vorgelegt. Die berühmtesten historischen Romane Feuchtwangers in hochwertiger Ausstattung

      Die historischen Romane. Der falsche Nero. Die Jüdin von Toledo. Goya. Die Geschwister Oppermann.
      4,0
    • "In jener Nacht, in der das Auto über die Schweizer Grenze rast, is der Schlagbaum auf deutscher Seite nicht geschlossen: Die Entführung des Journalisten Friedrich Benjamin geschieht im Auftrage deutscher Behörden. Ein Tauziehen beginnt zwischen der NS Parteizentrale und den in Paris lebenden Exilanten um das Leben des Mannes Benjamin und um die Existenz der Zeitung 'Pariser Nachrichten." -- P. [4] of cover.

      Exil
      4,2
    • Im Laufe seiner Karriere fühlte sich Feuchtwanger immer wieder zum Thema Judentum hingezogen. In seiner Josephus-Trilogie (Josephus, Der Jude von Rom und Josephus und der Kaiser) behandelt er das Thema Nationalismus versus Kosmopolitismus, indem er die Entwicklung von Flavius Josephus, einem jüdischen Historiker des 1. Jahrhunderts, beschreibt. Gegen Ende seines Lebens griff er das Thema erneut auf, indem er über Raquel, die Jüdin von Toledo, schrieb, die sieben Jahre lang Alfonso VIII. von Kastilien daran hinderte, gegen die Mauren zu kriegen. In Jefta und seine Tochter schrieb er über einen Mann aus der hebräischen Bibel, der ein Gelübde an Gott einhielt, indem er seine Tochter opferte.

      Die Söhne
      4,1
    • Die Geschwister Oppermann

      • 381 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Ein typisches Schicksal einer jüdischen Berliner Familie in den ersten Jahren der Barbarei wird beleuchtet. Der Jude Gustav Oppermann feiert seinen 50. Geburtstag in der Hoffnung, dass die völkische Bewegung abflaut. Doch nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler eskaliert die Barbarei. Die Menschenwürde wird täglich mit Füßen getreten. Die Reaktionen der Protagonisten sind unterschiedlich: Gustav engagiert sich im Widerstand und stirbt an den Folgen eines Konzentrationslageraufenthaltes. Martin, sein Sohn, ignoriert die Demütigungen und verwandelt das jüdische Geschäftshaus in ein deutsches Möbelhaus, um Vorteile zu ziehen. Liselotte, seine Frau, schämt sich, eine Deutsche zu sein, und ihr halbjüdischer Sohn Berthold wählt den Tod, anstatt seine Überzeugungen vor seinem nationalsozialistischen Lehrer zu verleugnen. Liselottes Bruder steht zu seinen linksgerichteten Freunden und widersetzt sich der Regierung. Rektor Francois versucht anfangs, sich mit dem neuen System zu arrangieren, erkennt jedoch bald, dass er dies nicht mit sich selbst vereinbaren kann, und akzeptiert den Verlust seines Postens und die damit verbundene Armut. Weitere Schicksale verdeutlichen, dass Emigration die einzige Rettung für die Juden war, und zeigen, dass man bereits nach Hitlers Machtergreifung viel über das unmenschliche Vorgehen der Nationalsozialisten wusste.

      Die Geschwister Oppermann
      4,2
    • Die legendäre Gestalt des Jud Süß Der jüdische Kaufmann Josef Süß Oppenheimer steigt an der Seite des Herzogs Karl Alexander zum mächtigsten Mann Württembergs auf. Als seine geliebte Tochter Naemi vor den Nachstellungen des Herzogs in den Tod flüchtet, schwört Süß seinem verschwenderischen Leben ab und stellt dem Landesherrn eine Falle. Doch der Tod des Herzogs besiegelt auch seinen eigenen Untergang.

      Jud Süß
      4,2
    • Der falsche Nero

      • 400 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Eine politische Parabel Ein genialer Streich, ein hintergründiger Racheakt, viel mehr war es nicht, als Senator Varro in den römischen Ostprovinzen den Kaiser Nero, elf Jahre nach dessen Tod, auferstehen ließ. Und sein Coup gelingt. Terenz, der Töpfer, der aussieht wie Nero, spielt seine Rolle erfolgreich. Bis er, eitel und machtbesessen, vergisst, dass er nur eine Marionette ist.

      Der falsche Nero
      4,1
    • Aufstieg und Ende eines pompösen Scharlatans Der Hellseher Oskar Lautensack ist auf dem Weg nach ganz oben. Längst sind es nicht mehr die kleinen Laute, die sich von Oskar Gewißheit über ihre ungewisse Zukunft erhoffen. Großindustrielle kommen zu ihm und auch SA-Stabschef Proell, der über ein „Signal“ nachsinnt, das der Partei die absolute Herrschaft sichern soll. Oskar sieht, was Proell als Möglichkeit erwogen hat: Flammen in einem großen öffentlichen Gebäude. Doch der Hellseher Oskar Lautensack sieht nicht, das er damit sein eigenes Todesurteil gesprochen hat. Dem Roman liegt die Lebensgeschichte des Telepathen Erik Jan Hanussen zugrunde, der 1933 ermordet wurde.

      Die Brüder Lautensack
      4,1
    • Vedle slavných románů Goya, Lišky na vinici, Židovka z Toleda a dalších psal Lion Feuchtwanger i povídky. Vznikaly v širokém rozmezí od třicátých let až po dobu emigrace ve Spojených státech po roce 1941. Psychologicky laděné příběhy se zaměřují především na dobou podmíněné mezilidské vztahy. Kniha navazuje na vydání výboru Sázka a jiné povídky, který vyšel v řadě Bilingua v loňském roce. Bilingvní česko-německé vydání, nezkrácený text.

      Po sezoně a jiné povídky = Nachsaison und andere Geschichten
      3,0
    • Der tönerne Gott

      • 190 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Ein Kreis junger Künstler, süchtig nach Luxus und Genuß, und im Mittelpunkt er, Heinrich Friedländer, reich, talentiert, gewissenlos. Das Leben ist ein Spiel, bis Heinrich sein Vermögen verliert und nur ein Verbrechen ihn vor dem finanziellen Ruin retten kann.

      Der tönerne Gott
      3,6
    • Die hässliche Herzogin

      • 236 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Die Meisterin der Intrigen Margarete, Herzogin von Tirol, ist eine wichtige Figur auf dem Schachbrett der europäischen Geschichte. Sicher im Urteil und rasch im Handeln, zwingt sie selbst ihren Gegnern Achtung ab. Doch ihre groteske Hässlichkeit macht sie zum Gespött der Leute. Auf grausame Weise sucht sie zu erlangen, was der Schönheit von selbst zufällt: Macht und Liebe.

      Die hässliche Herzogin
      3,9
    • Der berühmte französische Philosoph Jean-Jacques Rousseau ist tot. Das ärztliche Gutachten bescheinigt zwar einen Gehirnschlag als Todesursache, aber niemand glaubt daran. Hartnäckig hält sich das Gerücht, der Geliebte von Rousseaus Frau sei der Mörder. Es beginnt ein Kampf um das Erbe des toten Philosophen, der in seiner Familie als Narr galt, unfähig, aus seinem Werk finanziellen Gewinn zu ziehen. Auch um das Vermächtnis seiner Lehre tobt der Streit, der Freunde und Feinde Rousseaus in die unterschiedlichen Lager der Französischen Revolution führt und in Befürworter und Gegner der Gewalt spaltet.

      Narrenweisheit oder Tod und Verklärung des Jean-Jacques Rousseau
      3,9
    • In diesem im Jahre 1940 in Frankreich spielenden Werk versucht Lion Feuchtwanger, eine Verbindung zwischen Jeanne d'Arc und einer fünfzehnjährigen Protagonistin im von Deutschen besetzten Land herzustellen. Madame, schwarz und massig, betrachtet Simone durch ihr Lorgnon und erkennt in ihr Hochmut und Vorwitz. Simone, beeinflusst von Schriften über Jeanne d'Arc, mischt sich in die Geschäfte ihrer Verwandten ein. In einem Traum erhält sie von ihrem toten Vater den Auftrag, dem Herrscher Frankreichs die wahren Feinde des Landes zu zeigen: die Zweihundert Familien, die mit den Deutschen kollaborieren. Dreimal greift Simone in die Geschicke ihres Heimatlandes ein, stets in ihren dunkelgrünen Hosen, die für ihre Aufsässigkeit stehen. Auch Jeanne d'Arc wurde wegen ihrer Männerkleider kritisiert. Als Onkel Prosper zögert, die Anweisung des Präfekten zu befolgen und seinen Fuhrpark zu zerstören, handelt Simone und zündet das Benzinlager an. Madame und Onkel Prosper nennen es einen privaten Racheakt, um ihren Einfluss zu wahren, während die Einwohner von Saint-Martin es als patriotische Tat ansehen. Simones Mut und die Unterstützung der Bevölkerung helfen ihr, die ihr auferlegte Strafe mit Würde zu tragen.

      Simone
      3,6
    • Ein möglichst intensives Leben

      • 639 Seiten
      • 23 Lesestunden

      Erstmals vollständig erschlossen: Lion Feuchtwangers bislang unveröffentlichte Tagebücher, die einen konfliktbeladenen Weg eines vielseitigen Literaten zum international anerkannten Romancier und Weltbürger dokumentieren. Diese Tagebücher, die von 1906 bis 1940 reichen, wurden in den neunziger Jahren in Los Angeles entdeckt, wo sie während der McCarthy-Ära verborgen gehalten wurden. Die Edition basiert auf der Transkription der Handschrift und der Entzifferung verschlüsselter Teile. Der Tagebuchschreiber zeigt sich als offener Chronist seines bewegten Lebens und zentraler Kapitel deutscher Geschichte. Feuchtwanger wird in seiner Vielschichtigkeit präsentiert, mit all seinen Eigenheiten und Stärken – „Feuchtwanger ohne Filter“. Mit einem Vorwort von Klaus Modick. Die Tagebücher schildern die Zwänge der Sexualität und das Schriftstellerleben im Zeitalter der Totalitarismen. Sie ergänzen den Kanon seiner Werke um ein weiteres, nie zur Veröffentlichung bestimmtes Werk, das Begegnungen und Vorkommnisse festhält. Diese kleinen Punkte ergeben ein Panorama von weltgeschichtlichem Ausmaß. Ein beeindruckender Blick auf das letzte Jahrhundert und einen seiner bestvernetzten Schriftsteller.

      Ein möglichst intensives Leben
      2,6
    • Lion Feuchtwanger über das Judentum – über Zugehörigkeit und Freiheit, Barbarei und Demokratie Der große Erzähler bringt uns seine fundierten Überlegungen anschaulich und oft anrührend nahe. Das Lebensthema des 1933 aus der Heimat vertriebenen Lion Feuchtwanger, der nie wieder einen Fuß auf deutschen Boden setzte, wird angesichts der bedrohlichen neuen Formen des Antisemitismus und vor dem Hintergrund eines neuen Angriffskrieges in Europa in einer Weise aktuell, die wir lange überwunden glaubten. Ein bis heute gültiger Beitrag von einem der profundesten Kenner der Geschichte des Judentums – mit bislang unveröffentlichten Reden und Essays. »Ich bin ein deutscher Schriftsteller, mein Herz schlägt jüdisch, mein Denken gehört der Welt.« Lion Feuchtwanger

      Bin ich deutscher oder jüdischer Schriftsteller?
    • Dies ist ein kritischer Aufsatz von Lion Feuchtwanger, den er 1907 für seine philologische Dissertation über Heinrich Heines Rabbi von Bacherach verfasste. Heinrich Heines Rabbi von Bacherach ist in dieser Ausgabe enthalten.

      Heinrich Heines Rabbi von Bacherach
    • Bertolt Brecht

      • 278 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Hrsg. Hecht, Werner Mit e. Essay v. Feuchtwanger, Lion Zahlr. Abb. 2., verb. A.

      Bertolt Brecht
    • Die Füchse im Weinberg

      Roman

      • 992 Seiten
      • 35 Lesestunden

      In einem der opulentesten historischen Romane von Feuchtwanger aus dem Jahr 1776 treffen am Hofe von Versailles zwei gegensätzliche Rivalen aufeinander: der französische Komödiendichter Beaumarchais und der korrekte amerikanische Gesandte Benjamin Franklin. Beide verfolgen das Ziel, Louis XVI. dazu zu bewegen, die amerikanischen Rebellen zu unterstützen. Inmitten einer heiteren Untergangsstimmung entfalten sich Intrigen und Leidenschaften, während eine üppige Personage von Hofstaat bis zur französischen Geisteselite agiert. Feuchtwanger betont, dass der wahre Held des Romans nicht Franklin oder Beaumarchais, sondern der unsichtbare Lenker der Geschichte ist: der Fortschritt. Im Nachwort von 1952 reflektiert er über die Entdeckung und Anerkennung des Fortschritts im 18. und 19. Jahrhundert, gefolgt von dessen Verleugnung im 20. Jahrhundert. 1946 informierte Feuchtwanger Arnold Zweig über die Fertigstellung des Romans, der in zwei Bänden erscheinen sollte. Der erste Band kam 1947 heraus, der zweite folgte 1948. Die erste Auflage wurde unter zwei Titeln veröffentlicht: „Waffen für Amerika“ und „Die Füchse im Weinberg“. Der Verlag entschied sich möglicherweise für den zweiten Titel, da der ursprüngliche Titel als kriegspropagandistisch wahrgenommen wurde und politische Einwände aus Moskau nach sich zog. Der neue Titel bezieht sich auf das Hohe Lied Salomon, 2, 15.

      Die Füchse im Weinberg
    • Jud Süss

      Hörspiel

      Aus allen Gemeinden, aus Fürth und Prag, aus Worms, Hamburg und Frankfurt, machen sich die Männer auf, das Kind zu bestatten des Finanzmannes Josef Süß Oppenheimer, das schöne und kluge Mädchen Naemi, das gestorben ist, weil ihm vor der Lüsternheit des Herzogs Karl Alexander grauste. Die Hand seines Landesherrn, zur Versöhnung gereicht, ergreift Süß nur zum Schein. Er wird seine Rache raffiniert arrangieren. Er wird die ehrgeizigen Pläne des Karl Alexanders von Württemberg fördern, er wird ihm Cäsar-Träume einpflanzen, ins Blut brennen. Dann aber wird er das große Projekt des Herzogs, seinen Staatsstreich, im Moment der größten Siegeszuversicht verraten. Doch des Herzogs Ende besiegelt auch den Untergang des Josef Süß Oppenheimer. Im Gefängnis vollzieht sich die große Wandlung des genialen, des glanzvollen, erfolgreichen Finanzpolitikers: die Fragwürdigkeit allen Machtstrebens erkennend, wendet er sein Denken ab "vom Tun zum Nichttun, von der Aktion zur Betrachtung", zu den geistig-ethischen Werten jüdischen Glaubens. Die gebotene Chance zu seiner Rettung schlägt er aus. Im Verzicht liegt für ihn der Gewinn menschlich-moralischer Integrität

      Jud Süss