Palliative Care im Licht der letzten sieben Worte Jesu
160 Seiten
6 Lesestunden
Die Kunst des Abschiednehmens beleuchtet, was Sterbende für einen erfüllten Abschied benötigen. Angelika Daiker und Judith Bader-Reissing verbinden die letzten sieben Worte Jesu mit Hospiz-Erfahrungen und entwickeln einen neuen, praxisorientierten Ansatz der Palliativ Care, der Begleitenden wertvolle Impulse bietet.
Wer um einen geliebten Menschen trauert, mag das kaum glauben. Es ist ein langer und schmerzvoller Weg, der Trauer Raum zu geben und wieder ins Leben zu finden. Als Trauerbegleiterin macht Angelika Daikar Mut, die unterschiedlichen Gefühle und Ausdrucksformen der Trauer auf dem Hintergrund der eigenen Biographie zu verstehen. Eine einfühlsame Begleitung für verwitwete Frauen und eine Wegweisung, wie das Leben mit der Trauer weitergehen kann. Es wird anders, aber vielleicht auch wieder schön.
„Es wird wieder schön, aber anders.“ Wer um einen geliebten Menschen trauert, mag das kaum glauben. Es ist meist ein langer und schmerzvoller Weg, die Trauer auszuhalten und wieder ins Leben zu finden. Angelika Daiker hat viele Frauen auf ihrem Trauerweg begleitet: alte Frauen, die ihre letzten Jahre allein verbringen müssen; „junge“ Seniorinnen, deren Pläne für einen Ruhestand zu zweit zerstört wurden; junge Frauen, die am Anfang eines gemeinsamen Lebens allein zurückbleiben. Jede Trauer ist individuell und doch gibt es gemeinsame Erfahrungen. Dieses Buch nimmt beides auf. Geschichten einzelner Frauen klingen an. Sie bieten eine Möglichkeit der Identifikation, die tröstlich sein kann. Ebenso kommen Themen zur Sprache, die jede verwitwete Frau betreffen. Wer hält meine Trauer aus? Darf ich jemals wieder glücklich sein? Eine einfühlsame Begleitung für verwitwete Frauen und ein wertvoller Schatz von Erfahrungen für Menschen, die mit Trauernden arbeiten.
Dieser Band zeichnet sich durch eine völlig neue Konzeption aus. Geh ein Wort weiter ist eine Einladung, Tag für Tag, Wort für Wort den eigenen Trauerweg zu gehen und sich dabei inspirieren und begleiten zu lassen durch ein Stichwort des Tages, das mich gerade heute anspricht; durch eine Erfahrung, die vielleicht der eigenen entspricht; durch das Zitat einer Schriftstellerin, eines Schriftstellers; durch ein Gebet, das auch im Zweifel den Dialog mit Gott wach zu halten versucht. Tag für Tag gibt es diese vier Elemente, die dem eigenen Weg einen Impuls geben. Der Sonntag ist herausgehoben und zeichnet sich durch einen zusätzlichen Bibelvers aus, der auf das Stichwort und die Texte des Tages bezogen ist. Der Trauerbegleiter führt auch durch verschiedene Zyklen im Jahr hindurch. Schließlich durchlebt jeder nicht nur die persönliche, innere Situation, sondern die Jahreszeiten, Gedenktage und Feste im Jahr berühren die Trauer von außen, zwingen ihr schwere Themen auf oder lassen etwas Freudiges aufleuchten Mit ihren reichen Erfahrungen in der Begleitung Trauernder gelingt es der Autorin und dem Autor, behutsam, zurückhaltend, aber auch Mut machend Betroffene anzusprechen und Vertrauen zu vermitteln, dass es etwas gibt, auf das es sich zuzugehen lohnt.