Solange es Freunde unabhängigen, weltoffenen Geistes und funkelnden Witzes gibt, werden Voltaires Romane und Erzählungen als literarische Kostbarkeiten ersten Ranges unsterblich sein. Sie entzücken immer neu durch ihren weltkundigen Verstand und die unnachahmliche Brillanz ihres Stils, vor denen sich die menschlichen Vorurteile in Lachen auflösen und die wahre Menschlichkeit sichtbar wird. In dieser Ausgabe sind sie sämtlich vereinigt: die bekannten Romane wie 'Candide oder Der Optimismus', 'Zadig oder Das Schicksal', 'Die Prinzessin von Babylon' mit einer Fülle weniger bekannter, doch nicht weniger witziger, glänzender Meisterstücke. Die Ausgabe ist durch 'Potpourri, die Denkwürdigkeiten aus dem Leben des Herrn de Voltaire. Aufgezeichnet von ihm selbst' und durch sorgfältige Erläuterungen bereichert.§
Voltaire Bücher
Voltaire, eine herausragende Persönlichkeit der Aufklärung, setzte seinen scharfen Intellekt und seine Eloquenz ein, um Vernunft und Gerechtigkeit zu fördern. Er stellte furchtlos religiöse Dogmen und gesellschaftliche Vorurteile in Frage, wobei er häufig bissige Satire einsetzte, um Heuchelei aufzudecken und Reformen zu befürworten. Seine Schriften befassten sich mit tiefgreifenden philosophischen Fragen zu Glauben, Existenz und Menschenrechten und argumentierten stets gegen Intoleranz und Aberglauben. Voltaires unverwechselbare Stimme und seine mutige Kritik festigten sein Vermächtnis als treibende Kraft der intellektuellen Geschichte und inspirierten Generationen, zu hinterfragen und nach Wahrheit zu suchen.







Die Prinzessin von Babylon. Nachw. v. Hans Pleschinski
- 149 Seiten
- 6 Lesestunden
Die Reise mit Voltaire nach Babylon offenbart eine Welt des Orientalismus und Exotismus, während sie gleichzeitig das zeitgenössische Europa reflektiert. Dabei wird die Frage nach dem Verhältnis der europäischen Kultur zu ihren weltgeschichtlichen Nachbarn thematisiert.
Geschichte Karls XII., Königs von Schweden
- 286 Seiten
- 11 Lesestunden
Die TREDITION CLASSICS Hardcover-Ausgabe veröffentlicht Klassiker der Weltliteratur aus über zwei Jahrtausenden, die größtenteils vergriffen waren. Ziel ist es, diese Werke als gedruckte Bücher wieder zugänglich zu machen und die Kultur zu fördern, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
„Adieu, teurer Voltaire, möge Gott Sie vor Schlaflosigkeit, Fieber und erbosten Menschen bewahren“. Fast immer mit leichter Hand schrieben sich Friedrich II. von Preußen und Voltaire Briefe, die nicht ihresgleichen haben: ein lebenslanger Gedankenaustausch auf höchster Ebene. Die kommentierte Edition, die rasch zum Standardwerk avancierte, liegt nun als überarbeitete Neuausgabe vor.
Voltaire: Zadig oder Das Verhängnis. Eine morgenländische Geschichte Lesefreundlicher Großdruck in 16-pt-Schrift Großformat, 210 x 297 mm Berliner Ausgabe, 2020 Durchgesehener Neusatz mit einer Biographie des Autors bearbeitet und eingerichtet von Theodor Borken Zadig ou la déstinée, histoire orientale. Erstdruck 1747. Hier in der Übersetzung von Wilhelm Christhelf Siegmund Mylius mit dem Titel Zadig oder Das Verhängnis. Eine Morgenländische Geschichte aus der Werkausgabe in 26 Bänden, Berlin, Arnold Wever, 1786-1794. Auch bekannt unter den deutschen Titeln Zadig oder Das Schicksal. Eine orientalische Erzählung und Zadig oder Die Bestimmung. Dieses Buch folgt in Rechtschreibung und Zeichensetzung obiger Textgrundlage. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Pierre-Cécile Puvis de Chavannes, Tor zum Morgenland, 1869. Gesetzt aus der Minion Pro, 16 pt. Henricus Edition Deutsche Klassik UG (haftungsbeschränkt)
Voltaire, der »geistreiche Spötter« – kaum ein Klischee über große Literaten ist so verbreitet. Doch das lässt den französischen Denker weit zu harmlos erscheinen. Geistreich und ironiebegabt war Voltaire gewiss, doch mild lächelnder Spott war seine Sache nicht. Er konnte scharf und ätzend sein, wo er sich engagierte. »Écrasez l’infâme« war sein Schlachtruf – »Zerschmettert alles Niederträchtige«. Das »Dictionnaire philosophique portatif«, das 1764 erstmals erschien, ist alles andere als ein Nachschlagewerk. Es ist eine klare Abrechnung mit Dummheit, Fanatismus, Borniertheit und Intoleranz. In 73 Stichworten kann man lernen, was eine kritische, undogmatische Geisteshaltung ausmacht. Man kann von ihm lernen, was das Engagement eines Schriftstellers vermag. Und dass Engagement und literarische Qualität einander nicht ausschließen – eine kluge Kampfschrift, von der noch heute Impulse ausgehen können. Der Literaturkritiker Denis Scheck bezeichnete es zu Recht als Skandal, dass das »Philosophische Taschenwörterbuch« nur in einer Auswahlausgabe auf Deutsch erhältlich sei. Diese Ausgabe macht die deutschsprachige Literaturwelt nun um einen Skandal ärmer.
Ausgezeichnet als eines der schönsten Bücher 2017 durch die Stiftung Buchkunst. Voltaires Tragödie DER FANATISMUS ODER MOHAMMED stellt Macht und Manipulation exemplarisch dar: Der religiöse Fanatismus wird zur politischen Waffe. Das Stück ist ein drastischer Ruf der Warnung. Der katholische Klerus ließ das Stück sofort verbieten, Voltaire widmete es sofort dem Papst. Der Fanatismus oder Mohammed erzählt eine haarsträubende und gewöhnliche Geschichte: Hirn und Herz eines jungen Mannes werden gewaschen, die Religion lässt ihn zum Mörder werden. Sein Auftraggeber ist der Prophet Mohammed, der die Stadt Mekka erobern will – und triumphiert. Die Neuübersetzung der Tragödie wird ergänzt durch Voltaires Widmungsbriefe an Friedrich II. und den Papst, sowie durch zwei schonungslose Streitschriften: In ihnen rechnet Voltaire mit den drei Buchreligionen gleichermaßen ab. Die Predigt der Fünfzig zerlegt die Bibel, Von dem Korane und dem Mahomed den Koran – dieser Essay wird in einer zeitgenössischen Übersetzung von Gotthold Ephraim Lessing präsentiert. Es geht Voltaire nicht um eine einzelne Religion, er schreibt gegen den Missbrauch des Göttlichen und gegen den Fanatismus an.
Stürmischer als das Meer
Briefe aus England
Voltaire stand als 32jähriger vor der Wahl, in der Bastille sitzen zu bleiben oder aber ins Ausland ins Exil zu gehen. Er wählte das letztere und schrieb diese Briefe über den so schlecht gekannten Nachbarn England. Briefe über Konfessionen und Politik, Philosophen und Wissenschaftler, u. a. über Francis Bacon, Thomas Locke, Isaac Newton, Blaise Pascal.



