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Hugo Hamilton

    28. Jänner 1953

    Hugo Hamilton ist ein irischer Schriftsteller, dessen Werke sich häufig mit Themen wie Identität und Sprache auseinandersetzen. Seine Erziehung, in der er gezwungen war, nur Deutsch oder Irisch zu sprechen, weckte eine Faszination für die englische Sprache und ein Gefühl des Außenseiters in allen Sprachen. Diese Erfahrung prägte seine literarische Stimme, die von einem tiefen Verständnis für die Komplexität interkulturellen Lebens und die psychologischen Auswirkungen sprachlicher Barrieren geprägt ist. Sein Schreiben wird für seine Ehrlichkeit und seine Fähigkeit geschätzt, zutiefst persönliche Erzählungen zu schaffen, die universelle menschliche Erfahrungen widerspiegeln.

    Der irische Freund
    Der Matrose im Schrank
    Die redselige Insel
    Palmen in Dublin
    Ein schlechter Verlierer
    Legenden
    • Legenden

      • 303 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Ein Mann voller Geheimnisse auf der Suche nach der Wahrheit über sich selbst Zeit seines Lebens fragt sich Gregor Liedmann, ob er der leibliche Sohn seiner Eltern ist oder eine Flüchtlingswaise, an Kindes statt angenommen in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Diese Unsicherheit hat sein Leben geprägt, ihn zum Einzelgänger gemacht, ihn von Frau und Kind fort- und in die Welt hinausgetrieben. Gregor Liedmann, Musiker in Berlin, ist ein verschlossener Mensch, von vielen Geheimnissen umhüllt. Er sei Jude, heißt es, irgendwo im Osten geboren, ein Findelkind. Der wahre Gregor Liedmann, heißt es, sei im Bombenhagel mit drei Jahren umgekommen. Später, 1968, habe Liedmann mit Steinen geworfen, in einer Kommune gelebt und bald darauf Mara geheiratet, eine anarchistische Künstlerin und seine große Liebe. Und trotzdem habe er sie und den gemeinsamen Sohn Daniel nach ein paar Jahren verlassen. Als Trompeter hätte er Weltkarriere machen können, heißt es, er habe in Kanada und in Irland gelebt, aber nirgendwo lange. So viele Legenden umranken ihn, dass keiner mehr weiß, was wahr und was erfunden ist. Jetzt, mit gut sechzig Jahren, erkennt er, wie wichtig ihm Mara und Daniel sind. An einem Tag im späten September fährt er zur Apfelernte auf ein Landgut südlich von Berlin, wo er die beiden wieder trifft und nach der verschütteten Wahrheit, nach sich selbst, nach seiner großen Liebe sucht.

      Legenden
      4,0
    • Viel Gefallen findet der Rezensent Werner Irro nicht an diesem märchenhaft anmutenden Roman. Die Autorin erzählt die Geschichte der zurückgezogen lebenden Gudrun, die ihre Identität an die Puppensammlerin Hildur verliert. Ihn stört der Gestus "einer Naivität, die man nur schwer gelten lassen kann". Neben der sprachlichen Ebene missfällt ihm auch der etwas unzeitgemäße, in den 70er Jahren verhafte Ansatz der Autorin, "konventionelle Muster von Frauenporträts traumwandelnd zu unterlaufen", obwohl er ihren Umgang mit diesen Verschiebungen als "virtuos" bezeichnet. Trotzdem empfindet er das Ergebnis als misslungen, auch werden die beiden Hauptfiguren nach Irros Auffassung nicht gut ausgemalt. All das zusammen erzeuge eine "durch und durch hölzerne Handlungskette", die auch durch einen "ironischen Schlenker" am Schluss nicht wirklich stimmig werde.

      Ein schlechter Verlierer
      3,0
    • Ein Wanderer zwischen den Sprachen: Der Icherzähler dieses Romans wuchs mit einer deutschen Mutter und einem irischen Vater auf, der das Englische verteufelte und von den Kindern verlangte, Gälisch zu sprechen. Inzwischen ist der Mann erwachsen, er kehrt mit seiner Frau und zwei kleinen Töchtern nach langer Zeit aus Berlin zurück und möchte in Dublin wieder heimisch werden. Doch Erinnerungen und Zweifel überwältigen ihn, und es fällt ihm schwer, Fuß zu fassen – anders als die Palmen in ihrer Straße, die hier gut gedeihen. Sie werden dem Icherzähler zum Sinnbild für seine eigene Wurzellosigkeit.

      Palmen in Dublin
      3,6
    • Die redselige Insel

      Irisches Tagebuch

      Ein besonderes Buch zum 50jährigen Jubiläum des \"Irischen Tagebuchs\" von Heinrich Böll Jahre nach Heinrich Böll begibt sich der deutsch-irische Schriftsteller Hugo Hamilton auf die Spuren des deutschen Nobelpreisträgers und bereist die Grüne Insel. Das Ergebnis ist einerseits eine raffinierte und kunstvolle Spiegelung des Böllschen Tagebuchs, die zeigt, wie vieles heute anders geworden und wie vieles sich dennoch gleichgeblieben ist. Und andererseits bietet der Blick des irischen Autors mit deutschen Wurzeln eine ganz besondere Perspektive, die mit ironischer Selbstkritik auf beide Seiten schaut und zu höchst vergnüglichen Erkenntnissen kommt.

      Die redselige Insel
      3,8
    • Der Matrose im Schrank

      • 286 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Eine Jugend im Irland der 60er Jahre Kraftvoll, komisch, hinreißend schön – der erste Band der Erinnerungen von Hugo Hamilton war eine kleine Sensation. Jetzt erzählt der Dubliner Schriftsteller den zweiten Teil, eine ebenso poetische wie kompromisslos unsentimentale Geschichte von Liebe und Hass zwischen Vater und Sohn, von unbändigem Freiheitsdrang und tiefer Sehnsucht nach Heimat. Ende der 60er Jahre erkundet der Teenager Hugo seine deutsch-irische Identität. Er rebelliert gegen den übermächtigen Vater, hört heimlich die erste Beatles-Platte und wird mit den brisanten politischen Ereignissen in Irland konfrontiert.

      Der Matrose im Schrank
      3,9
    • Wie ist das, wenn man sich in der Fremde eine neue Heimat aufbaut? In seinem neuen Roman erzählt Hugo Hamilton die Geschichte des Serben Vid Cosic, der nach Dublin geht und dort ein neues Leben, Arbeit, Freunde sucht. Der Blick des Fremden auf Irland, seine Menschen und seine Eigenheiten ist ebenso faszinierend wie die Geschichte der Freundschaft zwischen dem zurückhaltenden Vid und dem temperamentvollen Iren Kevin, einer Freundschaft, die auf Loyalität und Schuld gegründet ist und den Verrat schon in sich trägt.

      Der irische Freund
      3,4
    • Der irische Erzähler Hugo Hamilton erinnert sich an seine ungewöhnliche Kindheit, geprägt von dem Wunsch, irgendwo hinzugehören. Als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter wächst er in Dublin auf, schläft jedoch jede Nacht in Deutschland und steht dort am Morgen wieder auf. Er und sein Bruder tragen bayerische Lederhosen und Aran-Pullis, sprechen Deutsch und Gälisch – Sprachen, die in ihrer Nachbarschaft niemand versteht. Hugo und seine Geschwister sind 'braec' – eine Mischung verschiedener Elemente, die zu einem neuen Ganzen verschmelzen. Die Mutter flüchtet aus dem kriegszerstörten Deutschland, während der Vater versucht, ein Bollwerk gegen alles Englische zu errichten, ein Traum, den er allein träumt. Hugo beobachtet den hilflosen Nationalismus des Vaters und die Trauer der Mutter, lässt sich aber von ihren sanften Trostgeschichten verzaubern. Doch wo ist sein Platz in dieser Welt? Was bedeutet Heimat für ihn? Dieses faszinierende Werk vermittelt hinter jedem Wort das Schweigen, hinter der Liebe die Einsamkeit und hinter jedem Witz die Trauer. Kongenial übersetzt von Henning Ahrens.

      Gescheckte Menschen
      3,8
    • Ein Polizist, der in Dublin einen fanatischen Kampf gegen das Böse führt, gerät dadurch nicht nur in dienstliche und familiäre Konflikte, sondern auch in die Schusslinie einer Mörderbande.

      Der letzte Held von Dublin
      2,0
    • Jede einzelne Minute

      Roman

      • 352 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Hugo Hamiltons ergreifender Roman basiert auf einer Reise nach Berlin, die der irisch-deutsche Schriftsteller im Mai 2008 mit seiner Kollegin Nuala O’Faolain unternahm. Die berühmte irische Schriftstellerin war an Krebs erkrankt und hatte nur noch kurze Zeit zu leben. Ihr letzter Wunsch war es, dass ihr alter Freund sie zwei Tage lang auf einer letzten Reise durch Berlin begleitete. Tiefe Zuneigung, Ehrlichkeit und ein unverwüstlicher, vielleicht typisch irischer Humor machen diesen Roman über die Abschiedsreise von Úna und Liam zu einem ganz besonderen, zuinnerst bewegenden Buch.

      Jede einzelne Minute
      3,0
    • Echos der Vergangenheit

      Roman

      • 288 Seiten
      • 11 Lesestunden

      »Ein mächtiges Werk. Es erweckt so vieles zum Leben – Joseph Roth, Deutschland, die Kunst des Schreibens, Bücherverbote, die Vergangenheit, die zur Gegenwart spricht.« Colum McCann Genial und ungewöhnlich – ein Buch erzählt. Und »Die Rebellion«, ein Roman von Joseph Roth aus dem Jahr 1924, hat einiges zu erzählen: die Geschichte des Buches selbst, das 1933 vor der Bücherverbrennung bewahrt wurde, die Geschichte seines Autors, der vor den Nazis fliehen musste, und seiner geliebten Frau Friederike, die ermordet wurde. Und da gibt es noch die Geschichte von Andreas Pum, dem Helden aus »Rebellion«, Kriegsveteran und Drehorgelspieler, den das Glück verlässt, und die aktuelle Besitzerin des Buches, die Deutschamerikanerin Lena Knecht. Sie ist von der handgezeichneten Karte auf der letzten Seite des Buches fasziniert und reist nach Berlin, wo das Buch entstand … Hugo Hamiltons vielschichtiger Roman trägt die Echos der Vergangenheit in die Gegenwart, erzählt hundert Jahre Weltgeschichte und feiert das Überleben der Literatur.

      Echos der Vergangenheit
      3,5
    • I parallelle forløb berettes om krigens afslutning i Tjekkoslovakiet i 1945 og om murens fald i l989 gennem to kærlighedshistorier, der viser sig at løbe sammen til sidst

      The last shot
      4,0
    • Finbars Hotel

      • 336 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Dermot Bolger, Schriftsteller, forderte die irische Avantgarde der Literatur auf, gemeinsam mit ihm ein Buch zu schreiben. Roddy Doyle, Anne Enright, Hugo Hamilton, Jennifer Johnston, Joseph O' Connor und Colm Tóibín erklärten sich bereit und steuerten jeweils eine Geschichte bei. Der Witz daran ist: Alle Geschichten ergeben zusammen einen unterhaltsamen Roman über sieben ziemlich abgedrehte Gäste, die Wand an Wand in einem alten Kasten, dem »Finbars Hotel« in Dublin übernachten. Und, auch nicht ganz normal, aber was ist in Irland schon normal: Wir erfahren nicht, wer welche Geschichte geschrieben hat. (Auch Verlag und Übersetzer wissen es nicht).

      Finbars Hotel
      3,4
    • Finbar's Hotel - Paperback Original

      • 273 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Op een avond in 1995 logeren enkele uiteenlopende figuren in een verlopen hotel in Dublin. Geschreven door zeven Ierse auteurs, maar het is aan de lezer te raden wie wat schreef.

      Finbar's Hotel - Paperback Original
    • Yeats ist tot!

      • 332 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Der Mord an Thomas Reynolds, einem alten Mann, der in einem heruntergekommenen Wohnwagen am Rande von Dublin hauste, lässt die Nachwelt ratlos zurück. Wer könnte ein Interesse daran haben, einen stadtbekannten mittellosen Säufer, der als verrückt gilt, zu erschießen? Auch die Dubliner Polizei tritt nach ersten spektakulären Ermittlungserfolgen - dank der höchst effizienten Verhörmethoden von Detective Superintendent Andrew Andrews - eher auf der Stelle. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als noch mehr Leichen auftauchen. Sollte am Ende doch die mysteriöse Formel, die in einer Milchflasche bei dem Toten gefunden wurde, der Schlüssel zu all diesen Verbrechen sein? Oder das ominöse 600 Seiten starke Manuskript, das auf den ersten Blick nur unverständliches Gekritzel enthält? Eine wilde Hetzjagd quer durch Irland beginnt. . . Die Einzige, die hier den Überblick zu behalten scheint, ist Mrs Bloom - eine ältere Dame mit seltsamen Hobbys, die es faustdick hinter den Ohren hat.

      Yeats ist tot!
      3,2
    • Comme personne

      • 330 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Au crépuscule de la Seconde Guerre mondiale. Maria Liedmann fuit les ruines d'un Berlin dévasté. Elle vient de perdre son petit garçon lors d'un bombardement. Il s'appelait Gregor, il avait à peine trois ans. Dans son errance vers le sud du pays. Maria. esseulée, bouleversée. retrouve son père, Emil. Bien déterminé à redonner le sourire à sa fille, il saisit sa chance, lorsque, dans la marée humaine des fuyards. le destin lui fait croiser la route d'un orphelin du même âge que Gregor. Il met la main de l'enfant dans celle de Maria. Le petit s'appellera Gregor. Il sera son fils. Personne ne s'en rendra compte. Soixante ans plus tard, ce souvenir hante encore la mémoire de Gregor. Cette route, ce grand-père, cette femme qu'il pense être sa mère. Cette mère qui. il en est certain. lui a toujours caché quelque chose. Sa judéité. Il est aujourd'hui professeur de musique, divorcé, il est devenu père aussi. Mais jamais il n'a trouvé la paix ; sans cesse anéanti par le tourment de ses origines. Profitant d'une journée avec sa famille et ses amis dans la quiétude d'un verger, il se penche sur son existence. D'où vient-il ? A quel peuple est lié son destin ? Pourquoi a-t-il l'impression de n'être comme personne ?

      Comme personne
    • Sproetenkoppen

      Memoires van een half-Ierse jeugd

      Hoofdpersoon in SPROETENKOPPEN is het kleine Ierse jongetje Johannes. Zijn moeder is van Duitse afkomst en gaat gebukt onder een afschuwelijk oorlogsverleden. Zijn vader is een Ierse nationalist die het zijn eigen vader zelfs kwalijk neemt dat hij Brits is. Hij wil dat zijn kinderen Iers spreken, terwijl hun moeder Duits met hen praat. Zelf wil Johannes gewoon Engels praten, net als de kinderen die hem door de straten achternazitten. Want Johannes is niet als de andere kinderen; hij draagt Lederhosen naar school en wordt door zijn klasgenootjes als een kleine Eichmann op het strand terechtgesteld. SPROETENKOPPEN is een autobiografische roman die de bizarre familiegeschiedenis van een Iers-Duitse familie ontrafelt. Tegen de achtergrond van de vaak tragikomische gebeurtenissen vertelt Hugo Hamilton in een prachtig ingetogen stijl het verhaal van de worsteling van deze familie met verdriet en onmacht.

      Sproetenkoppen
    • Sproetenkoppen

      • 303 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Autobiografisch getint relaas van het leven van een jongen van Iers-Duitse afkomst in de jaren vijftig en zestig.

      Sproetenkoppen