Ulrich Plenzdorf Bücher
Ulrich Plenzdorf war ein deutscher Autor und Dramatiker, dessen sozialkritische Werke sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland berühmt wurden. Er studierte Philosophie und Film und arbeitete für die DEFA. Sein gefeiertes Werk, geschrieben im Jugendjargon der DDR der 1970er Jahre, schildert die tragische Geschichte eines jungen Mannes, der versucht, sich aus seiner erstickenden bürgerlichen Umgebung zu befreien und Parallelen zu Goethes Klassiker zieht. Seit 2004 war er Gastdozent am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.


![Die Legende von Paul & [und] Paula](https://rezised-images.knhbt.cz/1920x1920/65431658.jpg)




Legende vom Glück ohne Ende
- 393 Seiten
- 14 Lesestunden
Ulrich Plenzdorf wurde am 26. Oktober 1934 in Berlin-Kreuzberg geboren und starb am 9. August 2007 in Berlin. Seine Eltern waren während des Nationalsozialismus aufgrund ihrer KPD-Mitgliedschaft mehrfach inhaftiert. Von 1949 bis 1952 besuchte er die Schulfarm Scharfenberg. 1950 zog die Familie von West- nach Ost-Berlin, wo Plenzdorf 1954 das Abitur ablegte. Anschließend studierte er Marxismus-Leninismus und Philosophie am Franz-Mehring-Institut in Leipzig, verließ die Hochschule jedoch ohne Abschluss. Ab 1959 besuchte er die Deutsche Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg und arbeitete ab 1963 als Szenarist und Dramaturg im DEFA-Studio Babelsberg. Parallel dazu war er von 1955 bis 1958 Bühnenarbeiter und diente 1958-1959 in der Nationalen Volksarmee. Plenzdorf erlangte Bekanntheit durch seinen gesellschaftskritischen Roman, der ursprünglich als Bühnenstück verfasst wurde und 1972 uraufgeführt wurde. Der Roman erschien ein Jahr später und wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Zudem war er als Drehbuchautor für zahlreiche Spielfilme und Fernsehserien aktiv. Ab 1992 war er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und hatte 2004 eine Gastdozentur am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig inne. Plenzdorf war seit 1955 mit Helga Lieske verheiratet und hatte drei Kinder.
Es gibt sie noch - das spüren sogar die nach 1989 Geborenen, auch wenn manche schon gar nicht mehr wissen, wofür das Kürzel DDR steht: Deutsche Demokratische Republik. Dieses untergegangene Land ist immer noch seltsam präsent: als Lebensgeschichte von Menschen, als Summe gelebten Lebens - im Osten wie im Westen. Grund genug, einmal aufzubrechen und unter kundiger Führung dorthin zurück zu reisen. Dabei lässt sich entdecken, dass die DDR sehr widersprüchlich und vielgestaltig ist. Am besten lernt man sie in Geschichten von Menschen kennen, deren Leben von der DDR geprägt ist. Sie erzählen von ihrer Kindheit im hoffnungsfrohen Sozialismus, von blauen Blusen und Winkelementen, von Brigaden und „Roten Salons“, aber auch von dem Schrecken, wenn man entdeckt, dass der beste Freund ein Stasi-Spitzel ist. Wenn wir sehen, was einmal war, verstehen wir vielleicht besser, was heute ist - damit mehr von der DDR bleibt als Spreewald-Gurken und Rotkäppchen-Sekt.
Kein runter, kein fern
- 47 Seiten
- 2 Lesestunden
Die mit dem Klagenfurter Ingeborg Bachmann-Preis ausgezeichnete Geschichte ist der innere Monolog eines Hilfsschülers, dessen Mutter in den Westen geflüchtet ist. Der Titel bedeutet Strafe, die den Jungen unablässig wie ein Peitschenschlag trifft: nicht auf die Straße hinunter, nicht vor den Fernsehapparat dürfen. Er büchst aus und gerät zwischen Alexanderplatz und Leipziger Straße in den Mahlstrom eines Demonstrationszuges, zu keinem guten Ende.
Die Legende von Paul & Paula - bk2001; Suhrkamp Verlag; Ulrich Plenzdorf; pocket_book; 1974
Die neuen Leiden des jungen W.
- 148 Seiten
- 6 Lesestunden
»Die ›neuen‹ Leiden des jungen W. sind die alten: Liebe, die als Eifersucht schmerzt, gestörtes Verhältnis zur Mitwelt, das als verletzter Ehrgeiz quält. Auch Werther 1972 liebt eine verlobte, später verheiratete Frau namens Charlotte, die er nicht wie sein Vorgänger Lotte, sondern ›Charlie‹ nennt« Rolf Michaelis, Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Larry will vergessen, was war. Was sein Vater ihm angetan hat und seine Mutter wortlos geschehen ließ. Doch immer wieder kommen die Erinnerungen hoch. Wenn er nur so stark wäre wie Johnny. Oder Juliet ihn endlich beachten würde - Juliet, das Mädchen mit Augen so dunkel und grün wie Gras an einem Regentag. Doch als sich Juliet in Johnny verliebt, setzt sie damit eine Kette dramatischer Ereignisse in Gang ...
Liebling, Prenzlauer Berg
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
German



