Der Tod ist das Ziel: Über den Nihilismus islamistischer Terroristen Der globalisierte Terrorismus ist kein neues Phänomen. Neu ist, dass Terrorismus und Dschihadismus sich mit dem Todeswunsch des Attentäters verbinden. Olivier Roy, einer der weltweit führenden Islamismus-Experten, warnt davor, die Ursachen des Dschihadismus vor allem in einer Radikalisierung des Islam zu sehen. Nicht die Religion ist es, die die meist jungen Männer anfeuert – ihre Hinwendung zum Terrorismus ist vor allem Ausdruck eines besonders heftig ausgetragenen Generationenkonflikts und einer ausgeprägten Todessehnsucht.
Olivier Roy Bücher
Dieser Autor erforscht die komplexe Beziehung zwischen dem Islam und der säkularen Gesellschaft und analysiert, wie Muslime ihre Identität in der westlichen Welt bewahren. Seine Werke bieten tiefe Einblicke in die politische Dynamik Asiens und die Herausforderungen des globalisierten Islams. Mit seiner reichen Erfahrung in der internationalen Beratung und im akademischen Umfeld bietet sein Schreiben eine einzigartige Perspektive auf entscheidende globale Themen. Seine Analysen befassen sich mit den Herausforderungen, denen sich muslimische Gemeinschaften in säkularen Staaten gegenübersehen, und damit, wie muslimische Intellektuelle den Glauben und die Moderne in Einklang bringen.






In der Zerrissenheit des Islamismus liegt seine größte Gefahr Al Qaida und die Taliban, Hisbollah und Hamas, Syrien und Iran – sie alle bedrohen den Westen. Es wäre allerdings ein gefährlicher Irrtum, diese Kräfte für einen geschlossenen, starken Feind zu halten. Denn durch die islamische Welt geht vielmehr ein tiefer Riss. Doch das ist kein Grund zur Entwarnung, sagt Olivier Roy: Er macht deutlich, dass die eigentliche Gefahr von den Spannungen innerhalb der islamistischen Gruppen ausgeht und zeigt, welche Politik wir ihr entgegensetzen müssen. Der islamistische Terrorismus stellt eine weltweite Bedrohung dar. Doch der vom Westen propagierte 'Krieg gegen den Terror' ist nicht zu gewinnen. Weder ist der Islam ein einheitliches Gebilde, noch sind geopolitische Militäraktionen eine angemessene Reaktion auf deterritorial agierende Selbstmordattentäter. Um zu bestimmen, wie der Westen künftig mit dieser Gefahr umgehen soll, müssen wir erst einmal danach fragen, wie die regionalen und globalen Kräfteverhältnisse wirklich sind, wer denn eigentlich der Feind ist und wie man ihm wirksam begegnen kann. In seinem neuen Buch deckt der renommierte Islam- und Terrorismusexperte Olivier Roy die politischen Irrtümer des Westens auf, erklärt klar und anschaulich die innerislamischen Verhältnisse und Spannungen und liefert verblüffende Erkenntnisse über die Organisations- und Funktionsweise der Al Qaida.
Der terroristische Islamismus - eine Gewalt, die aus dem Westen kommt. - Olivier Roys international diskutiertes Buch, endlich auf Deutsch. KURZTEXT Die Radikalisierung des Islam halten viele für eine Antwort traditioneller muslimischer Gesellschaften auf die Moderne. Doch diese Deutung ist falsch. Der renommierte Islamforscher Olivier Roy zeigt, dass der islamische Fundamentalismus selbst ein Produkt der Verwestlichung ist. Nur wer die Krise des globalisierten, kulturell entwurzelten Islam begreift, wird gesellschafts- und sicherheitspolitisch erfolgreich handeln können. ZU DIESEM BUCH Nach den jüngsten Krawallen in Frankreich, den Bombenattentaten in London und der Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh stellt sich verschärft die Frage nach der Radikalisierung des Islam. Olivier Roy zeigt, dass alle Versuche, den Islam als eine 'Gemeinschaft der Gläubigen' staatlich zu verankern, gescheitert sind. Doch der islamische Fundamentalismus findet in Europa täglich neue Anhänger. Von seinen kulturellen und regionalen Ursprüngen hat sich dieser globalisierte Islamismus längst entfernt. Er ist zu einem Phänomen junger Muslime geworden, die in zweiter Generation in Gesellschaften leben, in denen sie sich als Fremde fühlen. Ihre Forderungen nach einem reinen und authentischen Islam, sind jedoch Ausdruck einer westlich inspirierten, individuellen Sinnsuche.
Im Supermarkt der Religionen Im Schatten der Globalisierung erlebt der Glaube einen Boom. Doch während die Religion früher im Zentrum kultureller Identität stand, ist die neue Religiosität Ausdruck einer entwurzelten Sinnsuche des Einzelnen. Sie ist zu einem unter vielen Angeboten innerhalb der Gesellschaft geworden, und der Kunde wählt nach Belieben frei aus. Der einfältige Wunsch nach einer Religion ohne gemeinschaftliche Einbettung ist der Nährboden für religiösen Fundamentalismus und birgt massive Gefahren für Staat und Gesellschaft.
Globalized Islam
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
A schism has emerged between mainstream Islamist movements in the Muslim world (e.g. Hamas of Palestine and Hezbullah of Lebanon) and the uprooted militants who strive to establish an imaginary ummah, or Muslim community, not embedded in any particular society or territory. Roy provides a detailed comparison of these transnational movements, whether peaceful, like Tabligh Jamaat and the Islamic brotherhoods, or violent, like Al Qaeda. Neofundamentalism, he argues, is both a product and an agent of globalization.
Investigates the emergence of a militant deterritorialized Islam that has fewer links to any particular country and/or culture. This book argues that mainstream Islamist movements in the Muslim world have become Islamo- nationalist, recasting their political action within a national framework (e.g. the Hamas of Palestine, the Hezbullah of Lebanon).
The New Central Asia
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Examining the political development of Central Asia, this book argues that Soviet practice had always been to build on local institutions and promote a local elite making it decentralized. It also contains an analysis of the Central Asian states - Kazakhstan, Turkmenistan, Uzbekistan, Tajikistan, Kirghizstan and Azerbaijan.
Is Europe Christian?
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
As Europe wrangles over questions of national identity, nativism and immigration, Olivier Roy interrogates the place of Christianity, foundation of Western identity. Do secularism and Islam really pose threats to the continent's 'Christian values'? What will be the fate of Christianity in Europe?Rather than repeating the familiar narrative of decline, Roy challenges the significance of secularized Western nations' reduction of Christianity to a purely cultural force- relegated to issues such as abortion, euthanasia and equal marriage. He illustrates that, globally, quite the opposite has occurred: Christianity is now universalized, and detached from national identity. Not only has it taken hold in the Global South, generally in a more socially conservative form than in the West, but it has also 'returned' to Europe, following immigration from former colonies. Despite attempts within Europe to nationalize or even racialize it, Christianity's future is global, non-European and immigrant-as the continent's Churches well know.This short but bracing book confirms Roy's reputation as one of the most acute observers of our times. It represents a persuasive and novel vision of religion's place in national life today.
Jihad and Death
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
Everything you need to know about how Islamic State attracts new followers, by a world-renowned sociologist of Islam.
"The denunciation of fundamentalism in France, embodied in the law against the veil and the deportation of imams, has shifted into a systematic attack on all Muslims and Islam. This hostility is rooted in the belief that Islam cannot be integrated into French - and, consequently, secular and liberal - society. However, as Olivier Roy makes clear in this book, Muslim intellectuals have made it possible for Muslims to live concretely in a secularized world while maintaining their identities as "true believers." They have formulated a language that recognizes two spaces: that of religion and that of secular society." "Roy's rare portrait of the realities of immigrant Muslim life offers a necessary alternative to the popular specter of an "Islamic threat." Supporting his arguments with his extensive research on Islamic history, sociology, and politics, Roy demonstrates the limits of our understanding of contemporary Islamic religious practice in the West and the role of Islam as a
