Fremde Küsten
- 124 Seiten
- 5 Lesestunden
James Salter war ein Romanautor, Kurzgeschichtenschreiber und Drehbuchautor, dessen kraftvolle, lyrische Prosa ihm Anerkennung bei Kritikern und Lesern einbrachte. Seine frühe Karriere als Pilot der Luftwaffe prägte sein Schreiben mit einer einzigartigen Perspektive und Präzision. Salter erforschte die Komplexität menschlicher Beziehungen, Begierden und die Vergänglichkeit des Lebens mit scharfer Intelligenz und tiefem Einblick. Seine Fähigkeit, Momente von Schönheit und Schmerz mit solcher Eleganz einzufangen, macht ihn zu einem fesselnden Erzähler.






Dieser Band versammelt die Kurzgeschichten eines der besten Autoren unserer Zeit. »Salter schreibt mit Kenntnis, Präzision und Witz ... Die frühen Geschichten aus den sechziger bis hin zu den achtziger Jahren haben einen jazzigen Rhythmus und den aalglatten, kühlen Glanz der Welt von Mad Men. ... Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts und das World Trade Center befindet sich gerade erst in der Planung. Was kann schon schiefgehen? Und doch geht am Ende so ziemlich alles schief … Salter ist ein Zauberer und seine Wunderwerke sind fein gewirkt, und doch vermögen sie, die alltägliche Wirklichkeit des Lebens kraftvoll zu packen. Wieder und wieder gelingt ihm auf diesen Seiten, was John Updike als die Aufgabe des Schriftstellers definiert hat, nämlich dass er das ›Schöne am Gewöhnlichen‹ zu zeigen habe. Salter zeigt das Gewöhnliche als das, was es wirklich ist: das Wunderbare.« John Banville
James Salter erzählt von seiner Ausbildung zum Kampfpiloten in West Point, vom Koreakrieg und seiner Zeit als Autor in New York: Er schreibt Drehbücher für Hollywood, in denen er Größen wie Samuel Goldwyn, Irwin Shaw, Roman Polanski oder Robert Redford kennenlernt. Er lebt in Städten wie Rom oder Paris, deren Glanz und Erotik sich in seiner Sprache widerspiegeln, ebenso wie die Leidenschaft zu den Frauen. »Verbrannte Tage« ist eines der größten autobiographischen Werke unserer Zeit, »ein eindrucksvolles Stück Literatur«. (Berliner Zeitung).
Lichtjahre. Es sind die Jahre von Viri und seiner Frau Nedra, und es ist die Geschichte ihrer Ehe, ihrer Töchter, ihres unbeschwerten Lebens. Ein Leben von 'köstlicher Ziellosigkeit', das um Dinnerparties, Freunde und einsame Spaziergänge kreist und dessen Zentrum ein großes altes Haus am Hudson River in der Nähe von New York ist. Für ihre Umgebung scheint es eine perfekte Familie zu sein. Viri und Nedra verbringen mit ihren Töchtern endlose und sonnendurchflutete Ferien an der Atlantikküste und geben sich der Poesie ihrer Tage, dem Anblick des morgendlichen Himmels über ihrem Haus hin. Dennoch offenbaren sich immer mehr Risse in dem Gemälde einer vollkommenen Familie. Viri hat eine kurze Affäre mit einer jungen Mitarbeiterin; Nedra beginnt ein langjähriges Verhältnis mit einem Freund der Familie. Das Streben nach vollkommenem Glück und vollkommener Freiheit zerstört ihre Ehe.
Zwei Düsenjägerpiloten, zugleich Freunde und Rivalen um die Liebe einer Frau, durchleben grausame Minuten. Die Sprechfunkanlage des einen ist ausgefallen, und der andere muss ihn in einer dramatischen Aktion bei der Notlandung führen. Schlaglichtartig blitzt auf, wer sie sind, was sie treibt. Gleich wird nichts mehr sein wie es war.
geboren 1925 in New Jersey, studierte an der Militärakademie West Point und wurde 1945 Kampfpilot bei der Air Force. Nach dem Abschied vom Militärdienst erschien 1957 sein erster Roman. Seitdem lebt er als freier Schriftsteller in New York, auf Long Island und Aspen.
»Die Jäger, 1957 erschienen, ist der erste Roman von Salter und zugleich einer der prägnantesten Nachweise seines Talents. Der Roman ist autobiographisch und stützt sich auf Salters Erfahrungen als Kampfflieger im Koreakrieg. Während auf dem Boden ein schwerer Bürgerkrieg herrscht, wetteifern die Piloten in der Luft in ihren Kampfeinsätzen um die begehrten fünf Kills - den gültigen Nachweis dafür, dass man ein > As< ist. Die Zerrissenheit zwischen der unbedingten Pflicht, für die Sicherheit der Kameraden zu sorgen (die heilige Pflicht des wingman), und der Waghalsigkeit, die nötig ist, um den Feind zu eliminieren, droht Salters Hauptfigur, Cleve Connell, zu zerstören.« Besser als der britische Autor Geoff Dyer kann man diesen Roman kaum beschreiben. Salter war sein literarisches Debüt so wichtig, dass er es 1997 leicht überarbeitete und neu herausbrachte. Mit Erfolg, denn Mark Greif urteilte daraufhin im Times Literary Supplement »Andere Bücher aus jener Zeit sind vergessen - dies hier entpuppt sich als Klassiker.«
Auf dem Schieferdach einer Kirche in Los Angeles arbeiten zwei Männer. Der jüngere von ihnen gerät ins Rutschen. Im letzten Augenblick hält ihn der ältere am Handgelenk fest und rettet ihn. Dieser ältere Mann, Rand, ist Bergsteiger. Eines Tages verlässt er unvermittelt seine Arbeit und die Frau, mit der er zusammenlebt, um nach Genf zu fliegen und in den Alpen zu klettern. Er nimmt sich ein Zimmer in Chamonix und beginnt mit einem Bekannten zu trainieren. Er verabredet sich mit einem amerikanischen Bergsteiger, den Zentralpfeiler des Freney zu ersteigen. Als dieser krank wird, macht Rand die Tour alleine - eine fast unmögliche Aufgabe. Ein Sturm hält ihn in der Wand fest, aber er überlebt. Den Winter verbringt Rand in einem ungeheizten Zimmer, er hat kaum Geld, ab und zu kann er arbeiten, er lernt eine junge Frau kennen und zieht zu ihr. Im Frühjahr findet ihn ein Freund, der ebenfalls leidenschaftlicher Bergsteiger ist, Cabot. Gemeinsam planen sie, die Nordwand des Dru zu besteigen. In der Wand kommt es zur Katastrophe, Cabot stürzt ab. Zwar erholt sich Cabot, doch nach einem weiteren Sturz bleibt er gelähmt. Rand aber kann das nicht akzeptieren - er reist ihm nach, versucht mit allen Mitteln Cabot beizustehen und ihre gemeinsame Freundschaft zu retten.
Ein Mann erfüllt den Wunsch seiner schwer kranken Frau und verabreicht ihr Gift. Am nächsten Morgen erscheint die Totgeglaubte unerwartet. In zehn neuen Geschichten zeigt James Salter seine unverwechselbare Fähigkeit, das Leben und die Kunst wahrhaftig und kompromisslos darzustellen.
Der Erzähler, ein junger Fotograf, unternimmt eine Autofahrt durch Frankreich in Begleitung seines amerikanischen Freundes Phillip Dean, der sich in Dijon in die 18-jährige Anne- Marie verliebt. In einer Mischung aus Voyeurismus, Eifersucht und schriftstellerischer Neugier versetzt sich der Erzähler ganz in Phillip hinein, rekonstruiert die verzweifelte Affäre zweier ungleicher Menschen, schildert ihre erotische Intensität.