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Jean-Paul Sartre

    21. Juni 1905 – 15. April 1980

    Jean-Paul Sartre war ein französischer existenzialistischer Philosoph und Schriftsteller, eine Schlüsselfigur des Denkens des 20. Jahrhunderts. Sein Werk befasst sich mit Themen wie Freiheit, Verantwortung und der Suche nach Wahrheit und macht ihn zu einer einflussreichen Stimme. Obwohl er den Nobelpreis für Literatur ablehnte, prägten seine Schriften die intellektuelle Landschaft seiner Zeit maßgeblich. Sartre untersuchte die menschliche Existenz und ihre Auswirkungen durch philosophische Essays, Dramen und Romane und hinterließ so eine bedeutende Spur in Literatur und Philosophie.

    Jean-Paul Sartre
    Mai '68 und die Folgen - Band 2
    Tote ohne. Begräbnis. Die ehrbare. Dirne. Zwei Dramen.
    Gesammelte Werke, Theaterstücke, 9 Bde. m. Beih.
    Der Idiot der Familie, Gustave Flaubert 1821-1857. Bd.1. Die Konstitution
    Bei geschlossenen Türen. Tote ohne Begräbnis. Die ehrbare Dirne
    Entwürfe für eine Moralphilosophie
    • Jean-Paul Sartre zählt zu den bedeutendsten Philosophen des vergangenen Jahrhunderts. Im kommenden Juni hätte der große Franzose seinen 100. Geburtstag gefeiert - pünktlich zu diesem Anlass werden die „Entwürfe für eine Moralphilosophie“ erstmals in einer deutschsprachigen Ausgabe publiziert! Die „Entwürfe“ sind - im Anschluss an das philosophische Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“ - in den Jahren 1947/48 entstanden. Es handelt sich um Aufzeichnungen, die mit großer Originalität und Gründlichkeit um eine Vielzahl ethischer Fragen und Probleme kreisen. Im Zentrum steht dabei die Verantwortung des Einzelnen als Teil der modernen Massengesellschaft. Es erweist sich abermals, dass Sartre weit über seine Zeit hinaus denkt und zu moralphilosophischen Einsichten gelangt, die uns auch heute mit wegweisender Dringlichkeit angehen. Die Edition enthält zwei thematisch verbundene Anhänge: Einen unvollendeten Text mit dem Titel „Das Gute und die Subjektivität“ und eine Studie über die Unterdrückung der Schwarzen in den USA.

      Entwürfe für eine Moralphilosophie
      5,0
    • "Was ist Sartre? Ein Philosoph? Ein Bühnenautor? Ein Erzähler? Ein Verfasser politischer Analysen, Streitschriften und Appelle? Ein Literatur- und Kunstkritiker? Er ist das alles zusammen und in einem. Und sicher beruht seine große Wirkung auf dieser Vielfalt. Aber es ist nicht zu übersehen, daß alle diese verschiedenartigen Schriften von seiner Philosophie gespeist sind." (Aus dem Vorwort von Traugott König)

      Gesammelte Werke, Theaterstücke, 9 Bde. m. Beih.
      5,0
    • Drei der wichtigsten Stücke des französischen Philosophen und Schriftstellers. «Bei geschlossenen Türen» schildert die Hölle, die ‹die anderen› sind. In dem Empire-Salon eines heruntergekommenen Hotels foltern sich drei Menschen in gegenseitiger Selbstentblößung. «Tote ohne Begräbnis» ist ein Zeugnis politisch engagierten Denkens. Resistance-Kämpfer behaupten Tapferkeit und Würde gegen Folter ud Tod. In die «Die ehrbare Dirne», einem der aufsehenerregensten Stücke der Gegenwart, plädiert Sartre für soziale Gerechtigkeit. Durch Erpressung einer Dirne soll in einer Stadt des amerikanischen Südens die Mordtat eines Senatoren-Neffen einem Farbigen unterstellt werden.

      Tote ohne. Begräbnis. Die ehrbare. Dirne. Zwei Dramen.
      4,3
    • 1951 wird der französische Matrose Henri Martin von einem Kriegsgericht zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er Flugblätter gegen den frazösischen Indochinakrieg verfaßt und verbreitet hatte. Jean-Paul Sartre beteiligt sich an der Kampagne zu seiner Freilassung und veröffentlicht 1953 eine Dokumentation, die er in äußerst brillanter, oft sarkastischer Weise kommentiert. Weit über den zeitgeschichtlichen Informationsweg hinausgehend, ist Sartres Kommentar ein an Karl Kraus erinnerndes Modell für die schonungslose Demaskierung der Verlogenheit eines juristischen Herrschaftsjargons und für ein die öffentliche Meinung aufrüttelndes intellektuelles Engagement, dessen einzige Waffe die verhöhnende Entlarvung offizieller Texte ist.

      Wider das Unrecht. Die Affäre Henri Martin
      4,3
    • Die Troerinnen des Euripides

      Stück in zwölf Szenen

      • 90 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Sartres Stück "Die Troerinnen" ist eine Bearbeitung des antiken Dramas von Euripides: Nach der Zerstörung ihrer Stadt werden die Frauen Trojas von den siegreichen Griechen als Sklavinnen verschleppt. Der Stoff dieser Tragödie ist von zeitloser Aktualität. Sartre hat in einem Interview gesagt, was ihn an der Bearbeitung des antiken Stücks reizte: die Anprangerung des Krieges, die Ironisierung der Götter, die Entlarvung der Gemeinplätze.

      Die Troerinnen des Euripides
      4,3
    • Das Reizvolle und Erstaunliche der Briefe Sartres an Simone de Beauvoir und einige wenige andere ist die schonungslose Offenheit, mit der er sich sieht und selbstironisch schildert. Schon in seinen frühen Briefen kündigt sich die unbestechliche Haltung an, die er zeit seines Lebens gegenüber sich selbst und allen Geschehnissen in der Welt beibehielt, die sein philosophisches Werk und sein politisches Engagement prägte und ihm bei Anhängern und sogar bei Kritikern den Ruf einbrachte, eine Art Weltgewissen zu sein.

      Briefe an Simone de Beauvoir 1929 - 1939
      4,2
    • Fragen der Methode

      • 221 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Sartres Schrift Fragen der Methode nimmt eine Schlüsselstellung in seiner philosophischen Entwicklung ein. Sartre kritisiert in diesem Essay den dogmatisch erstarrten Marxismus, reflektiert die Aufgaben der Soziologie und der Psychoanalyse und entwickelt eine progressiv-regressive Methode, die er am Beispiel der Französischen Revolution überprüft. Die Ausgabe wird auf der Grundlage des überarbeiteten französischen Originals in neuer Übersetzung vorgelegt.

      Fragen der Methode
      4,0
    • In scharfsinnigen Analysen entlarvte Sartre die Ideologie und das Herrschafts- und Ausbeutungssystem des Kolonialismus und Neokolonialismus als ein System, das in einem bestimmten Moment zwangsläufig zum totalen Krieg der Kolonialmacht gegen die Kolonisierten führt und sich damit selbst zerstört. Der Höhepunkt seines Engagements lag in seinem Protest gegen den Algerienkrieg von 1954 bis 1962; wie viele andere riskierte er dabei Strafverfolgung, ja sogar sein Leben. "Es ist noch nicht lange her, da zählte die Erde zwei Milliarden Einwohner, das heißt 500 Millionen Menschen und eine Milliarde 500 Millionen Eingeborene. Die ersten verfügten über das Wort, die anderen entliehen es. Das war das Goldene Zeitalter. Es ging zu Ende: die Münder öffneten sich allein; die gelben und schwarzen Stimmen sprachen zwar noch von unserem Humanismus, aber nur um uns unsere Unmenschlichkeit vorzuwerfen." (Jean-Paul Sartre)

      Wir sind alle Mörder. Artikel, Reden, Interviews 1947-1967
      4,0
    • Freud. Das Drehbuch

      • 630 Seiten
      • 23 Lesestunden

      Auf Wunsch von John Huston schrieb Jean-Paul Sartre ein Drehbuch über jenen aufregenden Abschnitt in Freuds Leben, als dieser die Hypnose aufgibt und unter Qualen die Psychoanalyse entwickelt. Sartre sieht Freud als einen widersprüchlichen, ungestümen und zugleich beherrschten, starrköpfigen und zerrissenen Mann im ständigen Kampf mit sich selbst und der Umgebung.

      Freud. Das Drehbuch
      4,1
    • Im September 1951 fährt Sartre nach Italien, das Land, dem seine besondere Liebe gehört. Auf dieser Reise, die ihn nach Rom, Neapel, Capri und Venedig führt, notiert er seine Reiseeindrücke, Betrachtungen über Menschen und Städte, Malerei und Geschichte. Der fragmentarische Charakter der Aufzeichnungen, aus dem Nachlaß herausgegeben von Arlette Elkaim-Sartre, gehört zum besonderen Reiz ddieser italienischen Impressionen.

      Königin Albemarle oder Der letzte Tourist. Fragmente.
      4,0
    • Neue, durchgesehene Auflage von 1975, Zustand: minimal berieben, ohne Eintragungen, aus privatem Nachlass.

      Drei Essays
      4,0
    • Krieg im Frieden

      Reden, Polemiken, Stellungnahmen 1952-1956 - Deutsche Erstausgabe

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden
      Krieg im Frieden
      3,0
    • Schwarze und weiße Literatur

      Aufsätze zur Literatur 1946 - 1960

      • 192 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Diese Aufsätze Sartres zeigen die bis heute unüberbrückbare Kluft zwischen der Literatur von Schwarzen und Weißen. Die beiden umfangreichsten und bedeutsamsten Arbeiten sind "Schwarzer Orpheus", ein Text zur französischsprachigen Lyrik schwarzer Dichter, und "Von Ratten und Menschen", eine Einführung in das autobiographische Bekenntnisbuch "Der Verräter" von André Gorz.

      Schwarze und weiße Literatur
      3,0
    • "Was ist Sartre? Ein Philosoph? Ein Bühnenautor? Ein Erzähler? Ein Verfasser politischer Analysen, Streitschriften und Appelle? Ein Literatur- und Kunstkritiker? Er ist das alles zusammen und in einem. Und sicher beruht seine große Wirkung auf dieser Vielfalt. Aber es ist nicht zu übersehen, daß alle diese verschiedenartigen Schriften von seiner Philosophie gespeist sind." (Aus dem Vorwort von Traugott König)

      Gesammelte Werke, Schriften zur Literatur, 8 Bde.
      3,5
    • Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter 1917 bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele ein emanzipatorisches Vorbild wurde. Von 1931 bis 1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon, danach bis 1944 in Paris. 1933 war er Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit Husserls Philosophie auseinandersetzte. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück aufgeführt, und sein philosophisches Hauptwerk erschien. Unmittelbar nach dem Krieg wurde seine Philosophie unter dem Schlagwort «Existenzialismus» zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Kuba und viele andere Länder, wo er bedeutende Persönlichkeiten traf. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).

      Die Eingeschlossenen
      4,0
    • Der Intellektuelle als Revolutionär

      • 284 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Anlaß dieser sich fast über eineinhalb Jahre erstreckenden Gespräche zwischen Jean-Paul sartre, Philippe Gavi, einem Journalisten, und Pierre Victor, einem der Wortführer der französischen, maoistischen Bewegung, ist die Gründung der Zeitung „Libération“. Die leidenschaftlcih geführte Diskussion führt jedoch bald über dieses Projekt hinaus. Aus ihr ergibt sich ein aufschlußreiches Bild von Sartres politischem Lebensweg und der Argumentation seiner politischen Freunde.

      Der Intellektuelle als Revolutionär
      3,0
    • Baudelaire

      Ein Essay

      • 123 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Charles Baudelaire war der erste Schriftsteller, auf den Jean-Paul Sartre seine existentialistische Philosophie der Freiheit anwandte: „Die freie Wahl seiner selbst, die der Mensch trifft, ist absolut identisch mit dem, was man sein Schicksal nennt.“ Sartre behandelt Baudelaire weder als Literaturkritiker noch als Psychologe oder als Soziologe, sondern mit seiner Methode der Einfühlung versucht er, aus persönlichen Bekenntnissen und Briefen herauszulesen,wie dieser größte französische Lyriker des 19. Jahrhunderts, der sein Leben lang unglücklich war, sein unverwechselbares Geschick nicht, wie heute gern behauptet, als unschuldiges Opfer seiner Verhältnisse passiv hinnahm, sondern durch viele freie Deutungen und Schlußfolgerungen Stück für Stück sich selbst bereitete. Sartres Methode hat sich in den folgenden beiden großen Schriftstelleruntersuchungen über Genet und Flaubert unendlich bereichert und verfeinert. Die Fragestellung blieb jedoch dieselbe wie in seinem Buch über Baudelaire.

      Baudelaire
      3,5
    • Huis clos: texte et documents

      • 72 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Stück in einem Akt \"Geschlossene Gesellschaft\": Drei Personen, die im Leben einander nie begegnet sind, werden nach ihrem Tod für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammensein. Das ist die Hölle. Sartre thematisiert die Abhängigkeit des Individuums von den Beziehungen zu anderen und die Qualen, die aus diesen Abhängigkeiten entstehen. Die Charaktere sind gezwungen, sich ihren eigenen Schwächen und den Urteilen der anderen zu stellen, was zu einem tiefen Gefühl der Isolation und des Leidens führt. Die Darstellung der Hölle als ein Raum, in dem es kein Entkommen gibt, spiegelt Sartres Existentialismus wider, der die Verantwortung des Einzelnen betont und die Idee vermittelt, dass das Urteil anderer oft die eigene Realität prägt. In dieser beklemmenden Atmosphäre entfaltet sich ein intensives psychologisches Drama über Schuld, Scham und die Suche nach Identität.

      Huis clos: texte et documents
      4,2
    • Jahrelang unterhielt Sartre zu einigen der bekanntesten Künstler freundschaftliche Beziehungen. Was Sartre über seine Freunde schrieb, war Teil eines größeren Entwurfs. Sartre dachte an eine Ästhetik, in der die literarische Kunst in ihrem Verhältnis zu anderen Künsten dargestellt werden sollte. So sind die hier vorgestellten Texte Bausteine zu dieser Ästhetik.

      Die Suche nach dem Absoluten. Texte zur bildenden Kunst
      3,8
    • "Die letzte Chance" wurde 1949 als Fortsetzung des Romans "Der Pfahl im Fleische" angekündigt. Sartre schrieb diesen Roman jedoch nicht zu Ende, und erst nach seinem Tod wurden die vorliegenden Teile daraus veröffentlicht: Brunet, der engagierte Kommunist, und Mathieu, der individualistische Einzelgänger, sind in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten, wo der erste eine Widerstands gruppe und der zweite eine Fluchthilfeorganisation aufbaut. Der Konflikt zwischen Freiheit und Engagement, Gewalt und Gegengewalt, kollektiver Disziplin und isoliertem Handeln gibt diesen Texten ihren besonderen Spannungsreichtum.

      Die letzte Chance
      3,8
    • "Ein Theaterstück ist heute die angemessenste Form, den Menschen in Aktion zu zeigen, das heißt den Menschen überhaupt.", schreibt der Philosoph und Dramatiker Jean-Paul Sartre, für den auch die heutige Philosophie dramatischen Charakter hat. In diesem Band sind Sartres Artikel und Diskussionsbeiträge zu Theater und Film von 1931 bis 1971 gesammelt. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit dem Theater Brechts und mit den Mythen des Nachkriegsfilms. Die Übersetzung besorgte der bekannte Dramaturg und Brecht-Biograph Klaus Völker.

      Mythos und Realität des Theaters. Aufsätze und Interviews 1931-1971
      3,8
    • Tote ohne Begräbnis

      Stück in vier Akten

      • 93 Seiten
      • 4 Lesestunden

      "Meine Personen stellen sich die Frage, die auf der ganzen Welt so viele Menschen meiner Generation gequält hat: ´Wie würde ich mich bei Folter verhalten ?´" (Jean-Paul Sartre)

      Tote ohne Begräbnis
      4,1
    • Marxismus und Existentialismus

      • 162 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Die Untersuchung der Schnittstelle zwischen Existentialismus und Marxismus ist das zentrale Thema dieses klassischen Werkes. Der Autor, eine Schlüsselfigur des existentialistischen Denkens, beleuchtet die Implikationen individueller Existenz, Freiheit und Verantwortung und übt gleichzeitig Kritik an gesellschaftlichen Strukturen. Durch eine rigorose Analyse wird aufgezeigt, wie existentialistische Prinzipien mit der marxistischen Theorie koexistieren und diese sogar bereichern können. Das Werk bietet einen tiefgehenden Kommentar zur menschlichen Erfahrung und zur sozialen Gerechtigkeit.

      Marxismus und Existentialismus
      3,0
    • Existentialismen är en humanism

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Um Missverständnisse über seine Philosophie zu korrigieren, hielt Sartre am 29. Oktober 1945 im Club Maintenant in Paris einen Vortrag mit dem Titel "Existentialismus ist ein Humanismus". Sein Ziel war es, den Existentialismus, einen damals weit verbreiteten Begriff, zu klären und ihn als eine Lehre zu präsentieren, die in erster Linie für Philosophen gedacht ist, während er ihn gleichzeitig einem breiteren Publikum zugänglich machte. Der veröffentlichte Text wurde schnell zu einem grundlegenden Werk des Existentialismus und katapultierte Sartre zu internationalem Ruhm. Zentral für seine Lehre ist die Idee der Freiheit: Menschen, die in ein gottloses Universum geboren werden, haben zunächst keine Essenz und müssen ihre Identität durch ihre Entscheidungen schaffen – "Existenz geht der Essenz voraus." Das Bewusstsein der Sterblichkeit verleiht diesem Prozess Dringlichkeit; ohne die Unvermeidlichkeit des Todes wäre die Existenz endlos. Jede Wahl bekräftigt den Wert des Gewählten und verpflichtet nicht nur das Individuum, sondern die gesamte Menschheit zu dieser Entscheidung.

      Existentialismen är en humanism
      4,1
    • Das Sein und das Nichts

      Versuch einer phänomenologischen Ontologie

      • 1154 Seiten
      • 41 Lesestunden

      Auch in der Philosophie gibt es Moden -- war der Existentialismus in den 50er Jahren in aller Munde, so scheint heute kein Hahn mehr nach ihm zu krähen. Dabei hätte uns die Existenzphilosophie gerade in diesen postmodernen und individualisierten Zeiten so einiges über den Menschen zu sagen. Dies gilt in besonderem Maße für Das Sein und das Nichts , Jean-Paul Sartres monumentales Hauptwerk. Denn statt mit einer Ontologie (wie der Untertitel nahelegt), haben wir es mit einer Anthropologie zu tun: der Bestimmung der Seinsweise des Menschen, in deren Mittelpunkt Sartre den Begriff der Freiheit stellt. \"Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt\" -- weil er sich immer wieder neu entwerfen muss, vor der Wahl steht und sein momentanes Sein negieren und überschreiten muss, immer auf der Suche nach einer Identität, die nie zu erreichen ist, weil ein Riss durch das menschliche Sein geht, der nie verschwindet. Besonders faszinierend sind die Abschnitte, die sich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen befassen. Denn Sartre analysiert das Verhältnis zum anderen auf sehr originelle Weise: über den Blick. Andererseits rückt er zwei Phänomene exemplarisch in den Vordergrund, die von der Philosophie meist sträflich missachtet werden -- das Begehren und die Liebe.

      Das Sein und das Nichts
      4,0
    • Der Teufel und der liebe Gott

      Drei Akte und elf Bilder

      "Wenn du die Hölle verdienen willst, brauchst du nur im Bett zu bleiben. Die Welt ist Ungerechtigkeit; wenn du sie hinnimmst, bist du ein Mitschuldiger, wenn du sie veränderst, bist du ein Henker." (Heinrich in "Der Teufel und der liebe Gott")

      Der Teufel und der liebe Gott
      4,0
    • Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter 1917 bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele ein emanzipatorisches Vorbild wurde. Von 1931 bis 1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon, anschließend bis 1944 in Paris. 1933 war er Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit Husserls Philosophie auseinandersetzte. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Nach dem Krieg wurde seine Philosophie unter dem Schlagwort «Existenzialismus» zu einem modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, UdSSR, China, Haiti, Kuba, Brasilien, Nordafrika, Schwarzafrika, Israel, Japan und fast alle europäischen Länder. Er traf sich mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Roosevelt, Chruschtschow und Mao Tse-tung. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964

      Die Fliegen
      4,0
    • In den sechs Artikeln, Aufsätzen und Reportagen dieses Bandes, die Jean-Paul Sartre 1944 und 1945 veröffentlicht hat und die außer zweien bisher nicht in deutscher Übersetzung erschienen sind, analysiert er mit ebensoviel Scharfsinn wie Weitblick die Phänomene Widerstand und Kolloboration. Darüber hinaus macht er eindringlich klar, welche Chance das Ende des Zweiten Weltkriegs für Europa und für die Welt bedeutete - eine Chance, die durch den Abwurf der ersten Atombombe freilich sogleich zu zerrinnen drohte.

      Paris unter der Besatzung. Artikel und Reportagen 1944-1945
      3,6
    • In den Jahren 1939 bis 1945, während Sartres Gefangenschaft in Deutschland, entstand "Die Zeit der Reife", das ideal in den romanesken Zyklus "Die Wege der Freiheit" passt. In diesem Werk übersetzt der französische Philosoph seine Theorien über die Literatur und seine Ideen über den modernen Menschen in eine narrative Form. Der Roman bietet eine strenge Darstellung der Schicksale und Krisen einer Gruppe junger Menschen, die in den brutalen Jahren vor dem Krieg das Leben entdecken und sich auf den Weg machen, "die Zeit der Reife" zu erlangen. Ihr Versuch, die mystifizierten privaten Ereignisse in das historische Drama, das sie umgibt, zu integrieren, wird eine schmerzhafte und schwierige Erfahrung sein. Nur einer von ihnen wird in der Lage sein, den tiefen Sinn des Daseins und der Freiheit zu erlangen.

      Zeit der Reife
      4,0
    • Diese monumentale Studie über Jean Genet, den Skandalautor und bedeutenden französischen Prosaisten der Nachkriegszeit erschien 1952 und ist das originellste und kühnste Werk Sartres. Als 1951 im renommierten Pariser Verlag Gallimard eine Gesamtausgabe von Genets Werken zu erscheinen begann, sollte Sarte, mit dem er inzwischen eng befreundet war, eine Einführung schreiben. Diese Einführung geriet zu einem eigenständigen, umfangreichen Werk. Sie ist nach der Studie über Baudelaire die zweite, viel differenziertere Anwendung seiner in "Das Sein und das Nichts" entwickelten Existenzphilosophie auf einen Einzelfall und zugleich eine der eindringlichsten Untersuchungen über diskriminierte Minderheiten.

      Saint Genet, Komödiant und Märtyrer
      2,5
    • Das Spiel ist aus

      • 122 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Pierre, der Revolutionär, und Eve, eine Dame der Gesellschaft, sterben zu gleicher Stunde durch Gewalt, begegnen sich in einer Welt der Schatten und verlieben sich leidenschaftlich ineinander: „Ich gäbe meine Seele, wenn ich deinetwillen noch einmal leben dürfte.“ Der Wunsch wird Realität und die Uhr des Schicksals zurückgedreht. Aber die Vergangenheit stellt ihre Forderungen ...

      Das Spiel ist aus
      4,0
    • Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter 1917 bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die für viele als emanzipatorisches Vorbild galt. Zwischen 1931 und 1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon, bevor er von 1937 bis 1944 in Paris unterrichtete. 1933 war er Stipendiat des Institut Français in Berlin, wo er sich mit Husserls Philosophie auseinandersetzte. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. 1943 wurde unter deutscher Besatzung sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Nach dem Krieg wurde seine Philosophie unter dem Schlagwort «Existenzialismus» zum modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, die UdSSR, nach China, Kuba und viele andere Länder. Er traf bedeutende Persönlichkeiten wie Roosevelt, Chruschtschow und Mao Tse-tung. Sartre starb am 15.04.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem

      Bewußtsein und Selbsterkenntnis
      3,0
    • Diese von Sartre selbst autorisierte Sammlung autobiographischer Schriften enthält die wichtigsten Äußerungen Sartres über sein Leben, über die Entwicklung seiner Ideen in seiner Zeit und über seine Rolle in der Öffentlichkeit. Die Zeit zwischen den Kriegen wird in dem Essay über seinen Studienfreund Paul Nizan behandelt, die Kriegszeit in einem Kriegstagebuch. Das politische Engagement der Nachkriegszeit zwischen den Fronten des Kalten Krieges wird aus dem Artikel über den ehemaligen politischen Mentor Merleau-Ponty deutlich. Über seine weitere Entwicklung - unter anderem auch über seine Stellungnahme zum Feminismus - hat sich Sartre in den drei hier abgedruckten großen Interviews geäußert.

      Autobiographische Schriften. Sartre über Sartre
      3,2
    • Bariona oder Der Sohn des Donners / Die Fliegen

      Ein Weihnachtsspiel / Drama in drei Akten

      • 205 Seiten
      • 8 Lesestunden

      "Bariona", ein Stück, das Sartre im Kriegsgefangenenlager 1940 für die Weihnachtsfeier schrieb, aber erst 1970 veröffentlichen ließ, ist eine geistvolle Verknüpfung von christlicher Verkündigungstheorie und Sartrescher Freiheitsphilosophie. "Das schmerzliche Geheimnis der Götter und der Könige: daß die Menschen frei sind ... Wenn erst einmal die Freiheit in einer Menschenseele aufgebrochen ist, vermögen die Götter nichts mehr gegen diesen Menschen." (Jupiter in "Die Fliegen")

      Bariona oder Der Sohn des Donners / Die Fliegen
      3,8
    • Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter 1917 bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Beziehung einging, die als emanzipatorisches Vorbild galt. Von 1931 bis 1937 war er Gymnasiallehrer in Philosophie in Le Havre und Laon, anschließend bis 1944 in Paris. 1933 war er Stipendiat des Institut Français in Berlin und beschäftigte sich mit Husserls Philosophie. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Papieren entkam. 1943 wurde sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» unter deutscher Besatzung aufgeführt, und im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Nach dem Krieg wurde seine Philosophie als «Existenzialismus» bekannt und zum Symbol der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, UdSSR, China, Kuba und viele europäische Länder, wo er bedeutende Persönlichkeiten traf. Er starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).

      Der Aufschub
      3,9
    • Der Pfahl im Fleisch

      • 368 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Juni 1940 war der Sommer der Niederlage für die französischen Soldaten, die von ihren Offizieren im Stich gelassen, völlig demoralisiert und auf den Waffenstillstand wartend. Tag für Tag, Stunde für Stunde entfaltet "Der Pfahl im Fleisch", was die Männer dachten, fühlten und taten, während Frankreich fiel. Männer, die zuckten, Männer, die rannten, Männer, die kämpften, und tragische Männer wie Mathieu, der sein Leben der Suche nach persönlicher Freiheit gewidmet hatte, nun überwältigt von Reue und Bitterkeit, der lernen muss zu töten. "Der Pfahl im Fleisch", der dritte Band von Sartres Trilogie "Die Straßen der Freiheit", ist eine erschütternde Darstellung des Krieges und dessen, was es bedeutet, zu verlieren.

      Der Pfahl im Fleisch
      3,9
    • Les mouches

      • 102 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Die Fliegen (französisch: Les Mouches) ist ein Stück von Jean-Paul Sartre, das 1943 geschrieben wurde. Es ist eine Adaption des Mythos von Elektra, der zuvor von den griechischen Dramatikern Sophokles, Aischylos und Euripides verwendet wurde. Das Stück erzählt die Geschichte von Orest und seiner Schwester Elektra, die den Tod ihres Vaters Agamemnon, König von Argos, rächen wollen, indem sie ihre Mutter Klytaimnestra und deren Ehemann Aigisth, die ihn gestürzt und getötet haben, umbringen. Sartre integriert ein existentialistisches Thema in das Stück, indem er Elektra und Orest in einen Kampf mit Zeus und seinen Furien verwickelt, die die Götter von Argos sind und das Zentrum selbstaufopfernder religiöser Rituale bilden. Dies führt zu Angst und einem Mangel an Autonomie für die Anhänger des Zeus, die in ständiger Scham über ihre Menschlichkeit leben.

      Les mouches
      3,9
    • Überlegungen zur Judenfrage

      • 280 Seiten
      • 10 Lesestunden

      Wenige Wochen nach der Befreiung von Paris, im Oktober 1944, schrieb Sartre den vorliegenden Essay. Den ersten Teil, das "Porträt des Antisemiten", veröffentlichte er im Dezember 1945 in Les Temps Modernes. Er hatte zunächst gezögert, den vollständigen Text drucken zu lassen, aus Furcht, die Analyse des unauthentischen Juden könnte falsch verstanden werden. Es war dann vor allem die positive Reaktion jüdischer Intellektueller, die ihn veranlasste, 1946 den Text ungekürzt der Öffentlichkeit zu übergeben. "Der Antisemit ... ist ein Mensch, der Angst hat. Nicht vor den Juden natürlich: vor sich selbst, vor seinem Bewußtsein, vor seiner Freiheit, vor seinen Trieben, vor seinen Verantwortlichkeiten, vor der Einsamkeit, vor der Veränderung, vor der Gesellschaft und vor der Welt; vor allem, außer vor den Juden. Er ist ein Feigling, der sich seine Feigheit nicht eingestehen will; ein Mörder, der seine Mordlust verdrängt oder zensiert, ohne sie zügeln zu können, und der trotzdem nur in effigie oder in der Anonymität einer Menge zu töten wagt; ein Unzufriedener, der sich nicht aufzulehnen wagt aus Angst vor den Folgen seiner Auflehnung." (Jean-Paul Sartre)

      Überlegungen zur Judenfrage
      3,9
    • Im Räderwerk

      • 188 Seiten
      • 7 Lesestunden

      "Im Räderwerk" ist ein Filmszenario und will als ein solches gelesen sein. Der Autor entwirft Szene um Szene. In knappen Dialogen und eingeblendeten Zeugenaussagen vor dem "Tribunal" gewinnen die Figuren Kontur, werden die Motive ihres Handelns erhellt. Vor dem Tribunal steht Jean Aguerra, der Diktator; die Gegenrevolution hat gesiegt - Aguerra ist angeklagt des Verrats an der Revolution, die Revolutionäre fordern seinen Kopf ... (Aus dem Verlagstext)

      Im Räderwerk
      3,8
    • Sartre-Lesebuch

      • 255 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Uli Aumüller hat bedeutende Werke von Autoren wie Siri Hustvedt, Jeffrey Eugenides, Jean Paul Sartre, Albert Camus und Milan Kundera übersetzt und wurde mit dem Paul-Celan-Preis sowie dem Jane-Scatcherd-Preis ausgezeichnet. Hans Mayer (1907–2001) war ein wichtiger Vertreter der marxistischen Literatur- und Ideologiekritik, die in der DDR abgelehnt wurde. Nach seinem Rücktritt von der Leipziger Universität 1963 veröffentlichte er mit "Zur deutschen Literatur der Zeit" sein erstes größeres Werk. Geboren 1905 wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929 lernte er Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Beziehung einging. Von 1931 bis 1937 war er Gymnasiallehrer für Philosophie in Frankreich und beschäftigte sich 1933 in Berlin mit Husserls Philosophie. 1939 wurde er eingezogen und 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft genommen, aus der er 1941 entkam. 1943 wurde sein Theaterstück "Die Fliegen" unter deutscher Besatzung aufgeführt, und sein Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" erschien im selben Jahr. Sartres Philosophie wurde nach dem Krieg zum Symbol der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab und reiste viel, traf bedeutende Persönlichkeiten und starb 1980 in Paris. Er erhielt den Prix du Roman populiste für "Le mur" (1940) und wurde 1976 Ehrendoktor der Universität Jerusalem.

      Sartre-Lesebuch
      3,7
    • Trotz seiner unbestreitbaren Bedeutung als einer der wichtigsten Denker des 20. Jahrhunderts war Jean Paul Sartres Präsenz in der literarischen und Übersetzungslandschaft unzureichend. Mit der Veröffentlichung der Erzählungssammlung „Der Mauer“ wird dieser Mangel zumindest teilweise behoben. Die Sammlung thematisiert extrem belastende Lebenssituationen während des Zweiten Weltkriegs sowie die tiefgreifende Desillusionierung der Bürger, die in einer scheinbar absurden Welt leben. Sartres meisterhafte Beherrschung dieser Themen hat das Potenzial, immer neue Generationen von nachdenklichen Lesern anzusprechen. Trotz gewisser intellektueller Anforderungen an die Leser ist „Der Mauer“ wahrscheinlich der zugänglichste und attraktivste Teil von Sartres Werk, der berechtigte Ambitionen auf eine breitere Resonanz hat, nicht nur bei der Fachöffentlichkeit.

      Die Mauer
      3,9
    • Von einem Moment zum anderen verändert sich das Leben des Einzelgängers Antoine Roquentin radikal: Nichts ist mehr selbstverständlich, alles wird ihm zur Qual. Sämtliche Menschen und Gegenstände um ihn herum lösen einen unbestimmten Ekel in ihm aus. Um eine Erklärung dafür zu finden, beginnt er, sich minutiös zu beobachten. Und schließlich wird ihm klar: Es ist die Existenz an sich und die Zufälligkeit des Seins, die seinen Ekel verursachen. Jean-Paul Sartre schrieb mit diesem Werk den ersten und bedeutsamsten Roman des Existentialismus. Dietmar Schönherr liest eindrucksvoll das fiktive Tagebuch, das den Autor über Nacht berühmt machte. Ungekürzte Lesung mit Dietmar Schönherr 1 mp3-CD | ca. 8 h 59 min

      Der Ekel
      3,9
    • Zwischen 1960 und 1976 wird die Wirksamkeit der Literatur von drei Seiten her in Frage gestellt: durch ihren Mißbrauch als Instrument des Kalten Krieges, durch ihre Verdammung zur Zeit der studentischen Protestbewegung und durch den Strukturalismus. In enger Verbindung mit seinem unermüdlichen Engagement gegen den Völkermord in Algeriend und Vietnam und jede Unterdrückung und Ausbeutung verteidigt Sartre die Literatur als einzigartige Möglichkeit, durch das Ausdrücken einer Existenzerfahrung das Freiheitsbedürfnis des Menschen zu demonstrieren. Bei diesem allerhöchsten Anspruch an die Literatur werden stets auch die formalen Probleme seiner Einlösung erörtert.

      Was ist Literatur?
      3,7
    • Wahrheit und Existenz

      • 159 Seiten
      • 6 Lesestunden

      «Wahrheit und Existenz» ist ein philosophischer Text aus dem Nachlaß Sartres. Das Werk, 1948 entstanden, blieb Fragment und wurde 1996 zum erstenmal auf deutsch veröffentlicht. Sartre setzt sich mit Heideggers Wahrheitsphilosophie auseinander. Ihm geht es nicht wie Heidegger um die Wahrheit des Seins, sondern um ihre Bedeutung in menschlichen Beziehungen.

      Wahrheit und Existenz
      3,6
    • Geboren am 21.06.1905, wuchs er nach dem frühen Tod seines Vaters 1906 bis zur Wiederheirat seiner Mutter 1917 bei seinen Großeltern in Paris auf. 1929, vor seiner Agrégation in Philosophie, lernte er seine Lebensgefährtin Simone de Beauvoir kennen, mit der er eine unkonventionelle Bindung einging, die vielen als emanzipatorisches Vorbild diente. Von 1931 bis 1937 war er Gymnasiallehrer für Philosophie in Le Havre und Laon, anschließend bis 1944 in Paris. 1933 war er Stipendiat des Institut Français in Berlin und beschäftigte sich mit der Philosophie Husserls. Am 02.09.1939 wurde er eingezogen und geriet 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er 1941 mit gefälschten Entlassungspapieren entkam. 1943 wurde sein erstes Theaterstück «Die Fliegen» unter deutscher Besatzung aufgeführt; im selben Jahr erschien sein philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts». Nach dem Krieg wurde seine Philosophie unter dem Schlagwort «Existenzialismus» zum modischen Bezugspunkt der Revolte gegen bürgerliche Lebensformen. 1964 lehnte er den Nobelpreis ab. Zahlreiche Reisen führten ihn in die USA, UdSSR, China, Kuba und viele europäische Länder, wo er bedeutende Persönlichkeiten traf. Sartre starb am 15.4.1980 in Paris. Auszeichnungen: Prix du Roman populiste für «Le mur» (1940); Nobelpreis für Literatur (1964, abgelehnt); Ehrendoktor der Universität Jerusalem (1976).

      Gesammelte Werke in Einzelausgaben
      3,6
    • \"Niemand will sich der Existenz stellen\", sagt Sartre in einem Begleittext zur ersten Ausgabe dieses Erzählbandes. In ihm schildert er Menschen in sehr unterschiedlichen Grenzsituationen: Pablo, den Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg, der versucht, seine Freiheit über den Tod hinweg zu retten, Eve, die in die Wahnwelt ihres geistesgestörten Mannes eindringen will, Paul, der die Menschen durch ein schockierendes Verbrechen zu erschüttern vorhat, Lulu, die einer Selbsttäuschung erliegt, und Lucien, der vor seiner Rolle als Chef flieht. Meisterhafte Erzählungen, ein wichtiger Mosaikstein im Werk des bedeutenden Schriftstellers und Philosophen.

      Die Kindheit eines Chefs. Erzählungen
      3,6
    • Zuerst würde ich mir einen unzerstörbaren Leib geben, und dann würde ich mich den Verbrauchern überliefern. Ich würde nicht schreiben aus Freude am Schreiben, sondern um diesen unsterblichen Teil in Wörter zu verwandeln. Schaute ich von der Höhe meines Grabmales herab, so erschien mir meine Geburt als ein notwendiges Übel, als eine ganz vorläufige Fleischwerdung, dazu bestimmt, meine Verklärung vorzubereiten: um wiedergeboren zu werden, muß man schreiben, zum Schreiben braucht man ein Gehirn, Augen, Arme; wardie Arbeit beendet, fielen diese Organe in sich zusammen: ungefähr um das Jahr 1955 würde ein Kokon aufplatzen, fünfundzwanzig Schmetterlinge in Buchformat würden davonflattern, mit ihren Seiten schlagen und sich schließlich auf einem Regal der Nationalbibliothek niederlassen. Die Schmetterlinge wären nichts anderes als ICH. ICH: fünfundzwanzig Bände, achtzehntausend Textseiten, dreihundert Abbildungen, darunter das Bildnis des Verfassers. Meine Knochen sind aus Leder und Pappe, mein Papierfleisch riecht nach Kleister und Druckerschwärze, behaglich türme ich mich auf mit sechzig Kilo Papier. Ich erlebe eine Wiedergeburt." Die Autobiographie Jean-Paul Sartres Die Wörter" (1964) ist eine ironische Abrechnung mit der Neurose von der Allmacht der Literatur.

      Die Wörter
      3,6
    • Die ehrbare Dirne

      Sartre, Jean Paul – französische Literatur in deutscher Übersetzung – 9325

      • 46 Seiten
      • 2 Lesestunden

      In Diesem Heft Gibt Es Das Leben Und Das Werk Des Autors Mit Ein Entstehungshintergrundes Text, Quellen, Inhaltsangabe, Personengefüge, Aufbau/struktur, Erläuterungen Und Aspekte Zur Diskussion.

      Die ehrbare Dirne
      3,4
    • Die 'Gesammelten Werke 1-4' von Jean Paul Sartre bieten einen umfassenden Einblick in das literarische und philosophische Schaffen des französischen Existenzialisten. Die Sammlung umfasst Sartres bedeutendste Werke, darunter Romane, Essays und Theaterstücke, die zentrale Themen wie Freiheit, Verantwortung, das Wesen des Menschen und die Absurdität des Lebens behandeln. In den ersten Bänden finden sich Werke wie 'Das Sein und das Nichts', in dem Sartre seine existenzialistische Philosophie entwickelt, sowie der Roman 'Der Ekel', der die innere Zerrissenheit des Protagonisten thematisiert. Die Theaterstücke, darunter 'Geschlossene Gesellschaft', erforschen zwischenmenschliche Beziehungen und die Dynamik von Macht und Identität. Die Charaktere in Sartres Geschichten sind oft mit existenziellen Dilemmata konfrontiert und reflektieren die Suche nach Sinn in einer scheinbar bedeutungslosen Welt. Sartres Schreibstil ist geprägt von einer tiefen Analyse der menschlichen Psyche und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Gesellschaft seiner Zeit. Diese Sammlung ist eine wertvolle Ressource für das Verständnis von Sartres Einfluss auf die Literatur und Philosophie des 20. Jahrhunderts sowie für die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen des menschlichen Daseins.

      Gesammelte Werke 1-4
    • Die Mauer

      Die Mauer. Das Zimmer. Herostrat. Intimität. Die Kindheit eines Chefs

      Die Mauer