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Georges Bernanos

    20. Februar 1888 – 5. Juli 1948

    Georges Bernanos war ein französischer Schriftsteller. Sein Werk taucht tief in tiefgreifende spirituelle und moralische Kämpfe ein, die er mit eindringender psychologischer Einsicht erforscht. Bernanos fängt die intensive emotionale Landschaft und lyrische Präzision des Innenlebens seiner Charaktere ein und zieht die Leser in ihre Konflikte hinein. Seine Schriften feiern die Zerbrechlichkeit des menschlichen Geistes und die unaufhörliche Suche nach Gnade. Seine unverwechselbare Stimme bietet eine kraftvolle Erkundung von Glauben und Zweifel.

    Georges Bernanos
    Die neue Geschichte der Mouchette
    Ein Verbrechen
    Mouchette
    Die Sonne Satans. Roman
    Tagebuch eines Landpfarrers
    Eine Nacht
    • Übertragen und mit einem Nachwort versehen von Hans Urs von Balthasar.Die Entstehung dieser Novellen – Frau Dargent (1922), Schattenzwiesprache und Eine Nacht (beide 1928) –, die erstmals in französischen Zeitschriften erschienen, fällt in eine Zeit, in der sich Bernanos auf der Suche nach seinem zukünftigen Weg über seine schriftstellerische Sendung noch im unklaren ist. Und doch sind diese Novellen, wie ihr Herausgeber und Übersetzer Hans Urs von Balthasar in seinem Nachwort feststellt, bereits durch «gewisse Grundmotive bernanosischer Dichtung» miteinander verbunden.In allen drei Erzählungen schlägt Bernanos das Thema des Sterbens an, begleitete ihn doch der Gedanke der ars moriendi eine lange Epoche seines Lebens. In «Eine Nacht» sind seine Figuren alle dem Tod geweiht und in der vom Dichter geschilderten Agonie öffnet und befreit sich die verschlossene Seele des Sterbenden: «Hier», so schreibt Balthasar, «öffnet sich die Lüge des Lebens, klärt sich das Trübe zurück zum reinen Antlitz des Kindes, aber durch die Schmerzen der Todesangst. Der Tod ist die Lebensbeichte.»Der Johannes Verlag ist sich des Wagnisses bewusst, diese romantisch fern anmutenden Novellen dem heutigen Leser vorzulegen. Doch das Anliegen des Dichters, der schon vor Jahrzehnten keine Scheu hatte, das «Christentum im Untergang, im Erlöschen, in der Nacht der geistigen Armut» zu zeigen und zu begleiten, mag als Rechtfertigung genügen.

      Eine Nacht
      5,0
    • Bernanos hat in seinen Werken um die Gestalt des Priesters gerungen, fühlte er sich ihm doch als Dichter tief verbunden, da beide die Welt des Bösen kennen und ihr begegnen müssen. Daher hat er das Leben des Pfarrers von Ars studiert und dessen Schicksal auch als Modell für den «Landpfarrer» genommen. Bernanos, der dieses Buch besonders liebte, gestaltet seinen Helden als ein Gleichnis der Menschwerdung Gottes und der echten Solidarität ohne Sünde. «Wie der Herr am Kreuz kann der kleine Pfarrer am Ende seines von Schmach und Demütigung überhäuften Lebens mit innerer Überzeugung sagen, daß ihm kein wirkliches Unrecht geschehen sei... Selbst seine Leiden behalten für ihn etwas Lächerliches, was ihn aber nicht bitter stimmt, so wenig wie die Vergeblichkeit seiner Predigt, seiner ganzen Bemühung, die Zerrissenheit seines Lebens. Er kann in innere Nacht geraten, das Gebet kann ihm genommen werden; ja seine schönste Priestererfahrung kann sich ihm in die bitterste wenden, bis dicht an den Rand der Versuchung zum Selbstmord, zur Sünde gegen die Hoffnung...» (vgl. H. U. von Balthasar, Gelebte Kirche – Bernanos, 374).

      Tagebuch eines Landpfarrers
      4,0
    • Das eigentliche Thema dieses 1926 erstmals erschienenen Buches ist die Konfrontation Kirche – Welt. «Für Bernanos steht und fällt die Kirche mit ihrer letzten Solidarität mit der Welt... Er baut im Grunde keine Brücken, sondern reißt die falsch gebauten Übergänge ein, um beide in ihrer Reinheit einander gegenüberzustellen...» (H.U. von Balthasar, Gelebte Kirche: Bernanos, S. 231f). Zugleich wollte Bernanos seinen Roman auch als ein Zeugnis wider seine Zeit mit ihren geistigen Götzen verstanden wissen. Gegen den Rationalismus und die Wissenschaftsgläubigkeit der glaubenslosen Gesellschaft stellt er in seiner Hauptfigur, dem Priester Donissan, die intuitiv übernatürliche Erkenntnis vor: den Blick Gottes. Dem Dichter geht es auch hier wieder um das Letzte: der einsame Priester ohne Zuversicht und Freude ist dazu ausersehen, der Welt in Christus Reinheit, Friede und Versöhnung zu vermitteln.

      Die Sonne Satans. Roman
      2,3
    • In diesem Buch wendet sich Georges Bernanos einem für ihn charakteristischen Thema zu, das in seinem Werk immer wieder auftaucht: der Kindheit, dem Tod und der Einsamkeit. Seine vierzehnjährige Protagonistin ist so überraschend und weckt so viel Mitgefühl, weil selbst das Wissen um die böse und beschämende Wahrheit der Welt der Erwachsenen ihren Rückzugsort – die Kindheit, in der so viel Einsamkeit herrscht – nicht erschüttern kann. Sie findet keinen Zugang zu den Kindern ihres Alters, zu ihrer Lehrerin oder zu ihrem Vater – und zu ihrer Mutter erst im Moment ihres Todes. Georges Bernanos blickt mit schmerzhafter Einsicht und immensem Mitgefühl in die Seelen seiner Helden. Die Geschichte des Mädchens Mouchette, die sich an zwei Tagen entfaltet, wird zu einem kleinen Drama, voller Lyrik, geschliffen mit außergewöhnlicher Erfahrung und sensibler Kunst der Form.

      Mouchette
      3,0
    • Ein Pfarrhaus auf dem Land, ein seltsamer und neuer Priester, und an einer düsteren Nacht beginnt ein Verbrechen, das einen faszinierenden Erzählstrang entfaltet, in dem Bernanos dem Kriminalroman die Dimension eines spirituellen Abenteuers verleiht. Hier prallen Leidenschaften unter dem Deckmantel der Unschuld aufeinander, während Gewalt sich hinter Charme und dem Anschein von Frömmigkeit verbirgt. Welche Beziehungen bestehen zwischen dem jungen Pfarrer von Mégère und Evangéline, der Nichte der ermordeten Herrin? Welchem schrecklichen Geheimnis wird sich der Richter Frescheville gegenübersehen? Unter dem langsamen Fortschreiten der Ermittlungen ist die Wahrheit, die zu früh erahnt wird, nicht ohne Überraschungen. Allmählich erhebt sich das Drama über den Einzelfall und wird, in der lyrischen und dichten Sprache Bernanos', zu einem moralischen Problem, das dem Leser aufgetragen wird.

      Ein Verbrechen
      2,8
    • Georges Bernanos challenges the notion of comforting readers, advocating instead for a jarring approach that provokes deeper reflection. Through a collection of letters and essays, he critiques unthinking piety and simplistic understandings of God, urging readers to confront uncomfortable truths. This compilation, presented for the first time in English, showcases Bernanos's incisive insights as one of the prominent Catholic authors of the twentieth century.

      Christianity and the Writer's Task
      3,6
    • The Fearless Heart

      • 194 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Set against the backdrop of the French Revolution, a group of Carmelite sisters faces execution for their unwavering faith. As they stand on the brink of martyrdom, the youngest, Blanche de la Force, grapples with her fears and has fled. In this poignant moment, the remaining sisters cling to their beliefs, praying for strength and love to overcome their terror. The story delves into themes of faith, sacrifice, and the struggle between fear and love in the face of death.

      The Fearless Heart
    • Námětem divadelní hry je skutečná historická událost – poprava šestnácti karmelitek z Compiegne za Velké francouzské revoluce. Předlohou byla novela Gertrud von Le Fort Poslední na popravišti.

      Rozhovory karmelitánek
      4,7
    • La marche au martyre de seize carmélites de Compiègne qui furent quilllotinées en place de Grève le 17 juillet 1794.

      Dialogues des carmélites
      4,7
    • Un mauvais rêve

      Roman

      • 160 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Georges Bernanos, à la fois réaliste et visionnaire, il sut dépeindre avec force des personnages tourmentés, engagés dans un combat spirituel contre les forces dit Mal. "L'idée du crime ne lui causait nulle répulsion, nulle crainte, et le crime accompli, elle ne sentirait nul remords. C'était simplement une image monstrueuse entre tant d'autres, et qu'elle fût réalisée la distinguerait à peine des images monstrueuses qu'elle avait senties grouiller en elle dès l'enfance et qui remplissaient déjà ses rêves." Madame Alfieri ? Un volcan sous la glace ... Un personnage de roman ... Ganse le sait trop bien. Ecrivain vieillissant, confit dans les honneurs et han té par la perte d'inspiration, il ne peut se détacher de cette femme entière et mystérieuse, sa secrétaire depuis dix ans. Mais l'arrivée dans sa vie d'un jeune homme sensible et fougueux fait soudain vaciller bien des certitudes... Les mauvais rêves ne se partagent pas.

      Un mauvais rêve
      5,0
    • Un important écrivain français de tendance catholique critique la violence engendrée par le général Franco en Espagne. Pour Bernanos, la guerre civile espagnole n'est qu'une farce où s'affrontent les partisans de deux courants idéologiques qui s'étaient déjà heurtés lors des élections et qui continueront à se battre, car ils exploitent une force qu'ils ne savent pas maîtriser. Derrière Franco se trouvent des personnes ayant trahi à la fois la monarchie et la république, mais sa puissance est renforcée par des ressources financières et un soutien militaire considérable de l'étranger. Il ne s'agit donc pas de la "révolution nationale" déclarée. Les meurtres perpétrés par les rebelles de Franco compromettent non seulement le catholicisme, mais sont surtout en contradiction avec un intérêt supérieur et une quête de sens.

      Les grands cimetières sous la lune
      4,0
    • Román "Zlý sen" je psychologickou studií malého okruhu lidí, "ztracených duší", neschopných tvorby, opravdového přátelství a vlastně ani života. Někdy až mysticky zabarvený autorovým katolicismem, jindy ostře kritický k buržoasní morálce a odsuzující fašismus. Zlý sen je psychologickou studií malého okruhu lidí, "ztracených duší", neschopných tvorby, opravdového přátelství a vlastně ani života. Kořeny první části románu lze hledat až v dílech francouzských dekadentů z konce století. Druhá část knihy je věnována především ženské hrdince příběhu, která je jediná schopná činu, ovšem jen ve smyslu negativním a autor dovádí příběh k tragickému konci.

      Zlý sen
    • Dva navazující romány, u nás vydány v nakladatelství Aventinum pod zastřešujícím názvem Odpadlík (1. díl: Přetvářka; 2. díl: Radost), obracejí na hlavu představu úspěšného a naplněného života. Abbé Cénabre, suverén, uznávaný literát a odborník na křesťanské mystiky, sám je "obíleným hrobem" a o životě s Bohem může hovořit právě jen teoreticky. Proti němu starý umírající kněz Chevance a jeho duchovní žačka Chantal, mladičká dívka ubíjená starostí o rozpadlou domácnost. Zdánlivě slabost a bezvýznamnost je plná skutečného života a síly, která není z tohoto světa.

      Odpadlík. Díl první, Přetvářka
    • Autorove beletristické texty sa vyznačujú osobitou atmosférou, v ktorej sa svet javí ako zahalený ľahkým závojom fantázie a mystiky. Príbeh sa odohráva vo farnosti v dedine, v ktorej sa dejú nedobré veci – zavraždenie malého pastierika roztočí špirálu zla...

      Mŕtva farnosť