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Bookbot

Robert Schindel

    4. April 1944
    Gott schütz uns vor den guten Menschen. Jüdisches Gedächtnis - Auskunftsbüro der Angst
    Gebürtig
    Ohneland
    Mein mausklickendes Saeculum. Gedichte
    Ein Feuerchen im Hintennach
    Dunkelstein: Eine Realfarce
    • Flussgang

      Gedichte

      Schindels neue Gedichte, nach fast zehn Jahren des lyrischen Schweigens, sind auch solche des Alters und des Abschieds, wie der Autor selbst, augenzwinkernd, bekennt. Nicht von ungefähr erinnert der Titel an die Unmöglichkeit einer Umkehr. Auf diesem »Gang« werden die Leser mit 55 hochpersönlichen Gedichten von magischem Sprachfluss beschenkt. Melancholisch, gelegentlich scheinbar sterbensmüde, dann aber aufspringend und heiter, locken sie auf den Spuren poetischer Empfindungen, Wahrnehmungen und Einsichten »durch sämtliche Dunkelheiten hin zu den Lichtern«: etwa zur Anschauung der Liebe im vollen Glanz ihres Ornats ebenso wie in ihrem Alltagskleid. Und immer wieder sind es eindringliche Bilder der Natur und auch der Tiere, die den Dichter entzücken und verwundern. Er nimmt seine Leser dorthin mit, wo sich aus luftiger Höhe auf den Boden allzu trister Realitäten hinabschauen lässt, und schafft es, Gedicht um Gedicht, das Unsichtbare mit Sprache sichtbar zu machen.

      Flussgang2023
    • Scharlachnatter

      Gedichte

      • 100 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Nach sieben Jahren, in denen er neben einem Essayband über jüdische Leit- und Leidensmotive seinen zweiten großen Roman, Der Kalte (2013), publizierte, kehrt Robert Schindel mit einem lyrischen Buch zurück in seine »Herzzone«: Liebesgedichte, poetologische und sprachreflexive Gedichte, Existenzialgedichte, Naturgedichte. Scharlachnatter (eine Wortfindung aus Oscar Wildes Salome) versammelt sowohl ausgreifende Poeme von großem Atem wie gnomisch verdichtete Verse. Es sind Zungengeburten, kunstvoll zur Welt gebracht und von zwiegeschlechtlichem Wesen: erotisch-musikalisch und durchsetzt von bitterer Lebenslust, geistesgegenwärtig und doch gedankenvoll, müde und schlaflos, hinhörend und stürmisch, bewölkt und immer auch sonnenklar – um nur einige der Gegensätze zu nennen, zwischen denen der Dichter ruhelos und rühmend seine Bahnen zieht, bis vielleicht nur noch das »Echo eines Trillers« vernehmbar ist. Eines allerdings mag diese Dichtung so ganz und gar nicht: den allgemeinen Wortgebrauch. Lieber und stets sucht sie »das Wort in welchem was sei«.

      Scharlachnatter2015
    • Der Kalte

      Roman

      • 660 Seiten
      • 24 Lesestunden

      Österreich in den »Waldheimjahren« zwischen 1985 und 1989. Drei »Kulturkämpfe« toben nebeneinander und sind doch untrennbar miteinander verbunden: der Kampf um einen neuen Staatspräsidenten, der Kampf um ein Antifaschismusdenkmal und der Kampf um »das« Theater, »die Burg«. Und inmitten dieser Auseinandersetzungen kämpft ein Einzelner, kämpft gegen das Vergessen und Verdrängen der NS-Zeit: der Spanienveteran und KZ-Überlebende Edmund Fraul. Dieser Fraul ist das Zentrum aller Bewegung: Dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, merkt er selbst, dass er Gefühle nicht äußern, nicht einmal spüren kann. Bis er auf seinen ziellosen Wanderungen durch Wien einem ehemaligen KZ-Aufseher begegnet und mit ihm ins Gespräch kommt: über Auschwitz. In seinem lang erwarteten zweiten Roman nach »Gebürtig« führt uns Robert Schindel erneut in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, künstlerischer und menschlicher Gegensätze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerreißproben. In ein Geflecht von Tragödien und Liebesgeschichten, die so gut glücklich enden können wie tödlich. Figurenreich und vielperspektivisch ist dieser Roman, weltstädtisch und detailverliebt, so kämpferisch wie sanft und von großer sprachlicher Schönheit – und getragen von der Hoffnung, dass Blut und Wärme einer neuen Zeit in die gefrorenen Charaktere und in den Körper einer veränderten Gesellschaft zurückkehren.

      Der Kalte2013
    • Dunkelstein: Eine Realfarce

      • 123 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Als sich Saul Dunkelstein als Leiter der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde in den Dienst der Nazis stellt, wird seine Tätigkeit von vielen Wiener Juden mit Angst und Misstrauen betrachtet. Das Verdienst des einstigen Rabbiners Dunkelstein ist zwiespältig. Aus Sicht der Nazis sorgt er für eine reibungslose Deportation der Juden nach Osten, er selbst ist überzeugt, lebensrettende Maßnahmen zu setzen, indem er die Juden zur raschen Emigration drängt - bleibt die alles entscheidende Paktiert Dunkelstein mit den Nazis oder hat er sich zugunsten der jüdischen Gemeinde mit ihnen arrangiert?Robert Schindel überlässt die Beantwortung dieser Frage dem Leser. Ausgewogen, aber mit Vehemenz stellt er den Rabbiner in einem ausweglosen historischen Dilemma dar. Partei ergreift Schindel höchstens für die Judenräte, zu jener Zeit Instanzen der Ohnmacht, die jeden Augenblick unter Lebensgefahr zwischen Pest und Cholera zu entscheiden hatten.

      Dunkelstein: Eine Realfarce2010
      4,5
    • Die Gedichte in diesem Werk präsentieren sich als emotionale Logbücher, die den Leser berühren. Sie wechseln zwischen Sehnsucht, Leichtigkeit und unerwarteten Wendungen, und verleihen dem Denken eine verführerische Leichtigkeit, während sie auch tiefere, melancholische Gedanken anstoßen.

      Mein mausklickendes Saeculum. Gedichte2008
      4,0
    • Bohaterami tej powieści, rozgrywającej się na przełomie 1983 i 1984 roku, są potomkowie żydowskich ofiar i ich katów okresu II wojny światowej. Żydowski pisarz, Herman Gebirtig, więzień obozów koncentracyjnych, przyjeżdża po latach emigracji w USA do Wiednia jako świadek w procesie nazistowskiego zbrodniarza. Przeszłość, o której chciałby zapomnieć, dopada go zupełnie inaczej niż Karola Sachsa, syna nazistowskiego lekarza z Auschwitz, ale obaj nie potrafią się z nią uporać.

      Rodowody2006
    • Wundwurzel

      Gedichte

      • 97 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Kühn und in alle Richtungen wuchert die Wundwurzel, Robert Schindels neue Lyriksammlung. Manche ihrer Enden ragen weit hinauf bis in die Zukunftsgebirge, andere seitwärts in die Gegenwart, zu den ständigen Männern in der Hotellobby mit den nicht ungierigen Augen, zur nie gesehnen blonden Frau / im Speisewagen und ins Gezwitter dieses Sehnens / nach ausgewiesenen Bereitschaften. Wieder andere, nicht zu kappende, reichen tief in die Vergangenheit, in den Rumbulawald bei Riga, wo die Juden unterm immergrünen Hügel liegen, in ihrem Totsein zugegeben unflexibel. In achtundsechzig neuen Gedichten entfaltet der jüdische Troubadour, der dunkle Humorist aus Wien (Marcel Reich-Ranicki) erneut die ganze Meisterschaft seiner Formkunst - vom zartesten Hauch bis zum Villonschen Aufbrausen, doch stets mit einem Lächeln / vom Augendruck her.

      Wundwurzel2005
    • Fremd bei mir selbst

      Die Gedichte (1965–2003)

      • 474 Seiten
      • 17 Lesestunden

      Robert Schindel feiert im April 2004 seinen sechzigsten Geburtstag. Zu diesem Anlass wird sein lyrisches Werk veröffentlicht, das durch Vielstimmigkeit und thematische Vielfalt besticht. Seine Gedichte thematisieren Liebe, Macht, Alltag und menschliche Süchte und laden den Leser ein, gemeinsam mit ihm zu singen: "Dazwischen vor / Jeglichem Entzwei / Singen wir / Unser Dennoch."

      Fremd bei mir selbst2004