Seit seinem Erscheinen vor zwanzig Jahren ist Benjamin R. Barbers Starke Demokratie eines der Hauptmaßstäbe, an denen das Denken und Schreiben in der Politikwissenschaft gemessen wird. Definiert als die Teilnahme aller Menschen an mindestens einigen Aspekten der Selbstverwaltung, bietet Starke Demokratie der liberalen Gesellschaft eine neue Denkweise und Praxis der Demokratie. Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Ansicht, dass ein Übermaß an Demokratie liberale Institutionen gefährden kann, argumentiert Barber, dass ein Übermaß an Liberalismus unsere demokratischen Institutionen untergraben hat und die Krisen herbeigeführt hat, gegen die wir uns immer noch abmühen: Zynismus gegenüber Wahlen, Entfremdung, Privatisierung und die wachsende Lähmung öffentlicher Institutionen. In einem neuen Vorwort blickt Barber auf die vergangenen zwanzig Jahre zurück und bekräftigt sein Argument, das traurigerweise dringlicher denn je erscheint.
Benjamin Barber Bücher






Wer die Wirtschaftsnachrichten verfolgt, erhält den Eindruck, daß die Welt stetig zusammenwächst und ein einziger internationaler Markt alle Grenzen zwischen den Nationen auflöst. Wer hingegen die politischen Schlagzeilen liest, ist bald vom Gegenteil überzeugt: Politisch scheint die Welt mehr und mehr auseinanderzufallen; ethnisch und religiös motivierter Brudermord und Bürgerkrieg spalten ganze Nationen und breiten sich beängstigend aus. Und doch sind beide Bewegungen in einem Punkt eng verwandt: Kapitalismus wie Fundamentalismus sind demokratiefeindlich. Beide versuchen auf unterschiedliche Weise, den Nationalstaat, ehemals die einzige Garantie für eine funktionierende Demokratie, aus den Angeln zu heben. Die Demokratie wird Opfer eines doppelt geführten Angriffs: jenes der grenzenlosen Profitmaximierung auf Kosten jeder Moral oder Religion und jenes des ausgrenzenden, intoleranten religiösen Fanatismus. Ein brillantes, aufrüttelndes Buch über unsere Zukunft.
Imperium der Angst
- 276 Seiten
- 10 Lesestunden
Das Buch analysiert, wie die amerikanische Außenpolitik fehlgeleitet wurde und wie sie sich zum Besseren wenden könnte. In dieser scharfen, aber pragmatischen Kritik an der Außenpolitik der Bush-Administration legt Benjamin R. Barber die Torheit einer Agenda der Präventivkriege offen und stellt sie in den Kontext von zweihundert Jahren amerikanischer strategischer Doktrin, einschließlich der jüngeren Geschichte von Abschreckung und Eindämmung. Er zeigt, wie ausgewählte "Schurkenstaaten" als Stellvertreter für Terroristen fungieren, die schwer zu lokalisieren und zu beseitigen sind, und wie die Vereinigten Staaten weiterhin Diktaturen in Ländern unterstützen, die sie als Freunde betrachten, während sie gleichzeitig glauben, dass sie Demokratie mit Gewalt bei besiegten Feinden durchsetzen können. Barber plädiert für ein Amerika, das Zusammenarbeit, Multilateralismus, internationales Recht und geteilte Souveränität fördert. Denn nur durch Recht und Staatsbürgerschaft kann Freiheit innerhalb der Nationen gesichert werden, und nur durch Recht und Staatsbürgerschaft kann Freiheit zwischen ihnen gesichert werden, wodurch sie von Angst befreit werden.
Ein neues Ethos prägt das Gesicht des globalen Kapitalismus: überflüssige Güter werden in großer Zahl produziert, Kinder zu Konsumenten gemacht und Erwachsene in infantile Schnäppchenjäger transformiert. Zielte früher die Wirtschaft auf die Herstellung richtiger und nützlicher Produkte, so ist die neue verbraucherorientierte Ökonomie darauf aus, Bedürfnisse und Marken zu schaffen. An die Stelle eines demokratischen Kapitalismus ist eine infantile Konsumwelt getreten, deren Pathologien die Freiheit der liberalen Welt bedrohen.
Politisches Denken. Jahrbuch 1993
- 206 Seiten
- 8 Lesestunden
If Mayors Ruled the World
- 416 Seiten
- 15 Lesestunden
"In the face of the most perilous challenges of our time--climate change, terrorism, poverty, and trafficking of drugs, guns, and people--the nations of the world seem paralyzed. The problems are too big for governments to deal with. Benjamin Barber contends that cities, and the mayors who run them, can do and are doing a better job than nations. He cites the unique qualities cities worldwide share: pragmatism, civic trust, participation, indifference to borders and sovereignty, and a democratic penchant for networking, creativity, innovation, and cooperation. He demonstrates how city mayors, singly and jointly, are responding to transnational problems more effectively than nation-states mired in ideological infighting and sovereign rivalries. The book features profiles of a dozen mayors around the world, making a persuasive case that the city is democracy's best hope in a globalizing world, and that great mayors are already proving that this is so"--
Struggle for Democracy
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Although the conflict and the bloodshed in the name of democracy have given us some of our noblest moments, democracy itself remains one of the most flawed, confusing, threatened, and complex of human institutions. By examining the paradoxes and perplexities, The Struggle for Democracy provides a clear understanding of the origin and nature of democracy, including the extraordinary idea of citizenship, the tremendous achievement of free speech, and the enormous power placed in the hands of ordinary men and women. The book includes commentary on monumentally historic events such as the destruction of the Berlin Wall, the infamous student demonstrations in Tiananmen Square, and the collapse of communism in the former Soviet Union. In an inspiring introductory chapter, Patrick Watson reflects on the challenges facing world democracy as it enters the new millennium. In a concluding chapter, Benjamin Barber examines the future of democracy and the impact that globalization and technology will have on both emerging and established democracies.
