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Irmgard Keun

    6. Februar 1905 – 5. Mai 1982

    Irmgard Keun war eine deutsche Romanautorin, die für ihre Darstellungen des Lebens von Frauen in der Weimarer Republik und der frühen NS-Zeit bekannt ist. Ihre Werke fangen die Herausforderungen und Erfahrungen von Frauen inmitten bedeutender gesellschaftlicher und politischer Umwälzungen ein. Nach ihren schauspielerischen Versuchen wandte sich Keun dem Schreiben zu; ihre Bücher wurden schließlich von den Nationalsozialisten verboten, erlangten aber erst spät in ihrem Leben Anerkennung. Ihre Prosa bietet eine unverwechselbare Perspektive auf gesellschaftliche Veränderungen und die Widerstandsfähigkeit ihrer weiblichen Figuren.

    Der Flieger und die Sterne. Albert Camus, Ernest Hemingway, Irmgard Keun u. Victor Klemperer
    Das Werk
    Texte aus NS-Deutschland, Texte aus dem Exil
    Texte aus der Nachkriegszeit und der Bundesrepublik
    Das Werk, 3 Bde.
    Ich lebe in einem wilden Wirbel
    • Ich lebe in einem wilden Wirbel

      • 310 Seiten
      • 11 Lesestunden

      „Es klingt wie eine erfundene Geschichte: vor zehn Jahren wurde in den USA ein Konvolut von Briefen und Telegrammen gefunden, abgeschickt zwischen 1933 und 1947 aus Deutschland, Absender: Irmgard Keun. Diese Briefe, Liebesbriefe an den emigrierten Arzt Arnold Strauss, hier nun zum erstenmal veröffentlicht, zeigen Irmgard Keun in einem ganz neuen Licht: Eine verschwenderische Frau, die mit dem Herzen denkt und mit dem Verstand fühlt. Hinreißend, charmant und egozentrisch wie ein kleines Kind, bindungsängstlich und treu, klug aber zu jeder Dummheit bereit. Sie schreibt in diesen überraschend offenen Briefen, die sich wie ein intimes Tagebuch lesen, was sie sonst nirgendwo erzählt hat: über sich selbst, über ihre Arbeit, über ihre Abhängigkeiten und über ihre Hoffnungen. Überdies erzählen die Briefe Geschichten bissige und amüsante, vom Leben und Überleben im “„Dritten Reich“„ und im Exil. Als wäre es ein Roman.“

      Ich lebe in einem wilden Wirbel
      4,3
    • Erstmals das Gesamtwerk der Bestsellerautorin Irmgard Keun in einer kommentierten Neuausgabe.

      Das Werk, 3 Bde.
      4,2
    • Mit ihren Romanen wurde Irmgard Keun zum literarischen Star der spten Weimarer Republik. Ihre Erzhlungen ber den Ns-Alltag und das Leben im Exil wurden zu Klassikern. In der Nachkriegszeit entfaltete sie als scharfe Zeitkritikerin noch einmal satirische Energie. Nun liegt ihr Werk erstmals in einer kritischen Ausgabe vor, herausgegeben und kommentiert von Heinrich Detering und Beate Kennedy - mit allen bekannten sowie verschollenen und vergessenen Texten. In dieser Ausgabe ist eine der aufregendsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken. Mit einem Essay von Ursula Krechel.

      Das Werk
      4,2
    • Die Jubiläums-Anthologie beleuchtet die Lebenswelt von Antoine de Saint-Exupery und thematisiert Fliegen, Einsamkeit, menschliche Solidarität und den Kampf gegen Totalitarismus. Seine Prosatexte werden mit Werken von Zeitgenossen wie Camus, Lorca und Hemingway verglichen. Saint-Exupery wurde im Juni 2000 hundert Jahre alt.

      Der Flieger und die Sterne. Albert Camus, Ernest Hemingway, Irmgard Keun u. Victor Klemperer
      3,0
    • Sommer 1918: Mit den Augen eines zehnjährigen Mädchens erleben wir, wie der Krieg zu Ende geht Wie in »Kind aller Länder« geht es in Irmgard Keuns erstem Exilroman, der 1936 erschien, um ein junges Mädchen mit eigenem Kopf, verrückten Ideen und einer Menge Problemen. Das größte davon ist Fräulein Knoll, die Lehrerin der phantasievollen Drittklässlerin. Fräulein Knoll findet ihre Streiche gar nicht lustig, erteilt einen Tadel nach dem anderen und, als das alles nicht hilft, ein generelles Umgangsverbot. Fortan muss das Mädchen auf ihre Freunde verzichten. Zum Glück erweist sich ihr Vater Victor, ein recht erfolgloser Geschäftsmann, als begnadeter Spielgefährte. Mit seiner selbst konstruierten Wasserbombe vom Balkon aus Fräulein Knolls Haupt zu treffen, ist aber keine gute Idee und verschärft die Lage eher noch. Und das Leben im Krieg ist beschwerlich genug. Der Kupfertopf wurde für die Kanonenproduktion requiriert, Lebensmittel sind knapp, der Nachbar hat im Feld einen Arm verloren, das Mädchen muss Steckrüben stehlen und begibt sich in große Gefahr. Mit einem Brief an den Kaiser möchte sie schließlich für Frieden sorgen. Irmgard Keun gelingt es in diesem Roman erneut, kindliche Unschuld und frühreife Einsicht zu einer komisch-anrührenden Verbindung zu führen – mit einem leichten Erzählton, der doch alle Abgründe erahnen lässt …

      Wenn wir alle gut wären
      3,9
    • Gilgi - eine von uns

      Der Roman, der Irmgard Keun über Nacht berühmt machte

      Gilgi, ein Mädchen im Köln der 1920er Jahre, kündigt ihre Stelle als Sekretärin und zieht von Zuhause aus, weil sie das bevormundete Dasein bei den Eltern satt hat. Doch auch das »weiche, zerflossene, bedenkenlose« Leben mit dem Schriftsteller Martin ist keine Alternative und aus ihrem Leben, sagt Gilgi, »soll nicht so? n Strindberg-Drama werden«. Und da nimmt sie es wieder in die eigenen Hände und macht sich wirklich auf den Weg in die Selbständigkeit. Das Buch, mit dem die 26-jährige Irmgard Keun 1931 über Nacht berühmt wurde.

      Gilgi - eine von uns
      4,0
    • Nach Mitternacht

      • 223 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Die 19-jährige Susanne beschreibt die letzten zwei Tage vor ihrer Flucht aus Nazi-Deutschland und blickt zurück: Zusammen mit ihrem Freund Franz wollte sie einen Zigarettenladen aufmachen. Einen Tag vor der Eröffnung jedoch wird Franz verhaftet, ein Konkurrent hat ihn denunziert. Als Franz aus der Schutzhaft entlassen wird, rächt er sich bitter an dem Denunzianten und SA-Mann.

      Nach Mitternacht
      3,9
    • »Ferdinand ist ein Mann unserer Tage, eine provisorische Existenz, wie wir es ja mehr oder weniger alle sind.« Irmgard Keun Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen, kann nicht Nein sagen. Deshalb wird er Luise nicht los, seine Braut ... Ein scharfzüngiger, heiterer Nachkriegsroman und ein treffendes Portrait seiner Zeit - ein ganz besonderes Fundstück aus dem Werk Irmgard Keuns. » In der grauen Flut von Elendsromanen aus dem Nachkriegsdeutschland ist dieser »Ferdinand«, trotz aller scharfzüngigen Kritik, eines der lustigsten Bücher der modernen deutschen Literatur. Ich musste oft Tränen lachen, weil dieser Ferdinand und seine Luise und ihre Familien und Freunde so erbamungslos komisch sind, und hier und da vergoß ich auch eine Träne um Deutschland. « Hermann Kester 

      Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen
      3,7
    • Kein Anschluss unter dieser Nummer

      Gespräche statt einer Autobiographie

      In ihren letzten Lebensjahren hat Irmgard Keun Freunden und Bekannten am Telefon aus ihrer Autobiographie vorgelesen. »Kein Anschluss unter dieser Nummer« sollte sie heißen. Nach ihrem Tod im Mai 1982 fand sich davon allerdings keine einzige Zeile - Keun hatte druckreife Passagen eines Buchs improvisiert, das nie geschrieben wurde. Schon früh zeigte sich Keuns Phantasie nicht nur in ihren Texten, sondern auch im Erzählen über sich selbst. Bei Erscheinen ihres ersten Romans Gilgi, eine von uns, mit dem Keun 1931 über Nacht berühmt wurde, machte sie sich fünf Jahre jünger - so jung wie ihre Protagonistin. 1940 nutzte sie eine Falschmeldung über ihren Selbstmord im Daily Telegraph und kehrte unter neuem Namen aus dem niederländischen Exil nach Deutschland zurück. Nach dem Krieg interessierte sich niemand mehr für die Starautorin der Weimarer Republik. Keun lebte verarmt und schwer alkoholkrank in den Ruinen ihres Elternhauses in Köln. Erst 1977 wurde sie wiederentdeckt. Literaturwissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten rissen sich nun darum,sie zu interviewen. Die bis zu Keuns Tod entstandenen Gespräche, die hier zum ersten Mal in Buchform erscheinen, beweisen, dass sie nichts von ihrem Witz, ihrer Fabulierfreude und ihrem Scharfblick verloren hatte. Sie sind im eigentlichen Sinne ihr letztes Buch.

      Kein Anschluss unter dieser Nummer
      3,3
    • D-Zug dritter Klasse

      Roman | Ein zeitloser Klassiker zum Wiederentdecken

      Irmgard Keuns unterhaltsamer Exilroman: zutiefst menschlich und herrlich schnoddrig erzählt An einem Sommernachmittag im Juni 1937 besteigt Lenchen in Berlin mit ihrem Freund Dr. med. Karl Bornwasser den D-Zug nach Paris. Das Abteil teilen sie sich mit fünf Menschen. Einer davon ist der junge Mann Albert, zu dem Lenchen sich schnell hingezogen fühlt. Doch mit keinem Mann in ihrem Leben hatte sie bisher Glück. Auch der Doktor gängelt sie furchtbar. Nun soll sie ihm helfen, 9000 Reichsmark in einer Kaffeekanne versteckt über die Grenze zu schmuggeln. Als der Plan gehörig schiefgeht und Karl überstürzt den Zug verlässt, ist Lenchen mit Albert allein und hofft, an seiner Seite ihr Glück zu finden. Mit großer Menschenkenntnis und viel Liebe zum Detail beschreibt Irmgard Keun die Menschen ihrer Zeit. »Hurra! Hier arbeitet ein Talent!« Kurt Tucholsky

      D-Zug dritter Klasse
      3,1
    • Kind aller Länder

      • 148 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Erstmals 1938 erschienen, erzählt die zehnjährige Kully von ihrem Leben im Exil. Irmgard Keun, bereits Bestsellerautorin, musste aufgrund von Verboten ihre Heimat verlassen und fand sich in Ostende wieder, wo sie Joseph Roth traf und eine leidenschaftliche Affäre begann. Kully schildert das aufregende Leben ihrer Familie: Ihr leichtfertiger Vater, ein ständig klammernder Schriftsteller, lebt von Zeitungsartikeln und Vorschüssen, während die liebevolle Mutter oft allein mit Kully ist und sich anderweitig amüsiert. Der Vater ist auf der Suche nach Geld und reist quer durch Europa – von Brüssel über Lemberg bis nach New York – und lässt Mutter und Tochter meist in Hotels zurück, wo sie Rechnungen begleichen müssen. Kullys Erzählton ist ungekünstelt, kindlich naiv, aber auch erstaunlich abgeklärt und voller Komik. Sie erkennt die Schwächen ihrer Eltern, betrachtet sie jedoch mit Liebe und gibt tiefe Einblicke in das Leben der Emigranten in Europa. Dieser Roman ist nicht nur eine bewegende Kindergeschichte, sondern auch ein Porträt des Paares Roth und Keun, das in Volker Weidermanns Buch lebendig wird.

      Kind aller Länder
      3,6
    • Doris ist Sekretärin bei einem zudringlichen Rechtsanwalt. Sie will nicht mehr tagaus, tagein Briefe tippen, sondern ein Star werden. Sie will in die große Welt, ins Berlin der Roaring Twenties.

      Das kunstseidene Mädchen
      3,5
    • Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen

      Roman | »Ferdinand ist ein Mann unserer Tage, eine provisorische Existenz, wie wir es ja mehr oder weniger alle sind.« Irmgard Keun

      • 240 Seiten
      • 9 Lesestunden

      Der freundliche Ferdinand ist zu sanft für die raue Welt um ihn herum. Auf einer Bank am Fluss trifft er Luise, und ehe er sich versieht, sind sie verlobt. Doch Ferdinand lebt ein prekäres und unstetes Leben in den Trümmern von Nachkriegsdeutschland. Leider lässt Luise sich davon nicht so leicht abschrecken. Um sie loszuwerden und sich so immerhin einer Verantwortlichkeit zu entledigen, versucht Ferdinand, einen neuen Bräutigam für Luise zu finden. Irmgard Keuns Porträt des jungen, weichherzigen Ferdinands gehört trotz aller Tragik wohl zu ihren humorvollsten und warmherzigsten Romanen. »Ferdinand ist ein Mann unserer Tage, eine provisorische Existenz, wie wir es ja mehr oder weniger alle sind. […] Er zeigt, daß sogar eine provisorische Existenz ihren Reiz haben kann.« Irmgard Keun (1950)

      Ferdinand, der Mann mit dem freundlichen Herzen