Mit seinem Buch über die erdachte Insel Utopia – ihr Name wurde erst später als ›Utopie‹ zum übergeordneten Gattungsbegriff für fiktive Staats- und Gesellschaftsentwürfe – hat Thomas Morus (1478–1535) einen echten Klassiker der politischen Philosophie geschaffen. Offen bleibt bis heute: Projizierte der Autor nur seine Phantasien in die damals frisch entdeckte Neue Welt, wollte er ein veritables Staatsmodell entwerfen oder gar zu politischen Reformen in England aufrufen? Es kommt auf den Standpunkt an: sei er nun sozialistisch, heidnisch, machtpolitisch, kapitalistisch, reformerisch oder idealstaatlich.
Thomas More Bücher
Sir Thomas More war ein englischer Anwalt, Sozialphilosoph und Autor, der den Geist der Renaissance verkörperte. Seine Schriften untersuchen politische Systeme und gesellschaftliche Strukturen, am bekanntesten ist seine Beschreibung einer imaginären idealen Inselnation in "Utopia". More's Werk spiegelt seine tiefen Überzeugungen und seine philosophische Weltsicht wider, wo Ideale und Realität aufeinandertreffen. Seine Gedanken und sein Lebensweg machten ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit seiner Zeit, dessen Werk bis heute nachhallt.







(Zu dem Werke über die beste Staatsverfassung) Ich schäme mich beinahe, liebster Petrus Ägidius, Dir dieses Büchlein über den Staat von Utopia erst nach fast einem Jahre zuzusenden, das Du zweifellos schon nach sechs Monaten erwartet hast, da du ja wußtest, daß in diesem Werke die Mühe des Erfindens für mich wegfiel und ich auch über die Einteilung nicht nachzudenken, sondern nur das wiederzugeben brauchte, was ich mit Dir zusammen genauso wie Du den Raphael erzählen hörte.
Zu Ihrem Geburtstag.
Überreicht von Ihrer Kirchengemeinde
Thomas Morus' "Utopia" ist ein wegweisender Dialog über eine ideale Gesellschaft, veröffentlicht 1516 auf Anregung von Erasmus von Rotterdam. Die Erzählung eines Reisenden über die Utopier prägt die Weltliteratur bis heute. Diese Ausgabe enthält eine Biographie des Autors und folgt der Übersetzung von 1896.



