Vom Vertrag von Verdun im Jahr 843, der das Reich Karls des Großen in drei Reiche aufteilte, deren westliches - das westfränkische Reich - allmählich zu Frankreich wurde, bis zum französischen „non“ zur EU-Verfassung im Sommer 2005: Die 'Kleine Geschichte Frankreichs' reicht bis in die allerjüngste Zeitgeschichte. Sie bietet den vollständigen, zuverlässigen und zugleich handlichen Überblick über die großen nationalgeschichtlichen Linien, den man von Reclams Nationalgeschichten erwartet.
Heinz-Gerhard Haupt bietet einen klaren Überblick über die europäische Konsumgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Er zeigt, wie Konsum den Lebensstil, gesellschaftliche Strukturen und politische Systeme beeinflusst. Der Band ist eine wertvolle Grundlage für Forschungen und ein empfehlenswerter Einstieg für Studierende.
§B§Der Mensch im "Zeitalter der Extreme"§§S§Das Leben des Menschen in der Moderne ist geprägt von Innovationen, Veränderungen und Brüchen. Nie zuvor sind Lebensläufe und Grunderfahrungen innerhalb kurzer Zeit so fundamental revolutioniert und umgekrempelt worden wie im 20. Jahrhundert.§§Neben der immer rasanter werdenden technologischen Entwicklung haben unter anderem zwei Weltkriege, Völkermord, Massenarbeitslosigkeit, Inflation und nukleare Bedrohung sowie die Veränderung von Familien- und Gesellschaftsstrukturen den modernen Menschen geprägt. Handlungsmuster und Wertmaßstäbe differenzieren sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehr und mehr aus - die Individualisierung von Lebensläufen nimmt fortschreitend zu.§Aus der Beschreibung und Charakterisierung von verschiedenen Sozialtypen, die für dieses Jahrhundert kennzeichnend sind, entsteht ein Gesamtbild unserer Epoche mit all ihren Widersprüchen. Renommierte Historiker wie Richard Bessel, Christoph Conrad, Peter Gay u.v.a. portr ätieren in ihren Beiträgen Sozialtypen, deren Bedeutung, Rolle und gesellschaftliche Funktion sich im 20. Jahrhundert enorm verändert haben, oder die in dieser Zeit erst "erfunden" wurden.
13 Beiträge von Historikerinnen und Historikern zur Übergangszeit von der Romantik zur Moderne: die Gesellschaft muss sich rasch auf die fundamentalen Neuerungen der Industrialisierung einstellen. Thema der Beiträge sind die Menschen hinter diesen Entwicklungen: das Dienstmädchen, die Grossstadtmenschen, der Migrant, der Arzt, die Arbeiterin, der Unternehmer, der Künstler, der Ingenieur, die Gläubige.
Chimäre oder Realität? Vom Dritten Reich bis zur Bundesrepublik. Die Geschichte alternativer Kernwaffenentwicklungen in Deutschland im Kontext der internationalen Forschung
810 Seiten
29 Lesestunden
Ist Deutschland ein Kernwaffenstaat? Wurde während des Zweiten Weltkrieges auch in Deutschland an einer Kernwaffe, etwa an sogenannten Mini-Nukes, gearbeitet und wäre diese Waffe physikalisch und technisch realisierbar gewesen? Gab es tatsächlich Kernwaffentests auf deutschem Boden? Woran forschten die Wissenschaftler in der noch jungen Bundesrepublik und ist dieses Wissen in internationale Kernwaffenentwicklungen einbezogen worden? Der Physiker Heinz Dieter Haupt analysiert in seinem Werk »Deutschlands Weg zur Bombe« die kernphysikalische Waffenentwicklung in Deutschland vom Dritten Reich bis in die Bundesrepublik, stellt sie der internationalen Kernwaffenforschung jener Zeit gegenüber und hebt alte Spekulationen über die nukleare Waffentechnik der Nationalsozialisten auf eine neue Basis.
Dieses Buch bietet eine andere, eine neue Geschichte der europäischen Kultur und des Alltagslebens. Es geht nicht um die Metropolen oder um Schlachtfelder - hier berichten Historiker von den unzähligen Orten in den Städten und Dörfern, die in keinen Geschichtsbüchern oder auf Karten zu finden sind: Von den Feldern zu den Fabriken, von den Brunnen zu den Minen, von den Geschäften, Werkstätten, Kammern und Rathäusern zu den Salons, Cafés, Lesezirkeln, Gesellschaften, Zweigstellen und Häfen.