Terrakotta
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
Von beiden Seiten der Berliner Mauer aus erzählt »Terrakotta« als historischer Roman von den Kontinuitäten zwischen Nationalsozialismus und der DDR vor dem Hintergrund des Aufstiegs rechtsextremen Denkens. Aus der Perspektive von Wanderfalken, die im Turm des Roten Rathauses nisten, wird vom Leben zweier Zwillingsbrüder berichtet. Einer von ihnen geht in den Osten und beginnt in der DDR eine Karriere, die ihn von Berlin und der Stasi-Hochschule in Potsdam-Golm nach China führt. Die Terrakotta-Armee wird im Zeichen des Kalten Krieges zum Schlüssel für menschliche Schicksale im Zeichen von Krieg und Zerstörung, in denen nur skrupellose Anpassung und das Erlernen immer neuer »Sprachen« zwischen NS-Zeit, DDR, BRD und Wiedervereinigung deutsche Karrieren ermöglicht. Hoch über dem Todesstreifen reflektieren die Falken die Verwirrungen von Überwachen, Intimität und Sehnsucht nach Liebe.





