Die Skulptur der Renaissance in Italien
Michelangelo und seine Zeit






Michelangelo und seine Zeit
Donatello und seine Zeit, in 2 Bdn.
Ohne Ornament, so schreibt Leon Battista Alberti in seinem grundlegenden Traktat über die Baukunst, könne man sich ein Bauwerk von Rang nicht vorstellen. Das Ornament hatte eine auszeichnende Funktion, diente dem Schmuck und der Repräsentation, unterstrich den Status des Bauherrn und war durch die Bauaufgabe bedingt, dem Gebot der Angemessenheit unterstellt. Zudem musste es, wie die Baugestalt als Ganzes, durch Neuartigkeit und Modernität beeindrucken. In der italienischen Frührenaissance erfuhr der Bauschmuck eine grundlegende Neugestaltung, angestoßen von der antiken Baukunst und Bauornamentik, die in Florenz ab 1420 eine Renaissance erlebte. Fünfzig Jahre später war der neue Ornamentstil in ganz Italien verbreitet und trat bald darauf auch in Europa seinen Siegeszug an. Die "antikische Art" galt nun als modern, während die zuvor als modern geltende gotische Bauweise zunehmend in Verruf geriet. Ein Paradigmenwechsel vollzog sich, da sich erstmals seit der Antike auch die Architekturtheorie mit dem Thema der Bauornamentik auseinandersetzte und das Verhältnis von Baustruktur und Baudekor neu definierte. Das Buch behandelt die erste große Phase dieses Prozesses, die Geschichte des Bauornaments in Italien von ca. 1420 bis ca. 1490, mit einem Fokus auf die Genese und Entwicklung des neuartigen Architekturdekors in Florenz und dessen Ausbreitung in der Toskana sowie im übrigen Italien. Im Zentrum steht die produktive Auseinanderse
Kaiser Friedrich II. und die Grabmäler der normannisch-staufischen Herrscher im Dom von Palermo
Mit dem neuen Band der Römischen Forschungen erscheint erstmals nach fünfzig Jahren wieder eine umfassende Untersuchung zu den Grabmälern, die den bisherigen Erkenntnisstand weitgehend revidiert. Aufgezeigt wird, daß die Einrichtung der dynastischen Grablege im Dom von Palermo, in der Form, in der sie bis 1781 Bestand hatte, ganz der Initiative Friedrichs II. zu verdanken ist. Von ihm wurde auch sein eigener Sarkophag in Auftrag gegeben.
Die frühchristlichen und mittelalterlichen Mosaiken in Italien zählen zu den bedeutendsten künstlerischen Schöpfungen ihrer Zeit. Der opulente Band präsentiert anhand von 19 herausragenden musivischen Dekorationen ein umfassendes Panorama dieser spektakulären Bildgattung. Mosaiken, bestehend aus farbigen Steinwürfeln oder Glasstiften, entfalten eine enorme Fernwirkung und vermitteln durch das Licht sowohl Lebendigkeit als auch eine überzeitliche Wirkung, da das Licht als Manifestation des Göttlichen gilt. Vom 4. bis zum frühen 14. Jahrhundert schmückten Mosaiken vor allem Kirchen und markierten den Beginn der christlichen Bildkunst monumentalen Maßstabs. Während die frühchristlichen Themen bis ins hohe Mittelalter bestimmend blieben, zeigen die Mosaiken bereits seit dem frühen Mittelalter ein Gepräge, das der christlich-transzendentalen Weltsicht entspricht. Der Autor beschreibt die Entwicklung der Mosaikkunst in Italien, deren Zentren in der Frühzeit vor allem Rom und Ravenna waren. Ab dem 6. Jahrhundert verstärkt byzantinischer Einfluss die Darstellungen. Nach einer Unterbrechung erlebt Rom um 800 ein kurzes Aufleben, doch die Mosaikkunst blüht erst im 12. und 13. Jahrhundert erneut auf, mit umfangreichen Zyklen in Rom, Venedig, Sizilien und Florenz, oft unter byzantinischen Künstlern. Joachim Poeschke ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Münster und hat zahlreiche Publikationen zur italienischen Kunstgeschic