Lieder. Mittelhochdeutsch
- 181 Seiten
- 7 Lesestunden
Hartmann von Aue gilt als einer der bedeutendsten Epiker der mittelhochdeutschen Klassik um 1200. Er steht am Beginn des höfischen Romans, der aus Frankreich übernommen wurde. Seine erzählerischen Werke zeichnen sich durch ausgefeilte Handlungsstränge und eine tiefe Auseinandersetzung mit höfischen Idealen und moralischen Dilemmata aus. Leser können in seinen Texten fesselnde Geschichten von Helden entdecken, die sowohl inneren als auch äußeren Herausforderungen begegnen.






Hartmann von Aue, der gebildete Verfasser großer Artusromane nach französischem Vorbild, hat auch zwei legendenhafte Verserzählungen geschrieben, die beide die geistliche und die ritterlich-höfische Lebensform gegeneinander profilieren und abwägen, ohne eine einfache Entscheidung zu fällen. Im „Gregorius“ wird die Geschichte des „guten Sünders“ erzählt, der als Inzestkind unwissentlich wie Ödipus die Sünde seiner Eltern mit der eigenen Mutter als Ehefrau fortsetzt, sie durch ein siebzehnjähriges vorbildliches Eremitentum büßt und darob zum Papst gewählt wird. Die Neuausgabe und Neuübersetzung von Waltraud Fritsch-Rößler bietet erstmals in der Universal-Bibliothek auch einen das Verständnis erleichternden und erweiternden Kommentar. Sprachen: Deutsch, Mittelhochdeutsch
Die Ausgabe des 'Iwein'-Romans Hartmanns von Aue stellt neben den mittelhochdeutschen Text nach der Ausgabe von Ludwig Wolff eine zeilengetreue Übersetzung ins Neuhochdeutsche. Ein ausführliches Nachwort behandelt die Informationen zu Autor und Werk und zu den Problemen seiner Interpretation.
Erec, der Held des ersten deutschsprachigen Artusromans, 'verligt' sich auf so berühmt gewordene Weise in der Zweisamkeit mit seiner ihm gerade eben angetrauten Enite, dass er auf einen leidvollen Weg der Bewährung in höfischem und herrschaftlichem Verhalten geschickt werden muss. Die Studienausgabe bietet einen neu erstellten Text, der sich darum bemüht, noch etwas besser als bisher die schwierige Überlieferungslage erkennbar zu machen, eine schwungvolle Neuübersetzung und eine hilfreiche überschaubare Kommentierung.
Hartmann von Aue - er wurde um 1160 geboren - wird als der erste große deutsche Dichter der hochhöfischen Zeit gepriesen. Sein Versepos Der arme Heinrich, dessen Stoff in Gerhart Hauptmanns gelichnamigem Drama weiterlebt, ist die Geschichte eines weltfreudigen Ritters, der vom Aussatz befallen wird, den nur der freiwillige Opfertod eines unschuldigen Mädchens heilen kann. die Tochter eines Bauern ist zu diesem Opfer bereit. Die Einsicht des Ritters, daß es töricht sei, sich dem entziehen zu wollen, was über ihn verhängt ist, rettet dem Mädchen das Leben und verschafft dem Ritter Heilung durch göttliche Gnade. Diese Ausgabe von Hartmanns Der arme Heinrich bietet einen mittelhochdeutschen Text, der unter ständigem Vergleich mit früheren Ausgaben und mit der handschriftlichen Überlieferung hergestellt wurde. Die parallel gesetzte Übertragung Helmut de Boors ermöglicht es jedem Leser, den poetischen Glanz des Originals zu entdecken.