Dieses Lehrbuch behandelt die politikwissenschaftliche Debatte über Global Governance und analysiert Weltordnungsprobleme im internationalen Mehrebenensystem. Es beleuchtet die Rolle internationaler Institutionen und Akteure bei der kooperativen Problemlösung, insbesondere im Kontext von Sicherheits-, Finanz-, Klima- und Gesundheitsgovernance.
Das als Durchbruch gefeierte Abkommen von Paris (2015) hat erneut bestätigt, dass es auf die Fähigkeit der Politik zur Zusammenarbeit ankommt, weltweit, national und in Netzwerken, wenn die Stabilisierung des Weltklimas gelingen soll. Das Handbuch informiert über die wichtigsten Institutionen (IPCC, UN-Klimaregime), Akteure (USA, EU, China, Entwicklungsländer) und Kooperationsformen des noch jungen globalen Politikfeldes.
Diese Einführung in das politikwissenschaftliche Studium führt in die Arbeitstechniken Bearbeitung von Fragestellungen, Umgang mit Literatur und mündliche und schriftliche Präsentation von Ergebnissen.
In diesem Buch wird die komplexe Beziehung zwischen Technik, Gesellschaft und Politik für die politische Bildung thematisiert. Die zentrale These besagt, dass diese drei Dimensionen voneinander abhängen und eng miteinander verflochten sind, weshalb sie nicht isoliert betrachtet werden sollten. Eine integrierende Perspektive ist nicht selbstverständlich, da bis in die 70er Jahre oft der Determinismus des gesellschaftlichen Wandels durch technischen Fortschritt betont wurde. Die Vorstellung, dass die Technik unaufhaltsam voranschreitet und die Gesellschaft sich anpassen muss, ist seit der industriellen Revolution verbreitet. Diese Sichtweise ist in den Technikwissenschaften sowie in den Sozialwissenschaften stark verankert, wobei Technikkritiker und Technikoptimisten unterschiedliche gesellschaftliche Werte und Erwartungen an den technischen Fortschritt formulierten. Allerdings ist die Annahme, dass Technik der Motor der Gesellschaft ist, ebenso einseitig wie die Vorstellung, dass Politik oder Technologiepolitik die Technik steuern können. Vielmehr besteht ein komplexes gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis, in dem Technik und Politik in der Gesellschaft verankert sind und nicht unabhängig voneinander existieren können.