Fünf Jahrhunderte ist es her, dass der Harnisch, diese archetypisch wirkende stählerne Schutzkleidung des Mannes, militärisch und kulturell in Europa ein prägendes Phänomen dargestellt hat. Trotz dieser großen zeitlichen Distanz ist das Bild des geharnischten Ritters, der sich im Krieg und Turnier bewährt, weiterhin in der Sprache und Kultur unserer Zeit präsent. Sich der Wurzeln des Rollenbildes vom stets starken und kampfbereiten Mann bewusst zu sein, ist für uns im frühen 21. Jahrhundert von besonderer Bedeutung. Das Thema des stählernen Harnischs stellt sich bei näherer Betrachtung nämlich als wesentlich komplexer dar, als wir erwarten würden. Es ist voller Nuancen, die wir weder mit der Kultur jener Zeit noch mit dem vorherrschenden Männlichkeitsbild der Gegenwart in Verbindung bringen würden. Text: Fabian Brenker, Tobias Capwell, Daniel Jaquet; Chessica Kirchhoff, Stefan Krause, Jonathan Tavares, Pierre Terjanian, Marina Viallon.
Stefan Krause Reihenfolge der Bücher






- 2022
- 2021
Bemerkungen aus dem Off
Glossen aus dem (a-)synchronen Berufsalltag
Stefan Krause schreibt Erhellendes über eine Branche, die im Dunkeln arbeitet. Seit 13 Jahren veröffentlicht er regelmäßig seine Glossen „Aus dem Off...“ – Zuerst im Newsletter des IVS, dann in der UNSYNCBAR und bis heute im SCHAUSPIEGEL des BFFS. In seinen Texten beschäftigt er sich mit den Arbeitsbedingungen, der Entlohnung, dem Zusammenhalt, mit Kunst und Kommerz und mit der Schlüsselrolle, die das Synchronisieren ausländischer Filme und Serien in der deutschen Sprache inne hat. 44 dieser Betrachtungen hat er nun zusammengetragen, überarbeitet und um sein satirisch-informatives „Erstes inoffizielles Synchron-ABC“ ergänzt.
- 2019
Freydal - medieval games
- 448 Seiten
- 16 Lesestunden
Kaiser Maximilian I. (1459–1519) behandelte ritterlicheTurniere als eigene Kunstform. Als einer der wichtigsten europäischen Herrscher der Neuzeit prägte er, versiert in der Diplomatie und sich der Wirkungskraft einer positiven öffentlichen Darstellung schon früh bewusst, die politische Landkarte des Kontinents bis weit ins 20. Jahrhundert. Zwischen 1512 und 1515 entstand auf Wunsch von Maximilian ein umfangreiches und detailreich illustriertes Manuskript zu 64 Wettkämpfen. Die 255 kunstvoll gold- und silbergehöhten Miniaturen waren mehr als nur eine Sammlung von Turnierszenen am Hofe der Habsburger – Kämpfe zu Fuß, zu Pferd sowie festliche Kostümfeste –, sie waren ein sinnbildliches Epos, das die Geschichte eines unerschrockenen Helden, eines fahrenden Ritters erzählte, der niemand anderes war als Maximilian selbst. In Gestalt seines literarischen Alter Egos „Freydal“ kämpfte der Kaiser, um einer Dame edlen Geblüts seine Liebe zu beweisen. Die Geschichte endet mit der Zustimmung der Dame, ihn zu heiraten – es war Maria von Burgund, die Maximilian 1477 in Gent ehelichte. Maximilian war an der Entstehung seines Freydal in allen Phasen maßgeblich beteiligt, und so entstand ein unschätzbares Dokument des spätmittelalterlichen Rittertums, mit dem wir in die Turnierkämpfe eintauchen, die der Kaiser wiederaufleben ließ oder gar erfand – wie zum Beispiel das spektakuläre Rennen mit geschifften Tartschen, bei dem Schilder in die Luft katapultiert wurden und dabei Metallplatten, wie bei einem Feuerwerk, absprangen. Bis heute ist der Freydal das größte erhaltene Turnierbuch des Spätmittelalters und die maßgebliche Quelle zu höfischen Festlichkeiten im Europa der frühen Neuzeit. Viel zu fragil, um ständig ausgestellt zu werden, sind die Miniaturen in den Tresoren des Kunsthistorischen Museums in Wien sicher verwahrt. Anlässlich des 500. Todestags von Kaiser Maximilian I. publiziert TASCHEN alle 255 Miniaturen und macht das einzigartige Manuskript zum ersten Mal jedermann zugänglich. Stefan Krause, Direktor der Kaiserlichen Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums, führt in das Werk ein und begeistert uns für die faszinierende Geschichte der Turnierkunst.
- 2018
Betriebswirtschaftliche Implikationen der digitalen Transformation
- 390 Seiten
- 14 Lesestunden
- 2017
Fashion in Steel
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
A gloriously illustrated volume that looks at the remarkable armor of a key Habsburg commander and its relationship to contemporary Renaissance fashion
- 2017
Turnier
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Fanfaren, wehende Banner, knatternde Zeltplanen, aufeinanderprallende Lanzen, Jubelgeschrei - der Begriff Ritterspiele ruft gleich lebhafte Szenen vor dem inneren Auge hervor. Wie sich das ritterliche Turnierwesen wirklich gestaltete, darüber gibt dieser üppig illustrierte Band ausführlich Auskunft.
- 2016
Ein Harnisch der Renaissance diente einst nicht alleine dem Schutz in Kampf und Turnier. Er war die edelste Robe des Mannes und wurde bei Triumphzügen und zu festlichen Anlässen getragen. Aus diesem Grund unterlag er nicht zuletzt auch dem Zeitgeschmack und einer steten modischen Evolution. Harnische sind Kleidungsstücke, die aus Stahl gemacht, aber in Textil gedacht wurden – Mode in Stahl. In keinem anderen Werk kommt dies besser zum Ausdruck als in dem Kostümharnisch des Wilhelm von Rogendorf von 1523. Dieses außergewöhnliche Meisterwerk der deutschen Renaissancekunst ist nun nach langer Restaurierung wieder im Kunsthistorischen Museum in Wien zu sehen – und es steht im Mittelpunkt des vorliegenden Buches. Das Buch von Stefan Krause stellt die Frage warum dieser Harnisch so aussieht, wie er aussieht. Warum sind seine stählernen Ärmel in schwere bauschige Falten gelegt? Warum imitiert er in hartem Stahl weiches Textil? Diese Fragen führen uns fünf Jahrhunderte zurück, unter anderem nach Spanien an den Hof Kaiser Karls V. und nach Augsburg in die Werkstatt des genialen Plattners Kolman Helmschmid. Sie führt uns aber auch auf die Schlachtfelder der Renaissance - zu den Landsknechten, einer militärisch revolutionären und modisch extravaganten süddeutschen Söldnertruppe, und zu Wilhelm von Rogendorf, einem schillernden Söldnerführer des Kaisers.
- 2014
E. T. A. Hoffmanns 'Der goldene Topf": Über die Konstruktion eines 'Fantasiestücks'
- 188 Seiten
- 7 Lesestunden
Der goldene Topf von E. T. A. Hoffmann gilt als ein herausragendes Märchen der neuen Zeit, das bereits zu seinen Lebzeiten große Anerkennung fand. Es erlebte eine zweite Auflage, was für Hoffmanns Werke außergewöhnlich war. Im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte hat das Märchen weltweit an Popularität gewonnen, einschließlich in Ländern wie Japan und Korea. Diese anhaltende Wertschätzung hat auch umfangreiche Forschungsarbeiten angestoßen, die sich über Deutschland hinaus erstrecken.
- 2013
Vergleich von CASE-Werkzeugen zur Modellierung von Softwaresystemen mittels UML für KMU
- 132 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Arbeit untersucht die Rolle von CASE-Werkzeugen in der Softwareentwicklung, die als entscheidende Hilfsmittel zur Bewältigung der wachsenden Komplexität von Softwareprojekten dienen. Diese Werkzeuge unterstützen alle Phasen des Entwicklungsprozesses, automatisieren Routineabläufe und verbessern das Software-Management. Zudem wird herausgestellt, dass sie die Produktivität und Qualität der Software signifikant steigern können. Die Diplomarbeit, die mit der Note 1,0 bewertet wurde, bietet einen fundierten Einblick in die Funktionalität und den Nutzen von CASE-Werkzeugen im Informatikbereich.
- 2012
Ein toller Zwiespalt - Erzähl- und Realitätsebenen in E. T. A. Hoffmanns Der goldene Topf
- 152 Seiten
- 6 Lesestunden
E. T. A. Hoffmanns Märchen „Der goldene Topf“ hat eine bemerkenswerte kulturelle Relevanz erlangt, trotz Goethes kritischer Einschätzung. Bereits zu Hoffmanns Lebzeiten fand das Werk großen Anklang und wurde mehrfach in Literatur und Opern aufgegriffen, unter anderem von Richard Wagner und Friedrich Nietzsche. Die frühe englische Übersetzung durch Thomas Carlyle trug zur internationalen Verbreitung bei, die bis nach Japan und Korea reicht. Die anhaltende Forschung zu diesem Märchen zeigt dessen Einfluss über Deutschland hinaus und reflektiert die anhaltende Wertschätzung in verschiedenen Kunstformen.
