Julien GreenReihenfolge der Bücher (Chronologisch)
6. September 1900 – 13. August 1998
Julien Green war ein amerikanischer Schriftsteller, der hauptsächlich auf Französisch schrieb. Seine Werke tauchen oft in introspektive und moralische Dilemmata ein und erforschen die komplexen Beziehungen zwischen Menschen und ihre inneren Kämpfe. Er ist bekannt für seine psychologische Tiefe und melancholische Atmosphäre, die eine einzigartige Perspektive auf die menschliche Verfassung bieten.
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Julien Green ist am 13. August 1998 in seiner Pariser Wohnung gestorben, in seiner Heimatstadt, wo er fast achtundneunzig Jahre zuvor geboren worden war, am 6. September 1900. Greens Leben ist eines der außergewöhnlichsten Schriftstellerleben überhaupt. Seine literarische Schaffenszeit ist länger als die jedes anderen Schriftstellers seiner Epoche, sein erstes Buch, „Mont-Cinère“, erschien 1926. Doch sogar dieses unendlich lange Schriftstellerleben wurde noch einmal verlängert, als aus Julien Greens Nachlass „Der Unbekannte“ erschien, sein letzter Roman. Als Vivien, zwanzig Jahre, in Paris aus dem Haus stürmt, wird ihm ein teuflischer Pakt vorgeschlagen: Ein etwa doppelt so alter Herr fordert seine Jugend, er will die Welt noch einmal mit den Augen des Jüngeren sehen. Obwohl Vivien entrüstet ablehnt, stürzt er jetzt in einen Strudel, in dem sein Leben wie im Zeitraffer vergeht. Julien Green erzählt auf verblüffend heitere Weise vom Tagtraum eines jungen Mannes und stellt die zentrale Frage: Wer ist der Unbekannte in mir, der Ich sagt?
Die Kindheit eines kleinen amerikanischen Jungen in Paris, am Beginn des 20. Jahrhunderts. Julien Green lässt in seinen Erinnerungen die „Belle Époque“ auferstehen: das Klappern der Pferdehufe auf dem Pflaster, den Alltag ohne Radio und Telefon, die Schrecken eines strengen, unmenschlichen Schulsystems und die Geborgenheit in der bürgerlichen Familie. Erst als Frankreich in den Ersten Weltkrieg zieht, bricht auch für ihn ein neues Zeitalter an. Ein wunderbares Buch über eine versunkene Welt: Zeitdokument, Entwicklungsroman, Hymnus auf das Glück der Kindheit und ein großes Lesevergnügen.
Kopenhagen im April 1949. Am Hafenbecken liegt eine junge Frau. Sie ist ertrunken. Die Menschen sind nicht allzu schockiert. »Die Deutsche« hat man sie genannt, denn zur Zeit der Besetzung Dänemarks hat man Karin oft in den Autos der Nazi-Offiziere gesehen. Seitdem ist sie verhasst, lebt als Verfemte in der eigenen Stadt. Doch was ist wirklich geschehen? Julien Green erzählt in diesem Roman, der näher an der Gegenwart ist als jedes andere seiner Werke, die Geschichte einer unmöglichen Liebe in Zeiten des Krieges und die Geschichte einer unbedingten Suche nach einem Glauben, der diesem Krieg widerstehen kann. Roger, der junge Franzose, und Karin, die Dänin, lernen sich 1939 kennen, und sie verlieren einander 1949. Dazwischen liegt die problematische Liebe zweier Menschen, die von ganz verschiedenen Impulsen zueinander getrieben werden. Der »Andere«, das ist jeder für sein Gegenüber, doch für jeden von ihnen ist es Gott, der Andere in einer neuen, unerhörten Bedeutung.
Julien Green beschäftigt sich in seinem phantastischen Roman mit der Frage der Identität durch die Figur Fabien, der mithilfe eines Zauberspruchs in die Haut anderer Menschen schlüpfen kann. Seine humorvolle und leichtfüßige Erzählweise macht die komplexen Themen wie Teufelspakt und menschliche Identität zugänglich und fesselnd.
Mottom výberu Greenových povedok, ktoré pod názvom Opus magnum Michela Hogiera ponúkame po prvý raz v slovenskom preklade, by mohli byť autorove slová: „Neuznávam súvislosť medzi novelou a románom, pretože novela, short story, nie je krátky román, ale rozprávanie, ktoré autor vo chvíli, keď všetko povie, ukončí. A potom začína sen.“
Elisabeth, eine Waise, erlebt mit zwölf Jahren den Suizid ihrer Mutter und wird zwischen Verwandten und Bekannten hin- und hergeschoben. Schließlich landet sie bei dem ehemaligen Geliebten ihrer Mutter, wo sie die Macht von spiritueller und sexueller Verführung entdeckt. Green beschreibt eindrucksvoll die Auswirkungen des Unheimlichen auf die Seele junger Menschen.
Un Journal nouveau plutôt qu'un nouveau Journal, c'est le sentiment que j'ai en ouvrant ce cahier. Certes, je ne tiens plus ces pages comme avant. La raison? La monotonie des événements, non en apparence, mais dans leurs profondeurs, devient ennuyeuse, on sait trop que c'est toujours la même médiocrité et que les sujets sont répétitifs. Mes lectures se réduisent à l' les Evangiles, les poètes. Quant à la on ne peut imposer aux mots de dire l'indicible, mais si je reprends sans cesse cette idée, elle finit par trahir une de mes préoccupations majeures. Et puis l'âge vient! Ce qui m'importe de plus en plus, c'est de savoir qui je suis, il reste en nous une part inconnue, un double qu'avec le temps nous finissons par deviner. Pourquoi ce compagnon de l'ombre? Qui est-il, attaché à notre moi profond comme l'ombre volée à Peter Schlemihl?Julien Green, 2 janvier 1993
Ralph ist ein Eigenbrötler, der Gespenstergeschichten liebt und sich heimlich mit seinen Ängsten auseinandersetzt. Als Versicherungsagent wird er von seinen Kollegen als "Volltrottel" bezeichnet, während er geheime Gespräche mit dem Teufel führt. Die Geschichte erzählt von seiner Begegnung mit einem Unbekannten und seiner Entwicklung zum Schriftsteller.
Der dritte Band der großen Südstaaten-Trilogie: Elizabeth, eine schöne junge Engländerin, trotzt tapfer ihrem Schicksal. Zuerst verliert sie sowohl Mann als auch Geliebten bei einem Duell, später fällt ihr zweiter Mann den Wirrnissen des amerikanischen Sezessionskrieges zum Opfer. In suggestiven Bildern läßt Green die Welt seiner Kindheitsträume noch einmal auferstehen.
Ein Meisterwerk Julien Greens, bislang in einer verstümmelten Fassung erschienen und vergessen: Als arme Waise lebt Hedwig bei der Familie Vasseur. Die schöne, aber unglückliche Tochter Ulrike versucht, für sie einen Mann zu finden, und verfällt dabei auf den hübschen, aber nichtssagenden und skrupellosen Gaston Dolonge. Hedwig entbrennt in unglücklicher Liebe zu ihm, dessen Neigungen ganz anderer Art sind: Er läßt sich von älteren Männern aushalten. Einer von ihnen ist Jean, der in einem mutigen, rückhaltlosen Geständnis seine homosexuellen Neigungen und Gewohnheiten schriftlich niederlegt. Jeans Geständnis erscheint hier zum ersten Mal in deutscher Übersetzung.
Julien Green schrieb diese Erzählung 1922 unter Umständen, die er selbst in Fin de jeunesse berichtete. "Eines Tages kam mir die Idee, eine große Allegorie in Prosa zu erzählen. Mein literarisches Vorbild war die Bibel, ich beschloss jedoch, nicht ihren Stil zu imitieren, sondern ihre Einfachheit und ihren Rhythmus zu übernehmen und zusätzlich aus einem Bedürfnis nach Strenge die Adjektive zu streichen. Mein Thema schien mir einwandfrei. Es ging darum, die Geschichte der Jungfrauen zu erzählen, die nicht in der Lage waren, dem Bräutigam in den Hochzeitsort zu folgen, wie es im Evangelium erzählt wird. Es waren fünf, die nicht an das Öl ihrer Lampe gedacht hatten. Was ich überhaupt nicht wusste, war, dass ich mit dieser Fabel meine eigene Geschichte schrieb, von der Kindheit bis an die Schwelle des Alters." Dieses großartige Prosa-Gedicht wurde 1987 mit anderen unveröffentlichten Werken wiederentdeckt.
" Je hais la guerre ", écrit Julien Green le 3 septembre 1990. L'enfance affamée condamne les fanatiques, les habiles, les héros du jour. L'ingérence humanitaire elle-même n'est-elle pas sujette à caution?Ce nouveau volume du Journal est comment en serait-il autrement quand " tout se hâte vers le gouffre d'un bout à l'autre du monde "? Le SIDA, la liberté d'expression en danger, les violences nous vivons sans bien le savoir dans l'horreur à venir. Reste la sans elle, rien. Reste l'écriture, qui abolit le temps. Au jour le jour, des notations sur la genèse de l'oeuvre, la beauté de la terre (en Italie, en Autriche), la nostalgie de l'innocence, le paradis d'une cantate de Bach, la lecture de tel verset des Ecritures pour résister au monde. La découverte inopinée d'un garçonnet abandonné dans une rue du V e arrondissement de Paris n'a-t-elle pas autant d'importance que les chamailleries sanglantes qui divisent petites et grandes nations? N'est-ce pas le symbole de notre millénaire finissant?L'avenir n'est à personne. Mais à qui insulte l'amour, écrit Julien Green, il ne sera pas pardonné.
Julien Green wurde am 6. September 1900 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren, er wuchs zweisprachig auf und wurde protestantisch erzogen. 1916 konvertierte er zum Katholizismus. 1919 bis 1922 studierte er in Charlottesville/Virginia unter anderem Geschichte und Griechisch. Ab 1922 wieder in Paris. Bereits mit seinem dritten Roman, „Leviathan“ (1929) erlangte er Weltruhm. 1940-45 Emigrant in Amerika. Green starb am 13. August 1998 in Paris.
Manuel, ein begabter, aber unschöner, linkischer junger Mensch, verzehrt sich in einer verbotenen Leidenschaft, in der Liebe zu seiner kindlichen Cousine. Bereits während der Pubertät leidet er an Tuberkulose und quält sich mit realen Todesängsten. Als einziger Ausweg aus diesem doppelten Leiden dient ihm der Traum, in dem er die alltägliche und die imaginäre Welt, Liebessehnsucht und Todestrieb in Ekstase und Zerstörung gipfeln läßt. Julien Green erlaubt einen Blick in Abgründe der menschlichen Seele, die keinen Leser unberührt läßt.
Julien Greens Alterswerk
'Sie hatte ihr violettes Taftkleid wieder angezogen und sah hinreißend aus, wie ihr der Spiegel bestätigte, in den sie einen letzten Blick warf. Selbstsicheren Schrittes ging die junge Witwe hinunter. Im Salon glaubte sie, sie müsse den Verstand verlieren. Vor ihr stand der schönste Mann, den sie je erblickt hatte - so schien es ihr wenigstens. Er war groß und breitschultrig und trug eine hellrote Uniformjacke mit eindrucksvollen Fangschnüren, an deren Ärmel sich geflochtene Tressen emporrankten.' - Die Figur der Elizabeth hat Julien Green seiner Mutter nachempfunden, und so wird dieser Süden zum Märchenland seiner eigenen Kindheit.
'Die knappen, skizzenhaften Bilder entsprechen der damaligen Wirklichkeit ebenso wie die großen Gemälde',
schreibt Wolfgang Paul in der ›Berliner Morgenpost‹.
'Respekt vor diesem Alterswerk!'
Julien Green wurde am 6. September 1900 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren, er wuchs zweisprachig auf und wurde protestantisch erzogen. 1916 konvertierte er zum Katholizismus. 1919 bis 1922 studierte er in Charlottesville/Virginia unter anderem Geschichte und Griechisch. Ab 1922 wieder in Paris. Bereits mit seinem dritten Roman, ›Leviathan‹ (1929) erlangte er Weltruhm. 1940-45 Emigrant in Amerika. Green starb am 13. August 1998 in Paris.
Ein Bestiarium sexueller Begehrlichkeiten Nach dem Tod der Eltern nimmt Tante Gertrude ihre hübsche, fünfzehnjährige Nichte Louise zu sich. Fortan konzentriert sich auf sie das Interesse der Umgebung. Vor allem ältere, mehr oder weniger bekannte Repräsentanten der Gesellschaft finden sich allwöchentlich zum Jour fixe bei Gertrude ein und offenbaren ihre wahren Absichten alsbald: die Fassade der Honnêteté bricht prompt in sich zusammen. Louise wird zum Objekt der Begierde, alle Männer und Frauen liegen ihr zu Füßen. »Daß die deutsche Erstausgabe jetzt, neu durchgesehen, wieder aufgelegt wurde, ist ein Glücksfall.« Heinz Neidel in den »Nürnberger Nachrichten«
Der zarte achtjährige Arztsohn Denis ist ein Außenseiter. In der von Melancholie und vom Eingeständnis des Scheiterns geprägten Atmosphäre seines Elternhauses kann er keine Wärme finden. Nur sein fünf Jahre älterer Cousin Claude, ein Waisenkind, lebenstüchtiger, aber verschlossen und zu bedrohlicher Gewalttätigkeit neigend, übt eine rätselhafte Anziehungskraft auf ihn aus. Dieser frühe Roman Julien Greens erzählt nicht nur die Geschichte einer Knabenliebe, beschrieben wird das Ende einer Kindheit, die Ablösung vom Elternhaus und der Prozeß der Selbstfindung. Julien Green wurde am 6. September 1900 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren, er wuchs zweisprachig auf und wurde protestantisch erzogen. 1916 konvertierte er zum Katholizismus. 1919 bis 1922 studierte er in Charlottesville/Virginia unter anderem Geschichte und Griechisch. Ab 1922 wieder in Paris. Bereits mit seinem dritten Roman, „Leviathan“ (1929) erlangte er Weltruhm. 1940-45 Emigrant in Amerika. Green starb am 13. August 1998 in Paris.
Le langage et son double offre une occasion rare, presque unique, de déceler quelques-uns des liens fondamentaux qui attachent l?homme à sa langue, l?écrivain à son oeuvre. A travers ces quatorze textes de Julien Green, traduits par lui-même dans une langue ou dans l?autre, on découvre l?extraordinaire palette des talents, des passions, des curiosités d?un écrivain. On comprend aussi que chaque langue a sa personnalité, son expression privilégiée. On déchiffre encore, au gré de la langue employée, au fil des ans, les métamorphoses subtiles, non de la pensée, mais de son interprétation. On « voit » enfin, texte français et anglais à l?appui, l?impossibilité de traduire avec une exactitude absolue, fût-on son propre traducteur, comme Julien Green l?est ici. Ainsi par sa diversité, mais aussi par son unité de traduction, ce recueil perce les secrets d?une oeuvre, de son créateur et capte l?essence même de la littérature.
Eine Familiensaga aus dem amerikanischen Süden
Mit sechzehn Jahren ist Elizabeth aus dem alten England nach Georgia zu ihren reichen Verwandten gekommen. Die Begegnung mit Jonathan, einem unberechenbaren Abenteurer und Frauenhelden, weckt unerfüllbare Wünsche in ihr. Doch auch sie selbst löst in der im Luxus schwelgenden, aber emotional erstarrten Südstaatengesellschaft Verwirrung und Unruhe aus. Aus dem verträumten Mädchen wird eine leidenschaftliche, zielstrebige junge Frau. Julien Green erzählt gefühlvoll, mitreißend, ja ausschweifend - und mit der ihm eigenen Doppelbödigkeit.
Julien Green wurde am 6. September 1900 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren, er wuchs zweisprachig auf und wurde protestantisch erzogen . 1916 konvertierte er zum Katholizismus. 1919 bis 1922 studierte er in Charlottesville/Virginia unter anderem Geschichte und Griechisch. Ab 1922 wieder in Paris. Bereits mit seinem dritten Roman, ›Leviathan‹ (1929) erlangte er Weltruhm. 1940-45 Emigrant in Amerika. Green starb am 13. August 1998 in Paris.
In Amerika, dem Land seiner Väter, erhält der junge Julien Green den Schlüssel zu seinen geheimen Wünschen und Sehnsüchten. Doch das Bewußtwerden seiner homoerotischen Neigungen stürzt ihn zugleich in eine tiefe persönliche Krise, die er erst in seiner Hinwendung zur Literatur überwinden kann.
Ich habe oft davon geträumt, ein Buch über Paris zu schreiben, das wie ein langer endloser Spaziergang wäre, auf dem man nichts von dem findet, was man sucht, aber vieles, was man nicht gesucht hatte. In 19 Abschnitten streift Green durch die verschiedensten Viertel der Stadt, besucht Museen und Straßen, erlebt Jahreszeiten und Gesichter. Greens Sehenswürdigkeiten sind unscheinbare Gebäude, versteckte Hinterhöfe, die der Fremde ohne seinen Anstoß nicht fände.
In der von erloschenen Asche getragenen Haus Mont-Cinère wird die junge Emily in der Kälte erzogen. Ihre Mutter, aus Angst, zu kurz zu kommen, spart an allem in dem großen Anwesen, das einst prächtig gewesen sein muss. Die Kamine bieten nur schwache Feuer aus Reisig, und die Gefühle spiegeln die Räume wider, die die Leidenschaft, aus allem Geld zu machen, allmählich leer macht. Und das Leben verläuft. Die Mutter hortet, um ein totes Vermögen auf der Bank anzusammeln; die Großmutter, auf den ersten Blick verschwenderisch, aber mit dem Wohl anderer, hat die Geizigkeit des Herzens und bezieht alles auf sich selbst.
Diese Gier nach materiellem Besitz verwandelt ihre Gäste in Besessene. Der Geiz wird ansteckend wie eine beschämende Krankheit. Die Liebe zählt nur zu dem, was etwas einbringen kann. So wird Emily, die schließlich die Herrin von Mont-Cinère wird, aus Angst, das Haus zu verlieren, es den Flammen übergeben. Ihre Rache wird die Farben des abwesenden Feuers annehmen, von dem sie in ihrer Kindheit geträumt hat.
" Je hais la guerre ", écrit Julien Green le 3 septembre 1990. L'enfance affamée condamne les fanatiques, les habiles, les héros du jour. L'ingérence humanitaire elle-même n'est-elle pas sujette à caution?Ce nouveau volume du Journal est comment en serait-il autrement quand " tout se hâte vers le gouffre d'un bout à l'autre du monde "? Le SIDA, la liberté d'expression en danger, les violences nous vivons sans bien le savoir dans l'horreur à venir. Reste la sans elle, rien. Reste l'écriture, qui abolit le temps. Au jour le jour, des notations sur la genèse de l'oeuvre, la beauté de la terre (en Italie, en Autriche), la nostalgie de l'innocence, le paradis d'une cantate de Bach, la lecture de tel verset des Ecritures pour résister au monde. La découverte inopinée d'un garçonnet abandonné dans une rue du V e arrondissement de Paris n'a-t-elle pas autant d'importance que les chamailleries sanglantes qui divisent petites et grandes nations? N'est-ce pas le symbole de notre millénaire finissant?L'avenir n'est à personne. Mais à qui insulte l'amour, écrit Julien Green, il ne sera pas pardonné.
L'œuvre tardive et profonde de Julien Green raconte l'histoire d'un amour en temps de guerre. Copenhague, avril 1949. Au bord du port, une jeune femme est retrouvée noyée. Les gens ne sont pas vraiment choqués. On l'a appelée « la Allemande », car pendant l'occupation du Danemark, on a souvent vu Karin dans les voitures des officiers nazis. Depuis, elle est haïe, vivant comme une paria dans sa propre ville. Mais que s'est-il vraiment passé ?
Julien Green raconte dans ce roman, qui est plus proche de la contemporanéité que n'importe lequel de ses autres ouvrages, l'histoire d'un amour impossible en temps de guerre et la quête inconditionnelle d'une foi capable de résister à cette guerre. Roger, le jeune Français, et Karin, la Danoise, se rencontrent en 1939 et se perdent en 1949. Entre les deux se trouve l'amour problématique de deux personnes poussées l'une vers l'autre par des impulsions très différentes. L'« Autre », c'est chacun pour son interlocuteur, mais pour chacun d'eux, c'est Dieu, l'Autre dans une nouvelle signification inouïe.
„Mit diesem Werk versöhnt Julien Green sich mit sich selbst. Es ist das Buch seines Lebens.“ (die französische Wochenzeitschrift La Vie) Julien Green rang lebenslang mit Glaubensfragen. Zweimal trat er zum katholischen Glauben über: als Jugendlicher, dann endgültig, nach einer Phase des Zweifels und scharfer Kritik an der Kirche, 1939. Eine entscheidende Rolle spielte dabei seine Auseinandersetzung mit Franz von Assisi. In seinem Werk zeichnet er den Lebensweg des Heiligen aus Assisi auf eine Weise nach, die bis heute durch ihre erzählerische Kraft und psychologische Durchdringung des historischen Stoffs fasziniert – Julien Greens literarisches Vermächtnis.
Obwohl Wilfred am Morgen danach stets von einer tiefen Reue geschüttelt wird,
zieht es den strenggläubigen Katholiken jede Nacht zu einer anderen Frau.
Seine innere Zerrissenheit steigert sich noch, als er sich in Phoebe, die
schöne Frau seines Verwandten, verliebt. Den unzweideutigen Brief, den er ihr
schreibt, fängt der Ehemann ab und tut, als ob nichts sei. Unvergleichlich und
mit höchster Spannung beschreibt Julien Green das Drama zwischen unstillbarer
Leidenschaft und Moral.
Ein Meisterwerk neu übersetzt Eine kleine Villa in der französischen Provinz, von Buchen gesäumt, ein Vater und zwei erwachsene Töchter, die ältere kränklich, die jüngere achtzehn und lebenshungrig, an den Wänden eine bürgerliche Ahnengalerie. Was äußerlich so wohl geordnet scheint, wird für Adrienne Mesurat die Hölle auf Erden. Vom Vater gegängelt und von der Schwester schikaniert, verliebt sie sich in einen Mann, den sie durchs Fenster beobachtet, den Arzt Maurecourt. Eine obsessive, fanatische Liebe, die jedoch unerwidert bleibt. Als die Schwester Germaine aus dem Haus des Vaters flieht, steht Adrienne dessen Willkür allein gegenüber. In einer Aufwallung blinden Hasses stürzt sie ihn eines Nachts von der Treppe in den Tod. Die Kunst dieses Romans, schrieb Walter Benjamin, läßt uns »in den Schnürboden der Leidenschaft hineinsehen und zeigt das simple, zackige Räderwerk: Einsamkeit, Furcht, Haß, Liebe, Trotz, das hinter jedem Geschehen steht«. Deshalb ist Julien Greens Meisterwerk, wie Benjamin richtig vorhersah, in der hervorragenden Neuübersetzung von Elisabeth Edl so aktuell geblieben.
Román z maloměstského prostředí, které tíží všechny tři hlavní postavy – matku, dceru i synovce. Každý z nich hledá vlastní způsob úniku a vysvobození. Nejblíže autorovi je synovec Manuel, nacházející spásu ve fantastických snech, které svěřuje svému deníku. Doslov Vzdušné zámky Juliena Greena naps. Jozef Felix.
Vrcholné románové dílo francouzsky píšícího Američana, zachycující psychologicky pojatý příběh mravní očisty mladého muže. Mladý potomek vznešené americké rodiny získává jako dědictví po svém prostopášném strýci, černé ovci rodiny, nejen jeho skandální milostnou korespondenci,ale též sklon k neřestem, zejména erotickým. Po setkání s téměř andělskou ženskou bytostí dochází u něho ke krizi, která ústí v tragickou mravní očistu. „V této knize se otvírá cosi jako letmý pohled do propasti, již nosíme v sobě: na strach z hříchu, strach z nehodného svatého přijímání, strach ze smrti, jež by nebyla křesťanskou“, říká autor v deníku o tomto svém románě.
Ein mystischer Roman Eine eiserne Halskette, die über Jahrhunderte hinweg von einer Hand in die andere gelangt, spielt eine eigentümliche Rolle im Leben der Männer und Frauen, deren Eigentum sie wird. Drei Liebesgeschichten aus drei Epochen sind schicksalhaft verknüpft: Während der Ritterzeit tötet der Fischerjunge Hoël seine Geliebte Morgane, als er sie nach Jahren endlich gefunden hat. Im 16. Jahrhundert verliebt sich Bernard Lombard in seine Tochter und stirbt, bevor er zum Ziel gelangt. Erst im dritten Teil, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, scheint sich die Liebe zu erfüllen ... Ein mystischer Roman des großen französischen Romanciers. ›Varuna‹ enstand in den Jahren 1938/39, einer Zeit, da sich Julien Green mit dem Buddhismus, mit Fragen der christlichen Religion und der Wiedergeburt beschäftigte. Benannt nach der Vedischen Gottheit, die über die Ordnung der Welt wacht, ist ›Varuna‹ ein vieldeutiges Werk, das heute neue Aktualität gewinnt. »Julien Green verknüpft Leidenschaft und Leiden, Liebe und Verwüstung, Sinnlichkeit, Sünde und Verdammung zu einer Theologie der Existenz, deren dämonischen Schatten er traditionell erzählt.« Süddeutsche Zeitung
Menschen als triebgesteurte Wesen Guéret, Hauslehrer in einem französischen Provinznest, ist vom Leben enttäuscht. Auch die Leidenschaft zu Angèle scheint ihm aussichtslos. Als er begreift, daß die »Liebe« des Mädchens durchaus zu erlangen ist und daß zahlreiche Männer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, gerät er außer sich.
„Schüchtern folgte er ihr in das Zimmer, wo er die Möbel kaum wiedererkannte, derart waren sie mit Kleidern, Hüten, Schachteln bedeckt. Eine weißseidene Bluse öffnete auf dem Schaukelstuhl mit einer Schamlosigkeit die Ärmel, und auf dem ungemachten Bett lagen fleischfarbene Strümpfe und ein pfirsichrosa Nachthemd übereinander. Entsetzt wandte er sich ab.“ Joseph Day, ein unberührter Jüngling „aus den Bergen“, studiert 1920 in Virginia Griechisch, Geschichte, englische Literatur und Bibelexegese. Er ist sehr religiös und von schlichtem Gemüt. Mit seinem religiösen Eifer und dem feurig-roten Haarschopf sticht er seinen Kommilitonen in die Augen. Sie wollen ihn mit einem Streich kurieren: Moira, eine sinnliche und verführerische junge Frau, erklärt sich bereit, dabei mitzuspielen. Aus dem Spiel wird jedoch Ernst. Julien Green wurde am 6. September 1900 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren, er wuchs zweisprachig auf und wurde protestantisch erzogen. 1916 konvertierte er zum Katholizismus. 1919 bis 1922 studierte er in Charlottesville/Virginia unter anderem Geschichte und Griechisch. Ab 1922 wieder in Paris. Bereits mit seinem dritten Roman, „Leviathan“ (1929) erlangte er Weltruhm. 1940-45 Emigrant in Amerika. Green starb am 13. August 1998 in Paris.
Ein Liebesdrama von düsterer Komik im Paris der 30er Jahre – "Julien Green ist Weltliteratur". Iris Radisch, Die Zeit Die Wiederentdeckung eines Meisterwerks. Nacht in Paris, am Ufer der Seine. Eine Frau streitet mit einem Mann, ruft um Hilfe. Philippe hat sie gesehen, doch er macht einen Schritt rückwärts und geht nach Hause. Von da an steht fest, er ist ein Feigling. Wie soll er weiterleben zwischen seiner Ehefrau, die ihn verachtet, und seiner Schwägerin, die ihn heimlich liebt? Julien Green zeigt die Nachtseite eines Paris, das keine Belle Époque mehr ist und erzählt von Menschen in einer untergehenden Gesellschaft. Anhand neuer biografischer Quellen kommentiert und glänzend neuübersetzt von Wolfgang Matz. „Proust ruft die Zauberstunde der Kindheit herauf, Green bringt Ordnung in unsere frühesten Schrecken.“ Walter Benjamin
Der Debütroman eines französischen Klassikers des 20. Jahrhunderts veranschaulicht am Schicksal dreier Generationen von Frauen aus einer sogenannten besseren Familie im amerikanischen Süden die zerstörerische Macht des Geldes und die Tragik einer Welt ohne Liebe.