Carl Gustav Carus
- 265 Seiten
- 10 Lesestunden
Carl Gustav Carus war ein deutscher Physiologe und Maler, der das Zeitalter der Romantik maßgeblich mitgestaltete. Als Arzt, Naturforscher, Wissenschaftler und Psychologe erlangte er Bekanntheit durch seine Forschungen zum Unbewussten, das er als wesentliche Grundlage der Psyche identifizierte. Sein Werk inspirierte viele, darunter Carl Jung, der Carus als wegweisend für das Verständnis der dunklen Seiten der Seele anerkannte. Carus' künstlerisches Erbe zeigt sich auch in seinen Landschaftsgemälden, die von Caspar David Friedrich beeinflusst waren.






Einzelne Aspekte aus Carl Gustav Carus’ Werk und Wirken sind Gegenstand für eine fachübergreifende Betrachtung dieses Essaybandes. Vor dem Hintergrund romantischer Wissenschaftsauffassung, der Carus Zeit seines Lebens verhaftet blieb, untersuchen ausgewiesene Fachleute seine Arbeiten zu medizinischen, kunsttheoretischen, anthropologischen, aber auch psychologischen Themen. Carus pflegte intensive Briefwechsel mit bedeutenden Zeitgenossen, war als Arzt für viele Jahre am sächsischen Hof tätig und seine zahlreichen Schriften wurden auch aufgrund seiner herausragenden gesellschaftlichen Stellung bereits zu seinen Lebzeiten rezipiert. Ergänzt wird die Präsentation und Interpretation seines umfangreichen künstlerischen Werkes schließlich durch die Ergebnisse technischer Untersuchungen der Dresdener und Berliner Gemälde.
Vorträge, gehalten auf Versammlungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (1822–1958)
Die Entwicklung der Naturwissenschaften in Deutschland ist von keiner Institution so nachhaltig beeinflußt worden wie von der "Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte". Den Aufbruch der Naturforschung im letzten Jahrhundert hat sie wesentlich stimuliert, und von ihr als Muttergesellschaft sind zahlreiche weitere wissenschaftliche Gesellschaften ausgegangen. Nahezu alle großen deutschen Forscher fanden in dieser Vereinigung das Forum für die Darstellung ihrer Ideen. Das Buch enthält eine Auswahl bedeutender Reden von Carl Gustav Carus (1822) bis hin zu Otto Hahn (1958), in denen sich die Entwicklung von der romantisch bestimmten Naturforschung zur modernen Naturwissenschaft ablesen läßt.
Written in the Years 1815-1824, with a Letter from Goethe by way of Introduction
Carl Gustav Carus (1789-1869)--court physician to the king of Saxony--was a naturalist, amateur painter, and theoretician of landscape painting whose Nine Letters on Landscape Painting is an important document of early German romanticism and an elegant appeal for the integration of art and science. Carus was inspired by and had contacts with the greatest German intellectuals of his day. Carus prefaced his work with a letter from his correspondence with Johann Wolfgang von Goethe, who was his primary mentor in both science and art. His writings also reflect, however, the influence of the German natural philosopher Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, especially Schelling's notion of a world soul, and the writings of the naturalist and explorer Alexander von Humboldt. Carus played a role in the revolution in landscape painting taking place in Saxony around Caspar David Friedrich. The first edition appears here in English for the first time.