Es ist meist ein zufälliger Anlass, der zur Entstehung eines Werkes dieser Art führt. Vor mehreren Jahren hielten einige Kollegen an der Technischen Universität München eine Ringvorlesung über Biophysik, an der Physiker, Chemiker, Biochemiker und Biologen teilnahmen, um die physikalisch orientierten Prinzipien ihrer Disziplinen darzustellen. Aus dieser Vorlesung ist dieses Buch hervorgegangen, allerdings in erweiterter Form und mit neuen Autoren. Biophysik ist ein Grenzgebiet, in dem präzise Definitionen schwer zu finden sind. Um Biophysik zu betreiben, sind Grundkenntnisse in Biologie, Physik, physikalischer Chemie, Chemie und Biochemie erforderlich. Dies wirft die Frage auf, ob Studenten auf die Literatur dieser Nachbargebiete verwiesen werden sollten, was die Auswahl des Wissensstoffes ihnen überlassen würde. Wir sind der Meinung, dass es nützlicher und zeitsparender ist, wenn der ausgewählte "Zusatzwissensstoff" in konzentrierter Form im Rahmen der Biophysik-Vorlesung angeboten wird. In diesem Buch finden sich Beiträge zur Struktur und Funktion der Zelle, zum chemischen Bau biogener Makromoleküle sowie zur theoretischen Chemie. Das Bild der Biophysik hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt.
Hubert Ziegler Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)


Fortschritte der Botanik
Morphologie - Physiologie - Genetik - Systematik - Geobotanik (Progress in Botany)
- 384 Seiten
- 14 Lesestunden
Nachdem die "Fortschritte der Botanik" viele Jahre fast ausschließlich in deutscher Sprache erschienen sind, ist nun erstmals der überwiegende Teil in Englisch verfasst. Dieser Schritt spiegelt die Notwendigkeit wider, da Englisch zunehmend die Rolle des mittelalterlichen Lateins einnimmt und von Wissenschaftlern weltweit verstanden wird. Anglo-amerikanische und andere mit Englisch aufgewachsene Forscher nutzen kaum noch anderssprachige Literatur. Die "Fortschritte" sollen eine zugängliche Brücke bieten, indem sie Publikationen aus vielen Sprachen berücksichtigen und diese in Englisch besprechen. Der Grundcharakter der Reihe bleibt unverändert: Sie verfolgt das Ziel, konzentriert und rasch über alle Teilgebiete der Botanik zu berichten und Arbeiten auszuwählen, die nennenswerte sachliche oder methodische Fortschritte zeigen. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung beteiligen sich zahlreiche Mitarbeiter, deren Muttersprache oft nicht Englisch ist; daher sind sprachliche Mängel möglich. Eine angemessene Berücksichtigung der nicht-englischen Literatur bleibt ein Ziel. Zukünftig werden nur Mitarbeiter in Frage kommen, die dazu in der Lage sind. Die meisten Autoren haben der englischen Fassung zugestimmt.