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Bookbot

Rolf Kühn

    1. Jänner 1944
    Leben als Präsenz und Immanenz
    Psychoanalyse, Philosophie und Religion - wer leitet die Kultur?
    Primärerfahrungen, Ursprung und Nachträglichkeit
    Der Erst-Lebendige
    "Ich kann" als Grundvollzug des Lebens
    Kultur als Unmittelbarkeit des Lebens
    • 2024

      Bestimmt man radikal phänomenologisch die Kultur als Subjekt wie Objekt ihrer selbst, dann beinhaltet dies eine jeweils gegebene Unmittelbarkeit des Lebens als Originarität aller subjektiv kulturellen Vollzüge. Dies wird methodisch in Auseinandersetzung mit empirischen wie transzendentalen Kulturanalysen wie bei Freud, Husserl, Henry und Derrida aufgegriffen, um sich danach inhaltlichen Manifestationen der Kultur wie Religion, Wissenschaft und Ästhetik zuzuwenden. Leitend bleibt dabei für die Zukunftsbestimmung unserer Kultur eine notwendige ko-pathische Aufmerksamkeit für das Leben, welche die Singularität aller kulturellen Vollzüge über die diskursive Begrenztheit eines rein objektivierenden Verständnisses hinaus am Werk sieht. Dabei wird auch dem Imaginären wie Fiktionalen ihr unumgehbares Recht eingeräumt, wie es besonders in der Kunst als Meta-Genealogie des Individuums und der Gemeinschaftlichkeit zum Ausdruck kommt. Inhaltsverzeichnis Vorbemerkung.- Einleitung: Kulturverständnis und Methodenpluralität.- Teil 1: Genetisch-phänomenologische Kulturtheorien.- Freudsche Kulturkritik.- Empirisch-transzendentale Kulturanalyse.- Kultur als originäre Lebenserprobung.- Teil 2: Ursprünge der Kulturmanifestation.- Religion und Kultur.- Globale Technik-Wissenschaft und Kulturkrise.- Zukunft der Kulturbestimmung.- Ausblick: Aufmerksamkeit für das Leben.- Glossar.- Bibliographie.- Personenregister.- Sachverzeichnis.- Zum Verfasser.

      Kultur als Unmittelbarkeit des Lebens
    • 2023

      Sofern es im phänomenologischen Sinne nur Sein geben kann, wenn es Erscheinen gibt, ist unsere Seinserfahrung an eine originär leibliche Subjektivität gebunden, welche als Lebenserprobung jeder Seinsbegegung transzendental vorausliegt. Dem wird im Zusammenhang mit dem abendländischen Transzendenzbegriff nachgegangen, wobei auch die transkulturelle Perspektive der Leere im Buddhismus sowie der urchristlichen Doxa als Herrlichkeit Gottes berücksichtigt wird. Durch die Identität von Lebenserprobung und ursprünglichem Nicht-Wissen hinsichtlich solcher Lebenspassibilität ist zugleich jede Diskursivität aufgehoben, welche den Anspruch erhebt, über eine begriffliche Sinnstiftung diese Originarität unserer abgründigen Seins- als Lebenserprobung einholen zu können. Daraus ergeben sich ethische wie religiöse Konsequenzen für unsere kulturelle Zukunft, die nicht mehr von der Allgemeinheit mittels Wissen und Lebensformen geprägt sein wird, sondern wo Ipseität und Kopathos für alle Individuen inden Mittelpunkt rücken.

      Seinserfahrung durch Lebenserprobung
    • 2023

      Originäres Nicht-Wissen und Tradition

      Skizzen zur Begrenztheit der Diskursivität

      Jedes Wissen setzt ein originäres Lebenswissen voraus, welches im leiblichen Apriori besteht. Als Unmittelbarkeit radikal phänomenologischer Selbstaffektion handelt es sich dabei um ein präreflexives Nicht-Wissen, das bewusstseinsmäßig nie in einem weltlichen Horizont thematisiert zu werden vermag, aber gerade die immanente Zustimmung zu sich selbst impliziert. In diesem Sinne ist ein solch ursprüngliches Nicht-Wissen in jedem Könnensvollzug unbenennbar bereits gegeben und liegt daher allen Traditionen als geschichtlichen Lebensformen und Disziplinen voraus. Unter letzteren befinden sich insbesondere Ästhetik, Religion und Mystik sowie die analytische Kur in diesem Originaritätsbereich von Immanenz/Transzendenz, um als Konfrontation mit der Ab-gründigkeit der Subjektivität auf ein solches Nicht-Wissen als Unsichtbarkeit und Unbenennbarkeit zurückzuverweisen.

      Originäres Nicht-Wissen und Tradition
    • 2023

      Leben

      Eine Besinnung

      Das Leben ist notwendig selig, denn es ist Seligkeit; der Gedanke eines unseligen Lebens hingegen enthalt einen Widerspruch. Johann Gottlieb Fichte Das Leben zum Anlass einer Meditation zu nehmen, lasst die Meditation selber reines Leben werden. Solcher Vollzug ist keiner Theorie mehr verpflichtet, sondern zeigt exemplarisch, dass letztlich jedes Tun in einer inneren Praxis ruht. Die sprachliche Einfachheit will dabei einer grundsatzlichen Besinnung gehorchen, welche sich fur jedes individuelle Leben nachvollziehbar aussagt. Denn wie weit ein Denken auch vordringt, es kommt vor eine letzte Unvordenklichkeit zu stehen. Diese Konsequenz sollte in dieser kleinen Schrift nicht erneut fur sich reflektiert werden, sondern unmittelbar in die meditative Bejahung ubergehen.

      Leben
    • 2022

      "Ich kann" als Grundvollzug des Lebens

      Analysen zur material-phänomenologischen Handlungsstruktur

      • 406 Seiten
      • 15 Lesestunden

      Unser Leben ist ein ständiger Prozess, geprägt von einem unmittelbaren Empfinden des "Ich kann". Diese phänomenologische Bestimmung bildet die Grundlage jeder reflexiven Analyse unseres Wollens und Handelns. Dies wird durch die Auseinandersetzung mit Denkern wie Maine de Biran, Schopenhauer, Kierkegaard, Nietzsche und Freud sowie durch zentrale Bereiche wie Arbeit und Kunst verifiziert. Das individuelle Erleben eines "Nicht-Könnens" wirft Fragen zu Symptomen und Sublimierungen auf, im Kontext unserer subjektiven Leiblichkeit als Kraft und Affekt. Ein einleitender Text von Michel Henry über "Potentialität" dient als Leitfaden für das Verständnis eines originären "praktischen Cogito". Das Inhaltsverzeichnis gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil behandelt "Können und Wollen", einschließlich der praktischen Transzendentalität bei Maine de Biran, der Affektivität bei Schopenhauer, Kierkegaards Konzepte von Gewissheit und Verzweiflung, Nietzsches Wille zur Macht und Freuds Ansichten zu Resignation und Ananké. Der zweite Teil fokussiert "Können und Handeln", behandelt Bedürfnisse, Begehren und Arbeit, die innere Notwendigkeit der Kunst, die Beziehung zwischen Symptom und Realem sowie die Rolle der Sublimierung in Mystik und Ästhetik. Ein Ausblick thematisiert Leiblichkeit als individuiertes Können.

      "Ich kann" als Grundvollzug des Lebens
    • 2021

      Der Erst-Lebendige

      Christologie leiblicher Ursprungswahrheit

      • 208 Seiten
      • 8 Lesestunden

      Diese Analyse betrachtet das Denken von Meister Eckhart und Michel Henry, wobei Gott als originäre Lebenswirklichkeit verstanden wird. Sie beschreibt die Selbsthervorbringung des Lebens in einer "Sohnschaft", die die Empfängnis des absoluten Lebens und unsere eigene Leiblichkeit in der Reziprozität des göttlichen Lebens ermöglicht.

      Der Erst-Lebendige
    • 2021
    • 2021
    • 2020

      Indem Psychoanalyse sich durch die Entzifferung des Symptoms definiert, gerät sie in Spannung zu Philosophie und Religion, die den Begriff und die Offenbarung zur Voraussetzung haben. Eine lebendige Kultur lebt von allen diesen Gegebenheiten, indem Affekt und Vorstellung in ihr stets mit einem Imaginären gekoppelt bleiben, die das Wirkliche umkreisen. Rolf Kühn untersucht die drei Disziplinen in ihrem spezifischen Eigenwesen sowie in ihrem spannungsreichen Verhältnis zueinander. Für die unverzichtbare Weiterführung unserer Kultur wird ein Miteinander dieser drei Disziplinen neben anderen wie Ökonomie, Politik etc. gefordert, was zugleich dem pluralen Verständnis von Subjektivität und Gemeinschaft in der Postmoderne entspricht. Psychoanalysis defines itself as a method of decoding symptoms. Thus, it comes into conflict with philosophy and religion which require a concept and a revelation. A vivid culture requires all these factors in which affect and imagination are steadily connected with an imaginary surrounding reality. Rolf Kühn analyses the three disciplines according to their specific characters as well as their tension-driven relation to each other. For the inevitable further development of our culture a connection of these three disciplines with others such as economics and politics is requested, which also corresponds to the plural understanding of subjectivity and community in postmodern times.

      Psychoanalyse, Philosophie und Religion - wer leitet die Kultur?
    • 2008

      Macht der Gefühle

      • 140 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Dieses Buch will die Gefühle selbst zur Sprache kommen lassen, ohne sie auf dem Hintergrund eines vorgegebenen Wissens anzuordnen, mithin wie sie sich kraft ihrer inneren Lebendigkeit geben, das heißt, wie sie aus dem Leben unmittelbar hervortreten und uns auf diese Weise je grundlegend affizieren. Solch ursprünglicher Hervorbringungsweise wird weder irgendeine Wissenschaft noch die Literatur oder auch die Philosophie ganz gerecht. All diese geschichtlich gewordenen Disziplinen sind bereits schon getrennt existierende Sprachsysteme, denen das Gefühl als lebendiges immer schon voraus liegt. Wir hoffen, dass der Leser so über das je einzelne Gefühl zum innersten „Ort“ seines ureigensten Empfindens vorstoßen kann.

      Macht der Gefühle