Das „Musikwissenschaftliche Arbeiten“ ist inzwischen zum Standardwerk geworden. Sein Konzept hat sich im Studium als äußerst tragfähig erwiesen, und doch musste es inhaltlich, auch aufgrund der rasanten Entwicklung der Informationstechnologien, erweitert und einer einschneidenden Revision unterworfen werden. Als „Kursbuch Musikwissenschaft“ für Studierende, Dozenten, Lehrer und Musiker ist es das erste wirklich elementare Lernbuch, das die praktischen Probleme an Hochschule, Universität und im Berufsleben des Musikers und Musikwissenschaftlers aufgreift und Lösungsvorschläge anbietet. Dem Studienanfänger vermittelt es Schritt für Schritt die notwendigen handwerklichen Grundlagen und baut mit Tipps aus dem Studienalltag und mit Trainingsaufgaben die Schwellenangst vor einem bisweilen bedrückend wirkenden Wissenschaftsapparat ab. Dem Fortgeschrittenen dient es als methodischer Ausgangspunkt zur Lösung schwieriger Probleme.
Nicole Schwindt Bücher






Die Untersuchung beleuchtet Kaiser Maximilians entscheidenden Einfluss auf die Musikgeschichte, indem sie seine Gründung einer der besten musikalischen Institutionen Europas und die Anwerbung bedeutender Komponisten wie Heinrich Isaac hervorhebt. Zudem werden die Grundlagen für ein umfangreiches Repertoire an polyphonen Liedern in deutscher Sprache gelegt, zu dem auch das bekannte "Innsbruck, ich muss dich lassen" gehört. Durch die Verknüpfung von historischen, kulturellen und musikalischen Aspekten entsteht ein neues Bild der frühneuzeitlichen Kultur am Hof Maximilians.
9783873280717 Publisher HN2322 xl, 331 p. ...und der Pfarrkirchen Beuerberg, Schnaitsee, St. Mang in Fuessen / Thematisc er Katalog. Hrsg. v. der Generaldirektion der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken.
Die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen der Musik und den anderen Künsten stehen im Zentrum dieses Bandes, der erklärt, wie allgemeine kulturelle Ideen ihren Einfluss auf die Musik fanden und wie – gleichsam in entgegengesetzter Richtung – Musik Anteil an der Formulierung dieser Ideen hatte. So werden u. a. angesprochen: die Rolle der Musik in Tanz und Theater, Kriegskunst, Liebesdiskurs, Mathematik, Dichtung und Buchkultur, Erziehung und Politik.
Der Schweizer Gelehrte Heinrich Loriti, genannt Glareanus (1488–1563) war nicht nur ein bedeutender Humanist, sondern auch einer der einflussreichsten Musiktheoretiker des 16. Jahrhunderts. In seinem Dodekachordon, einer der zentralen Schriften der musikalischen Renaissance, tritt er mit keinem geringeren Anspruch auf, als die Musik von Grund auf erneuern und damit zukunftsfähig erhalten zu wollen. 15 Beiträge informieren über die Person Glareans und ihr Umfeld und erörtern die Voraussetzungen, Verfahren und Rezeption seines musikalischen Denkens. Dabei ergeben sich für alle, die sich praktisch und theoretisch mit Alter Musik beschäftigen, wertvolle Aufschlüsse.
Das Jahrbuch „TroJa“ vereinigt die Beiträge der jährlichen Trossinger Symposien zur Renaissancemusikforschung mit weiteren Aufsätzen zu den jeweiligen Themen. Der erste Band beschäftigt sich mit Fragen des musikalischen Alltags im 15. und 16. Jahrhundert und mit der Verarbeitung von Alltagsgegebenheiten in Kompositionen der Zeit. Lebensbereiche wie der französische Königshof und der Münchner Herzogshof sind neben dem bürgerlichen Milieu der Kaufleute und den Straßenbühnen der Quacksalber in den Blick genommen. Die europaweite Praxis des Verfassens und Singens von Liedern wird dargestellt, und mit Beiträgen über das Eindringen der Schriftkultur in die frühe Instrumentalmusik, über Reflexe des neuzeitlichen Körperbewusstseins und über die Hilfen, die man sich von der Musik bei der Erlangung des Seelenheils und bei venerischen Krankheiten versprach, werden mentalitätsgeschichtliche Aspekte thematisiert. Mit Beiträgen von Jeanice Brooks, Maren Goltz, Franz Körndle, Birgit Lodes, Joachim Lüdtke, Christian Meyer, Nicole Schwindt und Reinhard Strohm.
Rekrutierung musikalischer Eliten
- 230 Seiten
- 9 Lesestunden
Wollte man ein Soundscape von Musik der Renaissance erstellen, dürfte der Klang von Knabenstimmen keinesfalls fehlen. Vor allem Musik im Kirchenraum, wo Frauen ihre Stimme nicht erheben durften, aber auch Musik bei Hofe, im Theater und in Bildungsinstitutionen rechnete fest mit den teils exquisit geschulten jungen Sängern, aus denen in der Regel die spätere Komponisten-Elite hervorging. Der interdisziplinär angelegte Band geht dem Phänomen in vielfältiger Weise nach: Vor dem Hintergrund allgemeiner Vorstellungen von Kindheit in Spätmittelalter und Früher Neuzeit werden die institutionellen Strukturen rekapituliert und die Lehrschriften erkundet, in denen sich niederschlägt, wie das Lernen didaktisch zu bewältigen war. Die pädagogischen und klanglichen Ideale und Ideologien, die sich mit den jungen Stimmen verbanden, werden in ihrer physiologischen, aufführungspraktischen und ästhetischen Dimension be- und hinterfragt. Auch ikonographisch wird das „Bild“ des singenden Knaben auf den Prüfstand gestellt.
Die Kunst des Übergangs
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
Dass Musik neue, andere Musik provoziert, gehört zu den überzeitlichen Phänomenen. Für das Denken der Renaissance war jedoch der Übergang in eine andere musikalische Existenzform von besonderer Bedeutung: Parodie und Kontrafaktur, Cantus-firmus-Bearbeitung und „Art-song Reworking“, Intavolierung und Ornamentierung, Variation, Paraphrase sowie Zitat verdichten sich zu einem System, das einen ganz spezifischen ästhetischen Wert hat. Die sieben Autorinnen und Autoren des Bandes richten ihren Blick nicht nur auf das Resultat des Umwandlungsprozesses, sondern auch auf den Ausgangsstoff und fragen: Was wird aus der Vorlage? Wird sie verschwiegen, neutral behandelt oder gar akzentuiert?