»Worte reihen sich wie eine Kette bunter, dunkel gehaltener Steine aneinander – scharf und anschmiegsam, von unscheinbarer Schönheit und faszinierendem Leuchten.« Weiberdiwan Geprägt von einer Leidenschaft, die alle Lebensbereiche von der Erotik bis zur Politik umfasst, sind diese Gedichte Gioconda Bellis erneut beredtes Zeugnis ihrer poetischen Kraft. ›Ich bin Sehnsucht – verkleidet als Frau‹ zeigt uns die Dichterin als reife Frau. Immer hat sie sich eingelassen auf das Leben, hat sich ergreifen lassen vom Schmerz und von der Freude, und so ist es auch hier: Ihre neuen Gedichte spiegeln die ganze Fülle von Empfindungen ihrer weiblichen Gegenwart, vom Abschiedsschmerz über Lust und Genuss bis hin zur Rebellion und der Gier nach dem Leben.
Dagmar Ploetz Bücher





Gabriel García Márquez wurde 1967 durch seinen Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ auf einen Schlag berühmt. Kritiker und Publikum waren sich einig: Mit diesem Jahrhundertwerk hatte García Márquez der lateinamerikanischen Identität eine unverwechselbare Sprache verliehen und ihr weltweit Gehör verschafft. Erfolg und Anerkennung haben das Werk des kolumbianischen Nobelpreisträgers seither begleitete, denn García Márquez ist es gelungen, Mythos und Alltag, vitales Erzählen in einer Zeit, die den Roman für tot erklärte, und politisches Engagement zu vereinbaren.
Pedro Páramo
- 136 Seiten
- 5 Lesestunden
Der Roman erzählt von Pedro Páramo, einem Großgrundbesitzer in Comala, einem heruntergekommenen mexikanischen Dorf. Die Arbeiter schuften sich zu Tode, um überleben zu können, wenn sie nicht vorher von Banditen umgebracht werden. Und die Großgrundbesitzer beuten das Volk aus, betrügen, unterdrücken, morden. Aber die Toten geben keine Ruhe … »Ich konnte nicht einschlafen, bevor ich das Buch zum zweiten Mal gelesen hatte.« Gabriel García Márquez
Die unterirdische Schlacht
- 189 Seiten
- 7 Lesestunden
Der argentinische Kultroman über den Falkland-Krieg. Eine exzentrische Parabel auf die Militärdiktatur und das skurrilste Kriegszeugnis der lateinamerikanischen Literatur.
In seinem neuen Roman erzählt Gabriel García Márquez von Liebe, Alter und dem Sinn des Lebens. An seinem 90. Geburtstag gönnt sich ein alter Mann, der sein Leben lang käufliche Liebe erlebte, eine Nacht mit einer Jungfrau in einem Bordell. In dieser Nacht empfindet er zum ersten Mal in seinem Leben echte Liebe, während er die schlafende Schöne betrachtet. Frauen spielten stets eine zentrale Rolle in seinem Leben: seine gebildete Mutter, die ihm Musik und Literatur näherbrachte; seine Verlobte, die er verließ; die zahlreichen Prostituierten, die er nach Preis und nicht nach Reiz wählte; und schließlich Rosa Cabarcas, die ihm Delgadina, ein wunderschönes, schlafendes Mädchen, vorstellt. Diese Begegnung weckt in dem einsamen Mann, der mit dem Leben abgeschlossen hat, unerwartete Gefühle. Er fühlt sich zu Delgadina hingezogen, weckt sie jedoch nie. Ihre Anwesenheit hilft ihm, sich selbst besser zu verstehen und inspiriert ihn zu leidenschaftlichen Liebeserklärungen in der Lokalzeitung. Nach einem Jahr hat sich sein Leben grundlegend verändert. Der Roman ist voller Melancholie, Humor, Klugheit und Zärtlichkeit und variiert meisterhaft das große Thema der Weltliteratur: der alte Mann und das Mädchen. Es ist eine Hommage an den japanischen Nobelpreisträger Yasunari Kawabata.