Gabriel García Márquez wurde 1967 durch seinen Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ auf einen Schlag berühmt. Kritiker und Publikum waren sich einig: Mit diesem Jahrhundertwerk hatte García Márquez der lateinamerikanischen Identität eine unverwechselbare Sprache verliehen und ihr weltweit Gehör verschafft. Erfolg und Anerkennung haben das Werk des kolumbianischen Nobelpreisträgers seither begleitete, denn García Márquez ist es gelungen, Mythos und Alltag, vitales Erzählen in einer Zeit, die den Roman für tot erklärte, und politisches Engagement zu vereinbaren.
Dagmar Ploetz Bücher




Pedro Páramo
Der Llano in Flammen
Der übermächtige Großgrundbesitzer Pedro Páramo hat in dem heruntergekommenen Dorf Comala »Ordnung«, Friedhofsruhe geschaffen. Doch die Toten reden sehr lebendig in ihren Gräbern weiter, erzählen seufzend von seinen Untaten, und die Lebenden scheinen schon lange tot zu sein. Die ferne Regierung kümmert sich nicht um Armut und Leid in dieser wüsten Einöde. Der junge Juan Preciado erzählt diese Geschichte – als postumen Monolog und im Dialog mit einer Bettlerin, neben der er im Grab liegt. Die Kraft dieses Romans liegt in seiner Prosa von strenger Schönheit, es bewegt und verzaubert. Der einzige Roman des Mexikaners Juan Rulfo (1917 - 1986) beeinflußte die moderne lateinamerikanische Literatur wie sonst nur die Werke von Borges, García Márquez oder Onetti.
Der argentinische Kultroman über den Falkland-Krieg. Eine exzentrische Parabel auf die Militärdiktatur und das skurrilste Kriegszeugnis der lateinamerikanischen Literatur.
»Worte reihen sich wie eine Kette bunter, dunkel gehaltener Steine aneinander – scharf und anschmiegsam, von unscheinbarer Schönheit und faszinierendem Leuchten.« Weiberdiwan Geprägt von einer Leidenschaft, die alle Lebensbereiche von der Erotik bis zur Politik umfasst, sind diese Gedichte Gioconda Bellis erneut beredtes Zeugnis ihrer poetischen Kraft. ›Ich bin Sehnsucht – verkleidet als Frau‹ zeigt uns die Dichterin als reife Frau. Immer hat sie sich eingelassen auf das Leben, hat sich ergreifen lassen vom Schmerz und von der Freude, und so ist es auch hier: Ihre neuen Gedichte spiegeln die ganze Fülle von Empfindungen ihrer weiblichen Gegenwart, vom Abschiedsschmerz über Lust und Genuss bis hin zur Rebellion und der Gier nach dem Leben.