Alois Mosbacher. Out There.
- 84 Seiten
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Mit Korrespondenz des Ehepaars Reger und Aron
Das Oeuvre von Max Reger (1873-1916) rief zu Lebzeiten des Komponisten Zustimmung und Ablehnung hervor. Auch als Person vermochte Reger zu polarisieren. Der vorliegende Band befasst sich mit Regers kompositorischem Werk und mit seinem persönlichen Umfeld - in Gestalt seines aus Dresden stammenden Schülers Paul Aron (1886-1955). Dieser gehörte zeitweise zum näheren Beziehungsgeflecht des Ehepaars Reger. Die hier erstmals vollständig edierten Briefe und Karten Regers an Aron der Jahre 1905 bis 1915 sowie Beurteilungen Regers werden ergänzt durch Arons Briefe von der Front des Ersten Weltkrieges an Elsa Reger nach dem Tod ihres Mannes (1916-1918). Der umfangreiche Briefwechsel von Max Reger und Paul Aron spiegelt eine spannungsreiche Lehrer-Schüler-Beziehung vor mehr als 100 Jahren wider. Die einfühlsamen Texte bekannter Autoren zeichnen ein detailliertes Bild des Tonschöpfers nach. Mit Beiträgen von Vitus Froesch, Manuel Gervink, Peter Gülke, Michael Heinemann, Matthias Herrmann, Jörn Peter Hiekel, Stefanie Steiner-Grage
Die Zusammenarbeit des italienischen Dirigenten Giuseppe Sinopoli mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden gilt als einer der Höhepunkte im deutschen Orchesterleben der 1990er-Jahre, geprägt von den jahrhundertelangen italienisch-sächsischen Wechselbeziehungen in der Musik. Im Mittelpunkt des Buches steht die letzte intensive Schaffensphase Sinopolis, die 1987 mit einer Schallplattenproduktion der Staatskapelle in der Lukaskirche Dresden begann und abrupt am 20. April 2001 mit seinem Tod in Berlin endete. Riccardo Muti bezeichnete seinen Verlust als einschneidend für die Scala, Italien und die Welt, während Christoph Albrecht, Intendant der Dresdner Semperoper, von einem 'wahren Schicksalsschlag' sprach. Sinopoli hatte mit der Staatskapelle eine seltene Symbiose zwischen Orchester und Dirigent erreicht. Das Buch basiert auf einem Essay des ehemaligen Kapell-Dramaturgen Eberhard Steindorf über seine Zusammenarbeit mit Sinopoli und ergänzt diesen durch Interviews, Reden und Texte des Dirigenten. Reaktionen auf die Todesnachricht sowie Erinnerungen von Musikern der Staatskapelle werden ebenfalls thematisiert. Sinopolis umfangreiche Aufnahmetätigkeit wird detailliert behandelt, und Verzeichnisse seiner Dresdner Konzerte, Tourneen und Einspielungen erhöhen den dokumentarischen Wert dieses Gedenkbandes, der anlässlich seines 20. Todestages erscheint. Die Beiträge stammen von verschiedenen Autoren, die Sinopoli und seine Arbeit wü
Rudolf Mauersberger
(parasophische Alltagsbefragungen)
(parasophische Daseinsbefragung)
Vielleicht muss man seinem Denken und Handeln ein ›Dennoch‹ zugrunde legen. Ein ›Dennoch‹ ohne Trotz. Ohne Eitelkeit oder erhobenen Zeigefinger. Ein ›Dennoch‹, weil der Alltag, seine Wiederholungen und seine Erschöpfung die innigsten Umarmungen des Daseins für einen Menschen darstellen. Und dieses ›Dennoch‹ in ganz wenigen Worten.
Der Prager Musiker Erwin Schulhoff (1894–1942) wirkte nach Kriegsende 1919/20 in Dresden, veranstaltete Fortschrittskonzerte und korrespondierte mit Schönberg und Grosz. Anregungen des Expressionismus, Dadaismus und Jazz finden sich in seinem Werk. Die Texte, die von einem unangepassten Menschen zeugen, werden durch einen Abbildungsteil mit Fotos aus dem Prager Nachlass, Zeugnissen aus dem Leipziger Studium, Dada-Dokumenten aus Wien und Belegen seiner Affinität zur innovativen Kunstszene Dresdens ergänzt. Der Erstdruck des kommentierten Tagebuchs trägt zur biografischen Kenntnis Schulhoffs bei, den die deutsche Besatzungsmacht 1941 in Prag inhaftierte. Er starb im Internierungslager für Sowjetbürger auf der Wülzburg (Bayern) an Tuberkulose. Mit Beiträgen von Manuel Gervink, Michael Heinemann, Matthias Herrmann, Jörn Peter Hiekel, Tobias Schick, Johannes Schmidt, Miriam Weiss und Tobias Widmaier.