Die Welt erzählt auf vielfältige Weise, in unterschiedlichen Medien und Kulturen. Bei der Untersuchung der Funktionen von Erzählungen wird deutlich, dass ein faszinierendes Problem die Differenz zwischen Erzählungen mit Wahrheitsanspruch und solchen, die ihre Fiktionalität offenbaren, betrifft. Zudem wird erforscht, wie Faktuales und Fiktives sich überschneiden und gegenseitig spiegeln. Dies ist sowohl auf der Ebene des Erzählten als auch des Erzähltextes komplex. Die Zugangsweisen der verschiedenen Disziplinen variieren: Die Literaturwissenschaft entwickelt Theorien der Fiktionalität, während die Psychologie Identitäts- und Selbstkonstruktionen durch Erzählungen analysiert. Geschichtswissenschaft und Ethik befassen sich mit den Fragen von Wahrheit und Fiktion. Aktuelle Studien zu Film und anderen Medien reflektieren einen Zeitgeist, der die Unterscheidung zwischen Fiktionalität und Faktualität zunehmend aufhebt. Das Graduiertenkolleg 1767, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, widmet sich seit 2012 diesen Interferenzen und Differenzen von faktualen und fiktionalen Erzählungen. Der erste Band der Buchreihe bietet einen Überblick über interdisziplinäre Ansätze zu Faktualität und Fiktionalität aus Literatur- und Kulturwissenschaften, Theologie, Philosophie, Psychologie, Geschichtswissenschaft und Unternehmensberatung.
Monika Fludernik Reihenfolge der Bücher






- 2015
- 2014
The Fictions of Language and the Languages of Fiction
- 560 Seiten
- 20 Lesestunden
The book offers an in-depth examination of free indirect discourse within the framework of narrative theory, focusing on the representation of speech and thought in fiction. Through her analysis, Fludernik introduces a fresh set of questions that challenge existing perspectives in narrative studies, encouraging readers to rethink how narratives convey characters' inner experiences and voices.
- 2014
Linguistics and literary studies
- 452 Seiten
- 16 Lesestunden
Die Beiträge des Bandes zeigen, dass die disziplinäre Begegnung zwischen Sprach- und Literaturwissenschaft weit mehr ist als eine Tradition akademischer Institutionen. In 16 allgemein-theoretischen und textbezogenen Analysen werden Berührungspunkte zwischen den beiden Disziplinen beleuchtet, auch solcher institutioneller Art. Es werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Alltagsdiskurs und Literatur herausgearbeitet und linguistische Begrifflichkeiten auf literarische Texte angewandt. Dies betrifft Fragen wie Sprechakt, Referenz, und Inferenz, die Strukturen und die Relevanz des kognitiven und kulturellen Hintergrunds für beide Diskursformen, Rhetorik und Perspektivierungen, Sprach- und Schreibstile, Gattungen und andere Ebenen diskursiver Traditionen.
- 2010
- 2008
Monika Fludernik führt kompakt und übersichtlich in die Grundlagen der Erzählforschung ein und macht mit den wichtigsten narratologischen Fragestellungen bekannt. Sie stellt wichtige erzähltheoretische Konzepte und Theorien sowie die aktuellen erzähltheoretischen Ansätze und ihre Vertreter vor, erläutert die gebräuchliche Terminologie und leitet gezielt zur erzähltheoretisch fundierten Arbeit am Text an. In exemplarischen Musteranalysen, an Beispielen aus der deutschen, englischen und französischen Literatur, wird die Leistungsfähigkeit der Erzähltheorie erprobt. Dabei wird die Erzähltheorie auch auf Fragen des Stils, der Metaphorik, der Zensur oder der visuellen Gestaltung von Romanen angewendet, die bisher nicht erzähltheoretisch untersucht wurden.
- 2006
Monika Fludernik führt kompakt und übersichtlich in die Grundlagen der Erzählforschung ein und macht mit den wichtigsten narratologischen Fragestellungen bekannt. Sie stellt wichtige erzähltheoretische Konzepte und Theorien sowie die aktuellen erzähltheoretischen Ansätze und ihre Vertreter vor, erläutert die gebräuchliche Terminologie und leitet gezielt zur erzähltheoretisch fundierten Arbeit am Text an. In exemplarischen Musteranalysen, an Beispielen aus der deutschen, englischen und französischen Literatur, wird die Leistungsfähigkeit der Erzähltheorie erprobt. Dabei wird die Erzähltheorie auch auf Fragen des Stils, der Metaphorik, der Zensur oder der visuellen Gestaltung von Romanen angewendet, die bisher nicht erzähltheoretisch untersucht wurden.
- 2004
Diese Arbeit ist im Sonderforschungsbereich 541 „Identitäten und Alteritäten – Die Funktion von Alterität für die Konstituion und Konstriktion von Identität“ der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entstanden. Der Sammelband beinhaltet Beiträge zu „Normen, Ausgrenzungen, Hybridisierungen und “Acts of Identity"".
- 2002
Der Sammelband umfasst sechzehn Beiträge aus Literatur, Kunst und Musik, die das Epochenphänomen des europäischen und anglo-amerikanischen Fin de Siècle analysieren. Die wissenschaftliche Betrachtung um 1900 gliedert sich in die Bereiche Epoche und Stil, ästhetische Phänomene sowie zeitgenössische kulturgeschichtliche Perspektiven, ergänzt durch einen Vergleich zum Ende des 20. Jahrhunderts. Im ersten Teil werden Aufsätze zu den Symbolisten im französischen Fin de Siècle, dem Austausch zwischen deutschen und skandinavischen Literaturzentren, dem Symbolist Movement bei Arthur Symons und den Grundlagen der 'Neuen Musik' um 1900 präsentiert. Der zweite Teil widmet sich der Ästhetik mit Beiträgen zu Religion und Ästhetik, den Positionen der ästhetischen Moderne um 1900, Klang und Struktur in Debussys französischer Musik sowie Zeitdimensionen in Joseph Conrads "Lord Jim". Der dritte Themenkreis behandelt kulturgeschichtliche Perspektiven, darunter den Großstadtdiskurs in London, die Schauspielkunst im Wiener Theater, Richard Strauss' Vertonungen von Hofmannsthals "Elektra", das Frauenbild im deutschen Naturalismus, Oscar Wildes "Picture of Dorian Gray" zwischen Viktorianismus und Moderne sowie den Fin de Siècle in den Autobiografien von Arthur Schnitzler und Stefan Zweig. Der Band schließt mit einem Ausblick auf das End-of-History Syndrom und basiert auf einer Ringvorlesung an der Universität Freiburg im WS 1999/2000.
