Zorniger hat Andrzej Stasiuk nie über Polen und den Westen geschrieben als nach seiner jüngsten Reise durch Südosteuropa. Zurück aus den „Ländern mit ausgeprägter Persönlichkeit“, wo Minarette neben Minen- und Gräberfeldern stehen, stößt er sich an obszönen Widersprüchen im eigenen Land: Nach Märtyrertum dürsten, aber zwischen zwanzig Chipssorten und erschwinglichen Tunesien-Angeboten wählen − wie paßt das zusammen? Sieht Polen nicht längst aus wie ein zurückgebliebenes Deutschland? Bleibt der Südosten deshalb ein nie einzuholendes Ziel, weil den Reisenden dort eine Realität anspringt, die zu Hause verdrängt oder neutralisiert ist? Reisebilder und Reflexionen, Rhapsodie und Pamphlet − Andrzej Stasiuk radikalisiert in seinem neuen großen Prosatext seine Kunst des scharfen Blicks und der pointierten Poesie.
Andrzej Stasiuk Bücher
Andrzej Stasiuk ist ein führender zeitgenössischer polnischer Autor, dessen Werke das Herz Osteuropas erforschen. Seine Essays und Reiseberichte beleuchten die vielschichtige Beziehung zwischen Ost und West und erfassen die Realität der Region aus einer unverwechselbaren Perspektive. Nach einer bewegten Jugend, die auch Gefängnisaufenthalte umfasste, debütierte Stasiuk 1992 und etablierte sich umgehend als bedeutendes literarisches Talent. Seine spätere Prosa, oft angesiedelt in den abgelegenen Gebieten Südostpolens, zeichnet sich durch impressionistische Beschreibungen und eine Atmosphäre aus, die bei Lesern weltweit Anklang findet.







Kaum jemand versteht so viel vom Unterwegssein als Lebensform wie der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk. Seine fünfzig Stücke kurzer Prosa über das Reisen spielen in den wenig besiedelten Gegenden an der polnisch-ukrainischen Grenze, in der sibirischen Steppe, sie entführen uns bis nach China und in die Mongolei. Ein Buch über entwurzelte Künstler aus der lemkisch-slowakischen Provinz (Andy Warhol und Nikifor aus Krynica), die Arm in Arm über den Broadway schlendern. Impressionen und Meditationen über das Ende der Sesshaftigkeit, eine Liebeserklärung an den unbetretenen, unbeschriebenen Raum, an die mongolische Steppe, die »reinste« Landschaft, wo es nichts gibt außer Himmel und Erde. Ein Brevier für erfahrungshungrige Leser, denen der Gedanke an eine Welt jenseits der eigenen einen Stich ins Herz versetzt.
Andrzej Stasiuks Zyklus umfasst zwölf miteinander verbundene Geschichten, beginnend mit Kindheitserinnerungen, die das Magische und Erotische erkunden. Die Erzählungen, die wie Kapitel eines Entwicklungsromans wirken, zeigen junge Menschen, die zwischen Leben und Tod balancieren, und verwandeln ihre Traurigkeit in große Literatur.
Die Mauern von Hebron
- 150 Seiten
- 6 Lesestunden
»Aus Langweile kaufte ich mir ein Heft und einen Kugelschreiber, setzte mich eines Abends hin und schrieb, wie mir Opa Jarema geraten hatte, ein Buch über das Gefängnis. Zwei Wochen habe ich dafür gebraucht. So lange wie die Arbeit in der Zuckerfabrik. Ich hatte keine Ahnung, daß es so leicht ist, ein Buch zu schreiben.« Stasiuks legendäres Debüt, seit 1992 in Polen immmer wieder aufgelegt, verstört und fasziniert die Leser bis heute. Die gewalttätige Realität des Gefängnisalltags verlangt dem Autor jene Kraft zur poetischen Überschreitung ab, für die sein späteres Werk bewundert wird. In keinem anderen Text Stasiuks ist der Blick auf die Wirklichkeit so schamlos und gnadenlos. Dem Untergrundverleger war das »Buch eine Spur zu knastig für diese Zeiten«. Heute bildet es das Fundament seines Werkes. Denn die rauschhafte Schönheit in der Welt hinter Dukla hätte sich ohne die existentielle Schwärze der Mauern von Hebron womöglich nie gezeigt.
Während seiner Fahrten durch Albanien hört Stasiuk den Fado. Melancholie und sanfter Trotz dieser Musik sind auch den 24 kurzen erzählerischen Meditationen eigen, die thematisch wie geographisch einen weiten Bogen schlagen: von Südpolen bis Montenegro, vom Blick durchs Vergrößerungsglas auf eine alte Karte, die bosnische Dörfer verzeichnet, bis zu den Reflexionen über die neue Mobilität als Flucht aus der eigenen Geschichte, dem eigenen Leben. »Gibt es eine bessere Metapher für die Reise als eine brüchige Landkarte? Gibt es eine noblere Art der Reise als die auf den Spuren eines Schriftstellers, dessen Bücher man bewundert? So eine Reise ist eine Pilgerfahrt. Und die Pilgerfahrt ist ja nichts anderes als die ältere Schwester der Reise als solcher. Reisen heißt leben. Jedenfalls doppelt, dreifach, mehrfach leben.«
Grenzfahrt
Roman | Atemlose Kriegserzählung von poetischer und existentieller Wucht
- 355 Seiten
- 13 Lesestunden
Juni 1941, wenige Tage vor dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion. Im Dorf am Bug haben sich deutsche Besatzungssoldaten einquartiert, in der Nähe verstecken sich polnische Partisanen. Jeder hier weiß, dass Lubko, der Fährmann, gegen Geld Fliehende und Händler ans andere Ufer rudert. Doris und Maks, ein jüdisches Geschwisterpaar aus der Stadt, wollen sich vor Verfolgung retten – hinüber nach Russland, am besten bis an den Amur. Doch Lubko weigert sich. Was er tut, ist gefährlich, macht ihn erpressbar, und die Nächte in jenen Tagen sind mondlos. Das Geschehen scheint sich aus der verträumten, nächtlichen Flusslandschaft zu entwickeln, die fremd und bedrohlich wirkt, seit Motorräder, Lastwagen und Panzer hindurch rollen und deutsche Wörter durch die Luft schwirren. Die Lektüre schlägt sofort in Bann, auch weil Grenzfahrt eine weitere Dimension öffnet – die der Erinnerung. Zurück in jenem Dorf, am Ende des Lebens, will dem Vater des Erzählers nicht mehr einfallen, dass er hier Kind war. Wie Stasiuk diese Episoden in die atemlose Kriegserzählung hineinwebt, verleiht dem Roman seine poetische und existentielle Wucht.
Kurzes Buch über das Sterben
Geschichten
Andrzej Stasiuk, berühmt für seine Kunst, untergehende Orte und verschwindende Landschaften zu beschreiben, erzählt vier Geschichten über Abschied und Tod. Da ist Augustyn, der Schriftstellerkollege, der das Gedächtnis verloren hat und gelähmt im Pflegeheim liegt. Oder Olek, der vertraute Jugendfreund, der auf einer Reise nach Budapest damit herausrückt, dass er bald sterben wird. Ihr Sterben frisst sich ins Leben hinein. Der Tod trägt nicht mehr, wie noch in der Kindheit, das gutmütige Gesicht der Großmutter, die einfach hinüberging in eine andere Wirklichkeit. Verstörend ist seine Präsenz: dass er Menschen und auch Tiere im Griff hat, die noch warm und vertraut neben einem leben. Stasiuks Erzähler schaut genau hin, konfrontiert sich mutig mit einer Erfahrung, die fast jeder einmal machen wird.
Hinter der Blechwand
Roman
In einem alten Lieferwagen klappern Wladek und Pawel die Märkte und Basare Südosteuropas ab. Bis vor kurzem sind sie ihre Second-Hand-Klamotten aus »Paris-London-New York« ohne Probleme losgeworden. Doch neuerdings tauchen zwischen Blech, Beton und schmutzigen Glasscheiben farbenfrohe Häuserblocks auf: malerische Hieroglyphen preisen Textilien aus China zu Dumpingpreisen an. Als Wladek sich in die Kartenverkäuferin eines slowakischen Wanderrummels verliebt, werden die beiden Freunde unversehens in das kriminelle Treiben von Menschenschmugglern hineingezogen. Was wie eine melancholisch-meditative »road novel« begann, entwickelt sich zu einer rasanten Verfolgungsgeschichte, in der es nicht mehr um gefälschte chinesische Westwaren, sondern um Leben und Tod geht. Andrzej Stasiuk hat einen Roman der Gegenwart und der Zukunft geschrieben – wie die Globalisierung über den Osten hereinbricht und ihn verwandelt. Szenen von verstörender Grausamkeit, Episoden von inständiger Zartheit, ein Abgesang auf den europäischen Kontinent: in dieser Melange liegt der Reiz seines neuen Buches. Die meisterhaft gezeichneten Landschaften im Abendlicht der Geschichte bilden den Hintergrund einer Erzählung vom materiellen und moralischen Zusammenbruch einer ganzen Lebenswelt.
Andrzej Stasiuks großes Buch über »den Osten«: eine Summe seines Reisens und Schreibens – niedergelegt in einem epischen Strom, hinreißend erzählten Episoden und Epiphanien. Er reist von Polen über Russland bis nach China und blickt auf sein Leben, das Gewirr aus Wegen und Routen, in dem ein Kindertraum sich mit dem Glücksgefühl kreuzt, das er in der Wüste Gobi empfindet. Was ist das, der Osten, dieses »Reich der Wunder«, das Andrzej Stasiuk immer wieder magisch anzieht? Dieses Kontinuum, dessen Erschütterungen von Kamtschatka bis an die Elbe zu spüren sind. Ostpolen, die Heimat, aus der seine Eltern vertrieben wurden? Der Osten namens Sowjetkommunismus, dessen Präsenz die Gesellschaft, in der er aufwuchs, kontaminiert hatte? Osten – so könnte eine Quintessenz des Buches lauten – ist keine Himmelsrichtung, sondern die Verheißung einer Dimension jenseits der vom Grauen der Vergangenheit unterminierten europäischen Landschaften.
Der weiße Rabe
- 348 Seiten
- 13 Lesestunden
Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u. a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Neun
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
Pawel, ein junger Geschäftsmann mit einem bescheidenen Textilhandel, erwacht in einer verwüsteten Wohnung. Der Spiegel ist zerbrochen, persönliche Gegenstände liegen verstreut, und die Kleidung ist aus dem Schrank gerissen. Getrieben von Angst und Unruhe verlässt er seine Wohnung und fährt durch Warschau. Er hat Schulden und wird verfolgt, dringend auf der Suche nach Geld. Sein Freund Jacek, den er um Hilfe bittet, entgeht knapp einem Überfall und ist ebenfalls in der Flucht. Stasiuk erzählt diese Geschichte aus dem kriminellen Milieu auf eindringliche Weise, ohne Kommentare, als ob ein allgegenwärtiges Kameraauge die Protagonisten von Ort zu Ort begleitet: über Bahnhöfe und Straßen, durch Industriebrachen und Hotelruinen, wilde Gärten und schlammige Wege, heruntergekommene Innenhöfe bis hin zu den Dächern über der Marszalkowska, wo die Verfolgungsjagd endet. Der multiple Erzähler lauscht den Atemzügen der Stadt, belauert sie wie ein Lebewesen, spürt das Vergehen der Zeit nach und wird Zeuge eines Mordes. In seinem neunten Buch vertieft Stasiuk die poetische Ausmessung der heutigen polnischen Wirklichkeit. Hinter allem, was geschieht, bleibt der Stillstand spürbar, und das träumerische Wissen um die Vergeblichkeit jeder Fluchtbewegung verleiht dem Roman seinen besonderen Zauber.
Dukla ist ein verschlafenes Nest in Südpolen, am Rande der Karpaten, nicht weit von der slowakischen Grenze entfernt. Auf dem Marktplatz hat sich alle Leere der Welt versammelt. Ein Wind herrscht, der direkt aus Alaska und Sibirien herüberweht. Mit seinem bröckelnden Mauern und dem Schloss der Fürsten von Brühl, den beiden Barockkirchen und der niedergebrannten Synagoge ist Dukla ein Ort, der eine magische Anziehungskraft auf Stasiuks Ich-Erzähler ausübt. Wie unter Zwang kehrt er immer wieder in das Städtchen zurück, \"um es bei unterschiedlichem Licht, zu unterschiedlichen Tageszeiten anzusehen\". Sein Versuch, den Geist des Ortes zu fassen, der Materie ihr Gedächtnis zu entreißen, macht die Spurensuche zu einer dichterischen Expedition. Andrzej Stasiuk beschreibt sein Buch als einen 'schwer zu beschreibenden Akt atheistischer Mystik, eine sehr meditative Prosa. Es geht um ein tiefes Eintauchen in jedes Ereignis, darum, all das, was sichtbar ist, zu notieren - um ein postreligiöses Erleben der Gegenwart.' (LITERATUREN) 'Die Welt hinter Dukla' besticht durch eine ebenso präzise wie lyrische Prosa, deren Metaphorik sich auf eindringliche Weise der Landschaft und den dort lebenden Menschen annähert. 'Es ist ein erotisches Buch des Sehens, eine sexuelle Prosa. Es geht um das konkrete Berühren der Welt.' (wdr nachtkultur leselust)
Unterwegs nach Babadag
- 299 Seiten
- 11 Lesestunden
Babadag ist einer der Orte, die Stasiuk zwischen Ostsee und Schwarzem Meer durchreist – ein »schwacher Ort«, der verschwindet, sobald man sich abwendet. Die Angst, diese Orte und ihre Bewohner könnten aufhören zu existieren, wenn er sie nicht beschreibt, treibt ihn an. Aus dieser Furcht ist sein neues Buch entstanden – ein eindringliches Porträt einer Welt weit hinter Dukla. Kuhherden auf einer Bahnstrecke hinter Oradea, Schafe in Satu Mare, ein Schimmel in Suceava – die Tiere bevölkern den schmutzigsten, entlegensten Teil unseres Kontinents. Inmitten verrosteter Lagerhallen und riesiger Schornsteine zupfen sie vergiftetes Gras, ohne Angst oder Interesse, als wären sie dort seit Urzeiten. Stasiuks literarische Reportagen aus Albanien, Moldawien, Rumänien, der Ukraine, Ungarn und der Slowakei sind durchzogen von Sequenzen, die an Filme von Buñuel oder Fellini erinnern. Nach der Rückkehr kann er kaum glauben, dass er wirklich dort war – die Bunker, Satellitenschüsseln, UNO-Flaggen, das Dorf im Donaudelta, das im Wasser versinkt, und die Städtchen, in denen die Kinder schon müde zur Welt kommen. Diese Erlebnisse und Bilder bleiben in seinem Gedächtnis haften, als wären sie ein Traum, den er nicht loslassen kann.
Galizische Geschichten
- 130 Seiten
- 5 Lesestunden
Südostpolen nach der Wende. In einem Dorf verrottet die frühere LPG, und das kleine Menschenuniversum gerät aus den Fugen. Wer nicht mehr fortkommt, bleibt am Fenster sitzen wie die alte Frau, die noch heute ihre sechs Töchter auf dem Wiesenweg davongehen sieht, oder wie Herr Lewandowski, der im ungeheizten Zimmer vor dem Foto seiner Frau hockt und von Warschau träumt. Nur der ewig verschuldete W}adek kommt zu Geld. Den vergammelten Kiosk mit Zahnbürsten, Papstbildern, drei Zigarettensorten und dem blassen, gelangweilten Gesicht der Verkäuferin verwandelt er in eine gleißende Licht- und Farbenpracht – die Erschaffung der Welt im grauen Raum zwischen Kneipe und Dorfplatz. In dieser Gegend, die früher ein Teil Galiziens war und schon immer zu den ärmsten und rückständigsten Regionen Polens gehörte, findet Andrzej Stasiuk, was er sucht: Bilder aus dem imaginären Alltagsmuseum Mitteleuropas, Geschichten, die er sich in dämmrigen Wohnstuben, in Kirchenruinen und an den Busstationen einer vergessenen Provinz erzählen läßt, Lebensträume und Hoffnungen, die sich gegen die Gewalt einer ganzen Epoche behauptet haben. Ein sympathisierender Blick ruht auf den Gestalten, und auch dem Übernatürlichen und Unwahrscheinlichen verschließt der Autor sich nicht. Menschen mit sparsamen Strichen und ihr Drama auf wenigen Seiten, unter Verzicht auf jede Erklärung zu entwerfen, ist eine Kunst, die Andrzej Stasiuk meisterhaft beherrscht.
Czekając na Turka / Warten auf den Türken
- 153 Seiten
- 6 Lesestunden
"Turek jak to Turek. Znów stoi u bram i dybie na nasze, polskie. Jest jednak pewien postęp, bo tym razem Turek jest kobietą."Stasiuk"Tragikomedia Czekając na Turka pokazuje ludzi, którzy czują się wykluczeni, bo nie chcą postępu. Jest w niej coś z Becketta i Mrożka."Bartosz Marzec, RzeczpospolitaSztuka została napisana w ramach projektu "After the Fall - Europe After 1989", realizowanego przez Goethe Institut, Staatschauspiel Dresden i Theaterbüro Mülheim i współfinansowanego przez niemieckie Federalne Ministerstwo Spraw Zagranicznych i zostła wystawiona (premiera: 19 czerwca 2000) przez Stary Teatr w Krakowie w reżyserii Mikołaja Grabowskiego (wystąpili: Iwona Bielska, Paulina Poślednik, Piotr Głowacki, Zbigniew W. Kaleta, Wiktor Loga-Skarczewski, Jan Peszek, Jacek Romanowski, Krzysztof Wieszczek; muzyka Mikołaj Trzaska).Wydanie dwujęzyczne. Wersja sceniczna i niemieckie tłumaczenie na zlecenie Goethe-Institut.
Dojczland
- 92 Seiten
- 4 Lesestunden
»Beim Anblick eines Mercedes die Tränen runterschlucken. In die silberne Zigarre des ICE steigen, Herbst im Herzen. Durch das Olympiastadion in Berlin spazieren und eine Zigeunermelodie aus Siebenbürgen vor sich hinsummen.« Der Erzähler des Bestsellers Dojczland, ein literarischer Gastarbeiter auf Lesereise kreuz und quer durch die Bundesrepublik, verbirgt nicht, daß er lieber auf dem Bukarester Gara de Nord als am Stuttgarter Hauptbahnhof angekommen wäre. So selbstironisch spielt Stasiuk mit Ängsten, Vorurteilen und Klischees, den eigenen, den fremden, daß ihn ein polnisches Skandalmagazin als »bezahlten Einflußagenten Berlins« anprangerte.
Beskiden-Chronik
- 303 Seiten
- 11 Lesestunden
In der Beskiden-Chronik blickt Andrzej Stasiuk auf das heutige Polen und dessen Wandel. Ausgehend von seinem Heimatdorf reflektiert er in Feuilletons und poetischen Miniaturen über polnische und weltweite Themen. Stasiuk zeigt sich als scharfsinniger Beobachter, der auch Reisen und Natur in seinen Betrachtungen einbezieht.
Życie to jednak strata jest
- 200 Seiten
- 7 Lesestunden
Jeden z najwybitniejszych polskich pisarzy i najbardziej niezwykłych postaci życia literackiego, laureat Nike Andrzej Stasiuk w rozmowie-rzece z Dorotą Wodecką, dziennikarką „Gazety Wyborczej” i autorka książek „Mężczyźni rozmawiają o wszystkim” oraz „Polonez na polu minowym”.nOd trzech lat Dorota Wodecka nagrywa swoje rozmowy z pisarzem, które są zarazem opowieściami o jego życiu, jak i książkach, gdyż - jak mówi Stasiuk „Moje życie jest moim zawodem”. Rozmawiają więc o kobietach, miłości, podróżach, literaturze, Polsce, samochodach, Rosji, polityce, śmierci, Rosji i islamie. Dzięki Wodeckiej wyruszamy do Wołowca, gdzie Stasiuk osiadł, odwiedzamy jego owce i pisarską pracownię, ale przede wszystkim odbywamy podróż po jego pamięci i odwiedzamy miejsca, do których dotarł w trakcie swoich literackich podróży, od Albanii po rosyjską Czytę. nKsiążce towarzyszyć będą zdjęcia Adama Golca, który ilustrował m.in. ostatnią książkę Joanny Bator „Wyspa łza”
Tři hry
- 151 Seiten
- 6 Lesestunden
Tři hry předního současného polského prozaika, esejisty a dramatika spojuje stejné téma: věčný střet divokého a necivilizovaného Východu s bohatým a znuděným Západem. V Noci transplantují německému obchodníkovi srdce polského zloděje aut. Obchodník se bojí divokého barbarského srdce, srdce nemůže vydržet v kleci západního těla. A do všeho vnáší zmatek zlodějova duše, která s jeho už bezduchým tělem vede spor... Temný les se odehrává v blízké budoucnosti, kdy za většinu obyvatel Západu pracují gastarbeitři. Věčný střet poddaných a pánů, chudých a bohatých, se zde mění v groteskní sci-fi, ironicky glosující dnešní stav západní civilizace. Autor nás baví burleskně zveličenými stereotypy, živým, nespisovným jazykem a černým humorem a přitom neskrývá, že stojí na straně obhroublých, ale lidských a upřímných „výchoďáků". Čekání na Turka je situováno na polsko-slovenskou hranici, kde bývalý pohraničník v důchodu, prodavačka alkoholu a chór pašeráků nostalgicky a rozzlobeně vzpomínají na doby, kdy byl hraniční přechod důležitým místem. I zde si Stasiuk pohrává s národními stereotypy, komplexy a s problematickými otázkami naší východoevropské i evropské identity. Publikace obsahuje informace o autorovi a studii o jeho díle, kterou napsal Michał Tabaczyński.
Esej „Środkowowschodnie rewizje” Jurija Andruchowycza, w przekładzie Lidii Stefanowskiej, to kolejne wydanie wpływowego polsko-ukraińskiego dwugłosu, który zmienia sposób narracji o Europie Środkowo-Wschodniej. Autor ukazuje czułość dla obrazów rozpadu, melancholijnie opisując przywiązanie do tymczasowości i historie zwykłych ludzi w kontekście wielkiej historii. Zawiera refleksje nad granicami, zarówno wewnętrznymi, jak i zewnętrznymi, tworząc przenikliwy intelektualny atlas tej części świata, która przyciąga i jednocześnie odrzuca swoją zmienną naturą. Książka została wydana w wielu krajach, w tym Niemczech, Chorwacji, Francji i Ukrainie. Teksty Andruchowycza są znakomite, łącząc cechy nauki i poezji, co sprawia, że eseje te są pełne erudycji i odważnych zestawień. Wiele zdań zasługuje na miano aforyzmów, jak na przykład myśl o herbie Europy Środkowej, który zawierałby półmrok i pustkę. Autorzy, którzy pisali „na zamówienie”, mogą inspirować do dalszych tematów, a ich podejście przypomina polihistorów, którzy z pasją badają różnorodne aspekty rzeczywistości, łącząc wiedzę z literackim talentem.
Autobiografická kniha jednoho z nejuznávanějších polských prozaiků je svědectvím o životním stylu party mladých lidí, o jejich hudebních zálibách, literárních láskách a posedlosti alkoholem v Polsku na přelomu let sedmdesátých a osmdesátých, v zemi chudší a drsnější, ale také paradoxně svobodnější, než bylo tehdejší Československo. O tom, jak se Stasiuk (1960), vojenský zběh, vězeň a zběsilý příslušník varšavského undergroundu, stal jedním z nejvýše ceněných polských prozaiků, překládaným do mnoha světových jazyků, se samozřejmě v knize nedozvíme skoro nic. Stasiuk nepíše sám o sobě: důsledně používá generační "my" a jeho text je spíše velkou mozaikou reálií zvrhlé doby, která se jako každá prožitá minulost postupně stává "krásnou", v níž život na okraji a "mimo" oficiální společnost znamenal opravdovost, bezprostřednost každého setkání, hovoru, cesty, kdy hodnoty dané vnitřní svobodou byly nebývale stálé. Tato nesmírně čtivá „předčasná“ autobiografie také potvrzuje, jak otevřená byla i Stasiukova generace vůči české kultuře. A nejen kultuře: „Ve chvílích nečekaných vzletů jsme chtěli být Čechy. Kouřit české cigarety, pít české pivo a legendární becherovku. A rum. Češi pořád a při každé příležitosti pili rum. My jsme jako měli těch pár kilometrů mořského břehu a fregatu Dar Pomoří, ale rum se jako národní chlast neujal.“ S doslovem Jáchyma Topola "Jak jsme táhli za Stasiukem".
Dziennik pisany później
- 164 Seiten
- 6 Lesestunden
Z Dziennika pisanego później: "Jadąc przez Banja Lukę, rozmyślałem o niej. Wśród, ruin, grobów i pól minowych. Rozmyślałem o tym, jak leży na wznak między Wschodem a Zachodem. Leniwa i senna. W tych nieśmiertelnych brzózkach. Na piachu. Dłubie nosie, kręci kulki i marzy o własnym losie. O przyszłym zamążpójściu, o dawnych gwałtach albo że pójdzie do klasztoru. W Banja Luce o tym myślę, gdy pada deszcz i szukam wylotówki na Chorwację, na Węgry, bo już wracam. Myślę o niej w Jajcu i myślę w Travniku. Jak się czasami przewraca na bok w tych wiekuistych brzózkach, w tych piaskach wieczystych, wspiera na łokciu i patrzy na widnokrąg, gdzie się podnoszą pokusy wielkich miast, brylantowe wieżowce, chorągwie z pięknymi herbami firm globalnych i gdzie światło lucyferycznie odbija się od chmur, składając w obcojęzyczne napisy głoszące chwałę nadchodzącego wyzwolenia, które niczym bezlitosna fala zatopi stare, a ocali nowe. Za to ją kocham. Za to patrzenie. Za to leżenie na boku. I sobie obiecuję, że jak tylko wrócę z tych beznadziejnych Bałkanów, to ją zaraz opiszę. Kilometr po kilometrze, hektar po hektarze, gmina po gminie, wymieniając te wszystkie nazwy jak zaklęcia, jak modlitwy, jak litanie, arko przymierza, domie złoty, wieżo z kości gdzieś koło Małkini, gdzieś koło Bełżca".
Ukraina, Rosja, Azja.Narrator napotyka ludzi, duchy i policjant�w. Ale przede wszystkim opowiada o swojej miłości do samochod�w.Snuje sowizdrzalską elegię na odejście silnika spalinowego.
Zima
- 56 Seiten
- 2 Lesestunden
„A gdy Heniek zjeżdża z góry, to jego przyczepka wygląda jak atak starodawnej kawalerii: barwy, proporce i furkot wśród płonących drzew jesieni, wśród czerwieni i złota naprzeciw suchego wschodniego wiatru, jak szarża lekkiej brygady, jak kłus pancernej chorągwi z chrzęstem, pobrzękiwaniem i skrzypem obluzowanych blach i szumem powiewających sztandarów, ale przed mostem musi przyhamować i do wsi wtacza się już całkiem dostojnie, powiewnie i cicho. Staje w ognistej plamie września, wysiada i czeka obok swojego kramu, a silnik paruje rozgrzanym olejem jak zgoniony mechaniczny koń. Lecz wokół jest pusto. Zjawiają się tylko dwa psy. Obwąchują koła, obsikują i obwąchują znowu, żeby sprawdzić, czy nie zrobiły jakiegoś błędu, jak wszystkie psy na całym świecie wszędzie tam, gdzie toczą się gumowe koła aut. Potem wolno idą do swoich spraw i Heniek zostaje sam wśród wiatru. Nie dzieje się nic. Tylko nie wiadomo skąd pachnie olchowym dymem. Światło przedpołudnia przenika przez tiule i szyfony, przez nylony i koronki, tonie w fałdach bawełny i na koniec przepada w sukiennych draperiach jak w ciemnej wodzie”. Fragment
Zbiór opowiadań. Ciemna, niepokojąca proza o zmysłowym doświadczaniu świata. Niewinność, erotyzm, cielesność, upadek — jednym słowem najstarsze obsesje świata. Nominacja do Literackiej Nagrody NIKE 1997.
Ciemny las
- 109 Seiten
- 4 Lesestunden
Čakanie na Turka
- 151 Seiten
- 6 Lesestunden
Komédia o ľuďoch, ktorí snívajú o starých časoch.
























